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Juchuu, ich hab ein Kleid genäht! / Yes, I made a dress!

Heute gibt es gleich mehrere Premieren. Ich habe mein allererstes Kleid genäht, es gibt zum ersten Mal Fotos mit Außenkulisse und ich dachte, ich zeig euch mal mein Gesicht 😉

Ich bin immer noch ein bisschen erstaunt, dass ich tatsächlich ein Kleid genäht habe. Aber von vorne. Ende Juli sind wir zu einer Hochzeit eingeladen und in einem Anflug von Größenwahen, habe ich beschlossen, ich möchte mein Kleid selber nähen. Ich dachte mir aber, dass es davor vielleicht ganz gut wäre, wenn ich vorher überhaupt erstmal ein Kleid nähe. Ich habe auf die bewährte Methode zurück gegriffen und mir Kleid Megan aus dem Buch „Liebe auf den ersten Stich“ ausgesucht. Bisher war ich mit der Schritt für Schritt Anleitung sehr zufrieden. Das Buch ist eigentlich ideal um als Anfänger die Grundlagen Projekt für Projekt zu lernen.

Today we’ll have a lot of firsts. I made my first dress, we made photos outside for the first time and I thought I’ll show you my face today 😉

I’m still a bit amazed that I managed to sew a dress.
The story is, that we are invited to a wedding at the end of July and in a moment of megelomania I decided I want to make the dress myself. But before I take on a gown, I figured it would be good if a made a dress at all. Yet again, I’ve chosen a pattern from the book „Love at first Stich“ – it’s the Megan dress. I love the step by step instruction and how the projects get a tiny bit more difficult with each project. Perfect for beginners to learn the basics.

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Gewählt habe ich Größe 6, musste aber feststellen, dass das Kleid ein kleines bisschen zu groß ist. Ich habe es an den Seiten zwar enger genäht aber beim nächsten Mal (und es wird definitv ein nächstes Mal geben) werde ich wohl Größe 5 mit eine Nahtzugabe von 1 cm statt der eingerechneten 1,5 cm nehmen.

I’ve chosen size 6 but it is a bit too large. I think next time (and there will be a next time for sure) I’ll chose size 5 with a seam allowance of 1 cm instead of the 1.5 cm given.

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Beim Ausschnitt habe ich ein bisschen gepfuscht. Ich habe den vorderen Ausschnitt um 1 cm tiefer gemacht, den hinteren aber nicht und dann hatte ich natürlich beim zusammennähen eine Kante von 1 cm. Ich habe es versucht anzugleichen aber als Ergebnis steht der hintere Ausschnitt ein bisschen ab. Man sieht es aber nicht allzusehr, besonders wenn die Haare offen sind. Die Belege haben sich als etwas widerspenstig erwiesen und haben sich trotz untersteppen immer aus dem Ausschnitt geschummelt. Mit einem Stückchen aufbügelbaren Saumband, welches von meiner Vorhangkürzaktion (da hatte ich noch keine Nähmaschine) noch übrig war habe ich sie erfolgreich gebändigt. Hält bombenfest.

I messed up the neckline a bit because I took away 1 cm from the front, but forgot to do it on the back as well. Of course there was a gap afterward. I tried to adjust it but the back neckline is gaping a bit. I didn’t know how to fix it, so I left it like this. You don’t really see it, when I have my hair down. The neckline facing was a bit rebellious, I tamed it with a little piece of iron-on hemming strip which was left from shortening my curtains when I still was without sewing machine.

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Besonders stolz bin ich auf meinen nahtverdeckten Reißverschluss und auf die Ärmel. Nachdem die drinn waren entfuhr mir ein kleines „Juchuu, ich hab Ärmel genäht“ was dem Hobbybrauer ein amüsiertes Schmunzeln entlockt hat.

I’m a bit proud of sewing the invisible zip and the sleeves. After I had sewn them in I had to shout out a little „Yes! I made sleeves!“ which amused the homebrewer quite a bit.

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Obwohl die Passform noch nicht 100% ist (aber hey, ich konnte in dem Kleid sogar bowlen 😉 Ich hatte es zur Geburtstagsfeier von Hobbybrauer’s Oma an.) finde ich es toll.
Der Stoff ist von stoffe.de und leider von der Qualität her nicht die Beste. Man sieht vorne beim Oberteil die Bruchkante recht deutlich und da die blaue Farbe anscheinend nur aufgedruckt ist, verschwinden auch die Löcher nicht, wenn man mal eine Naht auftrennen muss. Ich hoffe, dass es sich nach einpaar Mal waschen gibt.

Although the dress does not yet fit 100% (but hey, I was even able to do some bowling in the dress. I wore it to the birthday party of homebrewers granny) I love it. Unfortunately the quality of the cotton is not that good. You see the line where the fabric was folded quite clearly in the front. I hope it will be better after some washing.

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Mal sehen ob die anderen Damen (und Herren?) beim Me-Made-Mittwoch auch schon auf Frühsommer eingestimmt sind, oder ob der Kälteeinbruch der vergangenen Tage, die Stimmung etwas eingetrübt hat. 😉

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Ein neuer Rock/ A new skirt

(Please scroll down for English)

Dafür dass ich vorher fast nie Röcke getragen habe, habe ich jetzt ziemlich viele 🙂 Lag wohl einfach daran, dass ich keine passenden hatte.

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Als ich letzte Woche mein schwarz-weißes Top aus der Burda vorgestellt habe (vielen Dank nochmal für die positiven Kommentare), hatte ich ja auch angekündigt, dass ich mich jetzt erstmal von der Burda verabschieden werde. Die Maiausgabe habe ich mir schon gar nicht mehr gekauft – dafür aber die neue Nähtrends (die deutsche Version der spanischen Patrones). Die Ausgabe 01/2016 hat viele schöne Modelle, ich habe mir den Printrock Nr. 17 ausgesucht. Der Schnittbogen war eine kleine Überraschung, nur 3 Größen eingezeichnet. In der ‚Bedienungsanleitung‘ steht:

„Die Größen werden in jeweils drei Größen angegeben. Für Zwischengrößen reicht es, jeweils eine Linie in gleicher Distanz zur jeweils kleineren und größeren Größe einzuzeichen.“

Aha, so einfach? Ich hatte in sofern Glück, dass die Tabelle wieder Größe 44 als meine Größe identifiziert hat und die ist eingezeichnet. Ich finde es immernoch interessant, dass da zwei Größen Unterschied zu meiner Konfektionsgröße (40) sind. Würde ich mir eine 44 im Laden kaufen, könnte ich ein Zelt draus bauen. Da spricht die Eitelkeit – ignoriert sie einfach.

Wer sich bei den Größen unsicher ist, findet bei „Zufall, wenn’s klappt!“ in den Kommentaren hilfreiche Hinweise zu den Größen in der Nähtrends.

