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Haselnuss-Roggen Treberbrot mit Sauerteig (vegan)

Es ist schon eine Weile her, dass ich ein Brotrezept veröffentlicht habe. Ich experimentiere immer noch fleißig mit Treber, da wir einen – quasi nie endenden –  Vorrat davon haben. Immer wenn ich denke, da wird Luft im Tiefkühler, kreiert der Hobbybrauer ein neues Bier und natürlich muss von dem Treber etwas für spätere Brot- back- Zwecke zurückbehalten werden.

Für dieses Brot habe ich ein bisschen mit Sauerteig experimentiert  – es ist schon der zweite Versuch, beim ersten war ich von dem Gesamtergebnis noch nicht ganz überzeugt. Aber wahrscheinlich habe ich ihn nicht lange genug ruhen lassen. Denn was Sauerteig auf alle Fälle braucht ist viel Zeit.

Ich habe noch nicht soviel Erfahrung mit Sauerteig, deshalb habe ich auch erstmal auf den fertigen Sauerteig  (gibts von Saitenbacher (flüssig) oder biozentrale (Pulver) – ich habe beide schon ausprobiert) beschränkt, den es im Laden (bei mir im Konsum ist der mit beim Mehl) zu kaufen gibt. Zum selberanmischen fühle ich mich noch nicht bereit, das folgt aber sicher auch noch irgendwann.

Brot07-3

Hier mein Rezept:

253g Treber
300g Roggenmehl (1150)
282g Weizenmehl (550)
(Wie immer gilt: Der Mehlanteil sollte mindestens doppelt so hoch sein wie der Treberanteil. Ich wiege immer den Treber und entscheide danach wieviel Mehl ich nehme – um Minireste zu vermeiden, kann es auch mal ein bisschen mehr Mehl sein. Das ist Gefühlssache.)

100g Sauerteig von biozentrale
2 EL gemahlene Haselnüsse
100g ganze Haselnüsse
1 TL Brotgewürz von Alnatura
1 Päckchen Trockenhefe
2 EL Rübensirup
325 ml Wasser (Wasser auch nach Bedarf dosieren. Ich rühre die Hefe immer in ca 200ml an und den Rest gebe ich dann nach Bedarf dazu.)
2 TL Salz

So geht’s:
1. Rübensirup in 200 ml (handwarmen) Wasser auflösen und die Hefe darin einrühren. Kurz stehen lassen, bis sich Schaum gebildet hat.

2. Mehl, Treber, gem. Haselnüsse, Gewürz, Sauerteigpulver vermischen und dann das Hefewasser dazu geben – alles gut vermischen. Das restliche Wasser nach und nach bei Bedarf dazugeben, bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist.

3. 4-6 Stunden ruhen lassen

4. Die ganzen Haselnüsse in einer Pfanne ohne Fett anrösten und abkühlen lassen. Teig durchkneten, Haselnüsse und 2 TL Salz unterkneten.

5. Zu einer Rolle formen und auf dem Blech gehen lassen bis es sich sichtbar vergrößert hat (ca. 1 Stunde)

6. Schale mit Wasser in den Ofen stellen und bei 200°C Umluft 15 Minuten backen, Temperatur auf 160°C Umluft reduzieren und weitere 45-50 Minuten backen. Brot gelegentlich mit Wasser einsprühen oder -pinseln. Da wir die Kruste schön glänzig

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7. Auf einem Gitter abkühlen lassen

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Der Geschmack ist recht kräftig und die Haselnüsse runden das ganze prima ab. Unglaublich lecker noch lauwarm mit Butter und Kresse (oder nur mit Butter und Salz 😉 )

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Vegane Plätzchensession

(Sorry no English Version today)

Nach Apfelkuchen und Rosinenzopf folgen nun die veganen Plätzchen. Ich wollte meiner Schwester eigentlich ein Nikolauspäckchen mit Keksen schicken – aber die Zeit vergeht in der Weihnachszeit irgendwie noch viel schneller als sonst und ich bin zum Nikolausi einfach nicht dazu gekommen – dafür dann 6 Tage später: also ein Adventspäckchen.

Um besagtes Päckchen entsprechend füllen zu können, habe ich meine Fähigkeiten im veganen backen weiter ausgebaut und gleich drei verschiedene Sorten produziert.

