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The Sewing-Oscar 2016 – Ein kleiner Näh-Rückblick

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In der letzten Zeit war es hier zugegebener Maßen etwas still. Ich war allerdings nicht untätig und habe in den letzten Wochen viel gebastelt und genäht – nur zum bloggen bin ich leider nicht gekommen. Irgendwas ist ja immer.
Aber einiges davon wird es in den nächsten Tagen noch auf den Blog schaffen, allen vorran Weihnachtskleid (welches ich tatsächlich noch am 24.12. fertig wurde) und Wintermantel (da fehlt noch der Saum).

Für mich war es ein spannendes und lehrreiches Jahr.
Am 20. Januar 2016 habe ich mich zum ersten Mal in einem Nähkurs hinter eine Nähmaschine gesetzt und daraus entstanden ist der Frühlingsherbeiwünschungsrock. Mein allererstes selbst genähtes Kleidungsstück, allerdings noch mit Anleitung im Nähkurs.
Rock07
Leider musste ich feststellen, dass so ein Nähkurs (zumindest dieser Nähkurs) nichts für mich ist und habe mich für den autodidaktischen Weg mittels jeder Menge Büchern und Onlinekursen entschieden. Ich liebe Onlinekurse!

Am 29. Februar schloss das Hotel, in dem ich gearbeitet habe für immer seine Türen und ich hatte plötzlich jede Menge Freizeit. Offiziell war ich ja noch bis Ende Mai angestellt. Genug Zeit um sich mit dem neuen Hobby zu beschäftigen. In dieser Zeit habe ich sehr schnelle Lernfortschritte gemacht. Mein erstes ganz allein genähtes (ohne Unterstützung im Nähkurs) Kleidungsstück war ein Capone und so folgte Rock auf Rock, Pyjamahose und noch viel mehr.
Ab dem 15. August habe ich dann wieder angefangen zu arbeiten, was sich hier auf dem Blog vorallem mit einem Rückgang an regelmäßigen Blogbeiträgen bemerkbar machte. Während ich in der ersten Zeit vor lauter Arbeit zu überhaupt nichts mehr gekommen bin (außer schlafen und essen), hat sich nun das Arbeitsleben wieder normalisiert, es sind Routinen eingekehrt und ich bin zurück an der Nähmaschine. Allerdings hat der Output deutlich nachgelassen.

So, genug der Vorrede! Mit Stolz präsentiere ich die Sewing Oscars 2016.
Die Idee dazu habe ich bei Vervliest und zugenäht aufgeschnappt und fand sie so großartig und vor allem passend, dass ich heute, am letzten Tag des Jahres, auch meine persönlichen Favoriten küren möchte.

the-sewing-oscars-logo

1. Beste/r HauptdarstellerIn – das liebste bzw. am häufigsten getragene Kleidungsstück
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Kleid Megan von Tilly and the Buttons. Zu meinem ersten Kleid, habe ich eine besondere Beziehung. Ich habe es diesen Sommer oft und gerne getragen sodass der Stoff schon ein bisschen ausgeblichen ist.

2. Beste/r NebendarstellerIn – das am besten zu kombinierende Kleidungsstück
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Viel getragen habe ich in letzter Zeit auch das rote 3/4 Arm -Shirt. Einer meiner ersten Gehversuch mit Jersey.

3. Beste Regie – die aufwändigste Verarbeitung bzw. die technischste Herausforderung
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Definitiv das Hochzeitsgastkleid Vogue V9105
aber auch der Wintermantel (der noch nicht ganz fertig ist) hatte es in sich.

4. Bester Schnitt – das Lieblingsschnittmuster
Mein Lieblingsschnittmuster war Rock Capone, den ich auch gleich zwei Mal genäht habe. Einmal in der Winterversion und einmal in der sommerlichen Kirschversion
Capone03

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5. Bestes Drehbuch – die beste Anleitung bzw. das beste Ebook
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Hier kommt der Wintermantel dann doch noch in Spiel. Genäht habe ich nämlich nach einem Onlinekurs von Craftsy und ich glaube nicht, dass ohne diesen Kurs jemals auch nur in die Nähe von „Fertig“ gekommen wäre

6. Ehrenoscar – das schönste für jemand anders genähte Kleidungsstück
Das Weihnachts-Tshirt für den Hobbybrauer nach Burda 6602. Allerdings fehlen hier noch Bilder, die demnächst folgen werden.

