Page 115

Stich für Stich: Thimble Cottage

Den Sommer habe ich viel mit Sticken verbracht. Ich finde Sticken ist eine Superhandarbeit für den Sommer. Die Projekte sind meistens klein und handlich und man kann sie überall mit hinnehmen und zum Beispiel auch unterwegs (im Urlaub) seinen Hobbies nachgehen. Mit einer Nähmaschine ist das relativ schwierig.
Ich sticke schon seit einer geraumen Weile, einige der ersten Handarbeitsposts auf meinem Blog waren Stickprojekte und nur durch das Sticken bin ich überhaupt zum Nähen gekommen.
Diesen Sommer habe ich mich etwas mehr mit Kreuzstich beschäftigt. Fand ich vorher nicht so anziehend, die ganze Zählerei erschien mir immer unglaublich aufwändig.

Bis ich in England war und dort ein tolles Kreuzstich Magazin entdeckt habe. Voller frischer Muster, zeitgemäß und modern. Warum haben wir soetwas nicht? Zu Hause hab ich mir es dann noch zwei Mal gekauft. Es lebe die gutsortierte Bahnhofsbuchhandlung, aber da wird auf ausländische Magazine natürlich nochmal ordentlich aufgeschlagen. Also habe ich es kurzerhand aboniert. Am liebsten möchte ich alles daraus sticken :).

Angefangen habe ich mit der kostenlosen Beilage. Gibt es auch immer hübsche Sachen dazu, nicht so ein Schnullikram wie bei uns z.B. in den Simply…. Heften. Nach der drölften Häkelnadel ist auch mal gut, dann lieber gar nichts.

CrossStitcher03

Aber zurück zum Sticken. In Ausgabe 322 vom September war ein hübsches Nadelheft dabei, welches ich gleich nach gearbeitet habe. Nadelaufbewahrungsmöglichkeiten kann man schließlich nie genug haben. Der Hobbybrauer hat schon eine Phobie gegen Nadeln jeglicher Art, da er „ständig“ von irgendwelchen freilaufenden Stecknadeln auf dem Fußboden angegriffen wird.

CrossStitcher02

Das kleine Projekt hat mich mehrere Abende beschäftigt gehalten, aber ich muss sagen, trotz der ganzen Zählerei finde ich Sticken sehr entspannend und es ist unglaublich faszinierend, wie auf einem leeren Stück Stoff ein Bild entsteht.

CrossStitcher01

Noch mehr Projekte an diesem Dienstag gibt es beim Creadienstag Nummer 300 zu bewundern.

Advertisements
2 Kommentare »

Weihnachtskleid und Wintermantel

Mein Wintermantel ist zwar nach wie vor in Einzelteilen, was mich natürlich nicht davon abhält schon mal für das nächste Projekt vorauszuplanen. Das Weihnachtskleid!

wksa16-logo

Ich gebe es zu, ich habe den Sew-Along im letzten Jahr mit großer Begeisterung verfolgt und es war auch so ein bisschen der letzte Anstubser, den ich gebraucht habe, damit unser Haushalt um eine Nähmaschine erweitert wird und ich sozusagen meine Reise in die Welt der selbstgenähten Kleidung begann. Wintermantel hin oder her (mein Urlaub ist nah), natürlich lasse ich es mir nicht nehmen, hiermit meine Teilnahme am Weihnachtskleid Sew Along bekannt zugeben.

Bei mir kommen drei Modelle in die engere Auswahl:
Kleid 112 aus Burda 12/2016 wofür ich sogar schon einen passenden Stoff hätte, meinen quasi Spontankauf vom letzten Stoffmarkt, den ich eigentlich damit gerechtfertigt habe, daraus ein Cape nähen zuwollen. Bei genauerer Betrachtung muss ich zugeben, dass der Stoff für ein Cape nicht sonderlich geeignet ist.
WKSAL16_01

Kleid 105 Aus Burda 09/2016, der Auslöser weswegen ich mich die Zeitschrift überhaupt nur gekauft habe.

WKSAL16_02

Modell 47 aus Meine Nähmode 05/2016; da müssten dann natürlich noch lange Ärmel dran.
WKSAL16_06

Und wie sieht es bei meinem Wintermantel aus?

wmsal2016-2

Die vielen tollen Mäntel die ich schon beim Finale bewundert habe, haben mir noch einmal einen kleinen Motivationsschub gegeben.
Das Zwischenfutter (Underlining) habe ich jetzt komplett auf die entsprechende Teile geheftet,

V9040-05

die ersten Abnäher sind genäht und das rechte Mantelvorderteil mit Tasche habe ich schon zusammengenäht.
V9040-06

V9040-07

Ich bin zuversichtlich, dass ich mich bestimmt beim Finale der Herzen mit einreihen kann.

Und wer sagt jetzt meinem Chef, dass ich dringend mehr frei brauche, da ich einen Mantel und ein Kleid zu nähen habe?

8 Kommentare »

Baby-Boots

Eine Freundin von mir, hat vor einem Monat ihr Baby bekommen und ich bin sozusagen noch das Babygeschenk schuldig. Ich bin ein bisschen spät dran, ich weiß – aber gut Ding will Weile haben.
Teil Eins ist jetzt fertig – niedlich Baby-Boots, die ich extra schon etwas größer gehäkelt habe.

Baby03

Die Anleitung stammt aus der Simply Häkeln 03/2016. Ich frage mich wirklich, ob die Anleitungen auch ausprobiert werden, wenn sie übersetzt sind. Bis jetzt hatte ich noch keine, die fehlerfrei war. Hier auch wieder. Ich habe mich drei Sohlenteile lang gefragt, warum ich in Runde 3 plötzlich nur 47 statt 50 Maschen habe, obwohl in der Runde zuvor die Maschenanzahl stimmt und in Runde 3 auch genau die Anzahl an Maschen da war, in sie reinzuhäkeln war. Beim 4. Sohlenteil habe ich es dann bemerkt. In der Anleitung steht am Ende von Runde 3 „…3hStb, nicht schließen“ das soll mit Sicherheit „2x3hStb“ heißen, dann stimmt nämlich auch die Maschenanzahl. Ich habe es bei 47 gelassen, da ich keine Lust hatte alles nochmal aufzuribbeln, vorallem wil ein Schühchen schon fertig war.