Das Rezept für die grünen Tannenbaum Kekse (Matcha Cookies) und die Schneebälle (Snow Puffs) stammen von diesem großartigen Blog.

Matcha Tannenbäume
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Jetzt nicht der typische Weihnachtsgeschmack – aber sie sehen toll aus. Auf Arbeit hielt sich der Zuspruch in Grenzen aber dafür war er zu Hause umso größer. Der Hobbybrauer befand, dass sie sich hervorragend als Gebäck zum Bier eigenen…

Snow Puffs
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Ich kann nur sagen, unglaublich lecker – die wurden sowohl auf Arbeit als auch zu Hause sofort weginhaliert.

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Ich habe jetzt noch einmal eine Version mit Cashew-Kernen statt Walnüssen gebacken – einfach weil mir die Walnüsse ausgegangen sind. Aber mit Cashew-Kernen sind sie etwas lasch, die Original Version mit Walnüssen hat mir besser geschmeckt. Dieses Rezept werde ich definitive mit in mein Repertoir aufnehmen.

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Zimtsterne …. äh .. Herzen
Das Rezept stammt von hier (da gibt es auch noch weitere vegane Rezepte).

Eigentlich sollten es Zimtsterne werden – aber nachdem der Teig und alles fertig war, muste ich feststellen, dass ich in meinem Ausstecherarsenal keine Sternausstecher habe … also sind es kurzer Hand Herzen geworden

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Irgendwie habe ich es versäumt von den fertigen Keksen Fotos zu machen. Die Zimtherzen haben nach dem Backen noch eine Zimt Glasur bekommen (einfach Puderzucker, Zimt nach Bedarf und soviel Wasser, dass es eine dickflüssige Glasur wird).
Sie sind sowohl auf Arbeit als auch Zuhause sehr gut angekommen.

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Rosinenzopf (vegan)

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Der Hobbybrauer hat sich beschwert, dass der Bäcker seines Vertrauens immer keinen Rosinenzopf mehr hat, wenn er Freitags daran vorbei kommt. Also hab ich beschlossen, ihm eine kleine Überraschung zu bereiten und einen zu backen um meine neuen Hefeteigskills zu üben.

Ich muss dazu sagen, dass dieser Rosinenzopf eigenlich nur vegan geworden ist, weil ich vom Apfelkuchen noch die Pflanzenmilch übrig hatte und die ja pur bei uns keiner trinkt. Eier hab ich keine rein gemacht, weil ich die für die Schokocookies brauchte, die ich beim nächsten Mal vorstellen werde.

Als Orientierung habe ich das Rezept von Aurora genommen. Allerdings sind Rezepte für mich eigentlich nur Richtlinien um die Menge der Hauptzutaten wie Mehl, Flüssigkeit und Zucker richtig hinzubekommen- alles andere ist … ähm … freie Interpretation. Mit anderen Worten, ich suche mir eins um mich dann nicht daran zu halten…

Zutaten:
500g Weizenmhel Typ 550
150g Dinkelmehl Typ 630 (ich hab kein Weizenmehl Typ 1050 gefunden, wie im Rezept beschrieben)
1 Würfel Frischhefe (42g)
120g Zucker
200 ml Pflanzenmilch (bei mir: Soja-Reis-Milch)
100g Rosinen
30g gehackte Mandeln (mehr hatte ich nicht mehr)
geriebene Zitronenschale (von BioVegan) (ich nehme immer die schon fertig geriebene Schale von Zitrusfrüchten, weil ich nie weiß ob die Zitronen/Limetten/Orangen auch wirklich ungespritzt sind – und da auch kein Vertrauen habe)
1 Päckchen Vanillezucker
100g Pflanzenmargarine (Deli Reform (war auch noch vom Apfelkuchen übrig))
1 Prise Salz

Bei der Zubereitung habe ich das Rezept auch weitestgehend ignoriert und es so gemacht, wie ich es jetzt immer beim Brot gemacht habe.

Also Hefe mit einem TL Zucker in der lauwarmen Flüssigkeit mischen und beiseite stellen.

Rosinen heiß abwaschen.

In der Zwischenzeit Mehle, Zucker, Zitronenschale, Mandeln, Vanillezucker und Salz mischen. In die Mitte eine Mulde drücken und dahinein dann die Hefeflüssigkeit schütten wenn sie schön schäumt.

