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{Projekt Kleiderschrank} Vogue 9105 – Das Hochzeitsgastkleid – Vorhang auf

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Ja, ich habe es geschafft – anderthalb Tage vor der Hochzeit war mein Kleid fertig. Ich muss zugeben, ich war mir nicht wirklich sicher, ob ich es auch wirklich anziehen sollte, aber Dank des guten Zuredens von meiner Ma und des Hobbybrauers hatte ich dann genug Selbstbewusstsein um mein Werk dann auch zu tragen.
Trotz der kleinen Macken bin ich mega stolz, dass ich mich da durchgekämpft habe. Am Anfang habe ich mich noch etwas befangen gefühlt (so gings mir auch, als ich zum ersten Mal ein selbstgenähtes Kleidungsstück in der Öffentlichkeit getragen habe -„waaaah, die starren mich alle an!“) aber da ich auch jede Menge Komplimente bekommen habe, besonders von der chronologisch etwas fortgeschrittenere Generation, sich an ihre Jugend erinnert gefühlt hat, hat sich dieses Gefühl auch sehr schnell gelegt. Aber hey, das Thema war ja „Vintage & Lavendel“ also habe ich es zumindes auf der Vintage-Schiene voll ausgekostet. Ich glaub das schönst Kompliment an diesem Tag war „Du trägst das zweit schönste Kleid auf dieser Hochzeit“ 😉 – so soll es ja auch sein.

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Habe ich etwas gelernt? Ohhhhh ja, auf jeden Fall.
– keine Angst vor großen Projekten, sie müssen aber wohl durchdacht sein. Im Nachhinein denke ich, dass ich mich hier, grade auch im Zusammenhang mit der Stoffwahl etwas übernommen habe.
– Augen auf bei der Stoffwahl
– Einlagenmaterial überdenken. Organza mag zwar edel sein, aber Organza ist rutschig, Satin ist superrutschig und die beiden im Zusammenspiel, da rutscht der Halsbeleg ständig dahin wo er nicht hin soll.
– Zusammenspiel der Stoffe beachten. Für die Rockversteifung hatte ich ja Nesselstoff, der aber viel zu schwer für meinen Satin ist. Ich hatte ständig Angst dass irgendwo eine Naht reißt.
– Geduld, Geduld, Geduld
– Und dann natürlich neue Techniken wie Paspelknopflöcher

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Jetzt fühle ich mich so ein bisschen im Vakuum. Auf dieses Projekt habe ich ja seit meinem zweiten Rock hingearbeitet – und jetzt ist es vorbei. Was nun? Eigentlich bräuchte ich ja mal einen ordentlichen Wintermantel 🙂
Aber ich glaube ich werde erstmal kleiner Projekte angehen. Der Hobbybrauer hat sich T-Shirts gewünscht und davon könnte ich auch einige gebrauchen und jetzt wo der Herbst vor der Tür steht vielleicht auch einige Longsleeve shirts. Mal gucken was der Herbst so bringt.

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Yes, it’s done. One and a half day before the wedding, the dress was finished. To be honest, I wasn’t sure if I would be selfconfident enough to wear it but my mom and the homebrewer encouraged me and so I went for it. At first I really felt self-conscious (just like the first time I was wearing a selfmade garment: „Waaaah, everybody is staring at me“) but after I got some really nice compliments from the ladies of the chronologically advanced generation that strange feeling vanished very quickly. I think the nicest compliment I got that day was: „You are wearing the second most beautiful dress“ 😉

I learned a lot during the process of sewing that dress. I also think I overestimated my skills a bit, especially in combination with the slipper and tricky fabric. So watch out what fabric you are choosing.
Also the interfacing with organza. It might be of higher quality, but organza is slippery and the fabric even more – together they are a nightmare for each neck facing.
The first time I did bound buttonholes – I’m not sure I’ll do them again that quickly. More practice.
And most important: patience, patience, patience

Now I’m feeling a bit in a vacuum. That dress was on my mind since I made my second skirt and now it’s done. What’s next? Mabe a coat. I think I continue with pacticing and strenthening my current skills with smaller projects before embarking into a new large sewing adventure.

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Handtasche und Gürtel sind selbstgemacht, der Post dazu befindent sich hier. Die Handschuhe sind gekauft.
Wer sich für die Entstehungsgeschichte des Kleides interessiert findet das Probemodell hier, die Schwierigkeiten beim Zuschnitt, der erste Zwischenstand und die Knöpfe und Details.