Baby01

Übrigens, die Anleitung für die Reliefstäbchen auf der Seite passt auch nicht, das sieht ganz anders aus als auf dem Bild. Im hinteren Teil des Heftes ist noch eine Anleitung für Reliefstäbchen, die kommt der Sache näher. Um den Look zu bekommen musste ich allerdings die Häkel-Richtung ändern. Ich glaube ich habe den Teil mit den Reliefstäbchen fünf mal aufgeribbelt. Aber jetzt weiß ich wie man von hinten nach vorne und von vorne nach hinten häkelt.

Baby02

Gehäkelt habe ich Größe 3-6 Monate mit Häkelnadel 3,5 (ich hatte keine 3,25er) und Baumwollgarn
Weiß: Cotton Universal Nr: 6680 (85m/50g)
Blau: No Name Garn aus dem Supermarkt (Vendita GmbH steht auf der Banderole) Nr: 208 (115m/50g)

Verlinkt beim Creadienstag

Baby06

A friend of mine has gotten a little baby boy about one month ago and I’m still working on the baby present.
The first part is done – cute little baby-booties.
The pattern is from the 03/2016 German Edition of the Simply Crochet Magazine.


I do wonder if they check the patterns after translating them because I’m yet to find one without an error in it. They should really think about an Errata page on their website.

Baby05

I made the size for 3-6 months and used crochet hook 3.5 (I don’t have a 3.25) and used simple cotton yarn.
Although one boot seems to be a bit larger than the other (I had to unravel it about 5 times since the front post dc and the back post dc gave me a hard time because the instruction on the page was also not exact, the back of the magazine has the right instruction though) I think they are really cute. Baby projects are really rewarding because they are small and you achieve a result really quickly.

Baby04

Baby07

Hinterlasse einen Kommentar »

Ein neuer Rock/ A new skirt

(Please scroll down for English)

Dafür dass ich vorher fast nie Röcke getragen habe, habe ich jetzt ziemlich viele 🙂 Lag wohl einfach daran, dass ich keine passenden hatte.

Rock02

Als ich letzte Woche mein schwarz-weißes Top aus der Burda vorgestellt habe (vielen Dank nochmal für die positiven Kommentare), hatte ich ja auch angekündigt, dass ich mich jetzt erstmal von der Burda verabschieden werde. Die Maiausgabe habe ich mir schon gar nicht mehr gekauft – dafür aber die neue Nähtrends (die deutsche Version der spanischen Patrones). Die Ausgabe 01/2016 hat viele schöne Modelle, ich habe mir den Printrock Nr. 17 ausgesucht. Der Schnittbogen war eine kleine Überraschung, nur 3 Größen eingezeichnet. In der ‚Bedienungsanleitung‘ steht:

„Die Größen werden in jeweils drei Größen angegeben. Für Zwischengrößen reicht es, jeweils eine Linie in gleicher Distanz zur jeweils kleineren und größeren Größe einzuzeichen.“

Aha, so einfach? Ich hatte in sofern Glück, dass die Tabelle wieder Größe 44 als meine Größe identifiziert hat und die ist eingezeichnet. Ich finde es immernoch interessant, dass da zwei Größen Unterschied zu meiner Konfektionsgröße (40) sind. Würde ich mir eine 44 im Laden kaufen, könnte ich ein Zelt draus bauen. Da spricht die Eitelkeit – ignoriert sie einfach.

Wer sich bei den Größen unsicher ist, findet bei „Zufall, wenn’s klappt!“ in den Kommentaren hilfreiche Hinweise zu den Größen in der Nähtrends.

Außerdem ist der Schnittbogen auf Spanisch beschriftet…
Bei Seemannsgarn gibt es – mit perfektem Timing – ein hilfreiches Glossar.

Schön finde ich, dass in der Zeitschrift eine kleine Nähschule ist, die z.B. Belege an Hals- und Armausschnitten erklärt, das hätte ich mal vor meinen beiden Tops lesen sollen….

Nun aber zu meinem Rock.

Rock04

Rock05

Der Stoff hat seinen Weg beim letzten Ikea-Einkauf in meinen Wagen gefunden. Höchst faszinierend diese Abwiege-Technik dort.
Leider habe ich den breiten weißen Rand nicht bedacht. In meinem Kopf sah es irgendwie besser aus.
Den Reißverschluss habe ich von der Seite nach hinten verlegt. Seitenreißverschlüsse irritieren mich nach wie vor ein bisschen, weil ich, bevor ich mit nähen angefangen habe, noch nie mit welchen konfrontiert worden bin.
Und beim Bund – naaaja. Ich wollte gern einen Knopf (vielleicht ist jetzt der Zeitpunkt um über diese Snaps-Dinger nachzudenken) haben und hab mir das einfach zuspät überlegt.

Rock06

Da waren Rock, Unterrock und Bund schon angenäht. In der Anleitung sollte der Reißverschluss bis zur Bruchkannte des Bundes genäht werden. Wenn ich ehrlich bin, habe ich immer noch nicht genau verstanden, wie man einen Rockbund näht – das war ja schon beim Rock Delphine ein frustriendes Problem, dass ich dann irgendwie gelöst habe. Jetzt weiß ich immerhin schon was das mit dem Umfalten und Ecken auszupfen auf sich hat. Hilfreich war diese bebilderte Anleitung. Trotzdem bin ich noch nicht ganz so zufrieden. Wie bekomme ich den Bund dazu, dass er an der Taille nicht absteht?
Naja und Reißverschluss einnähen, wenn einem der Unterrock ständig im Weg rumwuschelt ist auch nicht so ganz ohne. Im ersten Versuch habe ich den Unterrock auch prompt erstmal quer über dem Reißverschluss mit festgenäht und mich dann gewundert, warum er nicht mehr aufgeht…

Rock07
(Ja, bei den Abnähern vom Unterrock hatte ich einen kleinen Denkfehler 😉 ) – Sieht keiner und unterstreich die Individualität)

Rock08

Ach ja und weil der Rock auf dem Bild kürzer als meine Wohlfühllänge aussah, habe ich ihn um ganze 5 cm verlängert.

