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[Auf meinem Arbeitstisch:] KW 38 – Ufos unterm Couchtisch

Willkommen zu meiner neuen Serie. „Derzeit auf meinem Arbeitstisch“, in der ich berichten möchte, woran ich so grade werkele.

Tatsächlich befinde ich mich grade zwischen den Projekten.

Noch kein neues Nähprojekt am Start und da dachte ich mir: Schaust du doch mal was hier noch so angefangen umherr schwirrt, vielleicht habe ich ja die Muse was zu beenden.

Da ich in der Regel (außer beim Nähen) gemütlich auf der Couch handarbeite, haben meine angfangenen Stick-, Häkel-, und seit diesem Jahr auch Strickprojekte die Tendenz sich unter dem Couchtisch zu sammeln.

Schaut mal was ich so gefunden habe:

Einen Pullover, angefangen irgendwann letztes Jahr im Herbst
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Einen Strickübungsschal mit rechten und linken Maschen. Ihr erinnert Euch, mein Jahresprojekt für dieses Jahr war Stricken lernen. Angefangen irgendwann im Januar; über den Sommer ist da nicht soviel geworden. Aber jetzt vielleicht wo es wieder kälter wird und Wolle einen neuen Reiz bekommt.
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Und noch ein Stickprojekt ist aufgetaucht (da fragt man sich doch wieviel Platz unter so einem Couchtisch ist). Angefangen offensichtlich letztes Jahr um die Weihnachtszeit rum. Naja, ist ja bald wieder, vielleicht bekomme ich es ja in diesem Jahr fertig.
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Ein neues Nähprojekt plane ich auch grade, ich brauche ganz ganz dringend noch ein paar langärmlige Blusen fürs Büro.

Diese Kandidaten stehen zur Wahl:
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Modell 42 aus Meine Nähmode 04/2017 Seite 33
Bluse 103 A/B aus Burda Style 06/2017 mit Nähschule auf Seite 46
Bluse Orla von Tilly & the Buttons aus England mitgebracht (wie noch 3 andere Tilly Schnittmuster *räusper*)
Bluse B6487 von Butterick Version D

Und das sind die Stoffe die ich in meinem Lager ausfindig gemacht habe:
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Ich muss noch ein bisschen drüber nachdenken.
Ich tendiere ja zu Butterick mit Kranich-Stoff oder zum Nähmoden-Schnitt mit dem grünen Botanik-Stoff.
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Was meint Ihr?

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Sommergarderobe Teil 2: Timpe Tee

Letzte Woche habe ich Euch ja schon einen Teil meiner Sommergarderobe vorgestellt, aber das ist ja noch längst nicht alles. Was ich dieses Jahr unbedingt für meinen Urlaubskoffer nähen wollte, war ein Timpe Tee und zwar schon seit ich die hübsche Geschichte dazu gelesen habe.

Ich habe ja nun auch schon reichlich T-Shirs genäht und bin mit der Kurzanleitung auch ganz gut klar gekommen. Das Shirt war schnell genäht und meine Overlock hatte auch mal wieder einen Einsatz.
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Einzig beim Beleg bin ich mir nicht wirklich sicher, ob das so sein muss. Er rutscht auch immer hinten ein bisschen aus dem Shirt raus. Gibt es Erfahrungswerte dazu?

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Abgesteppt habe ich den Halsausschnitt und die Säume mit der Zwillingsnadel.

Das Schnittmuster ist relativ straight forward, daher gibt es auch gar nicht so viel zu berichten, aber ein paar Tragebilder habe ich natürlich auch noch. Der Beweis, dass es auch wirklich im Urlaubskoffer war 🙂

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Hier sind wir in Bath in den Roman Baths einer sehr beeindruckenden römischen Ausgrabungsstätte.
Wer im Sommer dor ist sollte unbedingt in den Abendstunden gehen. Vom 17. Juni bis zum 31. August hat das römische Bad bis 21:00 Uhr geöffnet. So umgeht man nicht nur die Busgruppen und Touristenmassen sondern erlebt auch eine wunderschöne Stimmung zur Abenddämmerung.

