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Wer einen Fluß überquert, muss die eine Seite verlassen*

*Mahatma Gandhi

Der heutige Post wird etwas persönlicher, als alles was ich bisher geschrieben habe. Ich habe auch eine Weile überlegt, ob ich diesen Post überhaupt schreiben soll, aber irgendwie ging mir die Idee nicht mehr aus dem Kopf. Heute möchte  ich euch etwas über meine Oma erzählen, rückblickend sicherlich mein ganz großes Vorbild wenn es ums Nähen und andere Handarbeiten geht.
Ihr habe sicher schon bemerkt, dass meine letzten Posts eher etwas sporadisch waren. Das lag unter anderem auch ein bisschen daran, dass die letzten Wochen nicht ganz einfach und emotional sehr aufwühlend waren.
Meine Oma ist am 12. März gestorben.


Meine Großeltern an ihrem Hochzeitstag (1953)

Ich hatte immer nur ein paar Großeltern und als ich in der ersten Klasse war, habe ich mich lange Zeit sehr gewundert warum es Kinder gibt, die  mehr als einen Opa und eine Oma haben 🙂  Irgendwann habe ich das dann auch verstanden.

Solange ich mich erinnern kann, haben die Hände meiner Oma nie still gestanden. Sie hat genäht, gestrickt und gestickt nur häkeln war nicht so ihr’s. In frühen Erinnerungen sitzt sie an der Stirnseite des Küchentisches an der Nähmaschine. Ich war immer völlig fasziniert von dem weißen Plastekästchen, in dem das ganze Zubehör aufbewahrt wurde. Sie hat unglaublich viel für uns genäht.

Ich weiß noch, wie wir in der Schule mal gefragt wurden, was wir werden wollen. Meine Antwort:  Artistin (mein Berufswunsch Nr. 1 – brachte von der Lehrerin nur ein misbilligendes Stirnrunzeln) oder Schneiderin, wie meine Oma (gefälliges Nicken von der Lehrerin). Was ich als Kind nicht wusste (wie auch, schließlich wurden wir ja komplett von Oma eingekleidet), meine Oma war gar keine ausgebildete Schneiderin. Wie ich erst sehr viel später erfuhr konnte sie sich den Traum von der Schneiderlehre nie erfüllen und hat stattdessen eine Ausbildung zur Buchbinderin gemacht und dann in einer Wertpapierdruckerei gearbeitet. Dafür hat Sie in Ihrer Freizeit um so mehr genäht.


Mein Schulanfang (1990); die Kleider, die ich und meine Schwester tragen sind auch von Oma selbst genäht

Wenn Sie nicht an der Nähmaschine beschäftigt war, dann hat sie auf dem Sofa gesessen und gestrickt. Jeder in unserer Familie besitzt eine der legendären gestricken Patchworkdecken. Als Kinder wurden meine Schwester und ich auch von Kopf bis Fuß in selbst genähtes und selbst gestricktes gehüllt. Die letzten Teile woran ich mich erinnern kann waren ein lilanes und ein grünes Sommerkleid mit Paisly-Druck, da war ich vielleicht 15 oder 16. Selbst unsere Kuscheltiere und Puppen hatten ganze Kollektionen von Haute couture á la Oma. Ich glaube nicht, dass sich in dem umfangreichen Kleiderschrank unserer Barbiepuppen auch nur ein gekauftes Stück befunden hat. Vom gestrickten Skianzug, über Ballkleider aus Spitzenresten bis hin zu wirklich winzigen Unterwäscheteilen und gehäkelten Bikinis war alles dabei.

Auch wenn ich erst spät (mit 27) Handarbeiten für mich entdeckt habe, denke ich dass meine Oma eine große Inspiration für mich war. Auch wenn Sie in den letzten Jahren nicht mehr genäht hat, in letzter Zeit hatte ich auch immer eine aktuelle Burda dabei („Ach, die gibt’s noch!“) und ich bin wirklich froh, dass ich mir von meiner Oma noch die Grundlagen des Strickens habe beibringen lassen, auch wenn es jetzt zu spät für die ausgefalleneren Sachen ist.

Zu Ehren meiner Oma habe ich mich dazu entschieden zur Beerdigung etwas Selbstgenähtes zu tragen.

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Mein erstes selbstgenähtes Kleid war Megan aus dem Buch Liebe auf den Ersten Stich von Tilly Walnes (Tilly & The Buttons). Ich wollte etwas klassisch, schlichtes und dieses Kleid entsprach absolut meiner Vorstellung. Genäht habe ich es aus eine schwarzen Cloque, den ich bei Karstadt gekauft habe.

Diesmal habe ich sogar den Halsbeleg einigermaßen gebändigt bekommen.
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Das einzige, was ich unbedingt noch anpassen muss, ist der Rückenausschnit, der klafft ganz schön. Allerdings weiß ich da noch nicht so richtig wie ich vorgehen soll. Für Tips und Tricks bin ich in jeder Hinsicht dankbar!

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Der Reißverschluss ist auch noch ein bisschen ein Problemfall, ich habe ihn zwar relativ problemlos eingenäht bekommen, aber irgendwie bekomme ich den oberen Abschluss nicht so richtig hin. Das wirkt immer etwas schief.

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Trotz der „Mängel“ bin ich mit meinem Kleid zufrieden. Ich mag diesen Schnitt, er ist ziemlich vielseitig, ich schätze da werde ich mir mal die Mühe machen das Kleid ordentlich anzupassen.

