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Kokos-Ananas-Kuchen

Für mich schmeckt der Sommer nach Kokos und Ananas und weil ich im Moment total auf Kokos stehe gibt es hier zur Zeit Kokoskuchen en masse (und Kokosbrot, Kokos-Curry…)

Ein tolles Rezept für Kokoskuchen mit Kokosmilch habe ich bei schokohimmel.com gefunden.

Ich habe das Rezept entsprechend abgewandelt und mit Ananas verfeinert. Eigentlich wollte ich Dosenananas nehmen, hab aber vergessen welche zu kaufen. Glücklicherweise hatten wir noch frische zu Hause, die auch verarbeitet werden musste.
Ich habe ca. eine halbe Ananas genommen (bei einer 20cm Form bleibt noch ein bisschen zum Naschen übrig) und klein geschnitten.

KokosAnanas01

Dann habe ich die erste Hälfte des Teigs in die Form gegossen, die Ananasstückchen drübergestreut, bis der Teig bedeckt war, die zweite Hälfte des Teigs drüber gegossen und dann die restliche Ananas drüber (soviel bis der Teig gleichmäßig bedeckt ist).
Alles ab in den Ofen. Ich habe den Kuchen bei 180°C Ober-/Unterhitze 50 Minuten gebacken. Aber mein Ofen ist auch ein bisschen zickig.

KokosAnanas02

Für meinen Geschmack ist der Kuchen einen Tick zu süß (aber trotzdem super lecker), ich hatte zwar den Zucker schon auf 125g reduziert, aber ich denke 100g hätten auch ausgereicht. Beim nächsten Mal. Vielleicht lag es auch an der etwas überreifen Ananas.
Der Kuchen ist super saftig und im Nu verputzt. Ich könnte mir auch gut Schlagsahne dazu vorstellen.

KokosAnanas03

KokosAnanas04

KokosAnanas05

 

Ein bisschen Off-Topic muss auch mal sein:

Heute ist übrigens Internationaler Plastiktütenfreier Tag und Juli steht ganz im Zeichen der Plastevermeidung. Ich habe die Challenge akzeptiert, ihr auch?
Mehr Informationen zum Thema Plastemüllvermeidung und Müllvermeidung allgemein findet ihr auch auf der tollen Seite von Shia, die nicht nur für vegane Leckereien bekannt ist.

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Frustbacken oder auch die Waldbeeren-Biskuitrolle

Kennt ihr das? Da freut man sich riesig endlich ein neues Projekt anzufangen, hat die (perfekten) Materialen zusammengesucht, Schnittmuster vorbereitet, Stoff zugeschnitten und weiß im Kopf schon ganz genau wie toll es am Ende ausehen wird… und dann ist das Resulat Äonen von „toll“ entfernt – in die negative Richtung.

So ist es mir mit meinem neusten Taschenprojekt gegangen. In meinem Kopf habe ich meine neue „für-jeden-Tag-Tasche“ schon ausgeführt und mich gefreut wie toll sie aussieht – da war noch nicht mal das erste Stück Stoff zugeschnitten.

Eigentlich lief alles ganz gut, bis mich dann irgendwann meine Lesefähigkeit verlassen hat und ich in meinem Enthusiasmus die Taschenklappe an der Innentasche festgenäht habe (in der Anleitung stand eindeutig Außentasche, ich habe nochmal nachgesehen) – gemerkt habe ich das natürlich erst kurz vor fertig – beim wenden… Außerdem sind die Trägerlaschen beim zweiten Annähversuch irgendwie verrutscht, statt an der Seite waren sie plötzlich durch die Tschenklappe verdeckt. Wie soll man denn so den Riemen befestigen, zudem war die obere Kante total verknubbelt. In einem Wutanfall Als Ausdruck meiner Unzufriedenheit hab ich die Laschen erstmal wieder rausgerupft (daher kein Foto), das Ding in die Ecke gepfeffert und mich in die Küche verkrümelt.

Linnea03
Hier das Objekt meiner Unzufriedenheit schon mit rausgerupften Laschen, mehr dazu dann nächste Woche.

Bei so etwas hilft nur backen und zwar etwas Mächtiges…  mit viel Zucker – wie zum Beispiel eine Biskuitrolle.