Als wir auf unserer Rundreise Bath besucht haben, waren wir natürlich nicht nur in den Römischen Bädern und haben bei Jane Austen Tee getrunken, wir waren auch im Fashion Museum. Und obwohl der Hobbybrauer anfangs nicht so begeistert war und nur mir zu liebe mitgekommen ist, war auch er am Ende recht beeindruckt.

Als wir da waren gab es grade die Ausstellung „A History of Fashion in 100 Objects“
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Die Ausstellung läuft noch bis zum 1. Januar 2019, wer also in der Nähe ist. Es lohnt sich!

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Zusätzlich gab es auch noch die Sonderausstellung „Lace in Fashion“. Hier muss man etwas schneller sein, die läuft noch bis zum 1. Januar 2018

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Noch mehr schöne und vor allem selbstgenähte Sachen gibt es heute beim Me-Made-Mittwoch

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Das Meer bei Saintes-Maries-de-la-Mer

Wie schön, der Me-Made-Mittwoch ist aus der Sommerpause zurück. Zur Feier des Tages und passend zum Motto „Mein schönstes Ferienerlebnis“ will ich doch auch gleich noch ein bisschen Urlaubskleidung zeigen.

Den Anfang macht der Rock Nr. 12 aus der Fashion Style 05/2016. Den hatte ich 2016 schon beim Sommerrock-Sew-Along auf der Liste, bin dann aber nicht mehr dazu gekommen ihn zu nähen. Da es mir der Stoff mit van Goghs „Das Meer bei Saintes-Maries-de-la-Mer“ unheimlich angetan hat, habe ich ich auch in den Originalstoff investiert und ihn bei TST-Stoffen in den Niederlanden bestellt. Diesen Stoff scheint es dort nicht mehr zugeben, aber den anderen hübschen mit van Goghs Mandelblüte, den ich auch gleich noch mit bestellt habe, gibt es noch. Trotz nicht-existenter niederländisch Kenntinsse, war der Bestellvorgang recht einfach. Einfach laut vorlesen und man kommt schon drauf was damit gemeint ist 😉
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Dass es sich bei dem Stoff um einen Jersey-Stoff handelt, hat mich lange Zeit davon abgehalten den Rock zu nähen, mir ist auch bis heute noch nicht ganz klar warum man so einen Rock aus Jersey nähen muss. Aber egal.

Das ist das erste Schnittmuster, dass ich aus der Fashion Style genäht habe, und ich muss sagen, die Anleitung hat mich schon einige Male ins Grübeln gebracht. Schier verzweifelt bin ich bei den Taschen. Ich habe einfach nicht verstanden was mir die Anleitung sagen wollte. Kostprobe?
„Das untere Taschenteil 3 mit der rechten Seite oben bis zur Tascheneingriffslinie A unter das Vorderteil schieben. Quernaht B der Vorderteils mit oberen Taschenteil und das untere Taschenteil zusammennähen“

Egal wie ich es gedreht und gewendet habe, es hat für mich einfach keinen Sinn ergeben. Aber auf sämtlichen Bildern des Rocks in der Zeitschriften, sind die Taschen auch elegant verdeckt, so dass man gar nichts erkennt.
Ich war kurz davor den Rock in die Ecke zu pfeffern und hab dann einfach ganz normale, langweilige Nahttaschen genäht. Das soll bestimmt nicht so sein, weil die ganz schön beulen und nach unten ziehen, wenn man z.B. einen Schlüssel oder Steine darin hat aber bei dem glockigen Rock fällt das im Endeffekt gar nicht weiter auf.

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Im Bund ist ein breiter Gummi eingezogen und es gibt Knopfriegel, die allerdings keine Funktion haben außer einer dekorativen und man muss höllisch aufpassen, dass es nicht merkwürdig aussieht, wenn sich die Knopfriegel mit dem Bund zusammenschieben.

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Trotzdem mag ich meinen Rock, besonders am Meer.
Wir sind übrigens nicht in Frankreich sondern in England. Dieses Jahr haben wir eine 10-tägige Rundreise durch England gemacht. Hier sind wir grade an der Jurassic Coast in Lyme Regis. An der Jurassic Coast kann man mit etwas Glück Fossilien am Strand finden, daher auch die Steine in der Rocktasche :). Ich hab sogar auch etwas gefunden. Zwar nur ein winziges Fragment eines Ammoniten, aber immerhin.

