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Der Wintermantel nimmt doch noch Formen an

Der Wintermantel-Sew-Along ist zwar schon längst Geschichte, aber ich arbeite nach wie vor fleißig an der Vollendung des guten Stücks. Dank meines Urlaubs in der letzten Woche, bin ich auch ein gutes Stück voran gekommen. Jetzt wo es endlich ans Nähen geht, fängt es auch an Spaß zu machen. Ich habe mich regelrecht an dem Projekt festgebissen.

Zusammengesetzt habe ich den Mantel schon und auch die Ärmel sind drin. Ein bisschen mein Angstgegner aber mit Hilfe des Onlinekurses super zu bewerkstelligen. Hat gleich auf Anhieb geklappt – ohne irgendwelche komischen Falten. Nur die Schulterposter haben mich etwas auf die Probe gestellt. Vor allem weil dann auch noch ein sogenannter Sleeve head (aka Ärmelfisch [Ich könnte mich über das Wort kaputt lachen🙂 ] ) eingebaut wurde. Ich hatte weder das eine noch das andere im Haus, also hab ich mich für selbermachen entschieden, damit ich weiter komme. Im Online-Kurs hatte die Dame als sleeve head einfach nur einen Streifen Vlies, der oben umgefaltet und festgesteppt war und bei dem Schulterpolster habe ich mich an das Tutorial von sewing addicted gehalten.
Wenn ich Euch erzähle woraus ich meine Schulterpolster gebastelt habe…

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Na vieleicht kommt ja jemand drauf😉

Ich finde sie passen gut rein, der Unterschied zwischen mit und ohne Polster ist wirklich erstaunlich. Leider habe ich kein Vorher-Nachher-Bild. Nur ein Nachher-Bild. So ist momentan der aktuelle Stand.

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Mit dem Futter habe ich auch angefangen.
Ich wollte ja unbedingt noch eine wärmende Zwischenschicht für meinen Mantel und habe mich für Thinsulate entschieden. Eigentlich wollte ich es an den Außernstoff machen, aber da ich da ja nun mal schon das Zwischenfutter hatte, habe ich mich dazu entschieden, die Isolation ans Futter zu heften.
Eine mühselige Arbeit. Ich habe jedes Futterteil einzeln noch mal aus Thinsulate zugeschnitten. Das Zeug kann man ja nicht doppelt zuschneiden und auch noch akurat sein.
Dann habe ich es innerhalb der Nahtzugabe (bei 1 cm) mit einem Zickzack-Stich auf die Futterteile genäht, demit ich dann die Nahtzugabe und Thisulate entsprechen zurückschneiden kann.
Spätestens jetzt, habe ich mich zu meiner Investition in den Obertransport beglückwünscht.
Die Anregung dazu habe ich beim Recherchieren auf den Blogs von megannielsen und cashmerette bekommen.

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So sehr ich mich aufs Tragen freue. Pausen sind wichtig und wenn man müde ist sollte man aufhören, sonst passieren
dumme Fehler.

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Wie hier bei der Einfassung für meine geplante Innentasche. Ein Dreieck ist verkehrt herum, und ich hab’s erst beim Fotografieren gemerkt… naja man sieht dann nur die Spitzen, also hab ich es so gelassen.

So und jetzt schau ich mal noch beim Creadienstag vorbei. Vielleicht gibts ja noch ein paar Anregungen für die Weihnachtsbastelei, denn eigentlich wollte ich schon längst mit der Geschenkeproduktion angefangen habe. Wie das immer so ist.

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Weihnachtskleid-Sew Along: Stoff und Schnitt

Als Erstes muss ich ein Dankeschön für die vielen lieben Kommentare zu meinem letzten Post loswerden. Ihr seid toll!🙂
Das mit den Entscheidungen ist ja so eine Sache, ich glaube die Stimmen haben sich mehr oder weniger gleichmäßig auf Kleid 112 aus der Burda 12/2016 und auf Kleid 105 aus der Burda 09/2016 verteilt.
Mein Favorit fürs Weihnachtskleid ist Kleid 112 – ich bevorzuge zu Weihnachten die bequeme Variante zum herumlungern auf der Couch und das Kleid macht mir einen recht bequemen Eindruck.