Das Rezept stammt aus der Zeitschrift Einfach Hausgemacht (02/2016).
Ich habe mich nicht Eins zu Eins dran gehalten, meine Änderungen und Anmerkungen habe ich hier in eckigen Klammern kommentiert

Bisquit05

Grundrezept Biskuitteig
4 Eier zimmerwarm [meine kamen aus dem Kühlschrank, hat auch funktioniert]
120g Zucker
1 Prise Salz
90g Mehl
30g Speisestärke
1 TL Backpuker
Außerdem:
Zucker zum Bestreuen

Den Backofen auf 180°C vorheizen [es war nicht angegeben ob Umluft oder Ober-/Unterhitze – ich habe letzteres genommen]

Ein Backblech mit Backpapier belegen
Die Eier trennen. Das Eigelb schaumig schlagen. Nach und nach 2/3 des Zuckers einrieseln lassen und weiter schaumig schlagen, bis die Masse eine weißschaumige Konsistenz hat [gute 5-8 Minuten].
Das Eiweiß mit dem Salz zu steifem Schnee schlagen und den restlichen Zucker einrieseln lassen.
Den Eischnee auf die Eigelbcreme geben, das Mehl, die Speisestärke und das Backpulver darübersieben. Alles vorsichtig unterheben.

Die Biskuitmasse auf das Blech verteilenund glatt streichen.
Im vorgeheizten Backofen 10-15 Minuten goldgelb backen.
Währenddessen ein Küchentuch gleichmäßig mit Zucker bestreuen.
Die Biskuitplatte aus dem Ofen nehmen und sofort auf das Tuch stürzen. Vorsichtig das Backpapier abziehen
Den Biskuit sofort von der Längsseite her mit dem gezuckerten Tuch aufrollen, da er nun noch warm und elastisch ist. Aufgerollt vollständig auskühen lassen.
[Vorsicht beim Anheben und aus dem Weg legen – ich hab den restlichen Zucker aus dem Tuch komplett in der Küche verteilt]

Bisquit02

Für die Füllung:
6 Blatt Gelantine [ ich habe Agaranta von BioVegan genommen, weil mich Gelantine ein klein wenig ekelt seit ich weiß woraus das hergestellt wird]
500g Quark
100g Zucker
300 ml Sahne [bei mir war es ein Becher (250ml) weil ich keinen zweiten anfangen wollte]
500g gemischte Beeren, frisch oder TK [ bei mir TK, eine Packung Waldbeeren (300g)]
2 EL Gelierzucker 2:1 [ habe ich weg gelassen, da der Zucker nur für die Deko gebraucht wird und ich soetwas nicht im Haus habe]

Gelantine 5 Minuten in kaltem Wasser einweichen. [ Ich muss mit der Agaranta noch etwas üben, deshalb habe ich mich mehr oder weniger an die Packungsanleitung gehalten]
Den Quark und den Zucker verrühren. Die Sahne steif schlagen. Die Gelantine in einem Topf erwärmen, bis sie sich aufgelöst hat. [Hier war ich etwas ratlos, wird die Gelantine nass wie sie ist aufgelöst oder kommt das Wasser dazu und wenn ja wieviel? Agaranta ist Pulver und muss laut Packungsanleitung in 100 ml Wasser aufgelöst und aufgekoscht werden. Erschien mir etwas viel, ich hab 50 ml Wasser genommen – im Nachhinein war die Idee wohl nicht ganz so großartig.]
3 EL Quark einrühren, dann die Gelantine unter Rühren zum Quark geben. [ Bei Agaranta ist es besser, die Geleemasse in eine Schüssel zu geben und dann den (kalten) Quark unter Rühren langsam dazu zugeben. Ich hab den Quark in den Topf getan, wie in der Anleitung beschrieben, das hat aber furchtbar geklumpt und ich war mir nicht so sicher, ob das mit dem gelieren noch klappt. Also merke: Die kalten Zutaten zum Warmen und nicht umgekehrt.]
Die Sahne unterheben.
Den (komplett erkalteten) Biskuitteig vorsichtig ausbreiten und 2/3 der Quarkmasse darüberstreichen. [ Ich habe zusätzlich noch etwas Blaubeermarmelade verrührt und vorher den Biskuit dünn damit eingestrichen]
Dabei an der hinteren Längsseite einen 5 cm breiten Streifen aussparen.
Die Beeren ggf. putzen und waschen.
200g der Beeren über die Teigplatte streuen und diese von der vorderen Längsseite aufrollen. [ Ich habe die Beeren gar nicht erst komplett aufgetaut sondern sie noch halb gefroren genommen, da waren sie nicht so matschig]
Die restliche Quarkcreme in einen Spritzbeutel mit kleiner Lochtülle [aka Gefrierbeutel mit abgeschnittener Ecke] füllen. Die Biskuitrolle in Querstreifen damit verzieren.
Einige Beeren für die Garnitur zur Seite legen.