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Film- und Serien Sew Along 2017: Finale – Inspired by Agent Carter

Besser spät als nie.

Beim letzten Treffen musste ich leider aussetzen, da ich zwei Wochen im Urlaub war.
Aber das wusste ich ja im Voraus, daher habe ich jetzt noch einen finalen Endspurt hingelegt und das Kleid gestern Abend endlich fertiggestellt.

Wegen einer Mischung aus akuter Unlust und Zeitmangel habe ich am Ende doch auf ein Probeteil verzichtet.
Ich merke immer wieder, wie ich mich ums nähen drücke, wenn ich eigentlich ein Probeteil nähen wollte.

Beim Einsetzen der Ärmel habe ich mich zwar etwas gewundert warum es nicht passt. Bis ich beim Abgleich mit dem Schnittmuster festgestellt habe, dass ich das Schnittteil nicht komplett ausgeschnitten habe. Natürlich hilft es wenn man das Schnitteil auch richtig ausschneidet und nicht nur die Hälfte.
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Ist mir natürlich erst aufgefallen, das ich das Schrägband für den Ärmelabschluss schon angenäht hatte.
Nachdem ich den kleinen Lapsus behoben hatte, haben die Ärmel auch gepasst. Ich versteh gar nicht, warum mir das nicht schon bei Stoff zuschneiden aufgefallen ist.

Das Schrägband für Hals und Armausschnitt musste ich selber herstellen, da ich kein farblich passendes gefunden habe. Dafür konnte ich gleich mal meinen neuen Schrägbandformer benutzen.

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Ich war ein bisschen verwirrt was die Breite des Schrägbandes anging. Ständig war von 1/4 inch die Rede, das erschien mit aber sehr schmal, also habe ich meinen 1/2 inch Schrägbandformer genommen.

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Aber da das Schrägband ja dann noch einmal in der Mitte zur Hälfte gefaltet wird, hat man einen 1/4 inch. Das habe ich dann aber erst etwas später verstanden, als ich das Schrägband um die Kanten gelegt habe. Beim nächsten mal würde ich warscheinlich etwas breiteres Schrägband wählen.
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Da habe ich es wohl leicht übertrieben, mit der Schrägband-Herstellung

Da war ich froh, dass ich den ersten Teil des nahtverdeckten Reißverschlusses schön sauber eingenäht hatte nur um dann festzustellen dass ich einen kleinen Denkfehler hatte. Habe ich doch den Reißverschluss auf die linke Seite des Kleides genäht – also links auf rechts. Natürlich muss der nahtverdeckte Reißverschluss rechts auf rechts genäht werden. Aber dafür gibt es ja Nahttrenner.
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Trotzdem recht ansehnlich geworden

Nachdem ich den Stoff schon zugeschnitten hatte, habe ich den Colette Newsletter bekommen, der mich auf die Colette Sew-Alongs hinwies. Das hat super gepasst. Also habe ich den Reißverschluss gleich nach der dort vorgestellten Methode eingenäht. War etwas ungewöhnt hat aber super geklappt. Sonst habe ich immer die Videoanleitung aus dem einen Nählernkurs mit Steffi Falk von Makerist genutzt.

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In dem Daliah Sew-Along gab es dann natürlich auch ein Kapitel, das sich mit Anpassung beschäftigt hat. Für mich natürlich zu spät, hatte ich meinen Stoff ja schon zu geschnitten. Nachdem ich aber dort dann noch einmal über die Anpassung zwischen Größen hinweg gelesen habe, war ich ganz zuversichtlich, dass es mit meiner Anpassung klappen würde. Zugeschnitten habe ich im Oberteil Größe 12, zur Taille hin dann Größe 14, die Passe in Größe 14 und den Rock dann wieder von Größe 14 in der Taille zurück auf Größe 12 in der Hüfte.

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Mit der Passform an Oberweite, Taille und Hüfte bin ich eigentlich zufrieden, das einzige was mich etwas stört ist die Passform an der Schulter, das ist etwas locker und sitzt sehr weit. Ich habe allerdings auch zum ersten Mal Raglan-Ärmel genäht. Würde es helfen, da an der Vorderseite des Ärmels – also an der Naht auf der Vorderseite etwas Stoff wegzunehmen?