Verlinkt beim RUMS

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{Projekt Kleiderschrank} Vogue 9105 – Knöpfe und andere Details

So, ich bin zurück aus der Sommerfrische („Frische“ im wahrsten Sinn des Wortes) und weiter geht’s mit meinem Kleidergroßprojekt.

I’m back from summervacation! And now, let’s continue assembling the dress.

Heute geht es um die Details.
Die Knöpfe haben mich einige Nerven gekostet. Ich glaube, ich habe sie 5 mal wieder abgemacht und neu platziert – immer erst nur mit drei Stichen fest gemacht um dem Stoff (der ja auf Nadeln undankbar mit Fädenziehen reagiert) zu schonen und zu gucken ob es passt. Irgendwann hatte ich es dann halbwegs stimmig. Beim nächsten Mal, sollte ich definitiv vorher die Knöpfe mit der Größe der Knopflöcher abgleichen – möglichst noch auf dem Schnittmuster. Hier hatte ich „Glück“ und die Knopflöcher waren etwas zu groß (aber das kann man ja zusammennähen) – sie hätten auch zu klein sein können…

In this post I’ll be covering the details.
Buttons. Phew – I was at the verge of a nervous breakdown after the 5th time I replaced the buttons. I only tacked them to the (very delicate) fabric with three stiches to go as easy on the fabric as possible. Next time I should definitively adjust the size of the buttonholes to the size of the buttons already on the pattern. I was „lucky“ that my buttonholes were slightly too large which can be fixed – they could have been to small either.

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Auf der Rückseite wird die Frontblende eingeschnitten und die Knopflöcher umnäht. Es sieht furchbar aus – beim nächsten Mal mache ich, glaube ich, einfach nur ganz normale Knopflöcher.
Zudem hatte sich die Vorderseite auch noch total verzogen. Hier war der Punkt an dem ich kurz davor war alles hinzuwerfen und mir noch 3 Tage vor der Hochzeit ein Kleid zu kaufen.

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The back of the front facing is cut in where the button holes are and sewn to the holes. It looks horrible – I really think next time I’ll just do regular button holes. The front is completely distorted. This was the moment I was ready to throw everything into a corner and buy a dress – 3 days before the wedding.

Da der Halsausschnitt etwas unmotiviert abstand, habe ich da noch ein bisschen getrickst und einen kleinen Druckknopf angebracht.
Am Innengürtel (aus Ripsband) habe ich zwei kleine Häkchen befestigt. Ich war erst skeptisch, aber so ein Innengürtel ist eigentlich ein prima Sache. Irgendwie sind sie verkehrt herum, aber macht nix, sie erfüllen ihren Zweck.

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The neckline wasn’t exactly like it was supposed to be, so I cheated a bit by sewing on a tiny snap button.
The belt on the inside is closed with two little hooks. I was sceptical at first but I really like the fitting with the inside belt (made from grosgrain ribbon).

Bei Saum, muss ich zugeben, habe ich die falsche Wahl getroffen. Ich bin momentan so fasziniert vom Versäubern des Saumes mittels Schrägband, das ich mich total auf diese Option versteift habe. Das Schrägband habe ich erst mit der Maschine rechts auf rechts angenäht und dann auf der Rückseite per Hand mittels Blindstich befestigt. Dadurch dass das Schrägband wesentlich stärker ist als der Stoff, steht der Saum jetzt etwas ab. Vermutlich wäre es besser gewesen einen ganz schmalen Saum zu machen und den mit Blindstich festzunähen.
Ich hatte auch echte Schwierigkeiten, die Länge gleichmäßig hinzubekommen – so dass die Überlappung bei der Knopfleiste nicht rausschaut. Wie macht man das ohne Rockabrunder? Ich konnte den Hobbybrauer letztlich dazu motivieren mit dem Zollstock nachzumessen, ob der Abstand zum Boden halbwegs überall gleich ist während ich das Kleid anhatte. Es gab eine kleine Diskrepanz von ungefähr 2 cm über den gesamten Verlauf gerechnet, aber die habe ich für vernachlässigbar gehalten.