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Den Schnitt habe ich schon abgepaust

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und der Stoff ist auch schon ausgewählt. Den habe ich vom letzten Stoffmarkt. Was es genau ist, kann ich nicht sagen, gibt es so etwas wie Wolljersey?

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Nun stehe ich vor einer interessanten Frage. Der Stoff hat Löcher, das sieht man ganz gut auf der weißen Rückseite. Ich hatte überlegt das Kleid mit einem dünnen weißen Viskose Jersey zu füttern, so wie ich es bei meinem Mantel gelernt habe.

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Alternativ kam mir die Idee ein Unterkleid dafür zu nähen. Das hätte den Vorteil, dass es auch bei anderen Kleidern zur Anwendung kommen könnte. Kennt jemand einen einfachen Schnitt für ein Unterkleid? Alle die ich gefunden habe waren für meine Zweck zu aufwendig. Auf Spitze und BH-Träger habe ich jetzt erstmal keine Lust.
Ich bin unentschlossen.

Und da ich keine zwei Wochen nach Weihnachten Geburtstag habe, habe ich beschlossen Kleid 105 als Geburtstagskleid zu nähen. Ich bin ein Fuchs😉

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Den Stoff dafür habe ich schon auch aus einer schön weichfallenden Viskose mit wildem Muster.

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Wofür sich die anderen Teilnehmerinnen entschieden haben, findet Ihr ihr beim zweiten Teil des Weihnachtskleid Sew Alongs auf dem Me-Made-Mittwoch Blog

P.S.: Die Links dienen, wie immer, nur zur Information – ich bekomme nix dafür.

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Weihnachtskleid und Wintermantel

Mein Wintermantel ist zwar nach wie vor in Einzelteilen, was mich natürlich nicht davon abhält schon mal für das nächste Projekt vorauszuplanen. Das Weihnachtskleid!

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Ich gebe es zu, ich habe den Sew-Along im letzten Jahr mit großer Begeisterung verfolgt und es war auch so ein bisschen der letzte Anstubser, den ich gebraucht habe, damit unser Haushalt um eine Nähmaschine erweitert wird und ich sozusagen meine Reise in die Welt der selbstgenähten Kleidung begann. Wintermantel hin oder her (mein Urlaub ist nah), natürlich lasse ich es mir nicht nehmen, hiermit meine Teilnahme am Weihnachtskleid Sew Along bekannt zugeben.

Bei mir kommen drei Modelle in die engere Auswahl:
Kleid 112 aus Burda 12/2016 wofür ich sogar schon einen passenden Stoff hätte, meinen quasi Spontankauf vom letzten Stoffmarkt, den ich eigentlich damit gerechtfertigt habe, daraus ein Cape nähen zuwollen. Bei genauerer Betrachtung muss ich zugeben, dass der Stoff für ein Cape nicht sonderlich geeignet ist.
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Kleid 105 Aus Burda 09/2016, der Auslöser weswegen ich mich die Zeitschrift überhaupt nur gekauft habe.

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Modell 47 aus Meine Nähmode 05/2016; da müssten dann natürlich noch lange Ärmel dran.
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Und wie sieht es bei meinem Wintermantel aus?

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Die vielen tollen Mäntel die ich schon beim Finale bewundert habe, haben mir noch einmal einen kleinen Motivationsschub gegeben.
Das Zwischenfutter (Underlining) habe ich jetzt komplett auf die entsprechende Teile geheftet,

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die ersten Abnäher sind genäht und das rechte Mantelvorderteil mit Tasche habe ich schon zusammengenäht.
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Ich bin zuversichtlich, dass ich mich bestimmt beim Finale der Herzen mit einreihen kann.

Und wer sagt jetzt meinem Chef, dass ich dringend mehr frei brauche, da ich einen Mantel und ein Kleid zu nähen habe?

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Der Sommer im Glas

Bei meinem Mantel gibt es noch keinerlei Fortschritte zu verzeichnen, daher habe ich das vorletzte Treffen zum Wintermantel Sew-Along auch ausfallen lassen. Ich werde es wohl nicht rechtzeitig zum Finale schaffen, aber ich zähle auch so ein bisschen auf meine Woche Urlaub Ende November um in meinem Mantel-Projekt voran zu kommen.