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Noch mehr selbstgenähte Kleidung zu bestimmt freudigeren Anlässen gibt es heute beim Me Made Mittwoch.

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Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann, ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken.

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Wintermantel V9040 – Noch einige Details

Bevor es am Sonntag das Finale der Herzen vom Wintermantel-Sew-Along 2016 gibt (ja, ich werde dabei sein – muss nur noch Fotos machen), möchte ich gern noch über ein paar Details schreiben.

Obwohl ich mich schon sehr auf das Tragen des Mantels freue, haben sich die finalen Arbeiten doch noch um einiges hingezogen. Erst habe ich mich ein bisschen vor den Knopflöchern gedrückt, dann vor dem Saum – aber dazu morgen mehr.

Heute soll es noch etwas um die Innenverarbeitung gehen. Ich habe den Mantel ja mit Hilfe des Craftsy-Online-Kurses genäht und in dem Kurs wird zusätzlich noch eine Innentasche in den Mantel genäht. Die ist jetzt nicht riesig, aber für Lippenpflege und Straßenbahntickets reichts schon. Mein Mobiltelefon würde noch reinpassen (aber das hat aber auch noch Tasten) bei einem Smartphone sieht die Sache schon etwas anders aus.

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Die Tasche nennt sich Chinese Wedding Pocket, die Anleitung dazu gibt es allerdings nur in dem Kurs. Nötig war es sicherlich nicht, aber ein nettes kleines Detail und ich wollte mich auch gerne etwas ausprobieren.
Dass ich bei der Einfassung etwas geschlampt habe, habe ich schon im letzten Post zum Thema Mantel berichtet, leider ist es mir auch nicht ganz gelungen die Spitzen grade anzunähen. Ich seh das jetzt nicht ganz so tragisch, ist ja eine INNENtasche und außerdem war es ein erster Versuch. Nichtsdestotrotz bin ich schon ein bisschen stolz auf meine Tasche.

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Die Kragenverarbeitung war auch interessant und abweichend von der Vogue-Anleitung. Da wird nämlich die Nahtzugabe des Samts von Hand am unteren Kragen „festgesteppt“. War zwar etwas langwieriger, hat aber super funktioniert. Das wird gemacht um den Samt nicht durch das Bügeln zu schädigen. Gut mein Pannesamt wäre da jetzt sicherlich nicht so empfindlich gewesen als der im Video verwendete Seidensamt – aber auch hier wollte ich micht ausprobieren. Überhaupt wird an dem Mantel sehr viel mit Hand genäht. Zum Glück gibt es Hörbücher.

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Ein weiterer Unterschied zur Originalanleitung ist, dass der Kragen erst zusammengenäht wird und dann zwischen Oberstoff und Futter genäht wird. Hat aber erstaunlich gut geklappt. Auch hier wurde die Nahtzugabe wieder per Hand „festgesteppt“ – ein Gefummel! Das Einzige was nicht berücksichtig wird, ist eine Schlaufe zum Aufhängen. Ich habe versucht daran zu denken, aber sie ist mir etwas zu klein geraten.

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Das war die Innernverarbeitung. Die Geschichte zu den Knopflöchern und dem Saum gibt es dann, inklusive der Tragebilder, morgen. 🙂
 

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{Projekt Kleiderschrank} Vogue 9105 – Ein erster Zwischenstand

Ich kann vermelden: Das Kleid ist erfolgreich zusammen gebaut. Ich hoffe nur inständig, dass es nicht völlig verzogen ist. Versucht mal Abnäher zu nähen, wenn sich der Stoff ständig in sämtliche Richtungen davon bewegt. Noch dazu kommt, ich kann nicht wirklich mit Stecknadeln (ich hab erstmal Clipse bestellt – mit 10 kommt man nicht so weit) arbeiten – man muss höllisch aufpassen, dass man nicht irgendwelche Fäden zieht oder Maschen laufen lässt. Ganz verhindern konnte ich es nicht, obwohl ich mir extra noch Microtex Nadeln gekauft habe und mit Stärke 60 genäht habe.

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Es soll mir eine Lehre sein: Augen auf bei der Stoffwahl – Schönheit sollte nicht das einzige Auswahlkriterium sein.

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I successfully managed to sew the dress together. I just hoe it’s not completely detoriated. Try sewing darts when the fabric is moving in all directions. What is more I can’t really use pins because if you are not careful you might pull some theards accidentally. It still happened at some places although I especially got some Microtex needles and used the smallest size in the package (60).
This should teach me something about choosing my fabric – beauty shouldn’t be the only criteria.

Die Ärmelmanschetten sind auch bereits angenäht und als erstes habe ich sie natürlich verkehrtherum angenäht – weil ich mal wieder zuviel darüber nachgedacht habe. Als ich es gemerkt habe, hatte ich natürlich grade die Nahtzugabe zurückgeschnitten. Nach einmal kurz panisch im Kreislaufen, habe ich alles gaaaaanz vorsichtig wieder abgetrennt und dann erst Mal was anderes gemacht. Beim zweiten Versuch lief dann zum Glück alles glatt – ich glaube sonst, hätte ich an der Stelle schon aufgegeben.