Außerdem ist der Schnittbogen auf Spanisch beschriftet…
Bei Seemannsgarn gibt es – mit perfektem Timing – ein hilfreiches Glossar.

Schön finde ich, dass in der Zeitschrift eine kleine Nähschule ist, die z.B. Belege an Hals- und Armausschnitten erklärt, das hätte ich mal vor meinen beiden Tops lesen sollen….

Nun aber zu meinem Rock.

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Der Stoff hat seinen Weg beim letzten Ikea-Einkauf in meinen Wagen gefunden. Höchst faszinierend diese Abwiege-Technik dort.
Leider habe ich den breiten weißen Rand nicht bedacht. In meinem Kopf sah es irgendwie besser aus.
Den Reißverschluss habe ich von der Seite nach hinten verlegt. Seitenreißverschlüsse irritieren mich nach wie vor ein bisschen, weil ich, bevor ich mit nähen angefangen habe, noch nie mit welchen konfrontiert worden bin.
Und beim Bund – naaaja. Ich wollte gern einen Knopf (vielleicht ist jetzt der Zeitpunkt um über diese Snaps-Dinger nachzudenken) haben und hab mir das einfach zuspät überlegt.

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Da waren Rock, Unterrock und Bund schon angenäht. In der Anleitung sollte der Reißverschluss bis zur Bruchkannte des Bundes genäht werden. Wenn ich ehrlich bin, habe ich immer noch nicht genau verstanden, wie man einen Rockbund näht – das war ja schon beim Rock Delphine ein frustriendes Problem, dass ich dann irgendwie gelöst habe. Jetzt weiß ich immerhin schon was das mit dem Umfalten und Ecken auszupfen auf sich hat. Hilfreich war diese bebilderte Anleitung. Trotzdem bin ich noch nicht ganz so zufrieden. Wie bekomme ich den Bund dazu, dass er an der Taille nicht absteht?
Naja und Reißverschluss einnähen, wenn einem der Unterrock ständig im Weg rumwuschelt ist auch nicht so ganz ohne. Im ersten Versuch habe ich den Unterrock auch prompt erstmal quer über dem Reißverschluss mit festgenäht und mich dann gewundert, warum er nicht mehr aufgeht…

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(Ja, bei den Abnähern vom Unterrock hatte ich einen kleinen Denkfehler 😉 ) – Sieht keiner und unterstreich die Individualität)

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Ach ja und weil der Rock auf dem Bild kürzer als meine Wohlfühllänge aussah, habe ich ihn um ganze 5 cm verlängert.

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Angezogen gefällt er mir eigentlich schon ganz gut. Der Hobbybrauer meinte, die Taille sei zu hoch. Finde ich eigentlich nicht, ist ja schließlich ein Taillenrock – außerdem ist mir persönlich ein hoher Bund lieber.

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Ich habe drei Tage gebraucht um den Rock zu nähen – Vom Schnittmusterabzeichnen bis zum fertigen Stück. Zwischendrinn habe ich mir schon so meine Gedanken gemacht, wie es möglich ist, dass man im Laden Röcke oder auch Oberteile für 3-5 Euro kaufen kann. Passend zu meinen Gedanken, tauchten Ende April viele Blogartikel zum Thema Fast Fashion und zum Fashion-Revolution-Day auf, die eigentlich genau das auf den Punkt brachten, was mir schon eine Weile unterschwellig durch den Kopf ging. Seit ich mit nähen angefangen habe kann ich mittlerweile auch ein bisschen einschätzen, wieviel Arbeit in so einem Kleidungsstück steckt. Und sei es nur etwas so einfaches wie ein Rock.
Zwei für mich interessante Artikel habe ich unter anderem bei Herzilein-Dinge und Wasteland Rebel gelesen. Nach letzterem Artikel, habe ich meine gut erhaltenen aussortierten Sachen/Fehlkäufe der letzten Jahre prompt zu Oxfam in der Stadt geschafft und nicht den Altkleidercontainer um die Ecke, wie ich es eigentlich vorhatte.

In diesem Zusammenhang verfolge ich auch sehr aufmerksam PiexSu’s Challenge 365 Tage Ohne. 365 Tage ohne Kleidung zu kaufen. Als ich mich im Januar zum ersten Mal an eine Nähmaschine gesetzt habe, habe ich mir auch vorgenommen so wenig Kleidung wie möglich im Laden zu kaufen – einfach auch um meinen Lernprozess zu beschleunigen. Nun gehöre ich zu den Menschen, die nicht zum Zeitvertreib einkaufen gehen. Ich hasse Klamotten Shoppen – weil es in 90% der Fälle immer mit Frustration endet. Und ich gehe wirklich nur einkaufen, wenn etwas neues brauche (weil das alte kaputt oder abgetragen ist) oder ein Anlass ins Haus steht zu dem man etwas besonderes braucht. Aber selbst das ist kein Garant. Ich gehe mit der festen Absicht in die Stadt mir eine neue Jeans zukaufen, weil die alte vom vielen Fahrradfahren an den Oberschenkeln aufgerubbelt ist und komme mit 5 neuen Büchern nach Hause… Bücher sind mein Frustshopping…. ich arbeite dran.
Da ich mich Facebook erfolgreich verweigert habe, habe ich mich nicht offiziell bei der Challenge eingetragen aber inoffiziell habe ich schon den Anspruch Kleidung kaufen so weit wie möglich und praktikabel zu vermeiden.
Aber wer macht eigentlich den Stoff den wir verarbeiten? Je mehr man sich mit einem Thema beschäftigt, desto weitere Kreise zieht es.

Meinen Rock und meine Gedanken zum Thema nehme ich jetzt mit zum Me-Made-Mittwoch und verlinke ihn auch gleich mal bei PiexSu.

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We have a new sewing magazine in Germany. It’s called „Nähtrends“ and it’s the German edition of the Spanish „Patrones“ magazine.

My last two projects were two tops from the April edition of the Burda Style magazine. I battled my way through the instructions although they are far from beginner friendly – and the result is wearable. Now I wanted to find out if other magazines are also cryptic in their instructions. The new magazine has a lot of pretty clothes and I decided to make another skirt – since I had the fabric (from my last visit to IKEA – I hate to admit it) in my stash.
I choose to do skirt number 17.
I changed the zipper to the back und added 5 cm to the length. The waistband is still giving me troubles. I wanted to have a waistband with a button but decided too late. The instructions says to put the zipper right up to the fold line of the waistband. I was confused as I’m still trying to figure out the best way to sew a waistband to a skirt. It’s quite some trouble to sew a zipper in with skirt, underskirt and waistband already sewn togehter.
I do like how it turned out – althought the homebrewer thinks the skirt sits too high. I like it this way and feel more comfortable when the waistband actually reaches up to the waist. Now how do I stop the waistband from gapping?