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Ich war etwas enttäuscht, dass die schöne Kräuselung am Halsausschnit förmlich verschwunden ist als ich nach dem Festnähen des Schrägbandes die Kräuselfäden gezogen habe. Das wollte ich gar nicht so richtig verstehen. Vielleicht hatte ich ja die Kräuselnähte nicht nah genug an die Kante gesetzt.

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Das Schrägband an Halsausschnitt und Ärmelsaum habe ich mittels Blindstich mit der Hand angenäht. Der Saum ist auch mit Hand und Blindstich angenäht. Sicherlich hätte ich das auch mit der Maschine machen können, aber ich fand es mit Hörbuch auf der Couch recht entspannend dieser Tätigkeit nachgehen zu können.

So und jetzt Vorhang auf:

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Mir gefällt’s ganz gut und ich könnte mir auch eine karierte Winterversion vorstellen, mit ein paar Anpassungen natürlich. Der Ausschnitt ist schon recht gewagt. Ich glaube aber, ich werde es trotzdem ins Büro ausführen.

Verglichen mit dem Original, allerdings maximal ein „Inspired by“ 🙂

© ABC/Marvel

Hier geht’s zu den Ergebnissen der anderen Teilnehmerinnen.
Vielen Dank an Yacurama vom Blog Minimale Extravaganz für die Organisation des diesjährigen Film- und Serien Sew Alongs. Es hat wieder sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich schon auf die Neuauflage im nächsten Jahr. Eine Idee habe ich schon 🙂
Da heute zufällig auch Donnerstag ist, schaue ich, seit langem mal wieder, auch gleich noch beim RUMS vorbei.

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Film- und Serien Sew Along 2017: Planung, Stoffe, Schnitte

Huch, ich bin etwas spät dran. Yacurama von Minimale Extravaganz hat zum 2. Teil des Film- und Serien Sew Alongs gebeten.

Planung, Stoffe, Schnitte.

Meine Auswahl wurde ein bisschen vom praktischen Denken beeinflusst. Obwohl mir die Kleider aus „The Crown“ sehr gut gefallen, fällt mir momentan nichts so richtig ein, wann ich sie tragen könnte – vielleicht als Inspiration für das nächste Hochzeitsgastkleid. Stattdessen brauche ich mehr bürotaugliche Kleidung und daher habe ich mich für das blaue Agent Carter Kleid mit den roten Streifen entschieden.

© ABC/Marvel

Der Stoff ist vorhanden, tatsächlich hatte ich den schon letztes Jahr beim Stoffmarkt gekauft, da ich das Kleid ja auch schon beim FUSSA 2016 auf der Liste hatte. Fehlen noch die Kleinteile wie Reißverschluss (ist bestellt – nie hat man den Passenden im Haus, da können noch so viele in der Reißverschlusskiste sein)) und Schrägband (werde ich selber machen und meinen neuen Schrägbandformer ausprobieren.)

Als Schnittmuster habe ich mir Dahlia von Colette Patterns ausgesucht. Ich denke das passt ganz gut vom Stil her, nur dass die Passe dann nicht zwei rote Streifen haben wird, sondern einen. Freie Interpretation.

Das Schnittmuster habe ich auch schon ausgedruckt und zusammengeklebt. Leider gab es keine A0 Variante, also musst ich selber basteln. Interessanterweise war es hier das erste Mal dass das Ausdrucken in „Tatsächlicher Größe“ nicht gestimmt hat. Ich musste auf 98% ausdrucken, damit das Testquadrat auch wirklich 10cm misst. Dafür hat es diesmal beim Zusammenkleben ganz gut hingehauen.

Ich werde wohl ein Probeteil nähen müssen – jede Schlüsselstelle hat eine andere Größe. Oberweite Größe 12, Taille Größe 16 und Hüfte Größe 14. Mal sehen ob ich das Anpassen hinbekomme, da es ein Mehrgrößenschnitt ist, hoffe ich, dass es so problemlos anpassen kann, wie das immer in den Büchern geschrieben wird.