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Innenseite mit Ärmelbeleg / Inside of the sleeve with interfacing

The cuffs are also already in and of course I did it the wrong way first because I was thinking too much about which way to put it. When I realized my mistake I just finished cutting back the seam allowance. I carefully took the sleeve apart again and did something else. The second try was much more successful. Otherwise I think, I would have given up at this point.

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Im nächsten Schritt wurden Frontbeleg und Rockversteifung angebracht. Das hat etwas Grübelei erfordert, denn die Anleitung redet immer nur vom rechten Frontteil – es ist aber im selben Arbeitsschritt auch das andere Teil gemeint. Man muss übrigens auch selbst ans Versäubern denken, denn das wird mit keinem Wort in der Anleitung erwähnt.

The next step was attaching the front facing and the skirt stiffening. I found it a bit tricky, because the instruction only mentions the right side of the front – but you need to do it on the left part at the same time. Don’t forget to neaten the raw edges because this step is not mentioned at all.

Im nächsten Schritt werden dann die Knopflöcher fertiggestellt und die Knöpfe angenäht.
The next step will be buttons and buttonholes.

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Das Glück ist bekanntlich mit den Tüchtigen 😉

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Ich packe meinen Koffer und nehme mit….

Die heutige Ausgabe des Me-Made-Mittwoch steht unter genau diesem Motto.
Ich habe das sozusagen als Ablenkung Inspiration genutzt um mal den Kopf von meinem Kleid frei zubekommen.

Zusammengebaut habe ich es schon und die erste Panik Attacke á la: „ich geh mir doch noch schnell ein Kleid kaufen“ bereits hinter mir.

Aber zurück zum Thema. Wir hatten unglaubliches Glück und konnten spontan (d.h. mit einer Woche Vorlaufzeit) noch einen Urlaubsplatz auf Usedom buchen. Yieppie!
Aaaaber, ich brauche noch Urlaubsgarderobe, also habe ich heute Kleid Kleid sein lassen und mir stattdessen eine Shorts für den Stand genäht.

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Der Schnitt ist die Coachella Shorts, als Fredi von Seemansgarn die letztens zeige, fand ich die allerliebst, besonders mit den vielen verschiedenen Möglichkeiten der Verzierung.
Genäht habe ich Größe L mit hoher Leibhöhe und der langen Beinvariante in der Relaxed Fit Option. Die Hose ist relativ großzügig, beim nächsen Mal (und da folgen mit Sicherheit noch einige Variationen) werde ich vielleicht doch mal die Slim Fit Variante ausprobieren. Es ist ein dankbares Schnittmuster mit wenig Stoffverbrauch und alles super erklärt. Zu wirklich jedem Schritt gibt es ein Foto. Bekommt von mir das Prädikat Anfängerfreundlich! Die deutsche Version gibt es bei NähConnection.

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Stoff: Aus der Restekiste von Karstadt
PomPom-Borte bei neocreo.com

Als zweites habe ich heute noch ein T-Shirt genäht. Und zwar reihe ich mich hier und heute in den KimonoTee-Reigen mit ein. (Schnittmuster für nix, wenn man sich bei MariaDenmark für den Newsletter anmeldet)

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Darf ich vorstellen: Meine zauberhafte (noch namenlose) Assistentin

Auch ein erster Versuch und wirklich super schnell genäht. Ich hab es mangels Overlock und entsprechendem Nähmaschinen-Fuhrpark ganz einfach mit Trudi genäht und die Innennähte außer beim Halsausschnitt unversäubert gelassen – jaaaa, ich war faul ;).

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Obwohl man das jetzt nicht so sagen kann. Und da wir bestimmt auch mal mit dem Fahrrad unterwegs sein werden, habe ich gleich das passende Motiv gewählt.

Fahrrad-Stoff: Dawanda-Kreativmarkt

Da beide Teile tatsächlich heute spontan entstanden sind, habe ich leider noch keine Tragefotos geschafft. Die werde ich dann aber mit entsprechender Urlaubskulisse nachreichen. Indianer-Ehrenwort.

Alternativ zum RUMS verlinkt.

Update am 09.08.2016
Ich bin aus dem Urlaub wieder da und hab noch die versprochenen Tragebilder nachzureichen.

Unser einziger sonniger Strandtag 🙂
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Die letzten Fitzelchen Sonne, bevor wir dann unsere 65 km Tour bei Regen von wechselnder Intensität gemacht haben.
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P.S.: Die von mir gesetzten Links dienen lediglich zu Informationszwecken. Ich bekomme nix dafür 😉

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{Projekt Kleiderschrank} Vogue 9105: Jetzt wird’s ernst

Mein aktuelles Projekt an diesem (Crea-)Dienstag.

Das Probemodell ist fertig und passt soweit. Nun geht es an’s Eingemachte.
Ursprünglich wollte ich mir mal ein bordeauxrotes Kleid nähen, aber für eine Sommerhochzeit erschien mir die Farbe dann doch zu schwer.
Daher habe ich noch einmal umdisponiert und mich für diesen hübschen Satinstoff von Stoff&Stil entschieden.

I finished the testgarment and now I’m ready for the real deal. Originally I wanted to use a bordeaux colored sateen but it looked too much for a summer wedding. Instead I’ve choosen this pretty sateen fabric from Stoff&Stil.

Schon als ich den Stoff ausgepackt habe, wusste ich, dass es ein harter Kampf wird, ich glaube, ich habe noch nie sooo rutschigen Stoff in der Hand gehabt und er ist zudem noch dünner als ich erwartet hatte.

