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[Auf meinem Arbeitstisch:] KW 43 – Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen

Diese Woche habe ich viel Zeit auf Arbeit verbracht, daher konnte ich bei meinen Projekten nur geringfürgigen Fortschritt verzeichnen.
Bei meinem Häkelpullover bin ich ein Stück weiter gekommen. Der zweite Ärmel ist im zweiten Anlauf nun endlich fertig und hat auch die gleiche Größe wie der andere Ärmel. Die Schulternähte habe ich auch schon geschlossen. Jetzt versuche ich grade zu entschlüsseln, wie ich das Halsbündchen machen soll. Da stoße ich in der Anleitung auf etwas Verständniss-Schwierigkeiten und musste den Pullover heute erstmal beiseite legen.

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Mit Bluse Orla bin ich auch ein Stück weiter. Alle Teile sind zugeschnitten und die Abnäher sind auch schon genäht. Jetzt grübele ich grade über den Reißverschluss. Ich möchte ja gern einen Spitzenreißverschluss einnähen. Damit man die Spitze dann auch sieht, muss er ja auf die rechte Seite genäht werden aber das Reißverschlussende darf man auch nicht sehen, das muss wiederrum irgendwie versteckt sein. Noch habe ich keine richtige Idee. Da muss ich wohl erstmal googeln oder hat jemand Vorschläge?

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Nachwuchs gabs im Freundeskreis auch noch. Da muss noch ein Baby-Geschenk her. Ich hatte mal wieder Lust auf das Enten-Set. Das habe ich schon zwei Mal gehäkelt und es ist bis jetzt immer gut angekommen.

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Mit meinem Entspannungs-Herbstmandala-Stickprojekt habe ich auch einen kleinen Fortschritt zu verzeichnen. Die Fledermäuse waren etws schwierig. Soviele 3/4 Kreuzstiche habe ich bis jetzt auch noch nicht gemacht, war eine ganz gute Übung.

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Nächste Woche habe ich Urlaub. Wir machen „Projektwoche“, da hoffe ich auf ganz viel neuen Fortschritt 🙂

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[Auf meine Arbeitstisch:] KW42 – Geduldsprobe

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Juhuu, die Ärmel von meinem Häkelpullover sind auch fertig. Nur noch Dämpfen und zusammen nähen.
So dachte ich zumindest.
Denn seht Ihr was ich hier sehe?

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Wie konnte das nur passieren? Ich habe doch alle Reihen mehrfach akribisch nachgezählt und trotzdem fehlen unten jetzt gut 2 Zentimeter.
Ganz einfach, ich habe gepennt. Das graue Bündchen wir in halben Stäbchen mit Häkelnadel Größe 4 gehäkelt, der blaue Teil in Stäbchen mit Größe 4,5. Ihr ahnt es schon? Genau, ich hab beim Farbwechsel vergessen auch die Häkelnadel zu wechseln und habs natürlich erst gemerkt, als alles schon vernäht war und ich die beiden Teile zur Kontrolle so übereinander gelegt habe. Selbst schuld. Die Arbeit einer ganzen Woche umsonst, ich musste alles wieder aufribbeln und von vorne anfangen. Diesmal aber mit der richtigen Nadelstärke.

Und dabei hab ich mich so gefreut, dass ich fast fertig war. Hab mich schon auf neue Projekte gefreut.
Zum einen ist nämlich mein Wollpaket für meine Deckengroßprojekt gekommen.

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Zum anderen möchte ich auch gern wieder etwas sticken.
Ich hab dann trotzdem mit meinem Stickprojekt angefangen. Manchmal braucht man einfach auch ein bisschen Abstand und da ist es immer gut genug Projekte zur Auswahl zu haben.

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Dann habe ich noch mit Bluse Orla angefangen, da jetzt aber auch ein bisschen die Geduld verloren. Der Stoff zeigt sich nur wenig kooperativ. Die Viskose fällt super, ist aber damit auch ziemlich flutschig.

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Ich zieh mich jetzt erstmal in meine Couchecke zurück und sticke Kürbisse, das beruhigt die Nerven. Nagut, solange sich nicht wieder ein Megafitz auf der Rückseite bildet. Manchmal ist es aber auch wie verhext.