Stattdessen folgt heute mal wieder ein Post aus meiner Küche. Ich habe den Sommer eingefangen und mich in diesem Jahr zum ersten Mal in meinem Leben ans Marmelade kochen gewagt… und was soll ich sagen? Es ist gleich so ein bisschen zu einer Sucht geworden.
Meine allererst Marmelade war Erdbeer-Stachelbeere, danach folgte Brombeer-Aprikose mit handgepflückten Brombeeren und dann Pflaume-Apfel. Wobei ich dazu sagen muss, dass ich mich nicht exakt an die Rezepte gehalten habe, ich hab die lediglich als Orientierung genutzt und mit dem gearbeitet, was ich hatte. Ich hab Gelierzucker 2:1 genommen und mich an die Anleitung auf der Packung gehalten.

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Dann kam die Kürbiszeit und meine Ma brachte mir einen großen Kürbis mit, aus dem neben Suppe und Kürbisbrot auch Kürbis-Apfel-Marmelade und Kürbis-Gelee entstand. Das Rezept für die (superleckere) Kürbis-Apfel-Marmelade stammt von hier und das Rezept für’s Kürbis-Gelee habe ich aus der Zeitschrift Einfach Hausgemacht Herbst 2016

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Für das Gelee benötigt man:
etwa 1 kg Schalen vom Roten Zentner, grob abgeschält
Saft von 2 Orangen ca. 200ml (ich habe Orangensaft aus der Flasche genommen)
1/4 Vanilleschote
1kg Gelierzucker 1:1
1 Päckchen Zitronensäure

Die Einweckgläser und Deckel heiß ausspülen und über Kopf abtropfen lassen. Die Kürbisschalen in wlnussgroße Stücke schneiden und mit 700ml Wasser in eine Topf geben. Bei geschlossenem Deckel zum kochen bringen und 15 Minuten köcheln lassen. Den Sud durch ein Sieb passieren, dabei gut durchdrücken.
600 ml Kürbissud abmessen und mit 200 ml Orangensaft auffüllen. (Es gehen auch 550 ml Kürbissud und 250 ml Orangensaft)
Die Vanilleschote längs aufschneiden, das Mark herauskratzen und zum Kürbissud geben.
Den Gelierzucker einrühren und unter gelegentlichem Rühren aufkochen. 3 Minuten sprudelnd kochen lassen. Zitronensäure zugeben, unterrühren und das Gelee in die vorbereiteten Gläser füllen. Mit den Deckeln verschließen, 5 Minuten auf den Kopf stellen und dann abkühlen lassen.

Da mein Garten in diesem Jahr sehr großzügig mit Äpfeln war, gab es auch gleich noch Apfelmus und eine Weihnachtsmarmelade Bratapfel-Vanille nach diesem Rezept. Ich habe mir gedacht, wenn ich die in kleine Gläschen abfülle habe ich gleich super Mitbringsel und Aufmerksamkeiten für die Weihnachtszeit. Wird natürlich alles noch weihnachtlich aufgehübscht.

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Der Hobbybrauer belächelt mich zwar immer, aber diesmal war ich tatsächlich ganz froh über meine Sammlung an leeren Marmeladengläsern. Jetzt sind sie wieder voll und wir brauchen für den restlichen Winter keine Marmelade mehr kaufen. Die hübschen Etiketten habe ich auf meinen Pinterest-Streifzügen ausfindig gemacht und alle auf einem Board gesammelt.
So sieht es jetzt in meinem Vorratsregal aus, die andere Häfte ist bereits in den Keller gewandert😉

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P.S.: Ja, ich kenne den technischen Unterschied zwischen Marmelade und Konfitüre – aber es ist mir egal🙂

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Wintermantel-Sew-Along: Fortschritte

Da werde ich mich mal kurz vor Schluss in den illustren Reigen auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog einreihen. Ich habe eine ganze Weile überlegt ob ich beim dritten Treffen zum Wintermantel-Sew Along nicht lieber aussetzen soll – denn wirkliche Fortschritte habe ich noch nicht zu verzeichnen. Ich habe noch nicht eine einzige Naht gesetzt und bin eigentlich noch immer dabei die gefühlten drölfzig Teile zuzuschneiden.