7. Goldene Himbeere (Anti Oscar) – der größte Reinfall
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Hier nominiere ich den Rock Nr. 17 aus der Nähtrends 01/2016. Die Idee mit dem Stoff war nicht so schlecht, aber irgendwie kann ich mir nicht vorstellen den Rock im Alltag zu tragen. Ich hatte ihn nicht einmal an (außer zu den Fotos) und bei der nächsten Kleiderschrankinventur im Frühjahr wird er wohl rausfliegen.

Ich bin schon sehr gespannt, was 2017 so alles unter der Nähmaschine bereit hält, ich habe einige ehrgeizige Projekte und jetzt wo der Weihnachtsmann mich mit einer Overlockmaschine bedacht hat, eröffnen sich völlig neue Horizonte.

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Der Wintermantel nimmt doch noch Formen an

Der Wintermantel-Sew-Along ist zwar schon längst Geschichte, aber ich arbeite nach wie vor fleißig an der Vollendung des guten Stücks. Dank meines Urlaubs in der letzten Woche, bin ich auch ein gutes Stück voran gekommen. Jetzt wo es endlich ans Nähen geht, fängt es auch an Spaß zu machen. Ich habe mich regelrecht an dem Projekt festgebissen.

Zusammengesetzt habe ich den Mantel schon und auch die Ärmel sind drin. Ein bisschen mein Angstgegner aber mit Hilfe des Onlinekurses super zu bewerkstelligen. Hat gleich auf Anhieb geklappt – ohne irgendwelche komischen Falten. Nur die Schulterposter haben mich etwas auf die Probe gestellt. Vor allem weil dann auch noch ein sogenannter Sleeve head (aka Ärmelfisch [Ich könnte mich über das Wort kaputt lachen 🙂 ] ) eingebaut wurde. Ich hatte weder das eine noch das andere im Haus, also hab ich mich für selbermachen entschieden, damit ich weiter komme. Im Online-Kurs hatte die Dame als sleeve head einfach nur einen Streifen Vlies, der oben umgefaltet und festgesteppt war und bei dem Schulterpolster habe ich mich an das Tutorial von sewing addicted gehalten.
Wenn ich Euch erzähle woraus ich meine Schulterpolster gebastelt habe…

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Na vieleicht kommt ja jemand drauf 😉

Ich finde sie passen gut rein, der Unterschied zwischen mit und ohne Polster ist wirklich erstaunlich. Leider habe ich kein Vorher-Nachher-Bild. Nur ein Nachher-Bild. So ist momentan der aktuelle Stand.

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Mit dem Futter habe ich auch angefangen.
Ich wollte ja unbedingt noch eine wärmende Zwischenschicht für meinen Mantel und habe mich für Thinsulate entschieden. Eigentlich wollte ich es an den Außernstoff machen, aber da ich da ja nun mal schon das Zwischenfutter hatte, habe ich mich dazu entschieden, die Isolation ans Futter zu heften.
Eine mühselige Arbeit. Ich habe jedes Futterteil einzeln noch mal aus Thinsulate zugeschnitten. Das Zeug kann man ja nicht doppelt zuschneiden und auch noch akurat sein.
Dann habe ich es innerhalb der Nahtzugabe (bei 1 cm) mit einem Zickzack-Stich auf die Futterteile genäht, demit ich dann die Nahtzugabe und Thisulate entsprechen zurückschneiden kann.
Spätestens jetzt, habe ich mich zu meiner Investition in den Obertransport beglückwünscht.
Die Anregung dazu habe ich beim Recherchieren auf den Blogs von megannielsen und cashmerette bekommen.

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So sehr ich mich aufs Tragen freue. Pausen sind wichtig und wenn man müde ist sollte man aufhören, sonst passieren
dumme Fehler.