Ich bin gespannt ob es was wird. Wofür die anderen Teilnehmerinnen des Sew Alongs sich entschieden haben, seht ihr hier.

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Film-und Serien Sew-Along 2017: Inspiration und Ideensammlung

Ich freu mich: Yacurama vom Blog Minimale Extravaganz hat wieder zu meinem Lieblings-Sew-Along eingeladen,  dem Film- und Serien Sew-Along.

Natürlich bin ich auch in diesem Jahr mit dabei, auch wenn ich jetzt schon weiß, dass ich nicht alle Termine wahrnehmen kann, da ich  während der Laufzeit des Sew-Alongs  so zwischen drin mal  2 Wochen im Urlaub bin. Das hindert mich aber trotzdem nicht daran, mit euch gemeinsam Film- und Serieninspirierte Kleidung zu nähen.

Schon im letzten Jahr hatte ich Agent Carter auf meiner Liste.

© ABC/Marvel

Ich liebe diese Serie, wobei mir die erste Staffel etwas besser gefallen hat. Bei der Gelegenheit möchte ich auch gleich noch mal auf die Agent-Carter-Renewal Petition bei change.org hinweisen.
Ich finde den Kleidungsstilvon Peggy Carter einfach spektakulär.

© ABC/Marvel

Und heimlich träume ich immer noch von einem Matrosenkleid 😉

© ABC/Marvel

Neu entdeckt auf Netflix habe ich hingegen „The Crown“. Eine Serie über die junge Königen Elisabeth II. Ich finde die Kostüme in der Serie auch wahnsinnig toll (war ja auch entsprechend teuer; Budget lag wohl bei gut 117 Millionen Euro).

© Pinterest
© Netflix
© Netflix
© Netflix

Obwohl ich die Kostüme die Vanessa Kirby als Prinzessin Margaret trägt manchmal etwas schicker fand, nicht ganz so bieder.

© Netflix

Ein Pinterest-Board zur Ideenfindung habe ich auch noch erstellt.

Und jetzt werde ich erst einmal Schnitte und Stoffe sichten. Da findet sich bestimmt etwas Passendes.

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Wer einen Fluß überquert, muss die eine Seite verlassen*

*Mahatma Gandhi

Der heutige Post wird etwas persönlicher, als alles was ich bisher geschrieben habe. Ich habe auch eine Weile überlegt, ob ich diesen Post überhaupt schreiben soll, aber irgendwie ging mir die Idee nicht mehr aus dem Kopf. Heute möchte  ich euch etwas über meine Oma erzählen, rückblickend sicherlich mein ganz großes Vorbild wenn es ums Nähen und andere Handarbeiten geht.
Ihr habe sicher schon bemerkt, dass meine letzten Posts eher etwas sporadisch waren. Das lag unter anderem auch ein bisschen daran, dass die letzten Wochen nicht ganz einfach und emotional sehr aufwühlend waren.
Meine Oma ist am 12. März gestorben.


Meine Großeltern an ihrem Hochzeitstag (1953)

Ich hatte immer nur ein paar Großeltern und als ich in der ersten Klasse war, habe ich mich lange Zeit sehr gewundert warum es Kinder gibt, die  mehr als einen Opa und eine Oma haben 🙂  Irgendwann habe ich das dann auch verstanden.

Solange ich mich erinnern kann, haben die Hände meiner Oma nie still gestanden. Sie hat genäht, gestrickt und gestickt nur häkeln war nicht so ihr’s. In frühen Erinnerungen sitzt sie an der Stirnseite des Küchentisches an der Nähmaschine. Ich war immer völlig fasziniert von dem weißen Plastekästchen, in dem das ganze Zubehör aufbewahrt wurde. Sie hat unglaublich viel für uns genäht.

Ich weiß noch, wie wir in der Schule mal gefragt wurden, was wir werden wollen. Meine Antwort:  Artistin (mein Berufswunsch Nr. 1 – brachte von der Lehrerin nur ein misbilligendes Stirnrunzeln) oder Schneiderin, wie meine Oma (gefälliges Nicken von der Lehrerin). Was ich als Kind nicht wusste (wie auch, schließlich wurden wir ja komplett von Oma eingekleidet), meine Oma war gar keine ausgebildete Schneiderin. Wie ich erst sehr viel später erfuhr konnte sie sich den Traum von der Schneiderlehre nie erfüllen und hat stattdessen eine Ausbildung zur Buchbinderin gemacht und dann in einer Wertpapierdruckerei gearbeitet. Dafür hat Sie in Ihrer Freizeit um so mehr genäht.