I immediately knew that this will be a difficult task when unwrapping the package. I don’t think I’ve ever had a slippery fabric like this in my hands and it’s more lightweight than expected.

Um den Stoff auslegen zu können musste ich im Schlafzimmer einige Möbel verrücken – es war jede Menge Stoff. Um ihn zu zähmen habe ich ihn kurzerhand mit Malerkrepp auf dem Boden festgeklebt und großzügig von der Sprühstärke Gebrauch gemacht. Trotzdem war genauso schwer fassbar wie Wasser – er hat gemacht was er wollte.

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I had to move some furniture in the bedroom in order to lay out the fabric. It was a lot! The fabric behaved almost like water so I taped it to the floor using some masking tape and a lot of spray starch – the fabric still did what it wanted.

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Ich hoffe inständig, dass ich den Stoff beim zuschneiden nicht zustark verzogen habe.
Als Einlage wird Organza verwendet, die ich auch schon auf den entsprechenden Belegen festgeheftet habe. Ich hab mich ein bisschen gewundert warum keine selbstklebende Einlag verwendet wird, aber da das Schnittmuster eine Reproduktion von 1954 ist, konnte ich mir die Frage selbst beantworten. Die wird’s einfach noch nicht gegeben haben.

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I just hope that the fabric didn’t distort too much while cutting.
Organza is used for the interfacing and I already tacked it to the according pattern pieces. I wondered a bit why they didn’t use iron-on interfacing but I ould answer the question myself. Since the pattern is a reproduction from 1954 – I guess there was no such thing.

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Die Knopflöcher kamen als nächstes an die Reihe und sie haben mich ziemlich Nerven gekostet. Zunächst habe ich den Beleg verkehrt herum auf den Stoff übertragen … und mich gewundert warumes nicht passt. Hier ist es ziemlich hilfreich, wenn man sich die „Center Front“ Linie auf die Stoffteile mit überträgt. Dadurch dass der Stoff so rutschig ist, konnte man ihn kaum ordentlich in Falten legen. Also einen Schönheitspreis gewinnen sie nicht, aber sie sind drin.

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The bound buttonholes were quite nerve racking. At first I copied the buttonhole part to the wrong side od the fabric – of course it didn’t fit. I found it quite helpful to copy the „center front“ line onto the fabric. Because the fabric is so slippery, it was all over the place and I couldn’t get the folds a neat as I wanted to. They are not pretty, but they are in.

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So sieht es jetzt aus, als nächstes wird das Kleid zusammengesetzt.
That’s how it looks now. Comming up – I’ll put the dress together.

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Film und Serien Sew Along 2016: Finale

Huch, schon Finale! Die Zeit verging aber wirklich schnell.

Mein weißes Hemdblusenkleid á la James Bond ist fertig geworden – aber irgendwie nicht ganz so wie ich es mir vorgestellt habe.

Hier nochmal das Original:

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Quelle: Pinterest

 

 

Und hier mein Werk:

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Es hat ein bisschen was von….. mmmh…. Krankenschwester, oder?

Genäht habe ich nach dem Schnittmuster Edith von MariaDenmark. Über meine Verständnisschwierigkeiten mit dem Kragen, hatte ich ja hier schon berichtet. Aber dank meines Probelaufs, hat es jetzt ganz gut funktioniert.

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Gewählt habe ich einen nicht zu dünnen weißen Leinenstoff. Bei weißen Stoffen ist ja die Schwierigkeit immer, dass sie recht durchscheinend sind. Ich wollte schon immer ein Leinenkleid haben, allerdings ist da der Nachteil das Leinen ohne Ende knittert. Trotz des exzessiven Gebrauchs von Bügelhilfe habe ich nicht alle Falten rausbekommen. Aber ich schätze das ist ohnehin vergebliche Liebsmühe.

Ich habe alle Kanten mit Zickzackstich versäubert und hoffe, das es hält. Leinen franst durch seine lockere Webart ziemlich stark.

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Zum ersten Mal habe ich auch eine größere Anzahl an Knopflöchern genäht und war froh, als ich sie alle so schön gleichmäßig drin hatte.
Als ich dann nochmal nachgeschlagen habe wie man Knöpfe richtig mit Steg annäht, ist mir aufgefallen, dass ich da einen kleinen Fehler begangen habe.
Im Buch (Nähen Schritt für Schritt von Alison Smith) steht:

Grundsätzlich werden Knopflöcher in eine Knopflochblende oder einen Belegstreifen vertikal eingearbeitet. Alle anderen Knopflöcher sollten horizontal angelegt werden, denn dann belastet jeder Zug das Ende des Knopfloches und verhindert, dass sich der Knopf von selbst öffnet.

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Ups.
Ich habe gar nicht darüber nachgedacht, dass man Knopflöcher auch längs einarbeiten kann, aber ein Blick auf einige meiner Blusen hat das bestätigt. In meinem Hochzeitsgast-Kleid (da hatte ich schon das Probeteil fertig), werden die Knopflöcher auch quer eingearbeitet, deshalb hab ich mir da überhaupt keine Gedanken um die Richtung gemacht. Allerdings sind das Paspelknopflöcher, vielleicht ist das da anders.
Da die Knopflöcher schon aufgeschnitten waren, als ich diesen Teil gelesen habe, lies sich das nun nicht mehr ändern. Naja, beim nächsten Mal mach ich es dann richtig. So ein großes Drama ist das jetzt auch nicht.