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Stich für Stich: Thimble Cottage

Den Sommer habe ich viel mit Sticken verbracht. Ich finde Sticken ist eine Superhandarbeit für den Sommer. Die Projekte sind meistens klein und handlich und man kann sie überall mit hinnehmen und zum Beispiel auch unterwegs (im Urlaub) seinen Hobbies nachgehen. Mit einer Nähmaschine ist das relativ schwierig.
Ich sticke schon seit einer geraumen Weile, einige der ersten Handarbeitsposts auf meinem Blog waren Stickprojekte und nur durch das Sticken bin ich überhaupt zum Nähen gekommen.
Diesen Sommer habe ich mich etwas mehr mit Kreuzstich beschäftigt. Fand ich vorher nicht so anziehend, die ganze Zählerei erschien mir immer unglaublich aufwändig.

Bis ich in England war und dort ein tolles Kreuzstich Magazin entdeckt habe. Voller frischer Muster, zeitgemäß und modern. Warum haben wir soetwas nicht? Zu Hause hab ich mir es dann noch zwei Mal gekauft. Es lebe die gutsortierte Bahnhofsbuchhandlung, aber da wird auf ausländische Magazine natürlich nochmal ordentlich aufgeschlagen. Also habe ich es kurzerhand aboniert. Am liebsten möchte ich alles daraus sticken :).

Angefangen habe ich mit der kostenlosen Beilage. Gibt es auch immer hübsche Sachen dazu, nicht so ein Schnullikram wie bei uns z.B. in den Simply…. Heften. Nach der drölften Häkelnadel ist auch mal gut, dann lieber gar nichts.

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Aber zurück zum Sticken. In Ausgabe 322 vom September war ein hübsches Nadelheft dabei, welches ich gleich nach gearbeitet habe. Nadelaufbewahrungsmöglichkeiten kann man schließlich nie genug haben. Der Hobbybrauer hat schon eine Phobie gegen Nadeln jeglicher Art, da er „ständig“ von irgendwelchen freilaufenden Stecknadeln auf dem Fußboden angegriffen wird.

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Das kleine Projekt hat mich mehrere Abende beschäftigt gehalten, aber ich muss sagen, trotz der ganzen Zählerei finde ich Sticken sehr entspannend und es ist unglaublich faszinierend, wie auf einem leeren Stück Stoff ein Bild entsteht.

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Noch mehr Projekte an diesem Dienstag gibt es beim Creadienstag Nummer 300 zu bewundern.

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[Auf meinem Arbeitstisch:] KW 39 – Häkelpullover und Hobbymesse

Mein Häkelpullover, den ich letzte Woche unterm Couchtisch gefunden habe, nimmt Formen an.
Das Rückenteil ist schon fertig. Er kam mir beim Häkeln teilweise etwas groß vor, aber ich täusche mich da ja auch oft. Insofern häkele ich jetzt erstmal fleißig am Vorderteil weiter.

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An diesem Wochenende fand in Leipzig die „Modell-Hobby-Spiel“ statt. Obwohl ich seit 2011 in Leipzig wohne, war ich noch nie auf der Hobby-Messe. Ich bin ja eher so der Buchmessegänger (obwohl ich in diesem Jahr geschwänzt habe) und als solcher rechne ich eigentlich mit vollkommen überfüllten Straßenbahnen, langen Schlangen an der Tageskasse (vorbeugend schon Online-Ticket gekauft) und Gedränge und Geschiebe in den Hallen. Dass wir beim Umsteigen am Bahnhof noch Sitzplätze in der Straßenbahn bekommen haben, hätte mich schon stutzig machen sollen. An der Tageskasse war die „Schlange“ mit einer Länge von 10 Personen auch überschaubar nur in den Hallen mit den populäreren Hobbies war es etwas voller; aber längst nicht die Ausmaße, die ich von der Buchmesse gewohnt bin. Man kann hier eigentlich schon regelrecht von einem entspannten Messebesuch sprechen.
Ich muss mich schonmal vor ab entschuldigen. Ich habe völlig vergessen irgendwelche Fotos zu machen.