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Wie hier bei der Einfassung für meine geplante Innentasche. Ein Dreieck ist verkehrt herum, und ich hab’s erst beim Fotografieren gemerkt… naja man sieht dann nur die Spitzen, also hab ich es so gelassen.

So und jetzt schau ich mal noch beim Creadienstag vorbei. Vielleicht gibts ja noch ein paar Anregungen für die Weihnachtsbastelei, denn eigentlich wollte ich schon längst mit der Geschenkeproduktion angefangen habe. Wie das immer so ist.

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Leipziger Wollwut: Wollefest und Stoffmesse

Ich hatte ja gestern versprochen, noch einen Bericht vom Leipziger Wollerfest und Stoffmesse letztes Wochenende zu schreiben und meine Eindrücke zu schildern.

Ich hatte mich schon die ganze Woche auf dieses Event gefreut und noch größer wurde die Vorfreude, als ich dann in Heikes Sofaecke noch einen schönen Bericht über das Wollefest gelesen habe. Leider musste ich dann alleine gehen, weil die Freundin, mit der ich eigentlich hingehen wollte, kurzfrisitg noch abgesagt hat. Zu zweit ist immer lustiger aber alleine gings auch, da kann man wenigstens in Ruhe stöbern und gucken.

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Der erste Eindruck, als ich dann endlich so kurz nach 11:00 Uhr in der Glashalle stand war:
Oh, wow.

Ich bin ja Buchmesse versiert und so habe ich mir erstmal einen Überblick verschafft, in dem ich mir zuerst die Stände in der Mitte der Halle angesehen habe und dann rechts und links davon. Zumindest da, wo ich ran gekommen bin. Anfänglich war da ein Gedränge, wie zu besten Buchmessezeiten. Mental hab ich mir Notizen gemacht, wo sich welcher Stand von Interesse befand.

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Das war wirklich das Wollparadies! Das Wetter war phänomenal und die Sonne, die in die Glashalle rein schien, hat die Farben nochmal richtig zum Leuchten gebracht.

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Als ich meine erste Runde durch die Halle abgeschlossen hatte, habe ich meinen Einkaufszettel gezückt und bin gezielt los marschiert – ja okay, ab und zu bin ich auch mal ablenkt worden, zum Beispiel von den tausenden Garnrollen, aber bei so schönen Dingen ist es gar nicht einfach konzentriert zu bleiben ;). Ich war froh, dass ich mich auf den Besuch entsprechend mit Liste und einem festen Budget vorbereitet hatte. Wie schnell kann man in einen hemmungslosen Kaufrausch verfallen. Und Wolle kann durchaus kostspielig sein, wie ich auch hier wieder erleben musste, besonders wenn sie handgefärbt und womöglich auch noch handgesponnen ist. Ich hatte ein paar mal hübsche Stränge in schillernden Farben gesehen aber der Preis hat mich kurz zum hyperventilieren gebracht und ich musste sie, leicht enttäuscht, wieder zurück legen, weil es einfach mein Budget gesprengt hätte. Das schöne auf solchen Events ist ja aber, dass für jeden etwas dabei ist und auch ich bin im Endeffekt fündig geworden. Gut, dass ich mir auf meinem Zettel die Grundangaben zu Lauflänge und benötigter Menge gemacht hatte. So hatte ich wenigstens einen Anhaltspunkt und hab nicht blind drauf los gekauft.

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An einem Stand hörte ich eine Verkäuferin sagen, dass das Hauptauswahlkriterium für Wolle ja ohnehin Schönheit ist, weil eine Kundin ihre Befürchtung mitgeteilt hatte, dass die Wolle kratzig sein könnte. Das kann ich jetzt auch nicht bestätigen. Also ich hatte auch schon eine konkrete Vorstellung, wofür ich die Wolle verwenden möchte. Ob es dann auch tatsächlich dieses Projekt wird, steht auf einen ganz anderem Blatt 😉 . Bei diesen Preisen ist Wolle ja schon direkt eine Kapitalanlage.