Mittlerweile habe ich immerhin schon das Schnittmuster abgepaust, eine Arbeit die ich absolut langweilig finde. Hörbücher machen es eträglich aber ich ertappe mich hin und wieder dabei wie ich aufhöre abzupausen und nur noch zuhöre😉
Ich habe ja eine Weile hin und her überlegt, wie ich meinen Stoff vorbehandeln soll. Bei Siebenschön im Blog habe ich glesen, dass sie den Stoff mit einem feuchten Bügeltuch abgebügelt hat. Auf Nachfrage in den Kommentaren habe ich auch flux eine Antwort erhalten. Vielen Dank dafür! Bei Sewaholic gibt es auch einen umfangreichen Artikel zum Thema – auf Englisch allerdings.
Also habe ich mich dazu entschieden meinen Wollstoff mit Blumensprühdings einzunebeln und mit feuchtem Küchenhandtuch abzubügeln. Ich hoffe das reicht als Vorbehandlung aus.

Zugeschnitten habe ich den Wollstoff auch. Zum Glück haben wir einen langen Flur, da konnte ich die 3 Meter Stoff in voller Länge auslegen – ohne Möbelrücken diesmal.

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Das Futter ist auch schon zugeschnitten.

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Momentan kämpfe ich noch mit der Einlage. Im Online-Kurs war von „press-on tricot knit interfacing“ die Rede, ich habe mich letzten Endes für Vliesline G785 entschieden, das schien dem Ganzen am nächsten zu kommen. In der Burda wird das Zeug schließlich auch für fast alles genutzt. In der Vogue Anleitung wird eine Einlage zum Einnähen verwendet, aber ich habe mir schon beim letzten Vogue Kleid geschworen, dass ich Einlagen nur noch aufbügeln werde, eine weitere Änderung ist, dass beim Vorderteil das gesamte Teil mit Einlage verstärkt wird und nicht nur der lange Teil, wie in der Vogue Anleitung gezeigt.
Bis jetzt habe ich es noch nie geschafft eine Einlage so zuzuschneiden, dass sie dann auch eins zu eins auf das Schnittteil gepasst hätte. Irgendwo war immer zuviel oder zuwenig und bei dem flimsigen Zeug hatte ich so meine Bedenken, grade bei den großen Teilen. Deswegen habe ich es auch so lange vor mir hergeschoben. Jetzt habe ich einfach die Einlage auf das Schnitteil gesteckt, ringsrum ausgeschnitten und dann festgebügelt. Ist bestimmt nicht die Art und Weise wie sowas gemacht wird, hat aber super gepasst😉

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Beim Kragen habe ich ein sogenanntes Block Fusing gemacht. Ich habe die Einage (hier F220) auf den kompletten Stoff augebügelt und erst dann den Stoff augeschnitten. Der Verschnitt ist natürlich immens, aber ich habe noch nie Einlage so perfekt auf ein Kragenteil gebügelt.

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Gibt es im Deutschen eigentlich einen Unterschied zwischen Interlining (eine zweite dünne Stoffschicht, die an den Außenstoff für mehr Stabilität geheftet wird) und Underlining (eine wärmende Zwischenschicht wie Thinsulate, die zwischen Stoff und Futter genäht wird)? Ich habe nur den Begriff Zwischenfutter gefunden – der wohl beides beschreibt. Hier gibt es eine ganz gute Seite die den Unterschied zwischen Interfacing, Interlining und Underlining erklärt.

Jetzt habe ich also noch die Schicht Thinsulate, die ich zuschneiden muss und den dünnen Batist für das Interlining. Wenn es meine Zeit zulässt, habe ich beim nächsten Treffen vielleicht schon einpaar Nähte genäht….

Um Schulterpolster habe ich mir noch keine Gedanken gemacht aber ich glaube irgendetwas von shoulder pads gelesen zuhaben. Also kommen wohl welche rein.