It took me about three days to sew the skirt and I started wondering how it is possible for shops like H&M and Primark to offer skirts or tops from 3-5 Euros. Incidentally at the end of April a lot of blog entries started popping up about Fast Fashion and the Fashion Revolution Day on April 24th. They were voicing the thoughts which had been in my head for a while now since I started sewing in January.
After sitting behind the sewing machine for the first time I also decided to buy as little clothing as possible. Originally this was to speed up my learning process but after reading a bit more about the Fashion Industry, I also lost the will to enter those shops. I don’t think I will miss it much, as shopping for clothing has always been more of an ordeal for me than a valid freetime activity.
But who produces the fabric we are using? Somehow, the more you get in to a topic, the complexer it becomes.

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Zeitschriften Sew Along mit Burda: Der zweite Zwischenstand

Ich habe es langsam angehen lassen, weil ich mich irgendwie nicht so richtig ran getraut habe. Die Burda wirkte auf einmal ziemlich einschüchternd aber dann habe ich mir ein Herz gefasst und mich an Top 118 herangewagt. Mich als Anfänger hatte ja angesprochen, dass es als leicht gekennzeichnet war und auch relativ schlicht aussah. Allerdings wäre ich schon fast an Schritt 1 gescheitert. ‚Leicht‘ ist da vermutlich relativ zu sehen. Für erfahrene Burda-Näherinnen ist es ein Klacks (das habe ich schon auf anderen Blogs gesehen), für mich war es allerdings das allererste Modell, dass ich aus der Burda (aus einer Nähzeitschrift überhaupt) genäht habe. Aber irgendwo muss man ja mal anfangen und so habe ich mich durchgekämpft.

Zum Üben habe ich mir ein Probemodell genäht. Das erschien mir sinnvoll (und sollte sich auch so bewahrheiten)

Setzen wir uns mal mit Schritt Eins auseinander.
‚Am Vorderteil die Abnäher in der Mitte (markierte Stepplinie – ja, auf dem Bogen ist die tatsächlich markiert) so falten, dass die linken Stoffseiten aufeinander liegen.‘
-Was? Hatte ich nicht grade beim Online-Kurs im Part Abnäher gelernt, dass die Rechten Seiten aufeinander gehen.
Entlang der schrägen Abnäherlinien steppen.- Mmmh Ok, also die äußeren, ich hab erstmal Heftfaden genommen.
Die Mitte der Abnähertiefe (Waas? Was ist denn bitte die Abnähertiefe) auf die Naht legen und und die Abnäher vom breiten Ende zur Spitze hin bügeln. Abnähertiefen wie eingezeichnet feststeppen.

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Ich hab mir ein Probestück genommen und es wie beim Origami hin- und hergefalten. Letzten Endes war es mein Mutti, die mir den entscheidenden Tipp gegeben hat. Es war zwar nicht exakt das, was ich gemeint habe aber plötzlich hatte ich es, in dem ich die beiden Seiten zur Mitte gefaltet habe und die Mitte auf der Vorderseite plattgedrückt war. Ah-Ha!

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Die Abnähertiefe ist übrigens die Strecke von der Naht bis zur Bruchkante, aber das nur nebenbei.

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Am Probeteil habe ich dann so ein bisschen rumexperimentiert und eigentlich alle Fehler gemacht, die man so machen kann. Den einen Abnäher rechtsrum und den anderen linksrum einnähen, bei den Besatzstreifen für den Armausschnitt hatte ich mich verlesen und er war 6 cm zu kurz. Aber dafür sind Pobeteile ja da.

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Am Ende sah es so aus.
Ich präsentiere Modell Jutesack:

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Was ist das mit den Burda-Größen? Laut Maßtabelle muss ich Größe 44 nehmen. Bei Kaufkleidung trage ich in der Regel eine 40. Das erscheint mir schon ein recht großer Unterschied. Kann ich davon ausgehen, dass ich prinzipiell eine Größe kleiner zuschneiden kann? Ich werde das mal noch beobachten. Hab ja noch ein Top, welches ich nähen möchte.
Nun gut, das Modell war ja auch recht locker geschnitten, der Nesselstoff fällt mit Sicherheit anders als mein Viskosekrepp, aber trotzdem. Sehr schmeichelhaft ist das nicht.
Außerdem zu ist es zu kurz (dabei bin ich 165 groß, die Burdamodelle sind für eine Größe von 167cm konzipiert) und mein Probemodell ist noch nicht mal gesäumt.

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An der Seite muss definitv Stoff weg, also habe ich auf Höhe der Taille auf beiden Seiten zwei cm weggenommen.
Auf dem Schnittbogen habe ich ein Kurve von Größe 44 zu Größe 40 auf Taillenhöhe gezogen und die dann zu Größe 42 auslaufen lassen.

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Außerdem habe ich mit Taillenabnähern experimentiert. Jetzt wo ich den Kurs gesehen habe, musste ich das auch gleich mal ausprobieren, aber das war nur so eine Idee.

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Nachdem ich mit dem Sitz so einigermaßen zufrieden war, hab ich alles auf mein Schnittmuster übertragen. Mit meinen neu erworbenen Schnittmusterverlängerungs-Fähigkeiten habe ich das Schnittmuster noch um ganze 5 cm verlängert

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Bei den Abnähern hab ich auch ein bisschen rumgebastelt und die von 8cm auf 10cm verlängert, dann aber nur bis 8 cm zugenäht, so lief die Spitze besser nach vorne aus und hat nicht so einen komischen Knubbel gebildet.
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Vorher

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Nachher

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Direkter Vergleich

Als ich dann voller Enthusiasmus meinen schönen Viskose Krepp (das ist übrigens der Stoff, wo das geänderte Schnittmuster draufliegt) zuschneiden wollte, musste ich feststellen, dass er ziemlich genau 1 cm zu schmal war. Egal wie ich es gedreht und gewendet habe, irgendwo hat immer eine Ecke des Schnittmusters über den Stoff hinausgeguckt. Naja, bei der Geschichte, die der Stoff und ich gemeinsam haben, wundert mich das jetzt nicht mehr wirklich. Da war mein Enthusisamus schon wieder gedämpft. In meinem Stoffhaufen, habe ich dann noch einen lavendelfarbenen, leichtfallenden Blusenstoff gefunden, den ich ganz am Anfang mal aus einer Restekiste als Übungsstoff gefischt hatte. Da mich nun der Ehrgeiz fest in seinem Griff hatte und ich das Top unbedingt nähen wollte, hab ich den genommen.

Meine Änderungen habe ich so übertragen, bis auf die Taillenabnäher, die habe ich dann nach der ersten Anprobe doch weggelassen.
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Also es sitzt wesentlich besser, aber die Farbe…..