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Was mich bei solchen Veranstaltungen immer etwas befremdet, ist diese Schlussverkaufs-Ellenbogen Mentalität. Ich bin eher von zurückhaltender Natur und mogele mich in eine Lücke (wenn es denn grad mal eine gibt) um ja die anderen am Stand nicht beim Gucken und bei der Auswahl zu stören. Und wenn ich es denn dann mal an einen Stand geschafft hat, möchte ich dann auch in Ruhe gucken, ohne gleich wieder einen Ellebogen in der Seite zu haben und rüde zur Seite gedrängt zu werden. Das ist nicht nur an einem Stand passiert, manche Damen scheinen ständig in der Angst zu leben, man könnte ihnen ja etwas wegnehmen. Solche Sachen machen den Messebesuch etwas anstrengend und ich war kurz davor die Lust zu verlieren. Zum Glück hatte sich, zum frühen Nachmittag, die Menschenmasse etwas verteilt und gelichtet und man konnte auch mal ohne Gedränge und Geschiebe an einen Stand .

Und dann waren da noch… Kinderwagen. Ich entschuldige mich schon mal jetzt bei allen Müttern, die sich angeriffen fühlen. Aber vielleicht merkt ihr ja auch gar nicht, dass ihr Eure Kinderwagen als Rambock verwendet um dann, die ohnehin kleine Standfläche strategisch so zu blockieren, dass auch ja kein anderer ran kommt. Gegen diese kleinen, leichten Buggys habe ich ja nix, aber muss man wirklich mit so einem Fahrradanhänger-Ding (Croozer, Chariot oder wie auch immer, gegen die ich ja ohnehin einen absoluten Hass habe), die nun wirklich breit, massiv und unhandlich sind, durch enge Gänge und in kleine Stände schieben? Ich befürworte Tragetücher.

Sorry, das musste jetzt mal raus aber zurück zum eigentlichen Thema.

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Neben Wolle gab es auch Unmengen an Stoff, allerdings hauptsächlich Baumwolle und Jersey. Ich habe zwei hübsche Jersey Reststücken erstanden, weil ich für das Neffen-Kind eine Pumphose nähen möchte. Naja, ich möchte mich jetzt langsam an Jersey-Stoffe wagen und was ist ein dankbareres Versuchsobjekt als Kinderkleidung. Außerdem hab ich dann endlich einen Vorwand um den niedlichen Eulen-Stoff zu kaufen 😉 . Messepreise sind ja durchaus relativ und man sollte sich vorher vielleicht im Stoffladen oder im Internet informieren, was der Meter Stoff so in der Regel kostet – wenn einem die Preise noch nicht so geläufig sind, damit man ungefähre Vergleichswerte hat. Ich hab noch nie mit Jersey genäht und war daher ganz froh, dass ich mich vorab schon mal informiert hatte. So war es dann auch einfacher vermeintliche Schnäppchen zu entlarven und nicht einfach blind zu kaufen nur weil Messepreis dran steht.

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Kurzwaren gab es auch jede Menge und wunderschöne Knöpfe. Ich konnte meine Augen gar nicht von diesen fantasievollen Knöpfen lassen – aber eigentlich brauch ich ja gar keine. Eigentlich…

Ich glaube ich habe mindestens 5 Runden durch die Halle gedreht und dabei auch immer wieder neue Sachen entdeckt. Als dann mein Budget erschöpft war und die Liste fast komplett abgearbeitet, war es kurz vor 15:00 Uhr. Also habe ich beschlossen, dass es jetzt genug war und bin mit vollen Taschen nach Hause getrottet. In der Straßenbahn roch es leicht nach Schaf – was wohl an den Beuteln mit Wolle gelegen haben muss, die da nach Hause transportiert worden *lach*

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Zusammenfassend lässt sich sagen. Es war ein wirklich schönes und inspirierendes Event und ich werde bestimmt nicht zum letzten Mal dort gewesen sein. Der Termin für 2017 steht schon 11.-12. März. Mmmh, dann vor der Buchmesse.
Außerdem geht nichts über ein kleines bisschen Planung, auch wenn man sich letzten Endes nicht dran hält. Aber ansonsten wird man von dem Angebot förmlich erschlagen.

Hier noch meine Ausbeute und der Link zu Malamü’s Linkparty  Erzähl mal – Erfahrungsberichte über kreative Messen und Events.

