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Zeitschriften Sew Along mit Burda: Das große Finale

Es ist soweit, mein erster Sew Along geht zu Ende und ich muss gestehen, ich bin schon ein bisschen stolz 🙂

Ich hatte mir ja mehrere Modelle aus der April-Burda ausgesucht: Top 109, Top 118 und Rock 113.
Den Rock hatte ich ja schon frühzeitig wieder aus meiner Auswahl entfernt, da ich so meine Zweifel hatte, ob mir ein Bleistiftrock überhaupt steht. Der Bleistiftrock, der sich in meinem Kleiderschrank befunden hat, war nämlich ganz und gar unvorteilhaft.

Über Top 118 habe ich ja schon beim letzten Treffen berichtet, da habe ich noch eine kleine farbliche Änderung vorgenommen, die ich gleich noch im Anschluss vorstellen werde. Zunächst aber erstmal zu Top 109.

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Hier habe ich kein Probemodell gemacht, da es sich ja bei meinem Stoff um einen Viskose-Jersey mit Stretch handelte, dachte ich mir, wird schon irgendwie passen. Ich habe allerdings die beiden Schnittmuster in der Weite nochmal verglichen. Modell 109 ist deutlich schmaler ausgelegt als 118. Obwohl ich ja beim letzten Mal schon meine Zweifel hatte, ob meine Maße wirklich Burda-konform sind, habe ich doch nochmal Große 44 zugeschnitten und mich damit an die genau an die Maßtabelle gehalten. Mmmm, was soll ich sagen. Wieder zu groß. Ich bin auf beiden Seiten nochmal gut 2 cm reingegangen. Also entweder lasse ich beim nächsten Mal die Nahtzugabe einfach weg oder schneide gleich eine Nummer kleiner zu. Das Shirt sitzt immer noch sehr locker.

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Nähen ging diesmal schon deutlich einfacher und ich bin mächtig stolz auf meine Trudi, dass sie mit dem Jersey so gut klar gekommen ist. Keine Angst vor Jersey-Stoff 😉 – T-Shirts ich komme!

Allerdings hatte ich immer wieder so ein bisschen den Eindruck, dass die Burda wichtige Zwischenschritte unterschlägt. Oder zu mindest Schritte, die einer erfahrenen Näherin vielleicht klar sind, mir als Anfänger aber leider nicht. Zum Beispiel habe ich mich sehr lange gefragt was denn nun eigentlich mit meiner Wasserfallfalte wird, die ich zwar brav zusammengeheftet hatte, die dann aber da so rum hing. Irgendwann so gegen Schluss ist mir aufgegangen, dass ich die mit an den Schulternähten hätte festnähen sollen. Hier wäre ein kleiner Hinweis doch sehr hilfreich gewesen. Ich hab’s dann einfach mit der Hand festgenäht.

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Außerdem hatte ich vergessen das Formband aufzubügeln, aber das ist mir zum Glück vor dem Schließen der Seitennähte und dem Annähen des Loopteils aufgefallen, da konnte ich noch einfach nacharbeiten. Das Stück zum Annähen des Loops würde ich beim nächsten Mal vielleicht noch etwas länger machen. Statt der angegebenen 10,5 cm vielleicht 14,5 – 15 cm veranschlagen.

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Und dann muss ich noch erwähnen, dass ich zum ersten Mal mit einer Zwillingsnadel genäht habe *Stolz-wie Oscar*, ein bisschen mulmig war mit mit diesem gefährlich aussehenden Ding schon – aber alles Super und ein nahezu professionell aussehender Saum 🙂

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Ach ja, den Armausschnitt habe ich auch noch etwas verengt, da er doch sehr groß war und man fast das komplette BH-Band sehen konnte.

Mein Fazit. Also erstmal Danke an BuxSen für das organisieren dieses Sew Alongs, das hat mich wirklich motiviert mal den ein oder anderen Schnitt aus der Burda auszuprobieren. Ohne ein bisschen Druck bleibt es ja meistens nur beim „wollen“ und „eigentlich könnte ich doch mal“. Allerdings muss ich auch gesetehen, dass ich von der Burda jetzt erstmal die Nase voll habe. Für Anfänger ist das ewige gerätsel „Wie die Burda das wohl meint“ anstrengend, denn meistens fehlt noch das Know-How, wie man das Problem noch lösen könnte. Die Mai-Ausgabe habe ich zwar durchgeblättert, aber nicht gekauft. Sattdessen, habe ich mir mal die neue Nähtrends (Patrones) und die Fashion Style (Knipmode) zugelegt – mal sehen wie die das so mit ihren Beschreibungen halten.
Allerdings muss ich auch sagen, dass ich mit diesen beiden Modellen unheimlich viel gelernt habe und tatsächlich bin ich ziemlich happy, dass ich zwei tragbare Oberteile genäht habe. Nach dem ich das Zweite fertig hatte, hatte ich für den Rest des Abends ein Dauergrinsen im Gesicht.