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The hemline was a lot of trouble. At first I didn’t really know how to make it even and prevent the overlapping of the bound-button closing from sticking out. The homebrewer assisted me with a folding meter stick by measuring the distance from hemline to ground. I guess a discrepancy of 2cm is neglectable?
I must admit, the method of finishing the hemline with biasbinding was the wrong choice. I’m recently obsessed with finishing hemlines with bias tape and wanted to do it here as well. I stitched the bias tape right side on right side using the sewing machine and sewed it to the left side by hand using blindstitches. The bias tape is to stiff for the thin fabric so the hem is sticking out a bit. The better choice would have been a narrow hem with blindstitch.

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{Projekt Kleiderschrank} Vogue 9105 – Ein erster Zwischenstand

Ich kann vermelden: Das Kleid ist erfolgreich zusammen gebaut. Ich hoffe nur inständig, dass es nicht völlig verzogen ist. Versucht mal Abnäher zu nähen, wenn sich der Stoff ständig in sämtliche Richtungen davon bewegt. Noch dazu kommt, ich kann nicht wirklich mit Stecknadeln (ich hab erstmal Clipse bestellt – mit 10 kommt man nicht so weit) arbeiten – man muss höllisch aufpassen, dass man nicht irgendwelche Fäden zieht oder Maschen laufen lässt. Ganz verhindern konnte ich es nicht, obwohl ich mir extra noch Microtex Nadeln gekauft habe und mit Stärke 60 genäht habe.

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Es soll mir eine Lehre sein: Augen auf bei der Stoffwahl – Schönheit sollte nicht das einzige Auswahlkriterium sein.

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I successfully managed to sew the dress together. I just hoe it’s not completely detoriated. Try sewing darts when the fabric is moving in all directions. What is more I can’t really use pins because if you are not careful you might pull some theards accidentally. It still happened at some places although I especially got some Microtex needles and used the smallest size in the package (60).
This should teach me something about choosing my fabric – beauty shouldn’t be the only criteria.

Die Ärmelmanschetten sind auch bereits angenäht und als erstes habe ich sie natürlich verkehrtherum angenäht – weil ich mal wieder zuviel darüber nachgedacht habe. Als ich es gemerkt habe, hatte ich natürlich grade die Nahtzugabe zurückgeschnitten. Nach einmal kurz panisch im Kreislaufen, habe ich alles gaaaaanz vorsichtig wieder abgetrennt und dann erst Mal was anderes gemacht. Beim zweiten Versuch lief dann zum Glück alles glatt – ich glaube sonst, hätte ich an der Stelle schon aufgegeben.

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Innenseite mit Ärmelbeleg / Inside of the sleeve with interfacing

The cuffs are also already in and of course I did it the wrong way first because I was thinking too much about which way to put it. When I realized my mistake I just finished cutting back the seam allowance. I carefully took the sleeve apart again and did something else. The second try was much more successful. Otherwise I think, I would have given up at this point.

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Im nächsten Schritt wurden Frontbeleg und Rockversteifung angebracht. Das hat etwas Grübelei erfordert, denn die Anleitung redet immer nur vom rechten Frontteil – es ist aber im selben Arbeitsschritt auch das andere Teil gemeint. Man muss übrigens auch selbst ans Versäubern denken, denn das wird mit keinem Wort in der Anleitung erwähnt.

The next step was attaching the front facing and the skirt stiffening. I found it a bit tricky, because the instruction only mentions the right side of the front – but you need to do it on the left part at the same time. Don’t forget to neaten the raw edges because this step is not mentioned at all.

Im nächsten Schritt werden dann die Knopflöcher fertiggestellt und die Knöpfe angenäht.
The next step will be buttons and buttonholes.

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Das Glück ist bekanntlich mit den Tüchtigen 😉

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{Projekt Kleiderschrank} Vogue 9105: Jetzt wird’s ernst

Mein aktuelles Projekt an diesem (Crea-)Dienstag.

Das Probemodell ist fertig und passt soweit. Nun geht es an’s Eingemachte.
Ursprünglich wollte ich mir mal ein bordeauxrotes Kleid nähen, aber für eine Sommerhochzeit erschien mir die Farbe dann doch zu schwer.
Daher habe ich noch einmal umdisponiert und mich für diesen hübschen Satinstoff von Stoff&Stil entschieden.

I finished the testgarment and now I’m ready for the real deal. Originally I wanted to use a bordeaux colored sateen but it looked too much for a summer wedding. Instead I’ve choosen this pretty sateen fabric from Stoff&Stil.

Schon als ich den Stoff ausgepackt habe, wusste ich, dass es ein harter Kampf wird, ich glaube, ich habe noch nie sooo rutschigen Stoff in der Hand gehabt und er ist zudem noch dünner als ich erwartet hatte.