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Da mein Interessenfeld klar abgesteckt ist, habe ich mich sofort auf den Weg in Halle 4 in Richtung Handarbeiten gemacht und der Hobbybrauer ist durch Halle 5 (aktuelles Interessengebiet 3D-Druck) gestöbert.
Es hat tatsächlich eine Weile gedauert, bis ich das Handarbeiten Areal gefunden habe (trotz der großen Fahne, die darüber hing). Es gab Unmengen an Bastelzubehör, Scrapbooking, was mir besonders aufgefallen ist waren die vielen Stände mit Stempeln. Ist das zur Zeit ein Trend? Nach dem ich mich am Puppen- und Teddybauen sowie Torten- und Back-Zubehör vorbei gearbeitet hatte war ich endlich bei den Handarbeiten angekommen. Und ich muss gestehen, ich war etwas enttäuscht. Außer den üblichen Verdächtigen, konnte ich jetzt nichts besonderes entdecken. Es gab Händlerstände mit Wolle, und die üblichen Jersey und Patchworkstoff Stände. Aber dass ich jetzt irgendwelche Hersteller wie Rico, DMC, Prym usw. gesehen hätte- Fehlanzeige.
Meine Interessenslage liegt aktuell eher beim Sticken. Da war ein großer Stand von Cross Stich Corner und noch ein weiterer Händler der Handarbeitsstoffe und DMC-Garne im Angebot hatte. Das war’s aber auch schon.
Ich habe mich fast eine Stunde bei Cross Stitch Corner aufgehalten. Ist ja auch schön, wenn man sich die Sachen auch mal genau ansehen kann und nicht immer nur online. War auch der einzie Stand bei dem ich im Endeffekt etwas gekauft habe.
Auf Stoffsuche war ich gar nicht erst – am Freitag ist in Leipzig ohnehin Stoffmarkt, da ist das Angebot definitiv größer.

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Nach 2 Stunden haben der Hobbybrauer und ich uns wieder getroffen (Halle 5 wurde wohl auch den Erwartungen nicht gerecht) und sind dann noch gemeinsam durch die restlichen Hallen geschlendert, um zu schauen womit andere Menschen so Ihre Freizeit verbringen. Modellbau in Halle 3 war durch die Eisenbahnfraktion ziemlich stark vertreten und in Halle 1 haben wir eine Weile beim Rennen der ferngesteuerten Rennautos zugesehen, das war recht witzig.

Alles in allem haben wir ungefähr 3 Stunden auf der Messe verbracht. Ich muss gestehen, ich hatte mir etwas mehr erhofft aber dafür muss ich dann wohl mal eine reine Handarbeitsmesse besuchen.

Á propos Sticken, diese Woche gab’s bei einem großen Discounter wieder Handarbeitsdecken im Angebot. Da musste ich gleich mal zuschlagen. Mit 6,99€ sind die ja quasi ein Schnäppchen, in der Regel bewegen sich die Preise für Handarbeitsdecken ja so bei um die 30,00€ rum. Nagut, bei Buttinette ist es etwas preiswerter aber auch immernoch um die 20,00€ rum. So eine Gelegenheit sollte man sich definitiv nicht entgehen lassen.

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[Auf meinem Arbeitstisch:] KW 38 – Ufos unterm Couchtisch

Willkommen zu meiner neuen Serie. „Derzeit auf meinem Arbeitstisch“, in der ich berichten möchte, woran ich so grade werkele.

Tatsächlich befinde ich mich grade zwischen den Projekten.

Noch kein neues Nähprojekt am Start und da dachte ich mir: Schaust du doch mal was hier noch so angefangen umherr schwirrt, vielleicht habe ich ja die Muse was zu beenden.

Da ich in der Regel (außer beim Nähen) gemütlich auf der Couch handarbeite, haben meine angfangenen Stick-, Häkel-, und seit diesem Jahr auch Strickprojekte die Tendenz sich unter dem Couchtisch zu sammeln.

Schaut mal was ich so gefunden habe:

Einen Pullover, angefangen irgendwann letztes Jahr im Herbst
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Einen Strickübungsschal mit rechten und linken Maschen. Ihr erinnert Euch, mein Jahresprojekt für dieses Jahr war Stricken lernen. Angefangen irgendwann im Januar; über den Sommer ist da nicht soviel geworden. Aber jetzt vielleicht wo es wieder kälter wird und Wolle einen neuen Reiz bekommt.
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Und noch ein Stickprojekt ist aufgetaucht (da fragt man sich doch wieviel Platz unter so einem Couchtisch ist). Angefangen offensichtlich letztes Jahr um die Weihnachtszeit rum. Naja, ist ja bald wieder, vielleicht bekomme ich es ja in diesem Jahr fertig.
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Ein neues Nähprojekt plane ich auch grade, ich brauche ganz ganz dringend noch ein paar langärmlige Blusen fürs Büro.