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Und jetzt nochmal zurück zu Top 118.
Ihr erinnert Euch, dass ich mit der Farbe nicht ganz so glücklich war.

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Nun in der Nacht kam mir der Gedanke, dass ich es ja umfärben könnte (und diese Idee hatten auch einige in den Kommentaren geäußert). Erst dachte ich, dunkler färben und vielleicht ein orientalisches Muster mit Stoffmalfarbe aufstempeln.
Und dann, so kurz vor dem einschlafen, schoss mir noch der Begriff Shibori durch den Kopf. Äh Shibori? Wo kam das denn her? Das Unterbewusstsein ist doch eine komische Sache.
Aber ja, irgendwann Ende des letzten Jahres hatte ich mal einen Artikel über die japanische Färbemethode Shibori gelesen. Also hab ich mir fix nochmal die Seite herausgesucht (beide auf Englisch) und bin zu Werke gegangen.

Wer sagt denn, dass man unbedingt Indigo nehmen muss. Ich habe mich für ein dunkles Violett (Simplicol – in der Drogerie nur halb so teuer wie bei Idee, übrigens) entschieden.
Shirt abgebunden und Steine mit eingeknotet und ab in den Farbeimer damit. Ich meine, noch viel schlimmer kann es ja kaum werden.

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Aber ich finde, das Resultat kann sich durchaus sehen lassen.

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Batiken ist eine spannende Sache, man kann sich bis zum Schluss nie so wirklich sicher sein, wie es aussieht. Glücklicherweise gibt es dabei kein falsch und richtig.

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Besser, oder?

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Jetzt bin ich mal gespannt wie lange die Farbe hält. Ich habe sie zwar fixiert, aber mir scheint, dass in meinem Stoff doch ein Kunstfaseranteil drin ist. Da der Stoff aus der Restekiste ist und auf dem Zettel nur ‚BW‘ drauf stand, kann ich das nicht mit Genauigkeit sagen.

Jetzt werde ich noch meine Mittwochsrunde zum Me-Made-Mittwoch machen, mich in die finale Modenschau bei BuxSen einreihen und weil es so gut passt auch noch mit meinem Zebra-Look bei den 12 Letters of Handmade Fashion vorbei schauen, dort ist die Hostess für den April Buchstaben Z Fredi von Seemannsgarn. Last-Minute sozusagen.

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{Projekt Kleiderschrank} Rock Delphine / Delphine Skirt

Ich nähe mich weiter durch das Buch „Liebe auf den ersten Stich„. Schön finde ich, dass die einzelnen Kapitel aufeinander aufbauen und man so nach und nach seine Fähigkeiten weiter entwickeln kann.

I continue sewing my way through the book „Love at first Stitch„. I think it’s really neat that all the chapters are correlating with each others. With each chapter you learn something new and can improve your skills.

Eigentlich sollte Delphine ja mein Buchstabe für die 12-Letters of Handmade Fashion vom März werden. Der Anker-Druck und die A-Linie hätte hervorragend gepasst – aber leider ist er nicht rechtzeitig fertig geworden.
Dafür hatte ich ihn dann zum Wollefest letztes Wochenende fertig und konnte ihn ausführen (Bericht folgt demnächst).

Mit diesem Schnitt habe ich gelernt, wie man ein bisschen an Schnittmustern rumdoktorn kann, damit das fertige Kleidungsstück dann besser passt und das Buch ermuntert einen ja auch regelrecht dazu.
Ich habe schon beim letzten Schnitt festgestellt dass ich bei Tilly and the Buttons genau zwischen Größe 5 und 6 liege und diesmal habe ich mich auch getraut mir eine Zwischengröße einzuzeichnen. Außerdem habe ich den Rock um 5 cm verlängert.

This pattern taught me how to change things in order to get a better fit on the finished garment. The book also encourages you to do so. Already with the last pattern I noticed that I’m exactly in between size 5 and 6 and this time I had the courage to add an intermediate size. I also added 5 cm to the length.

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Anfangs konnte ich der Anleitung noch gut folgen. Sogar das Einnähen des Reißverschlusses hat gut geklappt. Auch wenn ich jetzt auf den Fotos gesehen habe, dass er minimal schief ist. Aber dann kam Schritt 9 und ich wusste gar nicht mehr was die von mir wollten. Ich konnte die Anleitung einfach nicht nachvollziehen und bin fast verzweifelt. So schwer kann es doch nicht sein. Dann kam der Trotz und da ich mir ungefähr denken konnte wo es hinführen sollte, hab ich dann einfach so gemacht, wie ich es für richtig gehalten habe. Das Ergebnis ist sicher nicht das, was es sein sollte. Aber von außen sieht es ganz passabel aus (okay, die Rückseite ist schief) und innen weiß niemand außer mir 😉 Vielleicht verstehe ich es irgendwann später mal und dann lache ich drüber.