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Winter-Mantel-Sew-Along: Welchen nehme ich nur?

Ach ja, die Sache mit der Entscheidungsfreudigkeit – und die vielen tollen Inspirationsposts vom letzten Treffen haben die Sache auch nicht leichter gemacht. Ich nähe nur noch Mäntel… und Capes.

Im heutigen Treffen zum Winter-Mantel-Sew-Along auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog geht es um die Entscheidung für ein Modell.
Bei mir in die engere Auswahl kamen:

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Der Gertie-Mantel B5824,

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das Burda Cape

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und der Vogue-Mantel V9040.

Letzten Endes habe ich mich dann für den Vogue-Mantel in Version A entschieden, da es mir ganz lieb ist, wenn mich beim Mantel-Nähprozess jemand etwas an die Hand nimmt und das Schnittmuster gab es ja zu dem Crafsy-Kurs in Coat-Making dazu. Mit dem Cape liebäugele ich aber nach wie vor.

Ganz passend dazu gab es am 2. Oktober Stoffmarkt bei uns und ich habe auch fast alles bekommen.
Petrolfarbenen Wollstoff, Futterstoff und Pannesamt in Silber und Vliesline G785.

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Als Zwischenfutter habe ich mich, nachdem ich durch die Posts vom letzten Jahr gestöbert habe, für Thinsulate entschieden, was gestern bei mir eingetroffen ist und auf meine Knöpfe warte ich noch.

Als Nächstes werde ich mich mal mit dem Schnittmuster auseinandersetzen.

Wie behandelt ihr Eure Mantelstoff eigentlich vor? Eigentlich wasche ich ja jeden Stoff, der bei mir in die Wohnung kommt, aber bei dem Wollstoff traue ich mich nicht so richtig. Sollte man ihn vielleicht vorher in die Reinigung bringen? Oder wascht ihr eure Mantel-/Futterstoffe gar nicht?

Das hier ist übrigens meine komplette Ausbeute vom Stoffmarkt. Das Farbschema für diesen Herbst lässt sich ziemlich genau erkennen🙂
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Das ist mir aber tatsächlich erst aufgefallen, als ich das Foto gemacht habe…

So, und jetzt schaue ich mal nach, wofür die anderen Mitstreiterinnen sich so entschieden haben.

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{Projekt Kleiderschrank} Jersey-Shirt

Eines meiner Vorhaben für den Herbst ist ja, mich näher mit Jersey Stoffen zu beschäftigen. Ich habe nur eine einfache Haushaltsnähmaschine, doch wenn man sich so ein bisschen im Netz umschaut, könnte man fast der Meinung sein, dass man zum Jerseynähen unbedingt eine spezielle Overlockmaschine braucht. Das ganze schreckt dann den Jerseyanfänger doch etwas ab. Noch bin ich nicht soweit, dass ich in eine weitere Maschine investieren möchte. Aber dann habe ich ein bisschen nachgedacht. Meine Oma hat uns früher auch Unmengen an Kindersachen genäht – zum Teil auch aus Jersey bzw. Nickystoff (bei uns waren T-Shirts immer Nickys) und sie hatte ja auch nur eine einfache DDR Nähmaschine zur Verfügung also muss es ja auch ohne Overlock gehen. Okay, zugegeben, die Innenverarbeitung ist jetzt nicht wie bei gekaufter Kleidung aber wer sieht das schon außer mir…

Ich habe das Netz ein bisschen zum Thema Jersey nähen mit Haushaltsnähmaschine durchsucht, aber außer dem Hinweis, dass man nicht mit dem normalen Gradstich nähen und den Nähfußdruck verringern soll (die Funktion hat meine Nähmaschine nicht) war es nicht unbedingt ergibig. Der Makerist-Kurs zu dem Thema aus der Nähschul-Reihe hat da auch keine erweiternden Erkenntnisse.
Also habe ich mich auf der englischsprachigen Handarbeitswebseite Crafsy umgesehen und bin tatsächlich fündig geworden. Bei Crafsy lohnt es sich immer auf einen Sale zu warten, da die Preise doch ganz schön in sich haben.
Beim Frühjahrs-Sale habe ich dann zugeschlagen und mich für den Kurs Sewing with Knits eingeschrieben.