Diese Kandidaten stehen zur Wahl:
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Modell 42 aus Meine Nähmode 04/2017 Seite 33
Bluse 103 A/B aus Burda Style 06/2017 mit Nähschule auf Seite 46
Bluse Orla von Tilly & the Buttons aus England mitgebracht (wie noch 3 andere Tilly Schnittmuster *räusper*)
Bluse B6487 von Butterick Version D

Und das sind die Stoffe die ich in meinem Lager ausfindig gemacht habe:
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Ich muss noch ein bisschen drüber nachdenken.
Ich tendiere ja zu Butterick mit Kranich-Stoff oder zum Nähmoden-Schnitt mit dem grünen Botanik-Stoff.
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Was meint Ihr?

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Campingsaison

Bald geht sie wieder los, die Campings-Saison. Ich persönlich kann dem Campen/Zelten ja nicht allzuviel abgewinnen, was mich aber nicht davon abhält hüsche Accessoirs für Wohnwagenbesitzer zu fabrizieren.

Anstatt das Motiv direkt auf den Stoff/Geschirrtuch zu zeichnen, habe ich dieses Mal wasserlösliches Vlies (Soluvlies) benutzt. Es ist relativ durchscheinend, da lies sich das Motiv gut abpausen.

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Befestigt habe ich es mit Malerkrepp, die Variante mit Stecknadeln feststecken hat nicht soooo gut funktioniert.

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Dann habe ich die ganze Geschichte in meinen Stickrahmen gespannt.
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Auf das Motiv bin ich auf der Webseite von Lilipopo aufmerksam geworden und habe es  über den Etsy-Shop  bestellt.

Sticken dauert zwar, wegen der vielen Details recht  lange, aber die Stiche sind nicht allzu kompliziert.

Vorstich, Rückstich, Stilstich, Kettenstich, Plattstich, Kreuzstich und Knötchenstich – das sind zumindest die, die ich benutzt habe.
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Als ich fertig war, habe ich dann alles ins Wasser getaucht und siehe da: Dies Vlies hat sich binnen Sekunden wirklich restlos aufgelöst.
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Damit es ein Set wird, habe ich auch noch ein zweites Handtuch bestickt.
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Damit steht dem Urlaub im Wohnwagen – zumidest von geschirrtechnischer Seite nichts mehr im Wege.
Und auf zum Creadienstag mit meinen Handtüchern.

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Wenn Mensch sein zu kompliziert wird … wird es Zeit ein Einhorn zu sein

Letzten August habe ich von meiner langjährigen Brieffreundin Leeanne aus England, eine Nachricht bekommen, die mich sehr betroffen gemacht hat. Darin schrieb sie, dass die Ärzte bei ihr Brustkrebs im 4. Stadium entdeckt hätten, der sich schon durch den ganzen Oberkörper bis ins Knochmark ausgebreitet hätte. Die Ärzte gäben ihr noch 3-6 Monate und dass ich mich nicht wundern soll, wenn ihre Briefe plötzlich aufhören.

Nachdem ich den Brief gelesen habe, saß ich ersteimal gute 5 Minuten wie vom Blitz getroffen in der Küche, bevor ich in Tränen ausgebrochen bin. Ich habe Leeanne nie persönlich getroffen aber wir haben uns über Jahre hinweg mindestens 2 mal m Monat geschrieben, Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke ausgtauscht, unsere Probleme, Kummer und Freuden geteilt. Ja, ich denke, ich kann Leeanne als gute Freundin bezeichnen.

Wie reagiert man in so einer Situation? Für mich war es schwierig meine Gefühle in Worte zu fassen. Ich schrieb ihr, dass ich mir keine bessere (Brief-)freundin hätte wünschen können, dass ich Ihr viel Kraft und Mut für den bevorstehenden Weg wünsche, dass ich in Gedanken bei ihr bin und dass ich ihr wünsche, dass die „guten“ Tage die schlechten überwiegen. Bewusst vermied ich Floskeln wie „Das wird schon wieder…“  – denn das wird es nicht und niemand in solch einer Situation möchte diese leeren Worthülsen hören. Interessant, dass das Gehirn sofort zu Verdrängungsmaßnahmen greift, nur um nicht mit der harten Realität konfrontiert zu werden – ich hatte leider in den letzten Wochen, oft genug die Möglichkeit, dies bei mir selbst zu beobachten.