At the beginning the instructions were easy to follow. Even sewing in the zipper went quite smoothly – although I noticed on the photos, it’s a bit crooked. However then I encountert step 9 and I simply didn’t understand what I was supposed to du. It just made no sense in my head. I was quite frustrated – it couldn’t be that hard, could it? I just didn’t get it. I defiance I just did something how I thought it was supposed to look in the end. I’m sure it’s not what it was supposed to be but it looks okay from the outside (with a crooked back admittedly) and nobody knows the inside except for me 😉 One day I might understand what was meant in step 9 and then I will laugh about it.

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Beim Tragen habe ich festgestellt, dass ich definitiv einen Unterrock brauche. Zumindest mit dicken Strumpfhosen macht der Rock komische Sachen beim Laufen und der Bund ist auch noch nicht optimal. Er steht an den Hüften ein bisschen ab. Ich bin mir noch nicht sicher, ob es irgendwann mal eine Wiederholung gibt. Das nächste Projekt aus dem Buch wird Kleid „Megan“ sein. Da freu ich mich schon drauf aber vorher nähe ich mal noch meine beiden Oberteile für den Burda Sew Along bei BuxSen.

When wearing th skirt, I noticed that I need da half-slip – atleast when wearing it with tights. I does some funny things when walking. Also the waistband is not yet perfect – there are some little gaps on my hips. I’m not yet sure if I will do the pattern again one day but next up is the Megan dress and I’m looking forward to it. However first I will sew the two tops for the Burda-Sew Along.

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Ich schicke meinen Rock heute zum Me Made Mittwoch und außerdem zu der tollen Schlummerschnitt-Aktion bei LaLilly. In den knapp 4 Monaten, die ich jetzt nähe, haben sich natürlich noch nicht so viele Schnitt angesammelt – aber das Buch stammt aus meiner Material Anhäufungsphase vom Anfang meines Weges 🙂

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Anker-Stoff von Buttinette
Nahtverdeckter Reißverschluss bei neocreo.com

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{12 Letters of Handmade Fashion} W wie Wolltuch

(Please scroll down for English)

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Als ich von der 12 Letters of Fashion Aktion drüben auf  dem tollen Tweet & Greet- Blog von Selmin gelesen habe, war ich sofort Feuer und Flamme. Was liegt da näher als W wie Wolle. Ich liebe solche Challenges.

Im Januar war ich ja ohnehin mit meiner Häkelnadel im Wollehaufen verschwunden und so habe ich mich an mein allererstes Dreiecktuch nach einer Anleitung aus der Simply Häkeln 03/15 gewagt.

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Bis jetzt habe ich ja nur Kleinteile wie Mützen, Amigurumi-Figuren etc. gehäkelt und dieses Jahr wollte ich auch ein paar größere Sachen ausprobieren. Den Anfang hat dieses Tuch gemacht, einen Pullover habe ich auch noch in der Warteschlange.

Das Muster war wirklich einfach zu häkeln, ich habe statt der vorgeschlagenen Wolle mit Drops Alpaca in der Farbe Teal (2919) (50g/167m) und Nadelstärke 4,5 gehäkelt. Ich musste auch einen Rapport weniger als angegeben häkeln weil die Wolle nicht gereicht hat – aber sei’s drum.

Mein größtes Problem war dann eigentlich das Spannen. Ich habe bei mir in der Wohnung nur Laminat, also fiel Spannen auf Teppichboden aus und ein Gästebett habe ich auch nicht zur Verfügung. Nachdem ich verschiedene Methoden recherchiert habe, habe ich mich letztendlich doch dafür entschieden in Spanndrähte zu investieren – und auch gleich noch in eine preiswerte Puzzelmatte.

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Ich glaube der Einsatz hat sich gelohnt, weil ich mir auch schon das nächste Tuch ausgesucht habe und die Drähte nehmen ja auch nicht sooooo viel Platz weg.

Ich bin sehr zufrieden im meinem Erstlingstuch und werde es mit Freude tragen.

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I love challenges and this year I decided to take part in the „12 Letters of Handmade Fashion Challenge“ over on Selmin’s blog Tweet & Greet.
For me it was the first time I made something larger than a hat or some Amigurumi toys. For this year I planning to make some clothing like a cardigan or a pullover but I figures it would be easier to start with some accessoir – so I made a scarf. It’s my first ever triangle scarf. The pattern was easy enough although I had to skip the last pattern repeat because I ran out of yarn. Anyways. The yarn I used is Drops Alpaca in teal (2919) (50g(1.8oz)/167m(183yds)) and a No. 4.5 crochet hook.
My largest problem was in fact blocking. I don’t have a carpet in my apartment (or a large guest bed) so after some to and fro I decided to invest into some blocking wires at last. The next scarf is already in the planning stages.
All in all I’m quiet satisfied with my first scarf 🙂

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