Eigentlich wollte ich ja ein T-Shirt nähen, aber plötzlich kam dann doch der Herbst um die Ecke und ich habe mich für dreivirtel Ärmel entschieden. Der Kurs ist nicht schlecht, wenn man von der etwas gewöhnungsbedürftigen Stimmlage der Instruktorin und den vielen, vielen Füll-„ähms“ absieht. Es wird alles Schritt für Schritt erklärt und nebenbei erhält man noch einige Tips und Tricks. Zum Beispiel mit dem durchsichtigen Gummiband in den Schulternähten um das Ausleiern zu verhindern.
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Die Säume habe ich mit der Zwillingsnadel und in Kontrastfrarbe schwarz genäht.
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Außen

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Innen

Mit dem Auschnitt hatte ich etwas zu kämpfen. Merke: Der Stretch-Stich lässt sich nur schwer wieder auftrennen. Also gleich von Anfang an ordentlich nähen.
Zum Absteppen habe ich wieder schwarz und einen kleinen Zickzackstich genommen.
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Für den Anfang bin ich ganz zufrieden mit meinem Werk – vielleicht schenke ich Trudi zu Weihnachten ja noch einen Obertransportfuß.

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Schnittmuster aus dem Crafsy-Kurs „Sewing with Knits“ genäht in Größe L
Stoff: Baumwolljersey in Wine von stoff-handel.de
Verlinkt zum Me-Made-Mittwoch

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Wintermantel Sew Along: Ich bin dabei!

Nachdem ich ja mein Großprojekt Hochzeitsgastkleid erfolgreich abgeschlossen habe, wird es Zeit für ein neues Großprojekt. Da kommt mir der Wintermantel Sew Along, der auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog ausgerufen wurde grade recht.

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Einen Wintermantel, bzw. eine etwas hübscher Winterjacke brauche ich ohnehin. Ich habe nur 2 Anoraks (wovon einer schon recht schäbig ist, naja eigentlich beide) aber wenn man mal in Theater, oder ins Ballett geht (grade zur Weihnachtszeit), dann brauch man auch mal was hübscheres zum Kleid.

In meiner Jugendzeit habe ich schon mal einen tollen Wintermantel besessen (so 9-11 Klasse), ich habe ihn buchstäblich in Fetzen geliebt🙂 Zeit für was neues.

Eigentlich schwebt mir ja ein Eisprinzessinenmantel vor, aber das ist eher unpraktisch, da ich die meiste Zeit des Jahres (mit Ausnahme von Glatteis) mit dem Fahrrad unterwegs.

Also Fahrradtauglich muss er sein. Ein Kurzmantel oder Knielänge.

Schon letztes Jahr habe ich mich in den (populären) Mantel von Gertie verliebt, der bei Butterick erschienen ist. Ich war schon todtraurig, als ich feststellen musste, dass er auf der Butterick Webseite schon gar nicht mehr im Programm ist. Bei envogue Schnittmuster konnte ich ihn aber dann doch noch auftreiben. Ich konnte mein Glück kaum fassen.

wjsalb5824                                                                                                                  Quelle: Google

Dann habe ich noch den sehr populären Vogue Schnitt V8346 in Version A oder B auf meiner Inspirationsliste.

wjsalv8346                                                                                                        Quelle: Vogue Patterns

Wie es der Zufall grade so will, gibt es dieses Wochenende auf der englischen Handarbeitsplattform Crafsy, einen surprise sale. Alle Kurse für $20 (mit der ominösen EU Märchensteuer für digitale Dinge €21,41) und da gibt auch einen Kurs für Coatmaking Techniques inklusive des Schnittmusters V9040. Da habe ich nicht lange überlegt, vorallem wenn der reguläre Preis bei €59 liegt. Bei dem Mantel geht es um Version A.

wjsalv9040                                                                                                           Quelle: Vogue Patterns

Außerdem hat es mir der Schnitt für die Caban-Jacke aus der aktuellen Burda 10/2016 angetan.