Die Nahtzugabe bei den Armausschnitten wird laut Anleitung nur mit der Zackenschere zurückgeschnitten (zumindest sah es auf dem Bild so aus) einmal umgeschlagen und knappkantig festgesteppt. So richtig gefällt mir das nicht, weil man es beim Tragen durchaus sieht. Beim nächsten Mal würde ich die Armausschnitte vielleicht einfassen.

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Nun zum Saum und das Geheimnis der 2cm.
Das Kleid hat mich vor ein Rätsel gestellt. Auf der einen Seite war der Frontbeleg 2cm zukurz und auf der anderen Seite 2cm zulang – obwohl ich den Stoff doppelt zuschnitten habe und beide Teile gleichlang waren. Also hab ich kurzerhand abgemessen und die untere Kante so abgeschnitten, dass alles schön gleich ist – ahhhhh. Nicht gut. Worauf ich nämlich nicht geachtet habe, war das die Knopfleiste vorne eigentlich gleich lang war. Nachdem ich die Schere angesetzt und den Saum umgenäht hatte fehlten nämlich auf der Seite mit den Knöpfen plötzlich wieder 2cm…
Naja um das auszugleichen hab ich schrecklich geschummelt und ein bisschen gepfuscht.

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Der Übergang ist allerdings an der Seitennaht, wenn man es nicht weiß fällt es nicht auf.

Wie man sieht hatte ich den Saum eigentlich mit einem Schrägband verstürzt. Mir gefällt diese Methode, die ich durch den Sommer-Rock-Sew-Along kennengelernt eigentlich ziemlich gut.

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Ach, eigentlich gefällt es mir doch ganz gut. Vielleicht mach ich ja mal noch die Bluse.

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Mein Agent Carter Kleid habe ich leider nicht geschafft, aber das werde ich bei Gelegenheit nachholen. Momentan nimmt mich mein Hochzeitsgastkleid voll in Anspruch.
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Ich kämpfe!

Vielen Dank an yacurama von Minimale Extravaganz für das organisieren des Sew Alongs. Es war eine Quelle der Inspiration und hat riesig Spaß gemacht 🙂
Sollte es im nächsten Jahr eine Neuauflage (hoffentlich!) geben, bin ich gerne wieder mit von der Partie.
Gestern zum Me-Made-Mittwoch habe ich es leider nicht geschafft, aber dafür geht es heute mit zum RUMS.

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{Projekt Kleiderschrank} Vogue 9105 – Das Hochzeitsgastkleid – Probemodell

Alle anderen Projekte (sprich: FUSSA16) mussten jetzt erst einmal zu Gunsten des Großprojektes Hochzeitsgastkleid hinten angestellt werden. Die Zeit drängt, Deadline ist der 30. Juli und das Probemodell ist soweit fertig.

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Ich befürchte, ich habe mich da ein bisschen übernommen. Ich glaube, dieses Kleid liegt so ein bis zwei Level über meinem bisherigem Kenntnisstand aber ich habe mich durchgeninjat.

Zu aller erst musste ich erstmal eine ganze Weile darüber nachgrübeln, wie das wohl mit dem Auflageplan für die Schnitteile gemeint war. Warum bitte soll ich denn den Stoff drehen? Bis es mir dann irgendwann (nach 30 Minuten Kopf kratzen) klar wurde. Der Stoff liegt nicht längs Webkante auf Webkante, wie das bei mir bis jetzt meistens der Fall war, sondern quer. Und da ist dann natürlich klar, warum der Stoff in der Hälfte durchgeschnitten und gedreht werden muss – sonst steht das Muster auf dem Kopf.
Das nächste Problem. Wo lege ich den Stoff aus? 5m längs gefaltet hätte ich im Flur untergebracht, aber quer? So breit ist er dann doch nicht. Ich hab dann im Schlafzimmer das Bett und diverse andere Möbel verrückt und so ging es dann.
Wie macht ihr das mit großen Stoffstücken?

Nun, für mein Testmodell war jetzt die Stoffrichtung nicht so ausschlaggebend, aber diesmal habe ich mir direkt Mühe gegeben.
Der erste Akt waren die Knopflöcher. Dachte ich ja noch eine ganze Weile, dass es sich dabei um ganz normale Knopflöcher handelt und deshalb habe ich die Markierungen nur mit einem Strich übertragen. Eine Anmerkung zu den Markierungen – davon ist jeder einzelne Kreis, Viereck und jedes noch so kleines Dreieck wichtig, also alles schön übertragen und nicht so schludrig wie ich, nur die Knipse und die großen Kreise….
Ich musste allerdings schnell feststellen, dass es bei weitem keine gewöhnlichen Knopflöcher waren und hatte jede Menge „Hä?-Wie jetzt Momente“ was die Faltung des Stoffstückes anging.
Eine Googel-Such nach „Verstürztes Knopfloch“ brachte überraschende Ergebnisse. Die Dinger nennen sich Paspelknopflöcher und ein hervorragendes Tutorial gibt es hier. Wieder was gelernt.

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Die Knopflochklippe erfolgreich umschifft (ja, sie sind jetzt nicht schön, aber ich habe sie auch mehrfach wieder aufgetrennt) haben sich die Kleiderteile eigentlich recht einfach aneinander nähen lassen. Unterm Arm wurde es nochmal ein bisschen fummelig mit diesen putzigen Verstärkungsvierecken aber klappte erstaunlich gut. Leider kann man das Kleid zwischen durch nicht einfach mal so anprobieren, erst wenn alles zusammengenäht ist, da Ober- und Unterteil ja ein Schnittteil sind. Im Endeffekt hab ich im Rückenteil noch 1 cm rausgenommen.