Mein Schulanfang (1990); die Kleider, die ich und meine Schwester tragen sind auch von Oma selbst genäht

Wenn Sie nicht an der Nähmaschine beschäftigt war, dann hat sie auf dem Sofa gesessen und gestrickt. Jeder in unserer Familie besitzt eine der legendären gestricken Patchworkdecken. Als Kinder wurden meine Schwester und ich auch von Kopf bis Fuß in selbst genähtes und selbst gestricktes gehüllt. Die letzten Teile woran ich mich erinnern kann waren ein lilanes und ein grünes Sommerkleid mit Paisly-Druck, da war ich vielleicht 15 oder 16. Selbst unsere Kuscheltiere und Puppen hatten ganze Kollektionen von Haute couture á la Oma. Ich glaube nicht, dass sich in dem umfangreichen Kleiderschrank unserer Barbiepuppen auch nur ein gekauftes Stück befunden hat. Vom gestrickten Skianzug, über Ballkleider aus Spitzenresten bis hin zu wirklich winzigen Unterwäscheteilen und gehäkelten Bikinis war alles dabei.

Auch wenn ich erst spät (mit 27) Handarbeiten für mich entdeckt habe, denke ich dass meine Oma eine große Inspiration für mich war. Auch wenn Sie in den letzten Jahren nicht mehr genäht hat, in letzter Zeit hatte ich auch immer eine aktuelle Burda dabei („Ach, die gibt’s noch!“) und ich bin wirklich froh, dass ich mir von meiner Oma noch die Grundlagen des Strickens habe beibringen lassen, auch wenn es jetzt zu spät für die ausgefalleneren Sachen ist.

Zu Ehren meiner Oma habe ich mich dazu entschieden zur Beerdigung etwas Selbstgenähtes zu tragen.

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Mein erstes selbstgenähtes Kleid war Megan aus dem Buch Liebe auf den Ersten Stich von Tilly Walnes (Tilly & The Buttons). Ich wollte etwas klassisch, schlichtes und dieses Kleid entsprach absolut meiner Vorstellung. Genäht habe ich es aus eine schwarzen Cloque, den ich bei Karstadt gekauft habe.

Diesmal habe ich sogar den Halsbeleg einigermaßen gebändigt bekommen.
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Das einzige, was ich unbedingt noch anpassen muss, ist der Rückenausschnit, der klafft ganz schön. Allerdings weiß ich da noch nicht so richtig wie ich vorgehen soll. Für Tips und Tricks bin ich in jeder Hinsicht dankbar!

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Der Reißverschluss ist auch noch ein bisschen ein Problemfall, ich habe ihn zwar relativ problemlos eingenäht bekommen, aber irgendwie bekomme ich den oberen Abschluss nicht so richtig hin. Das wirkt immer etwas schief.

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Trotz der „Mängel“ bin ich mit meinem Kleid zufrieden. Ich mag diesen Schnitt, er ist ziemlich vielseitig, ich schätze da werde ich mir mal die Mühe machen das Kleid ordentlich anzupassen.

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Noch mehr selbstgenähte Kleidung zu bestimmt freudigeren Anlässen gibt es heute beim Me Made Mittwoch.

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Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann, ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken.

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Blusen-Sew-Along: Finale!

Huch, schon Finale beim Blusen-Sew-Along auf dem Blog von Elle Puls.
Irgenwie habe ich die anderen Treffen völlig verschwitzt. Trotzdem war ich fleißig. Meine Bluse ist schon seit letztem Wochenende fertig!

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Genäht habe ich Bluse Bellah von Prülla.