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*Die restlichen Beeren mit dem Gelierzucker 1 Minute pürieren. Die dickflüssige Soße durch ein Sieb streichen. Anschließend in einen Gefrierbeutel füllen, diesen verschließen und eine winzig kleine Ecke abschneiden. Die Soße ebenfalls quer in Zickzacklinien über die Biskuitrolle spritzen [* den Teil habe ich weggelassen und nur mit den restlichen (angetauten) Früchten verziert]

Die Rolle mindestens 4 Stunden kalt stellen [Frustbacken ja, Frustessen also nein – bei mir stand sie über Nacht im Kühlschrank (das gelieren hat bei mir übrigens doch geklappt, trotz Klumpen)]
Vor dem Servieren mit den restlichen Früchten garnieren.

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Da der Ofen warm war und ich meine Rolle nicht gleich essen konnte, habe ich noch eine Tomaten-Feta-Tarte gemacht, das Rezept gibt es dann nächsten Sonntag (soviel zum Frustessen 😉 )

Und ja, die Biskuit-Rolle war lecker… auch einen Tag später.  🙂

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Stout-Schoko-Cheesecake

Als ich das Rezept für den Stout-Schoko-Cheesecake bei Schokohimmel las, wusste ich sofort: Das ist der perfekte Kuchen für die Arbeitsplatz-Geburtstagsrunde des Hobbybrauers. War doch seine neuste Kreation ein Chocolate-Oatmeal-Stout. Tatsächlich konnte ich ihm auch eine Flasche abluchsen.

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Das Rezept in seiner vollen Ausfühlichkeit (und die besseren Fotos) gibt es hier.

Am Rezept habe ich diesmal eigentlich keine Änderungen vorgenommen, außer dass, wie üblich, bei mir noch die restliche Weihnachtschoki dran glauben musste. Ich war ein bisschen traurig, als  mein Kuchen als kleiner Unfall aus dem Ofen kam. In  der Mitte gab es einen großen runden Riss und leider sah sein Innenleben auch nicht ganz so cremig aus.

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Ich trau mich fast gar nicht, das Foto zu zeigen aber so sieht nun mal das reale Leben aus, wenn der Kuchen schon einen Transport auf dem Fahrrad hinter sich hat.
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Geschmeckt hat er der versammelten Geburtstagsrunde anscheinend trotzdem, denn es ist nur ein kleines Probestück für mich übriggeblieben. Der Cheescake ist auf alle Fälle ziemlich mächtig.Ich war schon nach dem kleinen Stück ziemlich vollgestopft. Der Geschmack ist recht interessant – mit würzig-süß würde ich ihn umschreiben und während der Hobbybrauer ganz begeistert war, muss ich gestehen, dass der Geschmack jetzt nicht sooo mein Fall war.

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Schokoweihnachtsmann-Marmorkuchen

Ich habe immer noch den Schrank voll Schokoweihnachtsmänner und bald schon kommen die Osterhasen hinzu. Das heißt, ein ausgeklügelter Schokoweihnachtsmannmordplan muss her – mit anderen Worten: Es gibt Kuchen.
Da bot sich doch an, dass ich einen für meine lieben Kollegen auf Arbeit brauchte.
Marmor01
Vorher

 

Marmor03
Nachher
Zum hübsch drapieren war leider keine Zeit – sonst hätte ich wieder ohne Bild vom fertigen Kuchen (es ist schon der zweite Kuchen, den ich gebacken habe) da gestanden. Die Kuchenstückchen wurden schon während des fotografierens immer weniger.

 

Als Grundlage für den Marmorkuchen habe ich mich an das viel gelobte Rezept von Grosis Marmorkuchen gehalten, welches ich aber hier gefunden habe. Allerdings mit folgenden kleinen Änderungen.