Alles zu ein geschmeidigen Teig kneten (Rosinen nicht vergessen! Hätte ich beinahe.)

Dann eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen (der ist bei mir an oder auf der Heizung).

Anschließend nochmal gut durchkneten. Bei mir war es soviel Teig, dass ich zwei kleine Zöpfe draus gemacht habe. Also Teig halbieren und aus einer Hälfte drei Stränge formen – diese dann zu einem Zopf flechten und die Enden zusammendrücken.

Zöpfe auf dem Blech nochmal eine halbe Stunde gehen lassen und dann 190°C (Ober-/ Unterhitze) ca. 45 Minuten backen. Ich habe nicht aufgepasst, weil ich in der Zwischenzeit in der Wichtelwerkstatt beschäftigt war – er ist ziemlich dunkel geworden, 35 Minuten hätten es evtl. auch getan. Ach ja, vor dem Backen habe ich die Zöpfe für ein bisschen Glanz noch mit dem allerletzten Rest der Pflanzenmilch eingepinselt.

RoZo02

P.S.:
Und wieder einmal stellte sich für mich die Frage – wo zum Teufel ist bei 4 Schienen eigentlich die Mittlere?! Kann man diesen Teil in Rezepten nicht einfach anders formulieren oder gleich auslassen?

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Apfelstreuselkuchen (vegan)

(Sorry, no English version today)

Letzte Woche war ich mal wieder bei Oma und Opa zum Kaffee trinken. Ansich nichts besonderes – seit ein paar Wochen bringe ich aber immer selbstgebackenen Kuchen mit, weil ich entweder nix richtiges finde (Opa ist nur Kuchen ohne Sahne, Pudding oder sonst irgendwas komisch cremiges…) oder die Preise in exorbitante Höhe geschossen sind.

Diese Woche wusste ich nicht genau, ob mein Schwesterlein auch mit dabei ist. Das ist nämlich so eine Sache – während ich „nur“ vegetarisch esse (und auch noch die Weichei ovo-lacto Variante) i(s)st sie vegan. Uiii, eine neue Herausforderung für mich, wollte ich doch schon recht lange mal ausprobieren einen veganen Kuchen zu Backen, da ich es irgendwie schon immer doof fand, wenn sie mit zum Kaffee war und dann an ihrem Mr. Tom Nussriegel rumgeknappert hat (oder sich ihren Kuchen selbst mitbringen musste) – also habe ich den Apfelkuchen entsprechend konfiguriert.

Es brauchte etwas Recherche Arbeit (dabei bin ich auf großartige vegane Backblogs gestoßen – ich glaub, ich mach sowas jetzt öfter) und auf ein Rezept für Apfel-Streusel-Schnitten von bakingthelaw (cooler Name!).

Hefeteig finde ich ja persönlich immer etwas anstrengend (und konnte ihn eigentlich auch nie leiden), da mein Mixer keinen Knethaken mehr hat ist alles (klebrige) Handarbeit. Aber seit meiner Brotback-Aktion bin ich da etwas entspannter geworden.

Das Rezept ist auch für Vegane Backanfänger geeignet. Ich habe nur eine Änderung vorgenommen und auf das Apfelmus noch dünn geschnittene  Braeburn Apfelscheiben gelegt (der Apfel war so sauer, den wollte irgendwie keiner essen – also ist er kurzer Hand auf dem Kuchen gelandet). Außerdem musste der Kuchen bei mir 45 Minuten im Ofen verweilen. Nach der angegebenen halben Stunde hat der Teig noch sehr nachgegeben.

Und hier ist das gute Stück:
Apfel01

Dank dieses Rezeptes weiß ich nun, dass man auch Trockenhefe in warme Flüssigkeit einrühren kann und dass es mit dieser Starthilfe wesentlich besser mit dem Gehen des Teigs klappt. Irgendwie bin ich bisher noch nie auf die Idee gekommen das so zu machen, (die Kuchen, die ich mit Trockenhefe gebacken habe, waren auch nie wirklich Erfolge) weil ja immer auf der Packung steht  „Kein Einrühren nötig“.  Und ich hab’s geglaubt.

Apfel02
Mmmmmh, unglaublich lecker!

Als nächstes folgt ein Rosinenzopf *Ha!* Hefeteig, ich meistere dich noch!

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