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Treber-Bierhefe-Brot (vegan)

Kann man mit Bierhefe auch backen?

Ich habe das schon einmal bei meinem zweiten Treberbrot versucht, war mir aber damals nicht sicher und habe zusätzlich noch einen Würfel Frischhefe hinzugefügt.

Diesmal habe ich es tatsächlich nur mit der Bierhefe versucht.

Deim Gären vermehrt sich die Hefe und sammelt sich dann als schleimige Masse am Boden des Fasses. Um das Bier von Trübstoffen zu befreien, wird es erst umgefüllt, bevor es abgefüllt wird. Man könnte es auch gleich abfüllen, aber dann befindet sich eine Hefesatz am Boden der Flasche, den der Hobbybrauer gern vermeiden möchte.
Von der Hefe, die im Fass zurück geblieben ist, habe ich mir etwas für mein Brotexperiment aufheben lassen

Brot08-1

Zutaten:
215g Treber (Was ist Treber?)
145g Weizenmehl 550
145g Vollkornmehl Weizen
145g Dinkelmehl 630
1TL Brotgewürz
1TL Anis
2 Hopfendolden (weniger ist bekanntlich mehr)
50g Walnüsse
ca. 3-5 EL Brauhefe
ca. 300ml Flüssigkeit (in meinem Fall das Jungbier auf der Hefe, man sieht es auf dem Foto im Messbecher)
1TL Rübensirup
2TL Salz

Ich habe die Hefe mit 1 TL Rübensirup in dem Jungbier verrührt um sie wieder zu reaktivieren. Man muss ein paar Minuten länger warten, als das bei Backhefe der Fall ist, aber irgendwann steigen wieder Bläschen in der Flüssigkeit auf.

Alle Zutaten bis auf das Salz zu einem Teig verkneten und 90 Minuten ruhen lassen bis der Teig sich vergrößert hat.
Brot08-2
Und hier ist dann auch die Antwort auf die Frage, ob man mit Bierhefe backen kann.

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Man kann.

Teig nochmal gut durchkneten und nicht vergessen das Salz unterzukneten.

Zu einer platten Rolle formen und weiter 30-45 Minuten auf dem Blech ruhen lassen.

Gebacken habe ich es eine Stunde, bei 180°C Umluft. Ich habe festgestellt, dass grade Hefeteigen Umluft besser bekommt als Ober-/Unterhitze.
Ein Schälchen mit Wasser in den Ofen stellen und das Brot ab und zu mit Wasser einpinseln, damit es eine glänzige Kruste bekommt.

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Der Geschmack war ziemlich ausgewogen. Die Menge an Hopfen war grade richtig. Man hat ihn rausgeschmeckt, aber er war nicht zu aufdringlich. Die Bierhefe hat man gar nicht rausgeschmeckt. Bei meinem ersten Versuch mit Bierhefe hatte man sie doch sehr deutlich gemerkt. Und Walnüsse tun so einem kräftigen Brot immer gut.

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Jetzt müssen wir nur noch die Frage klären, ob man mit Backhefe auch Brauen kann. Mal sehen, ob ich den Hobbybrauer zu einer Versuchsanordnung überreden.

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Osterfrühstück mit süßen Häschen

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Passend zum Ostersonntagsfrühstück gibt es leckere Osterhäschen aus Hefeteig. Ich liebe ja Rosinenbrötchen und seit ich selber Brot backe, habe ich auch meinen Frieden mit dem Hefeteig geschlossen – auch wenn ich nach wie vor nervig finde, dass er sich beim Ausrollen und Formen immer wieder so lästig zusammenzieht.

Idee und Inspiration stammen von Greenfietsen das Rezept gibt es im Original hier als Video.