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2015 im Rückblick

Gesundes Neues Jahr Euch allen!
Happy New Year!

Wobei gesund relativ ist, ich lungere hier mit Halschmerzen, Husten und Schnupfen auf der Couch rum.

Genug Zeit um einen Blick in die Statistiken des letzten Jahres zu werfen. Ich persönlich liebe ja Statistiken und umso mehr habe ich mich gefreut als ich Post von den WordPress.com-Statisitk-Elfen bekommen habe. 🙂

Ich habe ja erst im Oktober so richtig angefangen über meine verschiedensten Projekte zu bloggen. An dieser Stelle auch noch ein dickes Dankeschön fürs lesen, liken und kommentieren!

Und hier ist ein kleiner Auszug:

Eine Cable Car in San Francisco fasst 60 Personen. Dieses Blog wurde in 2015 etwa 620 mal besucht. Eine Cable Car würde etwa 10 Fahrten benötigen um alle Besucher dieses Blogs zu transportieren.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Und damit nicht genug, auch bei Goodreads gab es einen Jahresbericht über meine gelesenen Bücher im Jahr 2015.

Ich bin gespannt was 2016 so bringt – Vorstätze habe ich keine aber jede Menge Pläne neue Dinge auszuprobieren. Es wird bestimmt nicht langweilig!

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Ich packe meinen Schuhkarton

(Sorry, no English version today. The post is about the German version of this & this)

Seit ungefähr 4 Jahren packe ich regelmäßig ein Päckchen für die Aktion Weihnachten im Schuhkarton. Das fing alles damit an, dass ich in meinem ersten Jahr hier in Leipzig auf Grund meines Jobs Weihnachten zum allerersten Mal ganz alleine verbracht habe. Ich konnte erst am 27.12 zu meiner Familie. Ich hatte immer gesagt es würde mir nix ausmachen, aber so im Nachhinein hat es mir doch einiges ausgemacht. Alleine die selbsteingepackten Geschenke auszupacken ist dann doch ziemlich traurig… Lange Rede kurzer Sinn, irgendwie hatte ich(als anerkannter Weihnachtsmuffel) in diesem Jahr große Lust mein ganzes Umfeld mit kleinen Päckchen zu beschenken (warscheinlich weil ich genau wusste dass ich die Feiertage alleine sein würde) und so bin ich auf Weihnachten im Schuhkarton gestoßen. Ich konnte mich erinnern, dass ich soetwas vor langer, langer, langer Zeit mal in der Grundschule gemacht habe und war erfreut zu sehen, dass es diese Möglichkeit noch immer gibt.

Mein Ausgangsmaterial:
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Eigentlich ist es immer am schwierigsten einen Karton zu bekommen, da diese in den Schuhgeschäften gleich zerstört werden. Meistens muss ich 3 – 5 Schuhgeschäfte abklappern (aber davon gibt es ja hier nun warlich genug). Diesmal hatte ich wirklich Glück, es hat gleich im ersten geklappt.

Ich habe lange recherchiert (gegoogelt) mit sämtliche Pro- und Kontradarstellungen durchgelesen um für mich die Frage zu beantworten, ob ich als nichtgetauftes Heidenkind so eine Aktion unterstützen kann und will. Ich kam für mich zu dem Entschluss: ja kann ich – auch wenn ich diesen ganzen Missionierungshintergrund zweifelhaft finde und nicht gutheiße – aber letzten Endes handelt es sich bei den Beschenkten schließlich um Kinder und Kinder sind immer die, die am meisten leiden müssen ohne dass sie etwas dafür können. Und ich finde, grade an Weihnachten gibt es nix schöneres als leuchtende Kinderaugen.

In meinen Schuhkarton packe ich in diesem Jahr folgendes:
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Flauschige Handschuhe und eine Mütze und eine plüschige Handpuppe

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Ein Quartett, Murmeln, einen Flummi (Kleinkram eben) und einige Süßigkeiten

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Zahnbürste & -pasta, Creme, eine Haarbürste & -reifen sowie Spängchen

Box07 Schulhefte (kariert, liniert & blanko), einen Malblock, Buntstifte und ein Schreibset mit Bleistift, Lineal, Anspitzer und Radiergummi.
Eine bunte Mischung eben.