Rock03

Angezogen gefällt er mir eigentlich schon ganz gut. Der Hobbybrauer meinte, die Taille sei zu hoch. Finde ich eigentlich nicht, ist ja schließlich ein Taillenrock – außerdem ist mir persönlich ein hoher Bund lieber.

Rock01

Ich habe drei Tage gebraucht um den Rock zu nähen – Vom Schnittmusterabzeichnen bis zum fertigen Stück. Zwischendrinn habe ich mir schon so meine Gedanken gemacht, wie es möglich ist, dass man im Laden Röcke oder auch Oberteile für 3-5 Euro kaufen kann. Passend zu meinen Gedanken, tauchten Ende April viele Blogartikel zum Thema Fast Fashion und zum Fashion-Revolution-Day auf, die eigentlich genau das auf den Punkt brachten, was mir schon eine Weile unterschwellig durch den Kopf ging. Seit ich mit nähen angefangen habe kann ich mittlerweile auch ein bisschen einschätzen, wieviel Arbeit in so einem Kleidungsstück steckt. Und sei es nur etwas so einfaches wie ein Rock.
Zwei für mich interessante Artikel habe ich unter anderem bei Herzilein-Dinge und Wasteland Rebel gelesen. Nach letzterem Artikel, habe ich meine gut erhaltenen aussortierten Sachen/Fehlkäufe der letzten Jahre prompt zu Oxfam in der Stadt geschafft und nicht den Altkleidercontainer um die Ecke, wie ich es eigentlich vorhatte.

In diesem Zusammenhang verfolge ich auch sehr aufmerksam PiexSu’s Challenge 365 Tage Ohne. 365 Tage ohne Kleidung zu kaufen. Als ich mich im Januar zum ersten Mal an eine Nähmaschine gesetzt habe, habe ich mir auch vorgenommen so wenig Kleidung wie möglich im Laden zu kaufen – einfach auch um meinen Lernprozess zu beschleunigen. Nun gehöre ich zu den Menschen, die nicht zum Zeitvertreib einkaufen gehen. Ich hasse Klamotten Shoppen – weil es in 90% der Fälle immer mit Frustration endet. Und ich gehe wirklich nur einkaufen, wenn etwas neues brauche (weil das alte kaputt oder abgetragen ist) oder ein Anlass ins Haus steht zu dem man etwas besonderes braucht. Aber selbst das ist kein Garant. Ich gehe mit der festen Absicht in die Stadt mir eine neue Jeans zukaufen, weil die alte vom vielen Fahrradfahren an den Oberschenkeln aufgerubbelt ist und komme mit 5 neuen Büchern nach Hause… Bücher sind mein Frustshopping…. ich arbeite dran.
Da ich mich Facebook erfolgreich verweigert habe, habe ich mich nicht offiziell bei der Challenge eingetragen aber inoffiziell habe ich schon den Anspruch Kleidung kaufen so weit wie möglich und praktikabel zu vermeiden.
Aber wer macht eigentlich den Stoff den wir verarbeiten? Je mehr man sich mit einem Thema beschäftigt, desto weitere Kreise zieht es.

Meinen Rock und meine Gedanken zum Thema nehme ich jetzt mit zum Me-Made-Mittwoch und verlinke ihn auch gleich mal bei PiexSu.

********************

We have a new sewing magazine in Germany. It’s called „Nähtrends“ and it’s the German edition of the Spanish „Patrones“ magazine.

My last two projects were two tops from the April edition of the Burda Style magazine. I battled my way through the instructions although they are far from beginner friendly – and the result is wearable. Now I wanted to find out if other magazines are also cryptic in their instructions. The new magazine has a lot of pretty clothes and I decided to make another skirt – since I had the fabric (from my last visit to IKEA – I hate to admit it) in my stash.
I choose to do skirt number 17.
I changed the zipper to the back und added 5 cm to the length. The waistband is still giving me troubles. I wanted to have a waistband with a button but decided too late. The instructions says to put the zipper right up to the fold line of the waistband. I was confused as I’m still trying to figure out the best way to sew a waistband to a skirt. It’s quite some trouble to sew a zipper in with skirt, underskirt and waistband already sewn togehter.
I do like how it turned out – althought the homebrewer thinks the skirt sits too high. I like it this way and feel more comfortable when the waistband actually reaches up to the waist. Now how do I stop the waistband from gapping?

It took me about three days to sew the skirt and I started wondering how it is possible for shops like H&M and Primark to offer skirts or tops from 3-5 Euros. Incidentally at the end of April a lot of blog entries started popping up about Fast Fashion and the Fashion Revolution Day on April 24th. They were voicing the thoughts which had been in my head for a while now since I started sewing in January.
After sitting behind the sewing machine for the first time I also decided to buy as little clothing as possible. Originally this was to speed up my learning process but after reading a bit more about the Fashion Industry, I also lost the will to enter those shops. I don’t think I will miss it much, as shopping for clothing has always been more of an ordeal for me than a valid freetime activity.
But who produces the fabric we are using? Somehow, the more you get in to a topic, the complexer it becomes.