Bei den Taschen war ich wieder verwirrt, weil da nur der Mittelteil (zwischen Punkt und Viereck) angenäht wird, das hat alles überhaupt keinen Sinn gemacht. Ich hab’s einfach irgendwie angenäht, wie ich es für richtig gehalten habe. Ich muss dazu sagen, dass sie deutsche Übersetzung katastophal ist – Sorry, aber Computerübersetzungsprogramme ist nicht die Lösung für alles. Ich sage nur „Und drücken sie den knopf Macht“….

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Interessant wurde es mit der Rockversteifung. Alle Blogs, die ich gefunden habe, wo über das Kleid berichtet wurde, haben diesen Versteifungsteil weggelassen. Allerdings ist mein Kleiderstoff relativ dünn, also wollte ich den ungern weglassen. Es soll ja auch ein bisschen festlich aussehen.

Ich habe ein Rest Bettlaken (der schwarze Stoff) genommen um den Versteifungsteil zu simulieren und habe nur den oberen Teil zugeschnitten, damit ich verstehe wie das angenäht wird. Jetzt war mir auch klar, warum die Taschen so komisch angenäht werden, weil dann die Versteifung dann noch eingeschoben wird. Allerdings habe ich beim festnähen gepennt und die Taschen prompt zugenäht…

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Mit dem Ripsband/Gürtel wusste ich bis zur Anprobe nicht, was ich davon halten sollte. Ich empfehle, sich nicht nach der Schablone (obwohl es nett ist, dass sie eine dazugegeben haben) zu richten sondern die eigenen Taillenmaße + 5cm zunehmen. Ich hab mich nach der Schablone gerichtet und es war zu kurz – kürzer machen geht immer. Aber die Idee ist gut, damit sitzt das Kleid gut auf Taille.

Beim Sommer-Rock-Sew-Along ging es im dritten Treffen um Details und unter anderem um Säume. Also habe ich beim Saum ein bisschen mit Schrägband und Blindstichen geübt. Das gefällt mir eigentlich ganz gut, mal sehen ob ich was in der passenden Farbe finde.

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Mit der Maschine angenäht

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Mit Blindstich angenäht

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Und beides nochmal von vorn

Die Sache mit dem Frontbeleg und dem Saum habe ich allerdings weder im Deutschen noch im Englischen verstanden. Was genau soll ich hier machen?
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Soweit ich das verstanden habe, soll damit der Saum sauber versteckt werden aber wie ich das machen soll ist mir ein Rätsel. Vor allem „Wie gezeigt…“ ich kann auf dem Bild nix nachvollziehen.

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So nicht, glaube ich…

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So siehts angezogen aus.
Ich habe den Saum noch um ganze 15cm gekürzt.

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Ich hab mit noch einen Petticoat im Schlussverkauf geleistet.
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So und jetzt noch schnell ab zum Me-Made-Mittwoch damit

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Film und Serien Sew Along: 3. Streich

Huch, jetzt hätte ich doch fast unseren 3. Termin verschlafen.
Um ehrlich zusein, ist bei mir in Sachen Film- und Serien-Sew-Along noch nicht soviel geworden. Ich war mit meinen Sommerröcken beschäftigt (und außerdem sind wir jetzt stolze Gartenbesitzer 😉 ). Bevor ich mich nun aber vollends mit meinem Großprojekt Hochzeitsgastkleid beschäftige, wollte ich erstmal alle angefangen Projekte beenden.

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Für mein weißes James-Bond-Kleid hatte ich schon ein Probeteil genäht bevor ich mich in den Sommer-Rock-Along gestürzt habe. Auch hier hatte ich keine Lust eins zu machen, da ich aber in der Taillenline eine Größe größer gehen musste, wollte ich auf der sicheren Seite sein.

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Wieder musste ich allerdings feststellen, dass es gut war, eins gemacht zu haben, denn ich bin mit dem Kragen (es ist mein erster Kragen und ich habe eigentlich keine Ahnung, wie soetwas funktioniert) nicht so richtig klargekommen. Ich wusste nicht was ich wo, wie zusammennähen soll und deshalb hab ich ein bisschen rumprobiert. Ein paar aussagekräftigere Bilder wären durchaus hilfreich gewesen. Dafür ist ein Probeteil ja auch da, auch wenn ich mir nicht immer unbedingt die größte Mühe beim Nähen dieser Dinger gebe.

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Na blos gut, dass es ein Probeteil ist.

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Meinen weißen Leinenstoff habe ich auch schon zugeschnitten und ich muss sagen, er fasst sich toll an.

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Ich habe ihn unheimlich gerne in der Hand und deshalb hab das Kleid heute morgen, als es fröhlich vor sich hin regnete, auch schon teilweise zusammengenäht. Morgen kommt der Kragen an die Reihe.

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So ist der aktuelle Stand. Im Moment noch ohne Kragen. Der Stoff ist auch blickdichter, als ich gedacht hatte, aber ohne Unterröckchen wir es trotzdem nicht gehen.