In ihrer Anwort zwei Wochen später, schrieb Leeanne mir dass ihr Neffe ihr eine Einhornpostkarte geschenkt hätte auf der stand: „If being a person is getting too complicated… time to be a unicorn“. Woraufhin ihr eine Freundin Einhornbettwäsche schenkte. So eine Vorlage konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen.

Also habe ich Nadel und Faden gezückt und angefangen zu sticken. Was benötigt ein Mensch, der weiß, dass seine Zeit hier nur noch auf ein Minium beschränkt ist? Ich dachte mir, ein Taschentuch ist immer ein gute Idee – außerdem lässt sich ein Taschentuch gut in einem Brief mitschicken. Klein und flach.

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Die Vorlage stammt aus dem Buch „Doodle Stitching – The Motif Collection“ von Aimee Ray

Vorgezeichnet habe ich das Motiv direkt mit so einem Frixion Pen auf den Stoff, da verschwinden die Linien einfach, wenn man drüber bügelt.

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Zu Weihnachten schickte ich dann noch ein kleines Päckchen mit selbstgemachter Marmelade, etwas Schoki für die Seele und einem handbestickten Waschlappen. Hätte nie gedacht, dass ich soetwas mal mache – aber ich finde Sticken sehr beruhigend und entspannend. Wie Zen Color nur mit Nadel und Faden statt Buntstiften.

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Die Vorlage habe ich hier gefunden. Eigentlich für Armbänder gedacht, aber auch für Kreuzstich-Zwecke sehr gut geeignet.

Die Rückseite zeige ich Euch auch noch. Hab mir viiiiel Mühe gegeben, damit es von der Rückseite auch ansehnlich ist.
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Sei immer du selbst.
Außer du kannst ein Einhorn sein, dann sei immer ein Einhorn.

Den letzten Brief von Leeanne habe ich übrigens Ende Januar erhalten…

Verlinkt beim Creadienstag.

 

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Nachtrag am 13.05.2017
Vor 2 Tagen habe ich einen Brief von Leeannes Partner bekommen, in dem er mir mitgeteilt hat, dass meine Freundin Leeanne am 22. April den Kampf gegen den Krebs verloren hat.

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Man sieht die Sonne langsam
untergehen und erschrickt doch,
wenn es plötzlich dunkel ist.

Franz Kafka

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Häschenetui / Bunny etui

Nicht nur dass bald Ostern ist, ich brauchte auch noch ein kleines Geburtstagsgeschenk für einen großen Häschenfan.

Auf der Suche nach Inspiration habe ich durch meine Zeitschriften geblättert und bin tatsächlich auch fündig geworden und zwar in dem Sonderheft aus der Simply … -Reihe: Fantastische Stick-Ideen. Das kleine Häschenetui hatte es mir schon damals angetan (aber ich war zu faul um alles mit der Hand zu nähen, ich gebe es zu) und jetzt mit dem richtigen Equipment war es schnell zusammen genäht. Die Stickerei ist selbstverständlich immer noch Handarbeit aber so kleine Projekte zwischendurch bringen frischen Wind in die Bastelstube.

Not only are we close to Easter Holidays, I also needed a little birthday present for a big bunny enthusiast.
I paged through my craft magazines and found a neat idea. An embroidered etui for pens – with a bunny of course.

In der Anleitung steht, dass man das Motiv auf die linke Seite zeichnen soll um es dann von links zu sticken damit man die Bleistiftlinien nicht sieht. Ähm, wie jetzt? ich frage mich ob die vorher ausprobieren, was die in der Anleitung schreiben. Natürlich habe ich nicht von links gestickt – sondern mir mit Trick-Marker das Motiv auf die rechte Seite gezeichnet und es dann ganz normal gestickt.

The instruction said you should embroider the motif from the left side to avoid pencil markings on the front. Who on earth is embroidering from the left? I wonder if they test what they write. Of course I didn’t embroider from the left, I’m not even sure how this is supposed to work, judging from how my left sides usually look. I used my trick marker to draw the motif on the right side and embroidered it the normal way.

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Wie man sieht, habe ich das Motiv auch zuerst aufgestickt und dann alles ausgeschnitten. War zwar jede Menge Stoff, lässt sich aber einfacher mit dem Rahmen handhaben.