wjsalburda01                                                                                                           Quelle: burdastyle

Ich arbeite ja in einem Hotel und letzte Woche habe ich bei einer Dame ein großartiges Cape gesehen. Das sah unglaublich toll aus, so dass sich in mir spontan der Wunsch nach einem Cape gebildet hat. Vielleich ein Burda Schnitt. Dieser hier kommt der Sache schon ziemlich nah.

wjsalcape01                                                                                                               Quelle: burdastyle

Desweiteren bin ich auf meiner Inspirationssuche über den Abbey-Coat und den Yuzu-Coat von Waffle Patterns gestolpert, die mich auch sehr interessieren würden

wjsaljaime                                                                                                      Quelle: jamiechristina.com
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Die Frage ist, wofür entscheide ich mich jetzt – und wieviel Mäntel braucht ein Mensch eigentlich? *Seufz*  Zum Glück ist ja am 2. Oktober bei uns Stoffmarkt, bis dahin sollte ich mir vielleicht mal eine Einkaufsliste schreiben.

Wie immer gilt: Alle Links dienen lediglich zu Informationszwecken. Ich bekomme nix dafür.

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Geschenke aus dem Nähkästchen: Spangen-Prinzessin

Juhuu, da bin ich wieder. Mit meinem 100. Post melde ich mich aus meiner kleine Sommerpause (die länger war als gedacht) zurück  – ich muss gestehen, mir fehlte ein bisschen der kreative Elan.
Am 15. August habe ich einen neuen Job begonnen – in einem Hotel was zum 1. September eröffnet hat. Ich habe mir so eine Eröffnung unglaublich spannend vorgestellt, aber in Wirklichkeit war es nicht wirklich spannend sondern jede Menge Stress und viele, viele Arbeitsstunden. Nach 10-12 Stunden Arbeitstagen, fehlt einen dann doch der Elan um sich noch an die Nähmaschine zu setzten. Nun ist das Hotel offen und allmählich kehrt so eine Art Routine ein, die Arbeitszeiten normalisieren sich. Hey, am Sonntag konnte ich doch tatsächlich mal pünktlich nach Hause! Und ich habe wieder Zeit mich mit anderen Dingen zu beschäftigen.

Dass ich dringend ein Geburtstagsgeschenk für den 5. Geburtstag meines Patenkindes brauchte, hat mich auch so ein bisschen aus meiner Lethargie gerissen. Und wieder einmal stellte sich die Frage, was ist eine gutes und vielleicht auch nützliches Geschenk ohne viel Aufwand bei der Herstellung.

Mädchen haben ja immer viel Haarzeugs (ich bin da keine Ausnahme) und weil besagtes Patenkind, erst ein neues Zimmer bekommen hat, konnte es ruhig auch ein bisschen dekorativ sein.
Herausgekommen ist bei meiner Suche in den Weiten des World Wide Webs, diese niedliche Haarspangen-Prinzessin.

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Die Anleitung gibt es hier.

Ich habe mich fast eins zu eins an die Anleitung gehalten. Außer beim Gesicht, das habe ich mit der Hand aufgestickt und bei der Krone, da habe ich einen etwas dickeren Filz als Untergrund genommen. Sodass die Krone einen schönen Stand hat und nicht hin und her wabbelt. Das war es auch schon. Sämtliche Stoffe stammen aus meiner Restekiste.

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Schwer zu erkennen, die Krone habe ich noch mit kleinen Perlen an den Spitzen verziert.

Auf der Rückseite gibt es ein Band zum Aufhängen

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Ist sie nicht zauberhaft?

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Da in schon fast 3 Monaten Weihnachten ist und es höchste Zeit für die Inspirationssammlung entsprechender Geschenke wird, schaue ich mal beim Creadienstag vorbei und nehme meine Prinzessin gleich mit.