Die Größenwahl fand ich etwas putzig. Mittlerweile finde ich es angenehmer die Größe nach meinen Maßen zu wählen – als nach Kaufgröße wie hier. Ich variierte in Kaufgrößen zwischen Größe 38 und 42…anhand der angegebenen Weiten habe ich mich für Größe 38 entschieden, war mir aber bis zum Ende nicht sicher, ob es die richtige Wahl war. Klar, ich hätte ein Probemodell machen können, aber das war mir den Aufwand dann doch nicht wert.
Nach dem Mantel mit seinen gefühlten drölfzillionen Teilen, war ein Schnittmuster, das nur aus 5 Teilen besteht sehr schön zu nähen.

Die Nahtzugabe habe ich gleich auf dem Schnittmuster mit angezeichnet, nach den vielen amerikanischen Schnitten die ich in letzter Zeit genäht habe, finde ich es angenehmer, wenn die Nahtzugabe gleich mit dabei ist.

In der Anleitung steht, dass das Schnittmuster für eine Größe von 1,78m gradiert ist, ich bin 1,65m groß. Also habe ich das Schnittmuster um ganze 7cm gekürzt – allerdings war das wohl etwas zu kurz. Ich mag meine Oberteile gern etwas länger, also würde ich beim nächsten mal vielleicht nur 3-5 cm kürzen. Hinten die Länge fand ich allerdings ok.
Eine weitere Änderung ist, dass ich auf die Gummis im Ärmel verzichtet habt. Ich empfinde es als eher unangenehm, wenn die Ärmel am Arm zu eng anliegen.

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Mit dieser Bluse habe ich auch meine Overlock eingeweiht, die ich zu Weihnachten geschenkt bekommen habe. Innen ist jetzt auch alles schön, naja noch nicht ganz, da fehlt noch etwas Feintuning aber für’s erste Mal schon nicht so schlecht.

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Ich habe (eigentlich schon beim Mantel) festgestellt, dass ich Knopflöcher eigentlich ganz gerne nähe. Drei Probeknopflöcher auf Stoffreste und dann geht’s los. Knöpfe annähen hingegen finde ich absolut ätzend….

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Der Stoff ist eine Viskose vom Stoffmarkt, die Knöpfe aus meinem Vorrat und mehr braucht es für eine Bluse eigentlich nicht. Ich werde auf jeden Fall schon bald eine weitere nähen. Hat mir Spaß gemacht.

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Vielen lieben Dank für das Organisieren dieses Sew-Alongs und den vielen Blogs und tollen Blusen, die ich dadurch kennenlernen konnte. Eine Quelle der Inspiration.

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Blusen-Sew-Along: Teil 1

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Mein erster Sew-Along 2017. Mal sehen, ob ich mich dieses Jahr ein bisschen besser an Sew-Along-Zeitpläne halten kann 🙂

Mitte Januar habe ich im Betrieb mehr oder weniger spontan die Abteilung gewechselt und bin jetzt nicht mehr an vorderster Front mit Schichtdienst und allem drum und dran; sondern finde mich plötzlich hinter den Kulissen im Büro wieder. Nicht dass das schlecht ist, geregelte Arbeitszeiten und freie Wochenenden sprechen da für sich. Allerdings muss ich auch meinen kompletten Alltag neu regeln, nach mehreren Jahren mit Schichten,Wochenenden und Feiertagen, ist ein geregelter 9:00-17:30 Job eine ziemliche Umstellung. Ich weiß noch nicht ganz, wo ich das Nähen und meine zahlreichen anderen Hobbies unterbringen werde. Kommt Zeit kommt Rat.
Jedenfalls sehe ich mich plötzlich in der Situation, dass ich eine Business-/Büro-Garderobe brauche. Also musste ich meine Nähpläne für 2017 ein bisschen revidieren, da kommt mir der Blusen-Sew-Along bei ellepuls.com grade recht und ich werde mich kurz vor Schluss noch mit in den Reigen der fleißigen Blusennäherinnen einreihen.

Beim durchscrollen der Linkliste ist mir schon aufgefallen, dass sich einige für den Blusenschitt Bellah entschieden haben. Meine Wahl fiel auch darauf. Ich dachte mir, ich nähe meine erste Bluse erst einmal mit einer ordentlichen Anleitung, bevor ich mich an eine Zeitschriften-Anleitung wage 😉

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Das Schnittmuster habe ich schon ausgedruckt und dabei wieder festgestellt, dass diese Zusammenkleberei nichts für mich ist (sind glücklicherweise nur 16 Seiten). Irgendwas ist immer schief und am Ende der Fußboden voll Klebestift. Ich muss wirklich mal die Sache mit dem Plotten recherchieren.