As you can see, I embroidered the bunny first and cut the fabric afterwards. It was wa lot of fabric but it was easier to handle in the hoop.

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Für das Schwänzchen habe fand ich den Knötchenstich passender und beim nächsten Mal würde ich warscheinlich Augen und Barthaare zum Schluss aufsticken. Da mit dem Spannstic drum rum zugehen war eine ziemlich Friemelarbeit.

For the tail I used French Knots -I thought it’s more suitable than the satin stitch which was recommended. And next time I would do eyes and whiskers after finishing the face.

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Für das Grün von der Möhre habe sie geschrieben, es soll mit Nadelmalerei gestickt werden. Mmmh, das war mir zu dubios, ich habe mich für den Stielstich entschieden.

For the green part auf the carrot the instruction said to use needle painting. I used the stem stitch instead

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Man sieht hier noch das blau des Trickmarkers durch, aber einmal ordentlich unters Wasser gehalten und schon sind die Markierungen auch weg.

You can still see the lines of the marker but when you put it in water the markings will disappear.

Dann habe ich den Stoff entsprechend des Schnittes ausgeschnitten. Für den Futterstoff habe ich den Rest von meinem Frühlingsherbeiwünschungsrock genommen und als Einlage Vliesline H250.

I cut the fabric according to the pattern. For the lining I used the rest of my spring skirt and as interfacing I used Vliesline H250.

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Die Nahtzugabe habe ich noch einbisschen mit der Zackenschere zurück geschnitten. Mir war ohnehin nicht ganz klar warum die Anleitung „mindestens 2,5 cm Nahtzugabe“ vorgesehen hat. Das erschien mir doch sehr viel, vorallem wenn man es im nächsten Schritt auf 0,6 cm zurückschneidet. Ich habe 1,5 cm genommen, was völlig ausreichend war.
Dann wenden, die Ecken schön ausformen und die Wendeöffnung verschließen. Zum Schluss alles noch mal bügeln.

I cut the seam allowance with pinking shears. I didn’t understand why the instruction said to use at least 2.5 cm (1 inch) of seam allowance. Especially when you trim it to 0.6 cm (0.25 inch) in the next step. I used 1.5 cm (0.6 inch) seam allowance which was perfectly enough.

Beim Zusammenfalten habe ich mir dann die Stifte, die rein sollten als Vorlage genommen damit das Etui am Ende nicht zu klein wird. Die Seiten habe ich mit einem einfachen Vorstich in Rot (passt zum Futterstoff) zusammen genäht.

I used the pens as template for the size when folding the etui together and sewed the sides with a simple running stich in red.

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Die Druckknöpfe habe ich auch mit dem roten Faden angenäht.
Damit die Knöpfe richtig sitzen, habe ich eine Nadel durch alle Schichten gepiekt und dann an der Austritts- und Entrittsstelle eine Punkt mit meinem Marker markiert.

I also used the red thread to sew on the snaps.
To find the right position for the snaps I poked a needle through all layers and marked the points with my marker.

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Und fertig ist das Geschenk. Ich hoffe es kommt gut an.
Heute ist es zwar schon spät, aber noch ist etwas Zeit um beim Creadienstag vorbei zuschauen.

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Mops-Lätzchen

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Das Schöne, wenn so langsam Kinder im Freundes- und Familienkreis auftauchen ist, man kann all die niedlichen Kinderdinge basteln und dann verschenken (also liegen sie nicht bei einem selbst rum). Zum einen braucht man sich da nicht rechtfertigen, warum man jetzt z.B. unbedingt ein Rotkäppchen aus Filz basteln muss (weil es soooo unglaublich niedlich ist) und zum anderen ist man immer die tolle Tante, die die schönen Geschenke mitbringt. *Muhaar*

Letzten August gabs Nachwuchs auf der Familienseite des Hobbybrauers – also habe ich gleich mal (weihnachtsgeschenketechnisch) die Sticknadel geschwungen und eine süßes Mopslätzchen kreiert.

Ich muss dazu sagen, ich bin etwas Kreuzsticktraumatisiert. Aber dazu irgendwann mal mehr – sollte ich mein ‚Einsteigerprojekt‘ je beenden.

Das Bild habe ich über die Goole Bildersuche gefunden und habe es dann mittels pixel stitch in eine Kreuzstichvorlage umgewandelt. Die fand ich dann allerdings nicht ganz so nützlich, also habe ich mir selbst nochmal eine auf Karo-Papier gezeichnet.

