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Hopfenbrot (vegan)

- 29/11/2015

(Sorry, no English today – this post is about another bread baking experiment, this time with hops.)

Ich habe fröhlich weiter mit ‚meinem‘ Treber experimentiert und kam auf den schlauen Gedanken, dass ja zu einem Treberbrot Hopfen auch gut passen könnte. Also habe ich den nächsten Beutel Treber aus dem Tiefkühler geholt und bin mit folgenden Zutaten ans Werk gegangen.

Brot01-3

300g Treber (Gerste)
300g Weizenmehl Typ 550
300g Dinkelmehl Typ 630
ca 200 ml lauwarme Flüssigkeit (bei mir: Wasser)
1 Würfel Frischhefe (42g)
1 TL Brotgewürz
1/2 TL Anis gemahlen
2 EL Hopfendolden (ich hab den Hobbybrauer gebeten mir welchen beim letzten Brauvorgang aufzuheben, gibt’s aber wohl auch in der Apotheke)
30g gehackte Walnüsse

Brot02-3

In meiner neuen Schüssel geht das Teig kneten auch gleich viel einfacher. Im Hintergrund sieht man die aufgelöste Hefe – diesmal habe ich ca 200 ml lauwarmes Wasser genommen. Einmal nicht hingeguckt und schon schäumt sie fast aus dem Becher…

Ich bin nach dem bewährten Prinzip der anderen Brote vorgegangen, alle Zutaten bis auf das Salz mischen und dann mit der Hefeflüssigkeit zu einem Teig verkneten. Da ich immer nicht genau abschätzen kann, wieviel Flüssigkeit noch im Treber ist, nehme ich pauschal immer erst einmal 200 ml Flüssigkeit und gebe dann nach und nach etwas dazu – bis der Teig die richtige Konsitenz hat. In dem Brotbackbuch (ist im Hintergrund auf dem 3. Foto beim letzten Brot zusehen) , dass ich mir beim Bücherzirkus gekauft habe, steht der Teig muss sich wie ein Ohrläppchen anfühlen.

Brot03-3
Nach dem Kneten

Brot04-3

Nach 90 Minuten Gehzeit sah der Teig dann so aus.

Ich hab die ganze Sache nochmal gut durchgeknetet, einen Laib geformt und den dann auch nochmal 30 Minuten auf dem Blech gehen lassen.

Brot05-3

Vor dem Backen hab ich das Brot noch einmal mit Wasser eingepinselt und auch ein Schälchen mit Wasser unten in den Ofen gestellt.

Nachdem das Brot ungefähr 10 Minuten im Ofen war, ist mit eingefallen, dass ich völlig vergessen habe das Salz unterzukneten…

Dadum. Also hab ich die ganze Chose nochmal aus dem Ofen geholt und das Brot mit Salzwasser eingepinselt und ca. 20 Minuten vor Ende der Backzeit auch nochmal. Gebacken hat das Hopfenbrot diesmal 55 Minuten bei 210°C in der Hoffnung dass die Kruste nicht ganz so hart wird.

Brot06-3

Ich hab in dem Backbuch auch gelesen, dass es hilft wenn man das Brot bei zu harter Kruste direkt nach dem Backen ca. 10 Minuten in ein feuchtes Tuch einschlägt. Das habe ich dann auch gemacht und was soll ich sagen, es hat tatsächlich geholfen.

Brot07-3

Naja was soll ich sagen, ich nähere mich einer guten Konsistenz der Krume aber das fehlende Salz hat man schon deutlich gemerkt – aber mit Butter und Salz bzw. Käse geht es schon zu essen.

Und was man noch sehr deutlich gemerkt hat war der Hopfen – uiuiui – weiger ist eben doch manchmal mehr. Das Brot war im Abgang wirklich sehr bitter. Sollte ich nochmal auf die Idee kommen, mit Hofen zu backen dann wohl nur ein 1/2 Esslöffel. Mit Käse drauf konnte man es aber essen, das hat die Bitterkeit etwas übertüncht.

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3 responses to “Hopfenbrot (vegan)

  1. Hauptsache, der Saazer Hopfen, den man für echtes Bier braucht, wurde nicht verbacken. Den „Hopfen“ für Krombacher oder andere Panschereien kann man gerne verballern, wozu auch immer. Am Ende sieht es aus wie so ein dubioses Weltmeister- Brot. Hauptsache nicht so labberig.

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