Die benötigten Zutaten sind:
500g Mehl
1 Würfel Hefe oder 1 Packg. Trockenhefe
80g Zucker
1 Packg.Vanillezucker oder etwas Extrakt
1/4 Liter Milch
1 Ei
50g Margarine

Ich hatte alles zu Hause *Yeah*, wie es funktioniert wird super im Video erklärt. Da ich, wie Eingangs erwähnt, ein absoluter Fan von Rosinenbrötchen bin, habe ich noch eine handvoll Rosinen unter den Teig gemischt. Die Rosinen habe ich vorher mit heißem Wasser überbrüht und dann solange in heißem Wasser eingeweicht, bis der Teig fertig war, um sie zum Schluss mit unterkneten zu können. Vorher ein bisschen mit Küchenpapier abtupfen, sonst wird der Hefeteig wieder zu klebrig.

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Die Art der Zubereitung des Hefeteigs war völlig neu für mich, hat aber super funktioniert obwohl ich bei der Sache mit dem Ei in dem Topf Milch einrühren erst skeptisch war. Hat aber prima geklappt. Das mache ich beim nächsten Mal wieder so.
Einen Hasen habe ich gleich noch lauwarm vernascht (der hatte leider ein Auge verloren) und ich musste mich echt zusammen reißen, dass ich die anderen 11 nicht auch gleich noch esse – da waren die Hasen wirklich fluffig. Einen Tag später waren sie etwas fester und nicht mehr ganz so fluffig, aber immer noch super lecker. Dieses Rezept wird wohl Eingang in mein Backbuch finden.

Und nun frohes Ostereiersuchen und ein schönes (und sonniges) Osterfest!

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Rosinenzopf (vegan)

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Der Hobbybrauer hat sich beschwert, dass der Bäcker seines Vertrauens immer keinen Rosinenzopf mehr hat, wenn er Freitags daran vorbei kommt. Also hab ich beschlossen, ihm eine kleine Überraschung zu bereiten und einen zu backen um meine neuen Hefeteigskills zu üben.

Ich muss dazu sagen, dass dieser Rosinenzopf eigenlich nur vegan geworden ist, weil ich vom Apfelkuchen noch die Pflanzenmilch übrig hatte und die ja pur bei uns keiner trinkt. Eier hab ich keine rein gemacht, weil ich die für die Schokocookies brauchte, die ich beim nächsten Mal vorstellen werde.

Als Orientierung habe ich das Rezept von Aurora genommen. Allerdings sind Rezepte für mich eigentlich nur Richtlinien um die Menge der Hauptzutaten wie Mehl, Flüssigkeit und Zucker richtig hinzubekommen- alles andere ist … ähm … freie Interpretation. Mit anderen Worten, ich suche mir eins um mich dann nicht daran zu halten…

Zutaten:
500g Weizenmhel Typ 550
150g Dinkelmehl Typ 630 (ich hab kein Weizenmehl Typ 1050 gefunden, wie im Rezept beschrieben)
1 Würfel Frischhefe (42g)
120g Zucker
200 ml Pflanzenmilch (bei mir: Soja-Reis-Milch)
100g Rosinen
30g gehackte Mandeln (mehr hatte ich nicht mehr)
geriebene Zitronenschale (von BioVegan) (ich nehme immer die schon fertig geriebene Schale von Zitrusfrüchten, weil ich nie weiß ob die Zitronen/Limetten/Orangen auch wirklich ungespritzt sind – und da auch kein Vertrauen habe)
1 Päckchen Vanillezucker
100g Pflanzenmargarine (Deli Reform (war auch noch vom Apfelkuchen übrig))
1 Prise Salz

Bei der Zubereitung habe ich das Rezept auch weitestgehend ignoriert und es so gemacht, wie ich es jetzt immer beim Brot gemacht habe.

Also Hefe mit einem TL Zucker in der lauwarmen Flüssigkeit mischen und beiseite stellen.

Rosinen heiß abwaschen.

In der Zwischenzeit Mehle, Zucker, Zitronenschale, Mandeln, Vanillezucker und Salz mischen. In die Mitte eine Mulde drücken und dahinein dann die Hefeflüssigkeit schütten wenn sie schön schäumt.

Alles zu ein geschmeidigen Teig kneten (Rosinen nicht vergessen! Hätte ich beinahe.)

Dann eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen (der ist bei mir an oder auf der Heizung).