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Lavendel schmeichelt mir nicht unbedingt. Der Hobbybrauer meinte in seinem Urteil, es sieht aus wie ein Krankenhauskittel. Ähhh… na so ganz unrecht hat er nicht.

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Ich lass mir noch was einfallen, vielleicht ist es ja zu retten. Zur Not muss es als Schlafanzugoberteil herhalten.

Abschließend kann ich aber auf jeden Fall sagen, dass ich eine ganze Menge dazu gelernt habe. Jetzt werde ich meinen Zwischenstand noch bei unserer Sew-Along-Organisatorin Jenny von BuxSen einreichen und meim Me Made Mittwoch, der Linkparty für selbstgenähte Kleidung, vorbei schauen.

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{Projekt Kleiderschrank} Rock Delphine / Delphine Skirt

Ich nähe mich weiter durch das Buch „Liebe auf den ersten Stich„. Schön finde ich, dass die einzelnen Kapitel aufeinander aufbauen und man so nach und nach seine Fähigkeiten weiter entwickeln kann.

I continue sewing my way through the book „Love at first Stitch„. I think it’s really neat that all the chapters are correlating with each others. With each chapter you learn something new and can improve your skills.

Eigentlich sollte Delphine ja mein Buchstabe für die 12-Letters of Handmade Fashion vom März werden. Der Anker-Druck und die A-Linie hätte hervorragend gepasst – aber leider ist er nicht rechtzeitig fertig geworden.
Dafür hatte ich ihn dann zum Wollefest letztes Wochenende fertig und konnte ihn ausführen (Bericht folgt demnächst).

Mit diesem Schnitt habe ich gelernt, wie man ein bisschen an Schnittmustern rumdoktorn kann, damit das fertige Kleidungsstück dann besser passt und das Buch ermuntert einen ja auch regelrecht dazu.
Ich habe schon beim letzten Schnitt festgestellt dass ich bei Tilly and the Buttons genau zwischen Größe 5 und 6 liege und diesmal habe ich mich auch getraut mir eine Zwischengröße einzuzeichnen. Außerdem habe ich den Rock um 5 cm verlängert.

This pattern taught me how to change things in order to get a better fit on the finished garment. The book also encourages you to do so. Already with the last pattern I noticed that I’m exactly in between size 5 and 6 and this time I had the courage to add an intermediate size. I also added 5 cm to the length.

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Anfangs konnte ich der Anleitung noch gut folgen. Sogar das Einnähen des Reißverschlusses hat gut geklappt. Auch wenn ich jetzt auf den Fotos gesehen habe, dass er minimal schief ist. Aber dann kam Schritt 9 und ich wusste gar nicht mehr was die von mir wollten. Ich konnte die Anleitung einfach nicht nachvollziehen und bin fast verzweifelt. So schwer kann es doch nicht sein. Dann kam der Trotz und da ich mir ungefähr denken konnte wo es hinführen sollte, hab ich dann einfach so gemacht, wie ich es für richtig gehalten habe. Das Ergebnis ist sicher nicht das, was es sein sollte. Aber von außen sieht es ganz passabel aus (okay, die Rückseite ist schief) und innen weiß niemand außer mir 😉 Vielleicht verstehe ich es irgendwann später mal und dann lache ich drüber.

At the beginning the instructions were easy to follow. Even sewing in the zipper went quite smoothly – although I noticed on the photos, it’s a bit crooked. However then I encountert step 9 and I simply didn’t understand what I was supposed to du. It just made no sense in my head. I was quite frustrated – it couldn’t be that hard, could it? I just didn’t get it. I defiance I just did something how I thought it was supposed to look in the end. I’m sure it’s not what it was supposed to be but it looks okay from the outside (with a crooked back admittedly) and nobody knows the inside except for me 😉 One day I might understand what was meant in step 9 and then I will laugh about it.

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Beim Tragen habe ich festgestellt, dass ich definitiv einen Unterrock brauche. Zumindest mit dicken Strumpfhosen macht der Rock komische Sachen beim Laufen und der Bund ist auch noch nicht optimal. Er steht an den Hüften ein bisschen ab. Ich bin mir noch nicht sicher, ob es irgendwann mal eine Wiederholung gibt. Das nächste Projekt aus dem Buch wird Kleid „Megan“ sein. Da freu ich mich schon drauf aber vorher nähe ich mal noch meine beiden Oberteile für den Burda Sew Along bei BuxSen.

When wearing th skirt, I noticed that I need da half-slip – atleast when wearing it with tights. I does some funny things when walking. Also the waistband is not yet perfect – there are some little gaps on my hips. I’m not yet sure if I will do the pattern again one day but next up is the Megan dress and I’m looking forward to it. However first I will sew the two tops for the Burda-Sew Along.

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Ich schicke meinen Rock heute zum Me Made Mittwoch und außerdem zu der tollen Schlummerschnitt-Aktion bei LaLilly. In den knapp 4 Monaten, die ich jetzt nähe, haben sich natürlich noch nicht so viele Schnitt angesammelt – aber das Buch stammt aus meiner Material Anhäufungsphase vom Anfang meines Weges 🙂

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Anker-Stoff von Buttinette
Nahtverdeckter Reißverschluss bei neocreo.com

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Zeitschriften Sew Along mit Burda: Ein erster Zwischenstand

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Ich gebe es zu, ich habe mich des Prokastinierens schuldig gemacht. Dabei war ich voller Tatendrang.
Und voller Tatendrang habe ich nach meinem ersten Post zum Thema, den Schnittmusterbogen aus Heft 04/16 befreit und fröhlich an der roten Kante mt der Schere entlang geschnippelt. Ohne Nachzudenken: Oh, rote Linie, Scherensymbol, alles klar. Ich hätte mir besser 1 Minute mehr Zeit genommen und den Bogen vorher völlig ausgeklappt und nicht so zerschnitten wie er aus dem Heft kam. Erfahrene Burda -Näherinnen werden jetzt den Kopf schütteln und milde lächeln, ich weiß. Statt der erwarteten zwei Bogen, flatterten mir plötzlich 4 Blätter entgegen. In meinem blinden Aktionismus habe ich propmpt beide Schnittbögen im unteren Drittel erwischt und auch mit auseinander geschnitten. Ähm. Nach kurz einmal panisch im Kreis herumlaufen, habe ich mich dann mit Klebeband, Schnittmusterbögen und dem Miniteil der ehemaligen Falzlinie hingesetzt und den restlichen Nachmittag damit verbracht, das Ganze wieder halbwegs sinnig zusammenzusetzen.

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Ich sage es daher nochmal in aller Deutlichkeit, für alle, die auch zum ersten Mal in ihrem Leben einen Schnittmusterbogen aus einem Burda-Heft in der Hand halten. Erst komplett auffalten und dann an der roten Linie entlang schnippeln. Zusammengefaltet mag es schneller gehen, bringt aber im absolut keine Punkte.