Mittlerweile habe ich auch das bekleben des Schuhkartons fast perfektioniert.
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Alles einsortiert, passt perfekt:
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Deckel drauf, Etikett ankreuzen und aufkleben und Gummi drum:
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Und fertig!

Ich habe meinen Schuhkarton schon Anfang der Woche abgegeben, die Aktion läuft noch bis zum 15. November.

Während das Päckchenpacken in den letzten Jahren überhaupt kein Thema für mich war, habe ich mich in diesem doch sehr eingehend mit der Frage beschäftigt, ob ich denn wirklich ein Päckchen für Kinder in Osteuropa packen soll, wenn wir doch das Leid direkt bei uns vor der Haustür haben

Also habe ich wieder ein bisschen recherchiert (sprich: Googel bemüht) und bin zu dem Entschluss gekommen, dass Flüchtlingskrise hin oder her, trotzdem mitmachen werde. Aber ich werde statt der 6€ 12€ spenden, wovon die Hälfte dann in die Flüchtlingshilfe gehen soll.

Wer trotzdem einen Schuhkarton für Flüchtlinge packen möchte, kann dies z.B. im Rahmen der Happy Box tun.

Wie handhabt ihr das so?

 ***

Weil wir grade vom Spenden reden, fällt mir noch etwas Wichtiges ein, das jetzt hier in diesen Post noch mit rein muss. Da sich die Weihnachtszeit mit großen Schritten nähert, muss man sich ohnehin langsam wieder Gedanken darum machen, welche Organisation von unserer weihnachtlichen Mildtätigkeit profitieren soll. Für mich ist das Ärzte ohne Grenzen, wofür ich schon (unabhängig von der Jahreszeit) seit Jahren Dauerspender bin. Anfang Oktober wurde in Kundus das einzige funktionierende Krankenhaus in der Region, welche von Ärzte ohne Grenzen betreut wurde, von US-Flugzeugen bombardiert. (Obwohl allen Parteien die GPS Koordinaten des Krankenhauses bekannt waren!). Ärzte ohne Grenzen hat eine unabhängige Untersuchung laut Genfer Koventionen zu diesem Vorfalls gefordert. (Es ist ja auch etwas paradox, wenn die bombardierende Partei diesen Angriff dann untersucht…) Anscheinend wurde die Internationale Humanitäre Ermittlungskommission (IHFFC) mittlerweile auch aktiviert, allerdings muss die US-Regierung dieser Untersuchung zustimmen. Es wäre schön, wenn sich möglichst viele finden würden, die die Petition von Ärtze ohne Grenzen unterschreiben, um die Obama-Regierung dazu aufzufordern dieser unabhängigen Untersuchung zuzustimmen. Danke.

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Hello everybody/ Hallo alle zusammen

Uhhhm der erste Post, schätze da sollte ich etwas halbwegs Intelligentes zusammen bringen.

Mal sehen. Also ich hatte vor ziemlich langer Zeit schon mal einen Blog, allerdings ist mein Interesse daran ganz schnell wieder abgekühlt, so dass ich mich nicht mal mehr daran erinnern kann, wo ich diesen Blog überhaupt hatte. *Möp*

Hier nun also ein neuer Versuch und diesmal habe ich sogar eine konkrete Ahnung wie das ganze aussehen soll – das ist ja zumindest schon mal was.

Ach ja, außerdem wird dieser Blog wohl zweisprachig werden. Einmal in Deutsch, da es meine Muttersprache ist und zusätzlich noch mal in Englisch – Übung muss sein 🙂

Also nicht wundern wenn es ab und zu mal anderssprachige Einschübe gibt.

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Uhhhhm, the first post, guess I should write something half way intelligent. Let’s see.

I had a blog before but that was a very long time ago – I don’t even remember where it was…

I’ll try again and this time I actually have something like a plan 🙂  You will see.

Something else I should mention – this blog will be bilingual. In German, since it is my mother tongue and second in English – got to practice now and then 😉

So, if you notice something awkward in grammar, spelling or sentence structure: Tell me!

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