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{Projekt Kleiderschrank} Vogue 9105 – Das Hochzeitsgastkleid – Vorhang auf

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Ja, ich habe es geschafft – anderthalb Tage vor der Hochzeit war mein Kleid fertig. Ich muss zugeben, ich war mir nicht wirklich sicher, ob ich es auch wirklich anziehen sollte, aber Dank des guten Zuredens von meiner Ma und des Hobbybrauers hatte ich dann genug Selbstbewusstsein um mein Werk dann auch zu tragen.
Trotz der kleinen Macken bin ich mega stolz, dass ich mich da durchgekämpft habe. Am Anfang habe ich mich noch etwas befangen gefühlt (so gings mir auch, als ich zum ersten Mal ein selbstgenähtes Kleidungsstück in der Öffentlichkeit getragen habe -„waaaah, die starren mich alle an!“) aber da ich auch jede Menge Komplimente bekommen habe, besonders von der chronologisch etwas fortgeschrittenere Generation, sich an ihre Jugend erinnert gefühlt hat, hat sich dieses Gefühl auch sehr schnell gelegt. Aber hey, das Thema war ja „Vintage & Lavendel“ also habe ich es zumindes auf der Vintage-Schiene voll ausgekostet. Ich glaub das schönst Kompliment an diesem Tag war „Du trägst das zweit schönste Kleid auf dieser Hochzeit“😉 – so soll es ja auch sein.

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Habe ich etwas gelernt? Ohhhhh ja, auf jeden Fall.
– keine Angst vor großen Projekten, sie müssen aber wohl durchdacht sein. Im Nachhinein denke ich, dass ich mich hier, grade auch im Zusammenhang mit der Stoffwahl etwas übernommen habe.
– Augen auf bei der Stoffwahl
– Einlagenmaterial überdenken. Organza mag zwar edel sein, aber Organza ist rutschig, Satin ist superrutschig und die beiden im Zusammenspiel, da rutscht der Halsbeleg ständig dahin wo er nicht hin soll.
– Zusammenspiel der Stoffe beachten. Für die Rockversteifung hatte ich ja Nesselstoff, der aber viel zu schwer für meinen Satin ist. Ich hatte ständig Angst dass irgendwo eine Naht reißt.
– Geduld, Geduld, Geduld
– Und dann natürlich neue Techniken wie Paspelknopflöcher

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Jetzt fühle ich mich so ein bisschen im Vakuum. Auf dieses Projekt habe ich ja seit meinem zweiten Rock hingearbeitet – und jetzt ist es vorbei. Was nun? Eigentlich bräuchte ich ja mal einen ordentlichen Wintermantel🙂
Aber ich glaube ich werde erstmal kleiner Projekte angehen. Der Hobbybrauer hat sich T-Shirts gewünscht und davon könnte ich auch einige gebrauchen und jetzt wo der Herbst vor der Tür steht vielleicht auch einige Longsleeve shirts. Mal gucken was der Herbst so bringt.

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Yes, it’s done. One and a half day before the wedding, the dress was finished. To be honest, I wasn’t sure if I would be selfconfident enough to wear it but my mom and the homebrewer encouraged me and so I went for it. At first I really felt self-conscious (just like the first time I was wearing a selfmade garment: „Waaaah, everybody is staring at me“) but after I got some really nice compliments from the ladies of the chronologically advanced generation that strange feeling vanished very quickly. I think the nicest compliment I got that day was: „You are wearing the second most beautiful dress“😉

I learned a lot during the process of sewing that dress. I also think I overestimated my skills a bit, especially in combination with the slipper and tricky fabric. So watch out what fabric you are choosing.
Also the interfacing with organza. It might be of higher quality, but organza is slippery and the fabric even more – together they are a nightmare for each neck facing.
The first time I did bound buttonholes – I’m not sure I’ll do them again that quickly. More practice.
And most important: patience, patience, patience

Now I’m feeling a bit in a vacuum. That dress was on my mind since I made my second skirt and now it’s done. What’s next? Mabe a coat. I think I continue with pacticing and strenthening my current skills with smaller projects before embarking into a new large sewing adventure.

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Handtasche und Gürtel sind selbstgemacht, der Post dazu befindent sich hier. Die Handschuhe sind gekauft.
Wer sich für die Entstehungsgeschichte des Kleides interessiert findet das Probemodell hier, die Schwierigkeiten beim Zuschnitt, der erste Zwischenstand und die Knöpfe und Details.

Verlinkt beim RUMS

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