Mit dem notdürftig reparierten Schnittmusterbogen saß ich dann da und habe ihn erstmal angestarrt. Oh man, soviele Linien und welche soll hier welche sein und was gehört eigentlich alles dazu. Zum Glück bietet das Anleitungsheft eine Legende (die aber auch nicht immer stimmen muss, wie ich bei Top 109A festgestellt habe (von wegen fette Linie, die war eindeutig gezackt). Als ich damals mit meiner ersten Burda Zeitschrift bei Oma zu Besuch war, meinte sie noch, ich solle die Linien mit einem Kuli nachfahren. Ja,Ja warum soll ich mir soviel Arbeit machen, dacht ich mir da noch. Spätestens jetzt wusste ich warum. Einen Kuli hab ich nicht genommen dafür aber meinen geliebten Textmarker und schon sah die Welt ein wenig durchsichtiger aus. Erstmals hab ich auch Folie zum abzeichen genutzt (und jetzt weiß ich auch, dass diese kleinen Zahlen da tatsächlich eine Bedeutung haben *räusper*)

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Zusammengefasst heißt das: Entsprechende Linie der Einfachheit halber markieren und wirlich ALLE Zeichen, Markierungen u n d Zahlen übertragen.

Soweit so gut. Aber jetzt war die Luft ein bisschen raus. Als erstes habe ich es noch darauf geschoben, dass ich ja auf meinen Stoff für Top 118B warten musste – weil ich unbedingt mit dem anfangen wollte. Dann kam ein Boxershorts Schnittmuster dazwischen, welches ich ausprobieren wollte. Dann der Delphine-Rock, den ich unbedingt zum Wollefest anziehen wollte. Dann die Eulen-Hosen für das Neffen-Kind. Schließlich musste ich ja ausprobieren, wie sich Jersey unter meiner Nähmaschine verhält. Außerdem hatte ich noch umfassende Balkonreinigungsmaßnahmen, das Wetter war ja gandios und musste genutzt werden. Und soweiter und so weiter.

Naja, den Stoff für das Top 118B (einen Viskose Krepp – den es aber auch nur in diesem Onlineshop gab ), den Stoff für das Top 109A, sowie Futterstoff für meinen Capone Rock und Nesselstoff habe ich Online (ich verzichte mit Absicht auf den Link) am 10. März bestellt und alle waren mit einem grünen Punkt als verfügbar und mit Lieferzeit von 3-5 Tagen (was ich ein bisschen viel fand, aber gut) angezeigt.

Am 17. März bekam ich eine automatische Email, dass sich der Versand noch etwas verzögern wird. Gut, kein Problem, kann passieren. Ich habe es so hingenommen. Als am 24. März dieselbe automatische Email kam, um mir mitzuteilen, dass sich meine Sendung weiter verzögert. Da habe ich es dann nicht mehr hingenommen und eine mehr oder weniger erboste Mail zurück geschrieben, dass ich eine Lieferzeit von über zwei Wochen als Zumutung empfinde und man ja (wie bei jedem anderen Online shop auch) schon mal eine Teillieferung hätte losschicken können. 5 Minuten später kam eine Email, dass der Lieferant soeben mitgeteilt hätte, dass der Futterstoff nicht mehr lieferbar sei. Na klar. Also hab ich diesen storniert, der Rock ist ja auch mittlerweile fertig – mit Futterstoff aus dem Stoffladen. Wenig später schrieb mir eine andere Dame, dass sich die Lieferung des Stoffes, den ich mir für das Wasserfalltop ausgesucht hatte auch verzögert. So, So, und warum genau standen dann alle Stoffe im Onlineshop mit grün markiert und damit als verfügbar ? Also hab ich den auch storniert (dafür hatte ich mitlerweile im lokalen Stoffladen auch Ersatz gefunden). Wir haben ungefähr 5 mal hin und her geschrieben und was mich eigentlich am meisten geärgert hat war, dass meine Emails anscheinend gar nicht richtig gelesen wurden, da ich immer nur vorgefertigte Signaturantworten erhalten habe. Nach der 5. Email kann man schon irgendwie erwarten, dass man mit Namen angesprochen wird, oder? Ich arbeite auf Arbeit auch mit Signaturen aber wenigstens schaffe ich es, statt „Sehr geehrter Damen und Herren“ den entsprechenden Namen einzufügen. Naja, wenigstens die Rücküberweisung des Geldes ging ziemlich fix und die Qualität der restlichen 2 Stoffe (die ich dann im Übrigen am 1. April bekommen habe)  ist auch in Ordnung. Das war das erste Mal, dass ich keine positiven Erfahrungen mit Stoffbestellung im Internet gemacht habe. Ich schätze auch das gehört irgendwo dazu und ich werde es als Erfahrung verbuchen.

Zurück zum eigentlichen Thema.

Top 118B ist eigentlich Zuschnitt fertig. Der Stoff ein Creme farbener Viskose Krepp, den ich mir als Ersatz für den angegebenen Crépe de Chine (der mein Budget leider sprengt) ausgesucht habe. Das Schnittmuster ist abgepaust.

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Top 109A ist auch soweit fertig zu Zuschnitt. Der Stoff ist eine Viskose-Jersey. Eigentlich wollte ich auch so ein cooles Orient-Muster, war ja aber leider nicht möglich. Ich denke schwarz-weiß sieht auch gut aus.

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Und dann habe ich noch einen Marinefarbenen Popeline Stoff und einen festen weißen Baumwollstoff (Denim vielleicht oder Köper) aus der Restekiste von Karstadt. Eigentlich sollte daraus Rock 113A werden. Nachdem ich aber den Bleistiftrock anprobiert habe, den ich in den Tiefen meines Kleiderschrankes gefunden habe, bin ich mir nicht mehr so sicher, ob mir ein solcher Rock überhaupt steht. Jetzt liebäugele ich mit Modell 101B aus der Burda 03/16

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Ich sollte das stöbern beim Creadienstag jetzt unbedingt einstellen und endlich mal den Stoff zuschneiden aber vorher verlinke ich meinen Post noch bei der ersten Zwischenstandssammlung bei BuxSen.

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{Projekt Kleiderschrank} Ich wage mich an einen Rock und es wird Capone

Von meinem Frühlingsherbeiwünschungsrock aus dem Nähkurs im Januar mal abgesehen, habe ich in meinem Kleiderschrank genau einen schwarzen Bleistiftrock, den ich vor Jahren mal gekauft habe und nie an hatte, da er mir eigentlich nur bedingt passt. Dabei würde ich eigentlich gern mehr Röcke tragen, ich finde nur nie etwas, was mir passt, steht, gefällt etc.

Nur gut, dass ich jetzt die entsprechenden Skills besitze um mich an ein Rockprojekt zu wagen. Allzu schwer sollte es nicht sein, aber auch nicht zu leicht damit ich meine neu erworbenen Kenntnisse im Reißverschluss einnähen auch gleich mal testen kann.