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Ich hab hier die Schatten um die Augen vergessen, das fiel mir aber dann erst beim Sticken auf, auf den späteren Bildern habe ich das noch nachgearbeitet.

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Hier sieht man, dass ich die Vorlage noch etwas gepimpt habe.
Die großen Kästchen waren echt hilfreich (verzählt habe ich mich trotzdem – egal, ist handgemacht) aber das Arbeiten mit einer großen Vorlage ist schon ein bisschen augenfreundlicher.

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Fast geschafft.

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Und fertig.
Nach dem Sticken, habe ich das Lätzchen nochmal kurz durchgewaschen, damit die Abdrücke vom Ring und die Spuren von meinen Grappelfingern verschwinden.

Das ganze Lätzchen hatte dann doch mehr Zeit in Anspruch genommen, als ich gedacht hatte, dadurch bin ich dann auch in der Weihnachtsgeschenkeproduktion etwas nach hinten geworfen worden. Der Kreuzstich und ich werden sicher keine Freunde, aber zumindest ist er jetzt kein Angstgegner mehr 🙂

Benutztes Material:
Lätzchen von buttinette
Stickgarn in verschiedenen Brauntönen von Kurzy (die haben leider keine Nummern) und Rico

So, und jetzt werde ich mal beim Creadienstag vorbei schauen, was es da alles so schönes gibt.

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Meldung vom Krankenbett & Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft

Die erste Woche des Jahres war es recht still im Blog und dass obwohl ich noch einige Weihnachtsgeschenke zeigen wollte – aber ich lag mit schwerer Erkältung darnieder und war nicht wirklich in der Lage irgendetwas zu machen.

Die Hände habe ich allerdings beschäftigt gehalten und ein bisschen mit flauschiger Wolle gespielt. Ich habe angefangen mir ein Dreiecktuch zu häkeln. Schön langsam, eine Reihe nach der anderen.

The first week of the year was rather quiet on the blog, although I wanted to show some more Christmas presents I made. However, I’ve been down with a severe cold – so nothing got done in the end.

I kept my hands busy nevertheless and started crocheting a nice triangle scarf.
However, I wonder how to stretch the crochet piece in the end. It’s rather large.

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Ich frage mich nur, wie ich das Tuch dann spannen soll. Wer hat schon so große Styroporplatten zu Hause. Wie spannt ihr großformatige Häkelstücke? Spannt ihr die überhaupt oder wird das Spannen überbewertet? Zu diesem Problem habe ich bis jetzt noch keine zufriedenstellende Lösung gefunden.

Nun aber zum eigentlichen Inhalt dieses Blogbeitrags.
Meine beste Freundin hat ganz kurz vor Weihnachten Geburtstag und ich bemühe mich immer ein Geschenk zu finden, das absolut überhaupt nichts mit Weihnachten zutun hat.
Diesmal habe ich mich für ein Buch entschieden, dass ich unglaublich toll fand. Vorallem weil es zwei meiner liebsten Sachen zum Thema hat: Bücher und Briefe
Verschenkt habe ich 84, Charing Cross Road von Helene Hanff und natürlich durfte auch etwas selbstgemachtes nicht fehlen also habe ich passend noch ein Lesezeichen gebastelt.

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Es hilft der Motivation mal ein paar kleine, schnell-gemachte Projekte zwischen all die Langwierigen zu schieben.

Ich habe das Blumenmotiv (übrigens aus dem Buch Doodle Stitching – The Motif Collection von Aimee Ray) auf gelben Filz gestickt, zwei passende Kreise ausgeschnitten & zusammengenäht, das Ganze mit etwas Füllwatte ausgepolstert und ein buchlanges Stück Geschenkband unten drangenäht.

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One of my best friends has her Birthday only a few days before Christmas and I always try to find a present that has absolutely nothing to do with Christmas. This year I gave her the book 84, Charing Cross Road by Helene Hanff. I absolutely fell in love with the book. Afterall, it contains two of my favorite things: books and letters.
Of course I also had to include something handmade, so I made a bookmark. The motif is from Aimee Rays book Doodle Stitching – The Motif Collection and I embroidered it on yellow felt. I cut out two circles, filled them with fibrefill stuffing, attached some ribbon at the bottom and sewed everything together.

Heute mal wieder ein kleiner Abstecher zum Creadienstag.

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