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Ich muss nicht mal einkaufen gehen. Stoff, Knöpfe, Gummiband und Vlieseline – alles da. Da kann ich nächste Woche ja direkt losstarten. Meine neue Overlock wartet ohnehin schon auf einen Testlauf.

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Wintermantel-Sew-Along: Das Finale der Herzen

Seit gestern findet auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog, das Finale der Herzen des Wintermantel-Sew-Alongs statt und wie versprochen bin ich dabei! Ich freu mich so!
Den Saum meines Mantels habe ich am 10. Januar fertiggestellt und damit das letzte Projekt des Jahres 2016 erfolgreich beendet. Jetzt kann ich auch endlich mit neuen Nähprojekten im neuen Jahr losstarten. Juhuuu.

Knöpfe und Saum habe ich ziemlich lange vor mir hergeschoben. Die Knöpfe zum einen, weil die Lady im Video, die Knopflöcher mit der Hand gemacht hat. Das ist bestimmt ziemlich edel und á la Couture, aber darauf hatte ich echt keine Lust. Aber Knopflöcher mit der Nähmaschine nähen, ist für mich immer noch recht aufregend – so oft habe ich das nun auch noch nicht gemacht. Aber nach drei Probeknopflöchern gings ans Eingemachte. Und so, schlecht sind sie gar nicht geworden.

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Bei den Knöpfen wurde empfohlen, einen kleinen Gegenknopf mit anzunähen, auch das habe ich getan.

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Ich weiß gar nicht, ob es auffällt. Ein kleiner Denkfehler ist mir nämlich unterlaufen und deshalb wird mein Mantel jetzt Herren-Style geknöpft. Fühlt sich etwas falsch an, wie als Rechtshänder mit der linken Hand Zähne zu putzen, oder so. Naja, was soll’s.

Beim Säumen des Futtermantels, hat mein Gehirn auch noch mal spontan ausgesetzt. Hatte ich mich in diesem Post noch gelobt, wie toll ich mitgedacht habe und das Thinsulate Futter kürzer zugeschnitten habe, damit mir das Säumen dann einfacher fällt. Im Endeffekt, habe ich dann das überstehende Futter abgeschnitten (weil es sich auf der Puppe noch etwas ausgehangen hat und länger geworden ist), allerdigs zuviel. Ich hätte den Beitrag vielleicht nochmal lesen sollen. So musste ich ganz schön mit dem Thinsulate im Saum wresteln.

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Der Mantelsaum hat eine Hongkong-Einfassung bekommen. Das Schrägband ist allerdings gekauft. Ich hätte es mir sicherlich auch aus den Resten vom Futterstoff zuschneiden können, aber wenn ich ehrlich bin, hat mir dazu etwas die Motivation gefehlt.

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Ich bin froh und glücklich, dass mein Mantel jetzt fertig ist. Am Sonntag habe ich ihn zum ersten Mal ausgeführt und ich bin wirklich positiv überrascht, wie warm er mich gehalten hat – trotz -2°C und Schneefall. Das hatte ich gar nicht erwartet, aber das Thinsulate scheint tatsächlich zu halten, was es verspricht. Drunter hatte ich übrigens mein Weihnachtskleid und ich habe nicht gefroren. Nagut, die Beine ab Mantelsaum abwärts waren schon recht kalt, aber so lange der Oberkörper warm bleibt, ist das nicht wirklich tragisch. Und die Beine wären vermutlich auch in Jeans kalt gewesen.

So genug gequatscht 😉 Jetzt gibt’s noch die versprochenen (Flut an) Tragefotos.

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Ich konnte den Hobbybrauer als Fotograf gewinnen 😉 Vielen Dank. Ist schon lustig, Tourifotos in der eigenen Stadt zu machen.

Wer sich für die Entstehungsgeschicht des Mantel interessiert, findet hier mehr Informationen:
Wintermantel-Auswahlprozess
Zuschnitt und Einlagen
Zwischenfutter (Underlining)
Selbstgemachte Schulterpolster
Innenverarbeitung und Innentasche

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