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Sommer-Rock-Sew-Along: Finale

Juhu, mein 2. Rock ist auch eben fertig geworden. Da ich letzte Woche, für ein paar Tage bei meinen Eltern auf dem Land war, bin ich zeitlich etwas ins Hintertreffen geraten Aber kein Grund sich zu stressen, die Mädels von Me-Made-Mittwoch haben das Linktool für die Finalbeiträge des Rock-Alongs noch bis zum Sonntag offen.

Für meinen zweiten Sommerrock habe ich mir Zinnia von ColettePatterns ausgesucht. Auf dem Schnittmuster steht groß Anfänger drauf, also habe ich mich gleich angesprochen gefühlt 😉
Genäht habe ich eine Mischung aus Version 2 und 3 genäht. Beim Bügeln fiel mir auf, dass ich das Muster vom Bügelbrett durch den Baumwollstoff sehen kann und hielt es für besser den Rock zu füttern.

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Da ich das Schnittmuster etwas angepasst habe Taille Größe 14, Hüfte Größe 12 war ich mir nicht sicher ob es auch passt und habe einen Proberock genäht. Ehrlich, Probeteile nähen macht mir keinen Spaß und deshalb schiebe ich Projekte auch immer solange vor mir her. Aber ich stelle jedes Mal wieder fest, dass es gut war eins zu machen um verschiedene Handgriffe zuüben. Da macht es nix, wenn man irgendwas drölfmal wieder auftrennen muss. Meine Problemstelle ist nach wie vor der Bund.

Wenn ich ehrlich bin, habe ich nicht verstanden was ich machen muss. Ich habe ein bisschen rumprobiert aber irgendwie sah alles nicht so aus wie es sollte. Also habe ich beschlossen den Bund wieder nach der bewährten Burda-Anleitung zu nähen.

Der Fehler lag in der deutschen Übersetzung wie ich im Nachhinein festegestellt habe.
Zum Vergleich:
Deutsch:
„4. Stecke den Bund (K) entlang der Taillenlinie an den Rock. Die großen Kreismarkierungen auf dem Bund sollten auf die Seitennähte des Rockes treffen. Die Kante des Untertritts sollte mit der Kante des hinteren Rockteil (D) abschließen.[…]“

Englisch:
„4. With right sides together, pin the waistband (K) to the skirt at the waistline, matching the large circles on the waistband to the side seams on the skirt. The edge of the button extension should line up with the right edge of the skirt back (D).[…]“

Na, fällt euch was auf? Die deutsche Übersetzung unterschlägt kurzerhand mal das rechts auf rechts und dass der Untertritt mit der rechten Kante abschließen soll. Das macht das Verständnis schwierig, vorallem wenn man in den 3 Schritten zuvor schon die Seiten vom Bund geschlossen hat und das Bild irgendwie nicht dazu passt. Mag ja sein, dass soetwas versierten Näherinnen klar ist, aber bei einem Schnittmuster, das für Anfänger konzipiert ist sollte man solche essentiellen Sachen vielleicht nicht unterschlagen. Vor allem da Colette mit „Sewing Patterns that teach“ wirbt.

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Stolz bin ich auf meinen schönen nahtverdeckten Reißverschluss. Ich finde, der war einfacher einzunähen als dieser blöden Bund. Im Probeteil habe ich es mir vom Makerist Kurs erklären lassen (den es vor kurzem für 2 € gab), beim Rock ansich habe ich mich dann aber an die Anleitung von Colette gehalten. Der Unterschied ist, dass im Makerist-Kurs zuerst die hintere Naht bis zum Reißverschluss geschlossen wird und dann erst der Reißverschluss eingenäht, sodass es eine ziemliche Pfriemelei am Ende mit dem Zipper gibt. Bei Colette wird erst der Reißverschluss eingenäht und dann erst die hintere Naht mittels Reißverschlussfuß geschlossen. Das empfand ich persönlich als einfacher zu handhaben.

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Im weiteren Verlauf wird dann geschrieben, dass man in der hinteren Mittelnaht beim Schließen Futter und Außenstoff gleichzeitig fassen soll. Da habe ich kurz gestutzt – und wann säume ich da den Futterrock? In der Anleitung kommt dieser Schritt ganz zum Schluss. Aber wie soll das gehen?

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Ich habe dann das Säumen des Futterrocks eingeschoben, nachdem ich den Reißverschluss eingenäht hatte und hab dann erst die hintere Mittelnaht geschlossen.

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Auf die Taschen wollte ich nicht verzichten. Allerdings wusste ich nicht genau, ob die zwischen Außenstoff und Futter kommen, oder ob im Futter an der Stelle wo die Taschen sind eine Lücke gelassen wird und die Taschen dann mit dadurch geschoben werden. Ich habe mich für die zweite Variante entschieden. Weiß jemand wie man das in so einem Fall richtig macht?

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Im letzten Post ging es ja um Details, deshalb möchte ich noch kurz die schönen Gürtelschlaufen erwähnen (meine ersten 🙂 ) und auf den hübschen Knopf aus Omas Sammelsurium. Das Knopfloch ist übrigens auch eine Premiere.

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Da der Rock vorhin erst fertig geworden ist, hatte ich noch keine Gelegenheit ihn durchs Wasser zu ziehen, daher sieht man noch die Trickmarker-Markierungen. Bei den Falten waren die Markierungen überlebenswichtig.

Und hier noch die Tragefotos.