Ausgesucht habe ich mir den Schnitt Capone von Unikatze. Schon als die ersten Bilder von dem Rock auf den entsprechenden Linkparties auftauchten war ich ganz angetan. Also los, Frisch gewagt ist halb gewonnen. Schnitt bestellt (mein erstes Online-Schnittmuster) und … hoppla … nur ein knapp 19cm breiter Streifen Papier kam dabei heraus, als ich es zusammengeklebt hatte. Zugegebener Maßen war ich leicht irritiert was ich jetzt damit anfangen soll (ja, ich weiß, Anleitung vorher lesen 😉 ) aber wie ich bei der Pyjamahose für den Hobbybrauer schon gelernt habe. Meißtens hat sich der Schnitmusterersteller etwas dabei gedacht und siehe da, die Anleitung ist unglaublich umfangreich, mit ganz vielen Bildern (falls doch mal was unklar sein sollte) und bekommt von mir den Stempel Anfängerfreundlich. Und selbst als mal was nicht klar war (mein kleiner „Hä? Wie jetzt?“-Moment war, dass ich mir plötzlich nicht so sicher war, welche Seite beim Faltenlegen oben liegt. Rechts oder Links. Und je mehr ich darüber nachgedacht habe, desto verwirrter bin ich geworden. ) eine Email mit schneller Antwort konnte dieses Problem fix beheben.

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Den Reißverschluss habe ich auch ohne größere Probleme reinbekommen. Immer mit den Worten meiner Oma im Ohr: „Und das du mir ja alles heftest!“. Und ich habe geheftet, wie ein Weltmeister, den Reißverschluss (sehr nützlich), die Falten an der Nahtzugabe (auch sehr hilfreich), den Bund (hilfreich und vor allem anprobiertauglich ohne sich ständig zu pieksen) nur bei den Seitennähten habe ich es beim Stecken mit Nadeln belassen.

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Beim Nähen, dann ein kleiner Lapsus, ich habe den Rock verkehrt herum unter die Maschine gelegt, sodass der Reißverschlussfuß zwar an den Zähnchen entlang gelaufen ist, die Nadel aber auf der falschen Seite war. Da hab ich mich ein bisschen gewundert, weil ich mir dachte, wenn ich da die Heftfäden entferne dann ist der Reißverschluss ja ganz locker. So konnte es also nicht sein. Also nochmal unter die Maschine, diesmal richtig und nochmal festgenäht. Aus diesem Grund sind da jetzt zwei Nähte nebeneinander, aber dafür hält er bestimmt auch bombenfest :). Ich seh es einfach als Dekoelement 😉

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Und weil der Reißverschluss noch nicht genug war, bin ich auf die Idee gekommen – mensch, mach doch noch nen Unterrock. Ich wollte schon immer einen Rock mit Unterrock *lach*. Die super Anleitung von jafi, ist auch im ebook mit enthalten. Auch hier konnte mir eine schnelle Nachfrage mit einem dringlichen Problem helfen. (Müssen die Röcke wirklich links auf links zusammen? Ja, müssen sie, damit die Naht sich nicht an der Strumpfhose verfängt, o.ä..) Danke noch mal.

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Als Stoff habe ich Acetat Futterstoff aus dem lokalen Stoffladen verwendet. Im Nachhinein denke ich mir, da war ich ganz schön optimistisch. Der Stoff haut einfach ab und ich habe es nicht geschafft auch nur eine grade Linie anzuzeichnen. Irgendwie gings dann. Fragt nicht, wie der Stoff aussah (war aber luftlöslicher Trickmarker, da hatte ich keine Skrupel). Zusammennähen und annähen war aber eigentlich relativ schmerzlos (ja, ich habe fein geheftet).

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Capone07

Kommen wir zum Saum. Acetat zu säumen is ein Krampf – ehrlich. Als ich es dann endlich geschafft hatte, war ich mit dem Ergebnis nicht ganz zufrieden. Ich dachte die Länge würde mir so gefallen, aber irgendwie hat die meine Beine sehr massiv aussehen lassen. Ich hatte irgendwo mal gelesen, dass der Rocksaum an der schmalsten Stelle der Beine enden soll, damit die Beine länger wirken und die ist bei mir kurz unterm Knie. Also hab ich den Saum kurzerhand abgeschnitten. Was passiert, wenn man bei Falten einfach so unten etwas grade abschneidet? Richtig, es wird furchbar schief und wellig. Hab ich dann auch gemerkt. In meiner Not habe ich dann einfach die Rocklänge, die ich haben wollte vom Bund an gemessen und gehofft dass meine Idee so funktioniert, dass der Saum einigermaßen grade ist. Ich hatte wohl Glück. Beim zweiten Mal hat dann alles gepasst und ich war auch mit der Rocklänge zufrieden. Aber seht selbst.

Capone03

Der Rock hat seinen ersten öffentlichen Auftritt schon hinter sich (Opas Geburtstag), deshalb ist das Futter auch so zerknautscht. Die ganze Zeit auf der Couch rumsitzen und sich mit Kuchen und Leckereien vollstopfen ist schon ein ziemlicher Härtetest. Aber ich glaube der Rock wurde vom kritischen Publikum sehr wohlwollend aufgenommen. 🙂

Capone02

Oberstoff: Baumwollstoff von Dapper im Schlussverkauf bei Karstadt (der Meter 3,99€)
Futterstoff: Acetat aus dem örtlichen Stoffladen
Reißverschluss: Karstadt

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Ich glaube, ich werde mir aus Capone auch nochmal einen Sommerrock nähen. Etwas kürzer (vielleicht über dem Knie) und ohne Futter. Die Frage ist nur: Kirsche oder Flamingo?

Stoff01

Wobei ich eher zu Kirsche tendiere. Was meint ihr?

So, und nun noch ein kleiner Ausflug zum Me Made Mittwoch, mal sehen was es da alles so an Inspiration gibt.

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{Nähen für Anfänger} Her mit dem Reißverschluss / Tackling the zipper

Für viele Kleidungsstücke benötigt man Reißverschlüsse, allerdings habe ich schon auf vielen Blogs gelesen, dass sich vor dem Reißverschluss einnähen gedrückt wird. Ist das wirklich so schwierig? Zeit es herauszufinden.

Many types of garment are closed with a zipper, however on many blogs I read that people are trying to avoid installing a zipper. Is it really difficult? Time to find out.

Der letzte Teil meines Makerist Anfängerkurses beschäftigt sich mit dem Einnähen von Reißverschlüssen. Das finde ich eigentlich ziemlich gut, dass man gleich im Anfängerkurs eine so wichtige Fähigkeit vermittelt bekommt.