Zutaten:
200 Gramm Zucker (weil Vollmilchschoki süßer ist als Zabi)
250 Gramm Weiche Butter
1 Vanillezucker
5 Eier (es gehen auch vier – in meinem ersten Backversuch hatte ich nur noch vier Eier)
150 ml Milch (ich hab die Sahne durch Milch ersetzt, da ich schon zum 2. Mal vergessen habe welche zu kaufen, mir soetwas aber immer erst Sonntags bzw. nach Ladenschluss auffällt)
1 Prise Salz
300 Gramm Mehl
1 Teel. Backpulver
1 Teel. Natron (ich mache immer halbe halbe, denn wenn zuviel Backpulver am Teig ist, gibt es in unserer Familie Sodbrennen)
190 Gramm Schokoladenweihnachtsmann (im ersten Versuch hatte ich 150 Gramm, was besser war aber ich wollte keine Reste. Mit 190 Gramm hatte der Schokoladenteig schon fast eine Konsistenz von Schokomousse.
2 Teel. Kakaopulver (da der Schokoweihnachtsmann aus Vollmilch ist, macht das Kakaopulver die ganze Sache ein bisschen herber)

Den weißen Schneemann-Schokololli im obersten Bild habe ich übrigens in Stückchen gehackt und dann zum hellen Teig dazu gegeben.

Für die Zubereitung habe ich mich dann wieder an das obengenannte Rezept gehalten.

Im übrigen liebe ich meinen Induktionsherd, da lässt sich die Schokolade auf Stufe Eins mit etwas Geduld viel besser direkt im Topf schmelzen, als bei dieser ewigen Matscherei mit dem Wasserbad.

Der Kuchen ist wirklich unglaublich lecker und überhaupt nicht trocken. Ich werde das Rezept mit Sicherheit auch nochmal mit Sahne anstelle von Milch probieren. Die Schokohasen und -eier stehen ja schon quasi vor der Tür.

Marmor02

Heute schaue ich mal bei den DienstagsDingen und auch gleich noch beim Creadienstag vorbei.

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Apfelstreuselkuchen (vegan)

(Sorry, no English version today)

Letzte Woche war ich mal wieder bei Oma und Opa zum Kaffee trinken. Ansich nichts besonderes – seit ein paar Wochen bringe ich aber immer selbstgebackenen Kuchen mit, weil ich entweder nix richtiges finde (Opa ist nur Kuchen ohne Sahne, Pudding oder sonst irgendwas komisch cremiges…) oder die Preise in exorbitante Höhe geschossen sind.

Diese Woche wusste ich nicht genau, ob mein Schwesterlein auch mit dabei ist. Das ist nämlich so eine Sache – während ich „nur“ vegetarisch esse (und auch noch die Weichei ovo-lacto Variante) i(s)st sie vegan. Uiii, eine neue Herausforderung für mich, wollte ich doch schon recht lange mal ausprobieren einen veganen Kuchen zu Backen, da ich es irgendwie schon immer doof fand, wenn sie mit zum Kaffee war und dann an ihrem Mr. Tom Nussriegel rumgeknappert hat (oder sich ihren Kuchen selbst mitbringen musste) – also habe ich den Apfelkuchen entsprechend konfiguriert.

Es brauchte etwas Recherche Arbeit (dabei bin ich auf großartige vegane Backblogs gestoßen – ich glaub, ich mach sowas jetzt öfter) und auf ein Rezept für Apfel-Streusel-Schnitten von bakingthelaw (cooler Name!).

Hefeteig finde ich ja persönlich immer etwas anstrengend (und konnte ihn eigentlich auch nie leiden), da mein Mixer keinen Knethaken mehr hat ist alles (klebrige) Handarbeit. Aber seit meiner Brotback-Aktion bin ich da etwas entspannter geworden.

Das Rezept ist auch für Vegane Backanfänger geeignet. Ich habe nur eine Änderung vorgenommen und auf das Apfelmus noch dünn geschnittene  Braeburn Apfelscheiben gelegt (der Apfel war so sauer, den wollte irgendwie keiner essen – also ist er kurzer Hand auf dem Kuchen gelandet). Außerdem musste der Kuchen bei mir 45 Minuten im Ofen verweilen. Nach der angegebenen halben Stunde hat der Teig noch sehr nachgegeben.

Und hier ist das gute Stück:
Apfel01

Dank dieses Rezeptes weiß ich nun, dass man auch Trockenhefe in warme Flüssigkeit einrühren kann und dass es mit dieser Starthilfe wesentlich besser mit dem Gehen des Teigs klappt. Irgendwie bin ich bisher noch nie auf die Idee gekommen das so zu machen, (die Kuchen, die ich mit Trockenhefe gebacken habe, waren auch nie wirklich Erfolge) weil ja immer auf der Packung steht  „Kein Einrühren nötig“.  Und ich hab’s geglaubt.

Apfel02
Mmmmmh, unglaublich lecker!

Als nächstes folgt ein Rosinenzopf *Ha!* Hefeteig, ich meistere dich noch!

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