7 Kommentare »

Zeitschriften Sew Along mit Burda: Das große Finale

Es ist soweit, mein erster Sew Along geht zu Ende und ich muss gestehen, ich bin schon ein bisschen stolz 🙂

Ich hatte mir ja mehrere Modelle aus der April-Burda ausgesucht: Top 109, Top 118 und Rock 113.
Den Rock hatte ich ja schon frühzeitig wieder aus meiner Auswahl entfernt, da ich so meine Zweifel hatte, ob mir ein Bleistiftrock überhaupt steht. Der Bleistiftrock, der sich in meinem Kleiderschrank befunden hat, war nämlich ganz und gar unvorteilhaft.

Über Top 118 habe ich ja schon beim letzten Treffen berichtet, da habe ich noch eine kleine farbliche Änderung vorgenommen, die ich gleich noch im Anschluss vorstellen werde. Zunächst aber erstmal zu Top 109.

Top07

Hier habe ich kein Probemodell gemacht, da es sich ja bei meinem Stoff um einen Viskose-Jersey mit Stretch handelte, dachte ich mir, wird schon irgendwie passen. Ich habe allerdings die beiden Schnittmuster in der Weite nochmal verglichen. Modell 109 ist deutlich schmaler ausgelegt als 118. Obwohl ich ja beim letzten Mal schon meine Zweifel hatte, ob meine Maße wirklich Burda-konform sind, habe ich doch nochmal Große 44 zugeschnitten und mich damit an die genau an die Maßtabelle gehalten. Mmmm, was soll ich sagen. Wieder zu groß. Ich bin auf beiden Seiten nochmal gut 2 cm reingegangen. Also entweder lasse ich beim nächsten Mal die Nahtzugabe einfach weg oder schneide gleich eine Nummer kleiner zu. Das Shirt sitzt immer noch sehr locker.

Top03

Top04

Nähen ging diesmal schon deutlich einfacher und ich bin mächtig stolz auf meine Trudi, dass sie mit dem Jersey so gut klar gekommen ist. Keine Angst vor Jersey-Stoff 😉 – T-Shirts ich komme!

Allerdings hatte ich immer wieder so ein bisschen den Eindruck, dass die Burda wichtige Zwischenschritte unterschlägt. Oder zu mindest Schritte, die einer erfahrenen Näherin vielleicht klar sind, mir als Anfänger aber leider nicht. Zum Beispiel habe ich mich sehr lange gefragt was denn nun eigentlich mit meiner Wasserfallfalte wird, die ich zwar brav zusammengeheftet hatte, die dann aber da so rum hing. Irgendwann so gegen Schluss ist mir aufgegangen, dass ich die mit an den Schulternähten hätte festnähen sollen. Hier wäre ein kleiner Hinweis doch sehr hilfreich gewesen. Ich hab’s dann einfach mit der Hand festgenäht.

Top11

Top12

Außerdem hatte ich vergessen das Formband aufzubügeln, aber das ist mir zum Glück vor dem Schließen der Seitennähte und dem Annähen des Loopteils aufgefallen, da konnte ich noch einfach nacharbeiten. Das Stück zum Annähen des Loops würde ich beim nächsten Mal vielleicht noch etwas länger machen. Statt der angegebenen 10,5 cm vielleicht 14,5 – 15 cm veranschlagen.

Top09

Top10

Top13

Und dann muss ich noch erwähnen, dass ich zum ersten Mal mit einer Zwillingsnadel genäht habe *Stolz-wie Oscar*, ein bisschen mulmig war mit mit diesem gefährlich aussehenden Ding schon – aber alles Super und ein nahezu professionell aussehender Saum 🙂

Top08

Top05

Top06
Ach ja, den Armausschnitt habe ich auch noch etwas verengt, da er doch sehr groß war und man fast das komplette BH-Band sehen konnte.

Mein Fazit. Also erstmal Danke an BuxSen für das organisieren dieses Sew Alongs, das hat mich wirklich motiviert mal den ein oder anderen Schnitt aus der Burda auszuprobieren. Ohne ein bisschen Druck bleibt es ja meistens nur beim „wollen“ und „eigentlich könnte ich doch mal“. Allerdings muss ich auch gesetehen, dass ich von der Burda jetzt erstmal die Nase voll habe. Für Anfänger ist das ewige gerätsel „Wie die Burda das wohl meint“ anstrengend, denn meistens fehlt noch das Know-How, wie man das Problem noch lösen könnte. Die Mai-Ausgabe habe ich zwar durchgeblättert, aber nicht gekauft. Sattdessen, habe ich mir mal die neue Nähtrends (Patrones) und die Fashion Style (Knipmode) zugelegt – mal sehen wie die das so mit ihren Beschreibungen halten.
Allerdings muss ich auch sagen, dass ich mit diesen beiden Modellen unheimlich viel gelernt habe und tatsächlich bin ich ziemlich happy, dass ich zwei tragbare Oberteile genäht habe. Nach dem ich das Zweite fertig hatte, hatte ich für den Rest des Abends ein Dauergrinsen im Gesicht.

Top01

Und jetzt nochmal zurück zu Top 118.
Ihr erinnert Euch, dass ich mit der Farbe nicht ganz so glücklich war.

Top24

Nun in der Nacht kam mir der Gedanke, dass ich es ja umfärben könnte (und diese Idee hatten auch einige in den Kommentaren geäußert). Erst dachte ich, dunkler färben und vielleicht ein orientalisches Muster mit Stoffmalfarbe aufstempeln.
Und dann, so kurz vor dem einschlafen, schoss mir noch der Begriff Shibori durch den Kopf. Äh Shibori? Wo kam das denn her? Das Unterbewusstsein ist doch eine komische Sache.
Aber ja, irgendwann Ende des letzten Jahres hatte ich mal einen Artikel über die japanische Färbemethode Shibori gelesen. Also hab ich mir fix nochmal die Seite herausgesucht (beide auf Englisch) und bin zu Werke gegangen.