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Praktische Taschen

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Ein fescher Futterrock erspart ungewollte Einblicke

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Schick mit Gürtel

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Außenstoff Popeline Blumenmandala bei stoffe.de
Futterstoff bei buttinette
Reißverschluss 22 cm auch von stoffe.de
Knopf aus Omas Knopfkiste

Vom Capone hatte ich euch ja auch noch Tragebilder versprochen. Leider wurden wir von einem Gewitterguss überrascht, als wir draußen Fotos machen wollten. So musste die ganze Fotosession verschoben werden, bis die Kleidungsstücke wieder trocken waren.

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Über meinen Kirsch-Capone hatte ich ja schon im letzten Post ausführlich berichtet.

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Man sieht es nicht genau, aber ich habe sogar passende Kirsch-Ohrringe 😉

 

 
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Tja und dann hatte ich ja noch den Segelboot-Rock auf dem Plan, aber den muss ich jetzt erstmal verschieben. (Der Jersey lässt mich etwas verzagen)

 

 

 

 

 

 

 

 

Denn als nächstes kommt Großprojekt Hochzeitsgastkleid an die Reihe. Ich werde fleißig über den Entstehungsprozess berichten. Deadline ist der 30.07.

 

P.S: Alle Links, die ich hier gesetzt habe, dienen zu Informationszwecken. Ich bekomme kein Geld oder irgendetwas umsonst 🙂

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Sommer-Rock-Sew-Along Teil 3: Der Teufel steckt im Detail

Im dritten Treffen des Sommer-Rock-Sew-Alongs organisiert vom Me-Made-Mittwoch-Team geht es diesmal um Details, Taschen und Säume.

Bis jetzt habe ich Säume immer mit zweimal 1,5cm umschlagen (manchmal auch erst 1 cm, dann 2 cm) genäht. Mir war irgendwie gar nicht bewusst, dass es so viele Möglichkeiten gibt Säume zu nähen. Tja, damit oute ich mich doch wieder als Anfänger ;). Ein Thema mit dem ich micht sicherlich noch genauer beschäftigen muss.

Nun aber zu meinem ersten Sommer-Rock. Mein Kirschen-Capone ist fertig und ich bin ziemlich glücklich mit dem Ergebnis. Bei all den Röcken die ich bis jetzt genäht habe (ähm… also 4) habe ich den Bund hier am besten hinbekommen. Er sitzt tatsächlich da, wo er sitzen soll und es steht auch nix komisch ab.

Da das Thema heute Details ist, präsentiere ich sie Euch einmal in aller Ausführlichkeit.

Der Bund:

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Der Reißverschluss ist eigentlich an der Seite, was ich noch immer etwas gewöhnungbedürftig finde.
Beim Bund habe ich mich nicht an die Anleitung gehalten sondern nach der Anleitung von der Burda-Webseite genäht.
Ich wollte eigentlich einen Kirschknopf als Verschluss anbringen. Aber irgendwie habe ich mich da leicht vermessen und hatte nicht mehr genug Überstand. Aber wahrscheinlich ist die Lösung mit dem Haken doch besser, der Kirschknopf wäre bei dem Muster vermutlich untergegangen und an der Seite hätte man ihn eh nicht gesehen.

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Wie man hier auch ganz gut sehen kann, habe ich den Bund oben und unten abgesteppt.

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Saum:
Wie oben schon geschrieben, schlage ich meine Säume immer doppelt um und steppe sie dann ab.

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Einen Unterrock gab es auch noch. Als Stoff für den Unterrock habe ich einen leichten Baumwollvoile genommen. Ich dachte mir, im Sommer ist so ein Acetatzeug eher unangenehm, außerdem war er sozusagen übrig, weil ich für meinen seperaten Unterrock dann doch einen anderen Stoff gewählt habe.

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Material:
Kirsch-Stoff bei stoffe.de
Futterstoff bei stoffe.de
Reißverschluss von YKK
Rockhaken 25mm von Prym

 

Die Tragefotos hebe ich mir für’s Finale auf. Ich hatte den Rock aber schon an, nämlich zum Stoffmarkt am Sonntag. Kirschen sind in diesem Sommer auf jeden Fall ein beliebtes Thema 😉

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Meine Ausbeute vom Stoffmarkt. Das sollte für’s Sommernähen genügen 😉

Und wie geht es jetzt weiter?
Naja, als nächstes ist Zinnia an der Reihe. Zusammengeklebt habe ich schon alles und entsprechende Änderungen vorgenommen, werde aber sicherheitshalber noch einen Proberock machen. Bei Röcken bin ich eigentlich nicht zimperlich aber: better safe than sorry.

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Der Stoff für meinen Schiffrock aus der Fashionstyle vom Mai ist mittlerweile auch angekommen. Allerdings habe ich den jetzt erstmal hinten angestelllt – der Jersey verunsichert mich etwas. Vom Bild in der Zeitschrift hatte ich das nicht erwartet. Natürlich habe ich gewusst was ich bestelle und dachte mir ‚wird schon gehen‘ – ja,ja die erste Euphorie – aber jetzt bin ich mir doch etwas unsicher.

Da heut schon Dienstag ist (meine Güte, die Zeit verfliegt!), schaue ich mit meinem Röckchen gleich mal noch beim Creadienstag vorbei. Mal sehen, was es da heute so Inspirierendes gibt.

P.S.: Alle Links dienen zum Zwecke der Information, ich bekomme nix dafür.

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