I immediately knew that this will be a difficult task when unwrapping the package. I don’t think I’ve ever had a slippery fabric like this in my hands and it’s more lightweight than expected.

Um den Stoff auslegen zu können musste ich im Schlafzimmer einige Möbel verrücken – es war jede Menge Stoff. Um ihn zu zähmen habe ich ihn kurzerhand mit Malerkrepp auf dem Boden festgeklebt und großzügig von der Sprühstärke Gebrauch gemacht. Trotzdem war genauso schwer fassbar wie Wasser – er hat gemacht was er wollte.

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I had to move some furniture in the bedroom in order to lay out the fabric. It was a lot! The fabric behaved almost like water so I taped it to the floor using some masking tape and a lot of spray starch – the fabric still did what it wanted.

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Ich hoffe inständig, dass ich den Stoff beim zuschneiden nicht zustark verzogen habe.
Als Einlage wird Organza verwendet, die ich auch schon auf den entsprechenden Belegen festgeheftet habe. Ich hab mich ein bisschen gewundert warum keine selbstklebende Einlag verwendet wird, aber da das Schnittmuster eine Reproduktion von 1954 ist, konnte ich mir die Frage selbst beantworten. Die wird’s einfach noch nicht gegeben haben.

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I just hope that the fabric didn’t distort too much while cutting.
Organza is used for the interfacing and I already tacked it to the according pattern pieces. I wondered a bit why they didn’t use iron-on interfacing but I ould answer the question myself. Since the pattern is a reproduction from 1954 – I guess there was no such thing.

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Die Knopflöcher kamen als nächstes an die Reihe und sie haben mich ziemlich Nerven gekostet. Zunächst habe ich den Beleg verkehrt herum auf den Stoff übertragen … und mich gewundert warumes nicht passt. Hier ist es ziemlich hilfreich, wenn man sich die „Center Front“ Linie auf die Stoffteile mit überträgt. Dadurch dass der Stoff so rutschig ist, konnte man ihn kaum ordentlich in Falten legen. Also einen Schönheitspreis gewinnen sie nicht, aber sie sind drin.

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The bound buttonholes were quite nerve racking. At first I copied the buttonhole part to the wrong side od the fabric – of course it didn’t fit. I found it quite helpful to copy the „center front“ line onto the fabric. Because the fabric is so slippery, it was all over the place and I couldn’t get the folds a neat as I wanted to. They are not pretty, but they are in.

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So sieht es jetzt aus, als nächstes wird das Kleid zusammengesetzt.
That’s how it looks now. Comming up – I’ll put the dress together.

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{Projekt Kleiderschrank} Vogue 9105 – Das Hochzeitsgastkleid – Probemodell

Alle anderen Projekte (sprich: FUSSA16) mussten jetzt erst einmal zu Gunsten des Großprojektes Hochzeitsgastkleid hinten angestellt werden. Die Zeit drängt, Deadline ist der 30. Juli und das Probemodell ist soweit fertig.

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Ich befürchte, ich habe mich da ein bisschen übernommen. Ich glaube, dieses Kleid liegt so ein bis zwei Level über meinem bisherigem Kenntnisstand aber ich habe mich durchgeninjat.

Zu aller erst musste ich erstmal eine ganze Weile darüber nachgrübeln, wie das wohl mit dem Auflageplan für die Schnitteile gemeint war. Warum bitte soll ich denn den Stoff drehen? Bis es mir dann irgendwann (nach 30 Minuten Kopf kratzen) klar wurde. Der Stoff liegt nicht längs Webkante auf Webkante, wie das bei mir bis jetzt meistens der Fall war, sondern quer. Und da ist dann natürlich klar, warum der Stoff in der Hälfte durchgeschnitten und gedreht werden muss – sonst steht das Muster auf dem Kopf.
Das nächste Problem. Wo lege ich den Stoff aus? 5m längs gefaltet hätte ich im Flur untergebracht, aber quer? So breit ist er dann doch nicht. Ich hab dann im Schlafzimmer das Bett und diverse andere Möbel verrückt und so ging es dann.
Wie macht ihr das mit großen Stoffstücken?