Wer sagt denn, dass man unbedingt Indigo nehmen muss. Ich habe mich für ein dunkles Violett (Simplicol – in der Drogerie nur halb so teuer wie bei Idee, übrigens) entschieden.
Shirt abgebunden und Steine mit eingeknotet und ab in den Farbeimer damit. Ich meine, noch viel schlimmer kann es ja kaum werden.

Top25

Aber ich finde, das Resultat kann sich durchaus sehen lassen.

Top26

Top27

Batiken ist eine spannende Sache, man kann sich bis zum Schluss nie so wirklich sicher sein, wie es aussieht. Glücklicherweise gibt es dabei kein falsch und richtig.

Top28
Besser, oder?

Top30

Top29

Jetzt bin ich mal gespannt wie lange die Farbe hält. Ich habe sie zwar fixiert, aber mir scheint, dass in meinem Stoff doch ein Kunstfaseranteil drin ist. Da der Stoff aus der Restekiste ist und auf dem Zettel nur ‚BW‘ drauf stand, kann ich das nicht mit Genauigkeit sagen.

Jetzt werde ich noch meine Mittwochsrunde zum Me-Made-Mittwoch machen, mich in die finale Modenschau bei BuxSen einreihen und weil es so gut passt auch noch mit meinem Zebra-Look bei den 12 Letters of Handmade Fashion vorbei schauen, dort ist die Hostess für den April Buchstaben Z Fredi von Seemannsgarn. Last-Minute sozusagen.

10 Kommentare »

Zeitschriften Sew Along mit Burda: Der zweite Zwischenstand

Ich habe es langsam angehen lassen, weil ich mich irgendwie nicht so richtig ran getraut habe. Die Burda wirkte auf einmal ziemlich einschüchternd aber dann habe ich mir ein Herz gefasst und mich an Top 118 herangewagt. Mich als Anfänger hatte ja angesprochen, dass es als leicht gekennzeichnet war und auch relativ schlicht aussah. Allerdings wäre ich schon fast an Schritt 1 gescheitert. ‚Leicht‘ ist da vermutlich relativ zu sehen. Für erfahrene Burda-Näherinnen ist es ein Klacks (das habe ich schon auf anderen Blogs gesehen), für mich war es allerdings das allererste Modell, dass ich aus der Burda (aus einer Nähzeitschrift überhaupt) genäht habe. Aber irgendwo muss man ja mal anfangen und so habe ich mich durchgekämpft.

Zum Üben habe ich mir ein Probemodell genäht. Das erschien mir sinnvoll (und sollte sich auch so bewahrheiten)

Setzen wir uns mal mit Schritt Eins auseinander.
‚Am Vorderteil die Abnäher in der Mitte (markierte Stepplinie – ja, auf dem Bogen ist die tatsächlich markiert) so falten, dass die linken Stoffseiten aufeinander liegen.‘
-Was? Hatte ich nicht grade beim Online-Kurs im Part Abnäher gelernt, dass die Rechten Seiten aufeinander gehen.
Entlang der schrägen Abnäherlinien steppen.- Mmmh Ok, also die äußeren, ich hab erstmal Heftfaden genommen.
Die Mitte der Abnähertiefe (Waas? Was ist denn bitte die Abnähertiefe) auf die Naht legen und und die Abnäher vom breiten Ende zur Spitze hin bügeln. Abnähertiefen wie eingezeichnet feststeppen.

Top05

Ich hab mir ein Probestück genommen und es wie beim Origami hin- und hergefalten. Letzten Endes war es mein Mutti, die mir den entscheidenden Tipp gegeben hat. Es war zwar nicht exakt das, was ich gemeint habe aber plötzlich hatte ich es, in dem ich die beiden Seiten zur Mitte gefaltet habe und die Mitte auf der Vorderseite plattgedrückt war. Ah-Ha!

Top07
Die Abnähertiefe ist übrigens die Strecke von der Naht bis zur Bruchkante, aber das nur nebenbei.

Top04

Am Probeteil habe ich dann so ein bisschen rumexperimentiert und eigentlich alle Fehler gemacht, die man so machen kann. Den einen Abnäher rechtsrum und den anderen linksrum einnähen, bei den Besatzstreifen für den Armausschnitt hatte ich mich verlesen und er war 6 cm zu kurz. Aber dafür sind Pobeteile ja da.

Top03

Am Ende sah es so aus.
Ich präsentiere Modell Jutesack:

Top01

Was ist das mit den Burda-Größen? Laut Maßtabelle muss ich Größe 44 nehmen. Bei Kaufkleidung trage ich in der Regel eine 40. Das erscheint mir schon ein recht großer Unterschied. Kann ich davon ausgehen, dass ich prinzipiell eine Größe kleiner zuschneiden kann? Ich werde das mal noch beobachten. Hab ja noch ein Top, welches ich nähen möchte.
Nun gut, das Modell war ja auch recht locker geschnitten, der Nesselstoff fällt mit Sicherheit anders als mein Viskosekrepp, aber trotzdem. Sehr schmeichelhaft ist das nicht.
Außerdem zu ist es zu kurz (dabei bin ich 165 groß, die Burdamodelle sind für eine Größe von 167cm konzipiert) und mein Probemodell ist noch nicht mal gesäumt.

Top02

An der Seite muss definitv Stoff weg, also habe ich auf Höhe der Taille auf beiden Seiten zwei cm weggenommen.
Auf dem Schnittbogen habe ich ein Kurve von Größe 44 zu Größe 40 auf Taillenhöhe gezogen und die dann zu Größe 42 auslaufen lassen.

Top08

Außerdem habe ich mit Taillenabnähern experimentiert. Jetzt wo ich den Kurs gesehen habe, musste ich das auch gleich mal ausprobieren, aber das war nur so eine Idee.