The last part of my online beginner class deals with installing a zipper. I think it’s actually quite brilliant, that the beginner course is imparting such an essential skill.

Wolke07

Das Übungsobjekt ist, mal wieder, eine Kissenhülle. Diesmal habe ich mich für Wolkenapplikationen (aus dem Reststücken meiner Pyjamahose) entschieden.

My testing object is, yet again, a pillow case. This time I did some cloud applications using the leftover fabric from my pyjama bottoms.

Wolke06

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Mal abgesehen von der *schönen* wellenführung der Naht, bin ich mit meinem Ergebnis eigentlich ganz zufrieden. Okay, das Einsetzten war etwas frimelig und ich habe spontan auch gleich mal viel mehr Kissen mit an den Reißverschluss geheftet, als es eigentlich sein sollte. Im Großen und Ganzen bin ich über meinen ersten Reißverschlussversuch doch sehr glücklich. So schwierig fand ich es am Ende gar nicht. Mal sehen wie die Sache dann aussieht, wenn ich meine neu erworbenen Fähigkeiten an einem richtigen Kleidungsstück teste. Einem Rock zum Beispiel.

Apart from the *pretty* waveshaped seam I’m actually quite satisfied with the result. Okay, the beginning was a bit fiddly and I basted much more of the fabric to the zipper, than I was supposed to. Nevertheless I’m quite happy with how my first zipper turned out. In the end it wasn’t as complicated as I expected it to be. Hopefully I’ll say the same after trying my new skills on a real garment, like a skirt for example.

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Beide Stoffe sind aus der Restekiste von Karstadt, der Reißverschluss stammt aus Altbeständen von meine Oma.

Und weil heute schon wieder Dienstag ist (obwohl er sich wie ein Montag anfühlt) mache ich noch einen kleinen Ausflug zum Creadienstag und nehme mein Wolkenkissen mit.

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{Nähen für Anfänger} Pyjamahose für den Hobbybrauer

Beflügelt durch meinen ersten Näherfolg mit Pyjamahose Margot, wurde der Hobbybrauer auch gleich noch mit einer neuen Schlafanzugshose ausgestattet. Zudem war ich ja noch Ersatz schuldig, weil die Alte ja zu Bären umfunktioniert wurde…

Nach einer entsprechenden Suche in den Weiten des Internets bin ich auf dem Bernina Blog auf einen Pyjamahosen Sew-Along inklusive Schnittmuster und Anleitung gestoßen – leider hab ich keine fertigen Hosen und Kommentare zu dem Schnittmuster finden können.

Frohen Mutes ging ich ans Werk. Schnittmuster ausdrucken und zusammenkleben – kein Problem, dabei kann man prima Hörbuch hören.

Schnittmuster abpausen (ich habe es nicht ausgeschnitten, weil ich eigentlich vorhatte, mir nach diesem Schnitt selbst noch eine Hose zu nähen  – eine Nummer kleiner, aber ich glaube ich bleibe bei Margot). Dabei ist mir aufgefallen, dass die Linien für Größe M und L laut Legende auf dem Schnittbogen vertauscht waren (die Striche für S und XL im Übrigen auch, da wurden wohl einfach die Größen falsch an die Linien geschrieben (ich hoffe sie haben es nicht so in dem Buch gedruckt) ). Mitdenken hilft also 🙂  Ich habe auch nirgendwo irgendwelche Maßangaben z.B. für Hüftbreite gefunden, an denen man sich hätte orientieren können.

Als es dann ans Nähen ging wir ich heilfroh, dass ich schon eine Hose nach einer anderen Anleitung genäht hatte – ich glaube, sonst hätte ich entnervt aufgegeben. Mit der Anleitung bin ich überhaupt nicht klar gekommen – das waren jede Menge „Hä, wie jetzt?“ Momente.

Die Löcher im Bund habe ich weggelassen und stattdessen einmal komplett Gummiband eingezogen – Ist bequemer.

Ach ja, einen kleinen kleinen Lerneffekt hatte ich auch noch.  Mir kam die Hose beim Anhalten ein bisschen sehr groß vor (ich hatte einfach kein sehr großes Vertrauen in den Schnitt) also habe ich oben einfach so 5 cm abgeschnitten. Ähm. Nein, nicht machen. Manchmal denken sich die Leute, die solche Schnittmuster entwerfen doch etwas dabei. Die Hose passte zum Glück trotzdem noch – allerdings eher knapp über Hüfthöhe.

Merke: Niemals planlos an Schnittmustern herumdoktorn und einfach irgendwo etwas abschneiden.

Und hier ist das gute Stück:

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Sehr stolz war ich ja auf mich, dass wenigstens an einem Bein die Karos sogar aufeinandertreffen. Fast wie gekonnt 😉
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Zu Tragebildern konnte ich den Hobbybrauer auch verdonnern überreden.
Hose01

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Der Stoff ist Baumwoll Webkaro natur/schwarz und schön weich allerdings auch relativ locker gewebt, sodass das Zeug ohne Ende ausfranst. Bestellt habe ich ihn bei Buttinette (man merkt, dass ich mich ein bisschen um den Besuch im Stoffladen drücke?).

So, weil heute Dienstag ist, mache ich noch einen kleinen Abstecher zum Creadienstag.

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{Projekt Kleiderschrank} Pyjamahose Margot / Margot pyjama bottoms

Nach den kleinen Aufwärmübungen wird es nun Zeit für etwas Richtiges. Als perfektes Einsteigerprojekt habe ich Pyjamahosen gewählt. Warum? Na Schlafanzugshosen trägt man meistens zu Hause, da ist es nicht allzu kritisch wenn mal die eine oder andere Naht schief wird.

Ausgesucht habe ich mir die Pyjamahose Margot aus dem Buch „Liebe auf den ersten Stich„.  Laut den Maßangaben im Buch liege ich zwischen Größe 5 und 6 – habe mich aber für Größe 5 entschieden, da die Hose auf dem Bildsehr weit aussah (und es tatsächlich auch ist.)

Den Baumwollstoff habe ich (mal wieder) aus der Restekiste von Karstadt. Eigentlich wollte ich den für mein zweites Kissenübungsprojekt nutzen, aber dann dachte ich mir, dass die 2 Meter viel zu schade zum zerstückeln sind und ich lieber etwas Größeres daraus mache.

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Having successfully finished my starter and warm-up projects, I thought it’s about time to try something real. I choose to do the Margot pyjama bottoms from the book „Love at First Stitch„. Why I coose pyjama bottoms? Well, you usually wear them at home – so nobody sees if a seam is crooked.

According to the measurements in the book I almost exactly between size 5 and 6 but I choose to do size 5 because the pants looked rather wide (and they are).

I bought the cotton at Karstadt warehouse out of the box with the remainder fabric. I actually wanted to use it for my second pillowcase sewing project but then I thought that those 2 metres are too good for cutting them into pieces and I’d rather make something larger with it.