Anschließend nochmal gut durchkneten. Bei mir war es soviel Teig, dass ich zwei kleine Zöpfe draus gemacht habe. Also Teig halbieren und aus einer Hälfte drei Stränge formen – diese dann zu einem Zopf flechten und die Enden zusammendrücken.

Zöpfe auf dem Blech nochmal eine halbe Stunde gehen lassen und dann 190°C (Ober-/ Unterhitze) ca. 45 Minuten backen. Ich habe nicht aufgepasst, weil ich in der Zwischenzeit in der Wichtelwerkstatt beschäftigt war – er ist ziemlich dunkel geworden, 35 Minuten hätten es evtl. auch getan. Ach ja, vor dem Backen habe ich die Zöpfe für ein bisschen Glanz noch mit dem allerletzten Rest der Pflanzenmilch eingepinselt.

RoZo02

P.S.:
Und wieder einmal stellte sich für mich die Frage – wo zum Teufel ist bei 4 Schienen eigentlich die Mittlere?! Kann man diesen Teil in Rezepten nicht einfach anders formulieren oder gleich auslassen?

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Apfelstreuselkuchen (vegan)

(Sorry, no English version today)

Letzte Woche war ich mal wieder bei Oma und Opa zum Kaffee trinken. Ansich nichts besonderes – seit ein paar Wochen bringe ich aber immer selbstgebackenen Kuchen mit, weil ich entweder nix richtiges finde (Opa ist nur Kuchen ohne Sahne, Pudding oder sonst irgendwas komisch cremiges…) oder die Preise in exorbitante Höhe geschossen sind.

Diese Woche wusste ich nicht genau, ob mein Schwesterlein auch mit dabei ist. Das ist nämlich so eine Sache – während ich „nur“ vegetarisch esse (und auch noch die Weichei ovo-lacto Variante) i(s)st sie vegan. Uiii, eine neue Herausforderung für mich, wollte ich doch schon recht lange mal ausprobieren einen veganen Kuchen zu Backen, da ich es irgendwie schon immer doof fand, wenn sie mit zum Kaffee war und dann an ihrem Mr. Tom Nussriegel rumgeknappert hat (oder sich ihren Kuchen selbst mitbringen musste) – also habe ich den Apfelkuchen entsprechend konfiguriert.

Es brauchte etwas Recherche Arbeit (dabei bin ich auf großartige vegane Backblogs gestoßen – ich glaub, ich mach sowas jetzt öfter) und auf ein Rezept für Apfel-Streusel-Schnitten von bakingthelaw (cooler Name!).

Hefeteig finde ich ja persönlich immer etwas anstrengend (und konnte ihn eigentlich auch nie leiden), da mein Mixer keinen Knethaken mehr hat ist alles (klebrige) Handarbeit. Aber seit meiner Brotback-Aktion bin ich da etwas entspannter geworden.

Das Rezept ist auch für Vegane Backanfänger geeignet. Ich habe nur eine Änderung vorgenommen und auf das Apfelmus noch dünn geschnittene  Braeburn Apfelscheiben gelegt (der Apfel war so sauer, den wollte irgendwie keiner essen – also ist er kurzer Hand auf dem Kuchen gelandet). Außerdem musste der Kuchen bei mir 45 Minuten im Ofen verweilen. Nach der angegebenen halben Stunde hat der Teig noch sehr nachgegeben.

Und hier ist das gute Stück:
Apfel01

Dank dieses Rezeptes weiß ich nun, dass man auch Trockenhefe in warme Flüssigkeit einrühren kann und dass es mit dieser Starthilfe wesentlich besser mit dem Gehen des Teigs klappt. Irgendwie bin ich bisher noch nie auf die Idee gekommen das so zu machen, (die Kuchen, die ich mit Trockenhefe gebacken habe, waren auch nie wirklich Erfolge) weil ja immer auf der Packung steht  „Kein Einrühren nötig“.  Und ich hab’s geglaubt.

Apfel02
Mmmmmh, unglaublich lecker!

Als nächstes folgt ein Rosinenzopf *Ha!* Hefeteig, ich meistere dich noch!

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