Top09

Nachdem ich mit dem Sitz so einigermaßen zufrieden war, hab ich alles auf mein Schnittmuster übertragen. Mit meinen neu erworbenen Schnittmusterverlängerungs-Fähigkeiten habe ich das Schnittmuster noch um ganze 5 cm verlängert

Top10

Top11

Top12

Top16

Top17

Bei den Abnähern hab ich auch ein bisschen rumgebastelt und die von 8cm auf 10cm verlängert, dann aber nur bis 8 cm zugenäht, so lief die Spitze besser nach vorne aus und hat nicht so einen komischen Knubbel gebildet.
Top14
Vorher

Top15
Nachher

Top13
Direkter Vergleich

Als ich dann voller Enthusiasmus meinen schönen Viskose Krepp (das ist übrigens der Stoff, wo das geänderte Schnittmuster draufliegt) zuschneiden wollte, musste ich feststellen, dass er ziemlich genau 1 cm zu schmal war. Egal wie ich es gedreht und gewendet habe, irgendwo hat immer eine Ecke des Schnittmusters über den Stoff hinausgeguckt. Naja, bei der Geschichte, die der Stoff und ich gemeinsam haben, wundert mich das jetzt nicht mehr wirklich. Da war mein Enthusisamus schon wieder gedämpft. In meinem Stoffhaufen, habe ich dann noch einen lavendelfarbenen, leichtfallenden Blusenstoff gefunden, den ich ganz am Anfang mal aus einer Restekiste als Übungsstoff gefischt hatte. Da mich nun der Ehrgeiz fest in seinem Griff hatte und ich das Top unbedingt nähen wollte, hab ich den genommen.

Meine Änderungen habe ich so übertragen, bis auf die Taillenabnäher, die habe ich dann nach der ersten Anprobe doch weggelassen.
Top18

Top19

Also es sitzt wesentlich besser, aber die Farbe…..

Top21
Lavendel schmeichelt mir nicht unbedingt. Der Hobbybrauer meinte in seinem Urteil, es sieht aus wie ein Krankenhauskittel. Ähhh… na so ganz unrecht hat er nicht.

Top20
Ich lass mir noch was einfallen, vielleicht ist es ja zu retten. Zur Not muss es als Schlafanzugoberteil herhalten.

Abschließend kann ich aber auf jeden Fall sagen, dass ich eine ganze Menge dazu gelernt habe. Jetzt werde ich meinen Zwischenstand noch bei unserer Sew-Along-Organisatorin Jenny von BuxSen einreichen und meim Me Made Mittwoch, der Linkparty für selbstgenähte Kleidung, vorbei schauen.

10 Kommentare »

Häschenetui / Bunny etui

Nicht nur dass bald Ostern ist, ich brauchte auch noch ein kleines Geburtstagsgeschenk für einen großen Häschenfan.

Auf der Suche nach Inspiration habe ich durch meine Zeitschriften geblättert und bin tatsächlich auch fündig geworden und zwar in dem Sonderheft aus der Simply … -Reihe: Fantastische Stick-Ideen. Das kleine Häschenetui hatte es mir schon damals angetan (aber ich war zu faul um alles mit der Hand zu nähen, ich gebe es zu) und jetzt mit dem richtigen Equipment war es schnell zusammen genäht. Die Stickerei ist selbstverständlich immer noch Handarbeit aber so kleine Projekte zwischendurch bringen frischen Wind in die Bastelstube.

Not only are we close to Easter Holidays, I also needed a little birthday present for a big bunny enthusiast.
I paged through my craft magazines and found a neat idea. An embroidered etui for pens – with a bunny of course.

In der Anleitung steht, dass man das Motiv auf die linke Seite zeichnen soll um es dann von links zu sticken damit man die Bleistiftlinien nicht sieht. Ähm, wie jetzt? ich frage mich ob die vorher ausprobieren, was die in der Anleitung schreiben. Natürlich habe ich nicht von links gestickt – sondern mir mit Trick-Marker das Motiv auf die rechte Seite gezeichnet und es dann ganz normal gestickt.

The instruction said you should embroider the motif from the left side to avoid pencil markings on the front. Who on earth is embroidering from the left? I wonder if they test what they write. Of course I didn’t embroider from the left, I’m not even sure how this is supposed to work, judging from how my left sides usually look. I used my trick marker to draw the motif on the right side and embroidered it the normal way.

Etui02
Wie man sieht, habe ich das Motiv auch zuerst aufgestickt und dann alles ausgeschnitten. War zwar jede Menge Stoff, lässt sich aber einfacher mit dem Rahmen handhaben.

As you can see, I embroidered the bunny first and cut the fabric afterwards. It was wa lot of fabric but it was easier to handle in the hoop.

Etui01

Für das Schwänzchen habe fand ich den Knötchenstich passender und beim nächsten Mal würde ich warscheinlich Augen und Barthaare zum Schluss aufsticken. Da mit dem Spannstic drum rum zugehen war eine ziemlich Friemelarbeit.

For the tail I used French Knots -I thought it’s more suitable than the satin stitch which was recommended. And next time I would do eyes and whiskers after finishing the face.

Etui03

Für das Grün von der Möhre habe sie geschrieben, es soll mit Nadelmalerei gestickt werden. Mmmh, das war mir zu dubios, ich habe mich für den Stielstich entschieden.

For the green part auf the carrot the instruction said to use needle painting. I used the stem stitch instead

Etui04

Man sieht hier noch das blau des Trickmarkers durch, aber einmal ordentlich unters Wasser gehalten und schon sind die Markierungen auch weg.

You can still see the lines of the marker but when you put it in water the markings will disappear.

Dann habe ich den Stoff entsprechend des Schnittes ausgeschnitten. Für den Futterstoff habe ich den Rest von meinem Frühlingsherbeiwünschungsrock genommen und als Einlage Vliesline H250.

I cut the fabric according to the pattern. For the lining I used the rest of my spring skirt and as interfacing I used Vliesline H250.