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Ich habe das Schnittmuster erfolgreich auf Seidenpapier abgepaust (das erste Mal, dass ich so etwas gemacht habe) – eigentlich wollte ich Folie nehmen, aber der beiliegende Stift war ausgetrocknet. Außerdem war das Seidenpapier viel größer als die Folie und man ist stiftunabhängig.

Die Beschreibung in dem Buch ist wirklich Schritt für Schritt, so dass man die Vorgehensweise auch als Anfänger sehr gut nachvollziehen kann und es gibt auch hilfreiche Tipps und Tricks. Ein Buch kann einen tatsächlich motivieren.

I traced the pattern onto tissue paper. Originally I wanted to use foil but the pen which was included didn’t work. I also noticed that a sheet of tissue paper is much larger than foil and you can choose whatever pen you like.

The descriptions in the book are step by step and really helpful as a beginner. This book can really motivate you.

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Das Band habe ich erst so genäht wie beschrieben, fand es dann aber umständlich es beim Hose an-und ausziehen immer wieder aufknoten zu müssen. Also habe ich es nochmal rausgezogen und in der Mitte durchgeschnitten. Zwischen die beiden Enden habe ich ungefähr 6-8cm Gummiband genäht und dann wieder eingefädelt. Somit ist das an- und ausziehen gleich viel bequemer – kein schnüren mehr.

I sewed the cord as described but found it a bit inconvenient. I pulled it out again and cut it in half. In between the two ends I sewed about 6-8cm of elastic band. Much more comfortable.

Und tadaaa: Hier ist sie:
Et voila: May I present Margot:

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Von Vorne / Front

Margot06
Von Hinten / Back

Margot07
Und nochmal von vorne / And from the front again

(Das T-shirt ist gekauft, soweit bin ich noch lange nicht.
The t-shirt is store bought – I’m not yet ready for sewing with jersey)

Bevor ich mich jetzt wieder den Haushaltsarbeiten widme noch ein kleiner Ausflug zum heutigen RUMS.

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{Nähen für absolute Anfänger} Bärenbrüder / Brother Bear

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Ich wollte meine Fingerfertigkeit gerne noch etwas in Sachen Kurven nähen und den Stoff unter der Nähmaschine hin und her drehen schulen. Deshalb habe ich mir noch eine kleines kurviges Projekt zum Üben ausgesucht.

Mit kleinen Kinder in der Familie (und im Freundeskreis) kann man ja auch lustige Gefährten zum verschenken kreieren.

After practicing to sew straight lines with the shopping bag in sewing project one and the cushion with hotel closure in sewing project two and learning how to do curvy lines with the application for the cushion, I wanted to practice sewing curvy lines a bit more. For that reason I choose a little project thats easy to do with a lot of curvy lines. Having small children in the family (and in my circle of friends) makes it easy to sew some funny companions to give as present.

Baer02

Ich hab mich für den lustigen Bären aus der Simply Nähen 01/2016 entschieden und da passierte es grade zur rechten Zeit, dass dem Hobbybrauer die Pyjamahose irreparabel zerriss. So hatte ich gleich Stoff zum Üben (natürlich gewaschen).

I choose to make a little bear which I found in one of my favorite sewing magazines. Incidentally the home brewer managed to tear his pyjama pants beyond repair and I seized them immediately because it gave me some nice fabric for practicing (after washing of course).

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Ich habe die Bärenschablone aus dem Heft kopiert und auf den Stoff übertragen.

Vor dem Zusammennähen habe ich das Gesicht und die Schleife aufgestickt. Da die Kinder, die beschenkt werden sollen noch sehr klein sind, habe ich mich für’s aufstiecken als sichere Variante entschieden. Ich verstehe auch immer nicht, warum in sämtlichen Anleitung für Plüschtiere und Amigurumi die Gesichter zum Schluss aufgestickt werden, wenn schon alles fertig gestopft und zu ist. Für mich stellt sich dann immer das Problem, was ich mit den Fadenenden mache – vorallem am Anfang. Wenn möglich, mache ich die Detailarbeiten lieber wenn ich noch ohne Probleme rankomme.

I copied the bear pattern from the magazine and traced it onto the fabric. I stiched the face and the bow before sewing the bear together. Although they did the bow as application in the pattern, I decided to stitch it because the children I’m planning to give the bears to are still very small – so I decided for the safer option. What I don’t understand is why most instructions tell you to stich the details after all is stuffed and closed either with plush dolls or amigurumi. The problem I have that I don’t know what to do with the beginning of the thread. Where do I secure it if everything is already closed? When possible, I prefer to stitch the details on when I can reach them without problems.

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Nachdem ich die Details aufgestickt waren, hab ich die Stoffteile wieder rechts auf rechts aufeinander gelegt  und dann zusammengenäht. Ich habe die Teile erst zusammengenäht und dann erst ausgeschnitten. Beim ersten Bären war ich so begeistert von meinen Kurven-Nähkünsten dass ich prompt die komplette Naht geschlossen habe – und ich hab mich riesig gefreut, als ich den Nahtanfang perfekt getroffen habe… Beim Ausschneiden fiel mir dann auf: „Mmh – du brauchst ja eigentlich auch eine Wendeöffnung.“ Also kam mein Nahttrenner zum ersten richtigen Einsatz und ich musste einen kleinen Teil wieder auftrennen.

Nach dem Wenden hatte ich dann das Problem, dass die Arme, Beine und Ohren ganz komisch verknubbelt waren, bis mir eingefallen ist, dass es hilft, wenn man bei Kurven und Ecken die Nahtzugabe bis knapp zur Naht etwas einschneidet. Das hab ich irgendwann mal in einem meiner Stickbücher gelesen, das stand nicht mit in der Anleitung. Ich vermute mal, dass der Jerseystoff, der im Heft benutzt wurde, sich anders verhält ans mein Pyjamahosen-Webstoff.

Bär noch ausstopfen, Wendeöffnung verschließen und fertig. Juhu

After stitching on the details, I put the fabric pieces together again – right side on right side and sewed them together. I cut the bearshape after sewing everything together. When sewing the first bear I was so happy that I managed to get the curves that well that I sewed the complete round and was incredibly happy when I perfectly met the beginning of the seam. When cutting out the bear, I realized that I needed an opening to turn and stuff the bear. Oops. Seam ripper to the rescue – it was the first time it got put to real use.

After turning the bear it looked a bit distorted at arms, legs and ears when I remembered reading somewhere in my embroidery books that it helps to notch the seam allowance at curves and corners. It helped.

I stuffed the bear with fibrefill, closed the opening for turning and done. Yay

Baer07

Und jetzt mache ich noch einen kleinen Ausflug zum Creadienstag und gucke was es da für tolle Osterbastelideen gibt.

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