Nun, für mein Testmodell war jetzt die Stoffrichtung nicht so ausschlaggebend, aber diesmal habe ich mir direkt Mühe gegeben.
Der erste Akt waren die Knopflöcher. Dachte ich ja noch eine ganze Weile, dass es sich dabei um ganz normale Knopflöcher handelt und deshalb habe ich die Markierungen nur mit einem Strich übertragen. Eine Anmerkung zu den Markierungen – davon ist jeder einzelne Kreis, Viereck und jedes noch so kleines Dreieck wichtig, also alles schön übertragen und nicht so schludrig wie ich, nur die Knipse und die großen Kreise….
Ich musste allerdings schnell feststellen, dass es bei weitem keine gewöhnlichen Knopflöcher waren und hatte jede Menge „Hä?-Wie jetzt Momente“ was die Faltung des Stoffstückes anging.
Eine Googel-Such nach „Verstürztes Knopfloch“ brachte überraschende Ergebnisse. Die Dinger nennen sich Paspelknopflöcher und ein hervorragendes Tutorial gibt es hier. Wieder was gelernt.

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Die Knopflochklippe erfolgreich umschifft (ja, sie sind jetzt nicht schön, aber ich habe sie auch mehrfach wieder aufgetrennt) haben sich die Kleiderteile eigentlich recht einfach aneinander nähen lassen. Unterm Arm wurde es nochmal ein bisschen fummelig mit diesen putzigen Verstärkungsvierecken aber klappte erstaunlich gut. Leider kann man das Kleid zwischen durch nicht einfach mal so anprobieren, erst wenn alles zusammengenäht ist, da Ober- und Unterteil ja ein Schnittteil sind. Im Endeffekt hab ich im Rückenteil noch 1 cm rausgenommen.

Bei den Taschen war ich wieder verwirrt, weil da nur der Mittelteil (zwischen Punkt und Viereck) angenäht wird, das hat alles überhaupt keinen Sinn gemacht. Ich hab’s einfach irgendwie angenäht, wie ich es für richtig gehalten habe. Ich muss dazu sagen, dass sie deutsche Übersetzung katastophal ist – Sorry, aber Computerübersetzungsprogramme ist nicht die Lösung für alles. Ich sage nur „Und drücken sie den knopf Macht“….

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Interessant wurde es mit der Rockversteifung. Alle Blogs, die ich gefunden habe, wo über das Kleid berichtet wurde, haben diesen Versteifungsteil weggelassen. Allerdings ist mein Kleiderstoff relativ dünn, also wollte ich den ungern weglassen. Es soll ja auch ein bisschen festlich aussehen.

Ich habe ein Rest Bettlaken (der schwarze Stoff) genommen um den Versteifungsteil zu simulieren und habe nur den oberen Teil zugeschnitten, damit ich verstehe wie das angenäht wird. Jetzt war mir auch klar, warum die Taschen so komisch angenäht werden, weil dann die Versteifung dann noch eingeschoben wird. Allerdings habe ich beim festnähen gepennt und die Taschen prompt zugenäht…

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Mit dem Ripsband/Gürtel wusste ich bis zur Anprobe nicht, was ich davon halten sollte. Ich empfehle, sich nicht nach der Schablone (obwohl es nett ist, dass sie eine dazugegeben haben) zu richten sondern die eigenen Taillenmaße + 5cm zunehmen. Ich hab mich nach der Schablone gerichtet und es war zu kurz – kürzer machen geht immer. Aber die Idee ist gut, damit sitzt das Kleid gut auf Taille.

Beim Sommer-Rock-Sew-Along ging es im dritten Treffen um Details und unter anderem um Säume. Also habe ich beim Saum ein bisschen mit Schrägband und Blindstichen geübt. Das gefällt mir eigentlich ganz gut, mal sehen ob ich was in der passenden Farbe finde.

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Mit der Maschine angenäht

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Mit Blindstich angenäht

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Und beides nochmal von vorn

Die Sache mit dem Frontbeleg und dem Saum habe ich allerdings weder im Deutschen noch im Englischen verstanden. Was genau soll ich hier machen?
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Soweit ich das verstanden habe, soll damit der Saum sauber versteckt werden aber wie ich das machen soll ist mir ein Rätsel. Vor allem „Wie gezeigt…“ ich kann auf dem Bild nix nachvollziehen.

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So nicht, glaube ich…

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So siehts angezogen aus.
Ich habe den Saum noch um ganze 15cm gekürzt.

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Ich hab mit noch einen Petticoat im Schlussverkauf geleistet.
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So und jetzt noch schnell ab zum Me-Made-Mittwoch damit

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