Etui05

Die Nahtzugabe habe ich noch einbisschen mit der Zackenschere zurück geschnitten. Mir war ohnehin nicht ganz klar warum die Anleitung „mindestens 2,5 cm Nahtzugabe“ vorgesehen hat. Das erschien mir doch sehr viel, vorallem wenn man es im nächsten Schritt auf 0,6 cm zurückschneidet. Ich habe 1,5 cm genommen, was völlig ausreichend war.
Dann wenden, die Ecken schön ausformen und die Wendeöffnung verschließen. Zum Schluss alles noch mal bügeln.

I cut the seam allowance with pinking shears. I didn’t understand why the instruction said to use at least 2.5 cm (1 inch) of seam allowance. Especially when you trim it to 0.6 cm (0.25 inch) in the next step. I used 1.5 cm (0.6 inch) seam allowance which was perfectly enough.

Beim Zusammenfalten habe ich mir dann die Stifte, die rein sollten als Vorlage genommen damit das Etui am Ende nicht zu klein wird. Die Seiten habe ich mit einem einfachen Vorstich in Rot (passt zum Futterstoff) zusammen genäht.

I used the pens as template for the size when folding the etui together and sewed the sides with a simple running stich in red.

Etui06

Die Druckknöpfe habe ich auch mit dem roten Faden angenäht.
Damit die Knöpfe richtig sitzen, habe ich eine Nadel durch alle Schichten gepiekt und dann an der Austritts- und Entrittsstelle eine Punkt mit meinem Marker markiert.

I also used the red thread to sew on the snaps.
To find the right position for the snaps I poked a needle through all layers and marked the points with my marker.

Etui07

Etui08

Etui09

Und fertig ist das Geschenk. Ich hoffe es kommt gut an.
Heute ist es zwar schon spät, aber noch ist etwas Zeit um beim Creadienstag vorbei zuschauen.

Hinterlasse einen Kommentar »

Zeitschriften Sew Along mit Burda: Pläne und Ideen

ZSA16_burda

Ohh, schon seit ich die tollen Bilder vom Weihnachtskleid Sewalong gesehen habe, wollte ich an soetwas teilnehmen und nun bietet sich mir, dank dem von BuxSen organisierten Zeitschriften Sew Along, die Möglichkeit.

ZSA16_01

Tatsächlich war Burda Nr. 3 die allererste Burda die ich mir in meinem Leben gekauft habe. Wegen des Kleides vom Titelbild. Meine Oma hat früher sehr viel genäht (jetzt schon lange nicht mehr) und als ich die Zeitschrift bei meinem letzten Besuch mit hatte, war sie ganz verzückt „Ohhhh eine Burda!“ und dann hat sie den ganzen Nachmittag durch das Magazin geblättert 😉 und mir eine Anweisung einen Rat mit auf den Weg gegeben „Und das du mir ja alles heftest!“ Ja, Oma.

Heft Nr. 4 habe ich mir auch gekauft, weil ich total auf diese orientalischen Muster stehe 🙂

Nun aber zu dem was mir so spontan ins Auge gefallen ist.

Heft 03/2016

ZSA16_03
Besagtes Bild von der Titelseite

ZSA16_02
Das Jäckchen gefällt mir auch ganz gut

ZSA16_04
Das Kleid gefällt mir auch sehr gut. Ich bin Ende Juli zu einer Hochzeit eingeladen, ob ich da schon soweit bin soetwas zu bewerkstelligen?

Ich sehe das realistisch, die Modelle gefallen mir alle sehr gut, aber ich glaube sie übersteigen im Moment einfach noch meine Fähigkeiten.

Daher Heft 4/2016 zur Hand

ZSA16_05
Das weiße Top hat es mir sehr angetan. Es war mit „Leicht“ gekennzeichnet, deshalb werde ich mich zunächst einmal daran versuchen.

ZSA16_06
Hier finde ich sowohl das Oberteil als auch den Rock sehr spannend und beides war ebenfalls mit „Leicht“ gekennzeichnet. Man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben.

Als nächstes mache ich mich mal auf die Suche nach dem passenden Stoff. Hach, ich bin ganz aufgeregt und voller Vorfreude. Ich hoffe es wird was.

3 Kommentare »

{Nähen für absolute Anfänger} Bärenbrüder / Brother Bear

Baer06

Ich wollte meine Fingerfertigkeit gerne noch etwas in Sachen Kurven nähen und den Stoff unter der Nähmaschine hin und her drehen schulen. Deshalb habe ich mir noch eine kleines kurviges Projekt zum Üben ausgesucht.

Mit kleinen Kinder in der Familie (und im Freundeskreis) kann man ja auch lustige Gefährten zum verschenken kreieren.

After practicing to sew straight lines with the shopping bag in sewing project one and the cushion with hotel closure in sewing project two and learning how to do curvy lines with the application for the cushion, I wanted to practice sewing curvy lines a bit more. For that reason I choose a little project thats easy to do with a lot of curvy lines. Having small children in the family (and in my circle of friends) makes it easy to sew some funny companions to give as present.

Baer02

Ich hab mich für den lustigen Bären aus der Simply Nähen 01/2016 entschieden und da passierte es grade zur rechten Zeit, dass dem Hobbybrauer die Pyjamahose irreparabel zerriss. So hatte ich gleich Stoff zum Üben (natürlich gewaschen).

I choose to make a little bear which I found in one of my favorite sewing magazines. Incidentally the home brewer managed to tear his pyjama pants beyond repair and I seized them immediately because it gave me some nice fabric for practicing (after washing of course).

Baer01

Ich habe die Bärenschablone aus dem Heft kopiert und auf den Stoff übertragen.

Vor dem Zusammennähen habe ich das Gesicht und die Schleife aufgestickt. Da die Kinder, die beschenkt werden sollen noch sehr klein sind, habe ich mich für’s aufstiecken als sichere Variante entschieden. Ich verstehe auch immer nicht, warum in sämtlichen Anleitung für Plüschtiere und Amigurumi die Gesichter zum Schluss aufgestickt werden, wenn schon alles fertig gestopft und zu ist. Für mich stellt sich dann immer das Problem, was ich mit den Fadenenden mache – vorallem am Anfang. Wenn möglich, mache ich die Detailarbeiten lieber wenn ich noch ohne Probleme rankomme.

I copied the bear pattern from the magazine and traced it onto the fabric. I stiched the face and the bow before sewing the bear together. Although they did the bow as application in the pattern, I decided to stitch it because the children I’m planning to give the bears to are still very small – so I decided for the safer option. What I don’t understand is why most instructions tell you to stich the details after all is stuffed and closed either with plush dolls or amigurumi. The problem I have that I don’t know what to do with the beginning of the thread. Where do I secure it if everything is already closed? When possible, I prefer to stitch the details on when I can reach them without problems.

Baer03

Baer04

Nachdem ich die Details aufgestickt waren, hab ich die Stoffteile wieder rechts auf rechts aufeinander gelegt  und dann zusammengenäht. Ich habe die Teile erst zusammengenäht und dann erst ausgeschnitten. Beim ersten Bären war ich so begeistert von meinen Kurven-Nähkünsten dass ich prompt die komplette Naht geschlossen habe – und ich hab mich riesig gefreut, als ich den Nahtanfang perfekt getroffen habe… Beim Ausschneiden fiel mir dann auf: „Mmh – du brauchst ja eigentlich auch eine Wendeöffnung.“ Also kam mein Nahttrenner zum ersten richtigen Einsatz und ich musste einen kleinen Teil wieder auftrennen.

Nach dem Wenden hatte ich dann das Problem, dass die Arme, Beine und Ohren ganz komisch verknubbelt waren, bis mir eingefallen ist, dass es hilft, wenn man bei Kurven und Ecken die Nahtzugabe bis knapp zur Naht etwas einschneidet. Das hab ich irgendwann mal in einem meiner Stickbücher gelesen, das stand nicht mit in der Anleitung. Ich vermute mal, dass der Jerseystoff, der im Heft benutzt wurde, sich anders verhält ans mein Pyjamahosen-Webstoff.

Bär noch ausstopfen, Wendeöffnung verschließen und fertig. Juhu

After stitching on the details, I put the fabric pieces together again – right side on right side and sewed them together. I cut the bearshape after sewing everything together. When sewing the first bear I was so happy that I managed to get the curves that well that I sewed the complete round and was incredibly happy when I perfectly met the beginning of the seam. When cutting out the bear, I realized that I needed an opening to turn and stuff the bear. Oops. Seam ripper to the rescue – it was the first time it got put to real use.

After turning the bear it looked a bit distorted at arms, legs and ears when I remembered reading somewhere in my embroidery books that it helps to notch the seam allowance at curves and corners. It helped.

I stuffed the bear with fibrefill, closed the opening for turning and done. Yay

Baer07

Und jetzt mache ich noch einen kleinen Ausflug zum Creadienstag und gucke was es da für tolle Osterbastelideen gibt.

Hinterlasse einen Kommentar »

{12 Letters of Handmade Fashion} W wie Wolltuch

(Please scroll down for English)

Dreieck04

Als ich von der 12 Letters of Fashion Aktion drüben auf  dem tollen Tweet & Greet- Blog von Selmin gelesen habe, war ich sofort Feuer und Flamme. Was liegt da näher als W wie Wolle. Ich liebe solche Challenges.

Im Januar war ich ja ohnehin mit meiner Häkelnadel im Wollehaufen verschwunden und so habe ich mich an mein allererstes Dreiecktuch nach einer Anleitung aus der Simply Häkeln 03/15 gewagt.

Dreieck02

Bis jetzt habe ich ja nur Kleinteile wie Mützen, Amigurumi-Figuren etc. gehäkelt und dieses Jahr wollte ich auch ein paar größere Sachen ausprobieren. Den Anfang hat dieses Tuch gemacht, einen Pullover habe ich auch noch in der Warteschlange.

Das Muster war wirklich einfach zu häkeln, ich habe statt der vorgeschlagenen Wolle mit Drops Alpaca in der Farbe Teal (2919) (50g/167m) und Nadelstärke 4,5 gehäkelt. Ich musste auch einen Rapport weniger als angegeben häkeln weil die Wolle nicht gereicht hat – aber sei’s drum.

Mein größtes Problem war dann eigentlich das Spannen. Ich habe bei mir in der Wohnung nur Laminat, also fiel Spannen auf Teppichboden aus und ein Gästebett habe ich auch nicht zur Verfügung. Nachdem ich verschiedene Methoden recherchiert habe, habe ich mich letztendlich doch dafür entschieden in Spanndrähte zu investieren – und auch gleich noch in eine preiswerte Puzzelmatte.

Dreieck03

Ich glaube der Einsatz hat sich gelohnt, weil ich mir auch schon das nächste Tuch ausgesucht habe und die Drähte nehmen ja auch nicht sooooo viel Platz weg.

Ich bin sehr zufrieden im meinem Erstlingstuch und werde es mit Freude tragen.

Dreieck05

Dreieck06

**********************************************

I love challenges and this year I decided to take part in the „12 Letters of Handmade Fashion Challenge“ over on Selmin’s blog Tweet & Greet.
For me it was the first time I made something larger than a hat or some Amigurumi toys. For this year I planning to make some clothing like a cardigan or a pullover but I figures it would be easier to start with some accessoir – so I made a scarf. It’s my first ever triangle scarf. The pattern was easy enough although I had to skip the last pattern repeat because I ran out of yarn. Anyways. The yarn I used is Drops Alpaca in teal (2919) (50g(1.8oz)/167m(183yds)) and a No. 4.5 crochet hook.
My largest problem was in fact blocking. I don’t have a carpet in my apartment (or a large guest bed) so after some to and fro I decided to invest into some blocking wires at last. The next scarf is already in the planning stages.
All in all I’m quiet satisfied with my first scarf 🙂

1 Kommentar »

%d Bloggern gefällt das: