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Wintermantel-Sew-Along: Das Finale der Herzen

Seit gestern findet auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog, das Finale der Herzen des Wintermantel-Sew-Alongs statt und wie versprochen bin ich dabei! Ich freu mich so!
Den Saum meines Mantels habe ich am 10. Januar fertiggestellt und damit das letzte Projekt des Jahres 2016 erfolgreich beendet. Jetzt kann ich auch endlich mit neuen Nähprojekten im neuen Jahr losstarten. Juhuuu.

Knöpfe und Saum habe ich ziemlich lange vor mir hergeschoben. Die Knöpfe zum einen, weil die Lady im Video, die Knopflöcher mit der Hand gemacht hat. Das ist bestimmt ziemlich edel und á la Couture, aber darauf hatte ich echt keine Lust. Aber Knopflöcher mit der Nähmaschine nähen, ist für mich immer noch recht aufregend – so oft habe ich das nun auch noch nicht gemacht. Aber nach drei Probeknopflöchern gings ans Eingemachte. Und so, schlecht sind sie gar nicht geworden.

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Bei den Knöpfen wurde empfohlen, einen kleinen Gegenknopf mit anzunähen, auch das habe ich getan.

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Ich weiß gar nicht, ob es auffällt. Ein kleiner Denkfehler ist mir nämlich unterlaufen und deshalb wird mein Mantel jetzt Herren-Style geknöpft. Fühlt sich etwas falsch an, wie als Rechtshänder mit der linken Hand Zähne zu putzen, oder so. Naja, was soll’s.

Beim Säumen des Futtermantels, hat mein Gehirn auch noch mal spontan ausgesetzt. Hatte ich mich in diesem Post noch gelobt, wie toll ich mitgedacht habe und das Thinsulate Futter kürzer zugeschnitten habe, damit mir das Säumen dann einfacher fällt. Im Endeffekt, habe ich dann das überstehende Futter abgeschnitten (weil es sich auf der Puppe noch etwas ausgehangen hat und länger geworden ist), allerdigs zuviel. Ich hätte den Beitrag vielleicht nochmal lesen sollen. So musste ich ganz schön mit dem Thinsulate im Saum wresteln.

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Der Mantelsaum hat eine Hongkong-Einfassung bekommen. Das Schrägband ist allerdings gekauft. Ich hätte es mir sicherlich auch aus den Resten vom Futterstoff zuschneiden können, aber wenn ich ehrlich bin, hat mir dazu etwas die Motivation gefehlt.

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Ich bin froh und glücklich, dass mein Mantel jetzt fertig ist. Am Sonntag habe ich ihn zum ersten Mal ausgeführt und ich bin wirklich positiv überrascht, wie warm er mich gehalten hat – trotz -2°C und Schneefall. Das hatte ich gar nicht erwartet, aber das Thinsulate scheint tatsächlich zu halten, was es verspricht. Drunter hatte ich übrigens mein Weihnachtskleid und ich habe nicht gefroren. Nagut, die Beine ab Mantelsaum abwärts waren schon recht kalt, aber so lange der Oberkörper warm bleibt, ist das nicht wirklich tragisch. Und die Beine wären vermutlich auch in Jeans kalt gewesen.

So genug gequatscht 😉 Jetzt gibt’s noch die versprochenen (Flut an) Tragefotos.

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Ich konnte den Hobbybrauer als Fotograf gewinnen 😉 Vielen Dank. Ist schon lustig, Tourifotos in der eigenen Stadt zu machen.

Wer sich für die Entstehungsgeschicht des Mantel interessiert, findet hier mehr Informationen:
Wintermantel-Auswahlprozess
Zuschnitt und Einlagen
Zwischenfutter (Underlining)
Selbstgemachte Schulterpolster
Innenverarbeitung und Innentasche

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Wintermantel V9040 – Noch einige Details

Bevor es am Sonntag das Finale der Herzen vom Wintermantel-Sew-Along 2016 gibt (ja, ich werde dabei sein – muss nur noch Fotos machen), möchte ich gern noch über ein paar Details schreiben.

Obwohl ich mich schon sehr auf das Tragen des Mantels freue, haben sich die finalen Arbeiten doch noch um einiges hingezogen. Erst habe ich mich ein bisschen vor den Knopflöchern gedrückt, dann vor dem Saum – aber dazu morgen mehr.

Heute soll es noch etwas um die Innenverarbeitung gehen. Ich habe den Mantel ja mit Hilfe des Craftsy-Online-Kurses genäht und in dem Kurs wird zusätzlich noch eine Innentasche in den Mantel genäht. Die ist jetzt nicht riesig, aber für Lippenpflege und Straßenbahntickets reichts schon. Mein Mobiltelefon würde noch reinpassen (aber das hat aber auch noch Tasten) bei einem Smartphone sieht die Sache schon etwas anders aus.

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Die Tasche nennt sich Chinese Wedding Pocket, die Anleitung dazu gibt es allerdings nur in dem Kurs. Nötig war es sicherlich nicht, aber ein nettes kleines Detail und ich wollte mich auch gerne etwas ausprobieren.
Dass ich bei der Einfassung etwas geschlampt habe, habe ich schon im letzten Post zum Thema Mantel berichtet, leider ist es mir auch nicht ganz gelungen die Spitzen grade anzunähen. Ich seh das jetzt nicht ganz so tragisch, ist ja eine INNENtasche und außerdem war es ein erster Versuch. Nichtsdestotrotz bin ich schon ein bisschen stolz auf meine Tasche.

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Die Kragenverarbeitung war auch interessant und abweichend von der Vogue-Anleitung. Da wird nämlich die Nahtzugabe des Samts von Hand am unteren Kragen „festgesteppt“. War zwar etwas langwieriger, hat aber super funktioniert. Das wird gemacht um den Samt nicht durch das Bügeln zu schädigen. Gut mein Pannesamt wäre da jetzt sicherlich nicht so empfindlich gewesen als der im Video verwendete Seidensamt – aber auch hier wollte ich micht ausprobieren. Überhaupt wird an dem Mantel sehr viel mit Hand genäht. Zum Glück gibt es Hörbücher.

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Ein weiterer Unterschied zur Originalanleitung ist, dass der Kragen erst zusammengenäht wird und dann zwischen Oberstoff und Futter genäht wird. Hat aber erstaunlich gut geklappt. Auch hier wurde die Nahtzugabe wieder per Hand „festgesteppt“ – ein Gefummel! Das Einzige was nicht berücksichtig wird, ist eine Schlaufe zum Aufhängen. Ich habe versucht daran zu denken, aber sie ist mir etwas zu klein geraten.

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Das war die Innernverarbeitung. Die Geschichte zu den Knopflöchern und dem Saum gibt es dann, inklusive der Tragebilder, morgen. 🙂
 

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Der Wintermantel nimmt doch noch Formen an

Der Wintermantel-Sew-Along ist zwar schon längst Geschichte, aber ich arbeite nach wie vor fleißig an der Vollendung des guten Stücks. Dank meines Urlaubs in der letzten Woche, bin ich auch ein gutes Stück voran gekommen. Jetzt wo es endlich ans Nähen geht, fängt es auch an Spaß zu machen. Ich habe mich regelrecht an dem Projekt festgebissen.

Zusammengesetzt habe ich den Mantel schon und auch die Ärmel sind drin. Ein bisschen mein Angstgegner aber mit Hilfe des Onlinekurses super zu bewerkstelligen. Hat gleich auf Anhieb geklappt – ohne irgendwelche komischen Falten. Nur die Schulterposter haben mich etwas auf die Probe gestellt. Vor allem weil dann auch noch ein sogenannter Sleeve head (aka Ärmelfisch [Ich könnte mich über das Wort kaputt lachen 🙂 ] ) eingebaut wurde. Ich hatte weder das eine noch das andere im Haus, also hab ich mich für selbermachen entschieden, damit ich weiter komme. Im Online-Kurs hatte die Dame als sleeve head einfach nur einen Streifen Vlies, der oben umgefaltet und festgesteppt war und bei dem Schulterpolster habe ich mich an das Tutorial von sewing addicted gehalten.
Wenn ich Euch erzähle woraus ich meine Schulterpolster gebastelt habe…

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Na vieleicht kommt ja jemand drauf 😉

Ich finde sie passen gut rein, der Unterschied zwischen mit und ohne Polster ist wirklich erstaunlich. Leider habe ich kein Vorher-Nachher-Bild. Nur ein Nachher-Bild. So ist momentan der aktuelle Stand.

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Mit dem Futter habe ich auch angefangen.
Ich wollte ja unbedingt noch eine wärmende Zwischenschicht für meinen Mantel und habe mich für Thinsulate entschieden. Eigentlich wollte ich es an den Außernstoff machen, aber da ich da ja nun mal schon das Zwischenfutter hatte, habe ich mich dazu entschieden, die Isolation ans Futter zu heften.
Eine mühselige Arbeit. Ich habe jedes Futterteil einzeln noch mal aus Thinsulate zugeschnitten. Das Zeug kann man ja nicht doppelt zuschneiden und auch noch akurat sein.
Dann habe ich es innerhalb der Nahtzugabe (bei 1 cm) mit einem Zickzack-Stich auf die Futterteile genäht, demit ich dann die Nahtzugabe und Thisulate entsprechen zurückschneiden kann.
Spätestens jetzt, habe ich mich zu meiner Investition in den Obertransport beglückwünscht.
Die Anregung dazu habe ich beim Recherchieren auf den Blogs von megannielsen und cashmerette bekommen.

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So sehr ich mich aufs Tragen freue. Pausen sind wichtig und wenn man müde ist sollte man aufhören, sonst passieren
dumme Fehler.

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Wie hier bei der Einfassung für meine geplante Innentasche. Ein Dreieck ist verkehrt herum, und ich hab’s erst beim Fotografieren gemerkt… naja man sieht dann nur die Spitzen, also hab ich es so gelassen.

So und jetzt schau ich mal noch beim Creadienstag vorbei. Vielleicht gibts ja noch ein paar Anregungen für die Weihnachtsbastelei, denn eigentlich wollte ich schon längst mit der Geschenkeproduktion angefangen habe. Wie das immer so ist.

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Weihnachtskleid und Wintermantel

Mein Wintermantel ist zwar nach wie vor in Einzelteilen, was mich natürlich nicht davon abhält schon mal für das nächste Projekt vorauszuplanen. Das Weihnachtskleid!

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Ich gebe es zu, ich habe den Sew-Along im letzten Jahr mit großer Begeisterung verfolgt und es war auch so ein bisschen der letzte Anstubser, den ich gebraucht habe, damit unser Haushalt um eine Nähmaschine erweitert wird und ich sozusagen meine Reise in die Welt der selbstgenähten Kleidung begann. Wintermantel hin oder her (mein Urlaub ist nah), natürlich lasse ich es mir nicht nehmen, hiermit meine Teilnahme am Weihnachtskleid Sew Along bekannt zugeben.

Bei mir kommen drei Modelle in die engere Auswahl:
Kleid 112 aus Burda 12/2016 wofür ich sogar schon einen passenden Stoff hätte, meinen quasi Spontankauf vom letzten Stoffmarkt, den ich eigentlich damit gerechtfertigt habe, daraus ein Cape nähen zuwollen. Bei genauerer Betrachtung muss ich zugeben, dass der Stoff für ein Cape nicht sonderlich geeignet ist.
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Kleid 105 Aus Burda 09/2016, der Auslöser weswegen ich mich die Zeitschrift überhaupt nur gekauft habe.

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Modell 47 aus Meine Nähmode 05/2016; da müssten dann natürlich noch lange Ärmel dran.
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Und wie sieht es bei meinem Wintermantel aus?

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Die vielen tollen Mäntel die ich schon beim Finale bewundert habe, haben mir noch einmal einen kleinen Motivationsschub gegeben.
Das Zwischenfutter (Underlining) habe ich jetzt komplett auf die entsprechende Teile geheftet,

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die ersten Abnäher sind genäht und das rechte Mantelvorderteil mit Tasche habe ich schon zusammengenäht.
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Ich bin zuversichtlich, dass ich mich bestimmt beim Finale der Herzen mit einreihen kann.

Und wer sagt jetzt meinem Chef, dass ich dringend mehr frei brauche, da ich einen Mantel und ein Kleid zu nähen habe?

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Wintermantel-Sew-Along: Fortschritte

Da werde ich mich mal kurz vor Schluss in den illustren Reigen auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog einreihen. Ich habe eine ganze Weile überlegt ob ich beim dritten Treffen zum Wintermantel-Sew Along nicht lieber aussetzen soll – denn wirkliche Fortschritte habe ich noch nicht zu verzeichnen. Ich habe noch nicht eine einzige Naht gesetzt und bin eigentlich noch immer dabei die gefühlten drölfzig Teile zuzuschneiden.

Mittlerweile habe ich immerhin schon das Schnittmuster abgepaust, eine Arbeit die ich absolut langweilig finde. Hörbücher machen es eträglich aber ich ertappe mich hin und wieder dabei wie ich aufhöre abzupausen und nur noch zuhöre 😉
Ich habe ja eine Weile hin und her überlegt, wie ich meinen Stoff vorbehandeln soll. Bei Siebenschön im Blog habe ich glesen, dass sie den Stoff mit einem feuchten Bügeltuch abgebügelt hat. Auf Nachfrage in den Kommentaren habe ich auch flux eine Antwort erhalten. Vielen Dank dafür! Bei Sewaholic gibt es auch einen umfangreichen Artikel zum Thema – auf Englisch allerdings.
Also habe ich mich dazu entschieden meinen Wollstoff mit Blumensprühdings einzunebeln und mit feuchtem Küchenhandtuch abzubügeln. Ich hoffe das reicht als Vorbehandlung aus.

Zugeschnitten habe ich den Wollstoff auch. Zum Glück haben wir einen langen Flur, da konnte ich die 3 Meter Stoff in voller Länge auslegen – ohne Möbelrücken diesmal.

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Das Futter ist auch schon zugeschnitten.

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Momentan kämpfe ich noch mit der Einlage. Im Online-Kurs war von „press-on tricot knit interfacing“ die Rede, ich habe mich letzten Endes für Vliesline G785 entschieden, das schien dem Ganzen am nächsten zu kommen. In der Burda wird das Zeug schließlich auch für fast alles genutzt. In der Vogue Anleitung wird eine Einlage zum Einnähen verwendet, aber ich habe mir schon beim letzten Vogue Kleid geschworen, dass ich Einlagen nur noch aufbügeln werde, eine weitere Änderung ist, dass beim Vorderteil das gesamte Teil mit Einlage verstärkt wird und nicht nur der lange Teil, wie in der Vogue Anleitung gezeigt.
Bis jetzt habe ich es noch nie geschafft eine Einlage so zuzuschneiden, dass sie dann auch eins zu eins auf das Schnittteil gepasst hätte. Irgendwo war immer zuviel oder zuwenig und bei dem flimsigen Zeug hatte ich so meine Bedenken, grade bei den großen Teilen. Deswegen habe ich es auch so lange vor mir hergeschoben. Jetzt habe ich einfach die Einlage auf das Schnitteil gesteckt, ringsrum ausgeschnitten und dann festgebügelt. Ist bestimmt nicht die Art und Weise wie sowas gemacht wird, hat aber super gepasst 😉

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Beim Kragen habe ich ein sogenanntes Block Fusing gemacht. Ich habe die Einage (hier F220) auf den kompletten Stoff augebügelt und erst dann den Stoff augeschnitten. Der Verschnitt ist natürlich immens, aber ich habe noch nie Einlage so perfekt auf ein Kragenteil gebügelt.

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Gibt es im Deutschen eigentlich einen Unterschied zwischen Interlining (eine zweite dünne Stoffschicht, die an den Außenstoff für mehr Stabilität geheftet wird) und Underlining (eine wärmende Zwischenschicht wie Thinsulate, die zwischen Stoff und Futter genäht wird)? Ich habe nur den Begriff Zwischenfutter gefunden – der wohl beides beschreibt. Hier gibt es eine ganz gute Seite die den Unterschied zwischen Interfacing, Interlining und Underlining erklärt.

Jetzt habe ich also noch die Schicht Thinsulate, die ich zuschneiden muss und den dünnen Batist für das Interlining. Wenn es meine Zeit zulässt, habe ich beim nächsten Treffen vielleicht schon einpaar Nähte genäht….

Um Schulterpolster habe ich mir noch keine Gedanken gemacht aber ich glaube irgendetwas von shoulder pads gelesen zuhaben. Also kommen wohl welche rein.

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Winter-Mantel-Sew-Along: Welchen nehme ich nur?

Ach ja, die Sache mit der Entscheidungsfreudigkeit – und die vielen tollen Inspirationsposts vom letzten Treffen haben die Sache auch nicht leichter gemacht. Ich nähe nur noch Mäntel… und Capes.

Im heutigen Treffen zum Winter-Mantel-Sew-Along auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog geht es um die Entscheidung für ein Modell.
Bei mir in die engere Auswahl kamen:

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Der Gertie-Mantel B5824,

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das Burda Cape

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und der Vogue-Mantel V9040.

Letzten Endes habe ich mich dann für den Vogue-Mantel in Version A entschieden, da es mir ganz lieb ist, wenn mich beim Mantel-Nähprozess jemand etwas an die Hand nimmt und das Schnittmuster gab es ja zu dem Crafsy-Kurs in Coat-Making dazu. Mit dem Cape liebäugele ich aber nach wie vor.

Ganz passend dazu gab es am 2. Oktober Stoffmarkt bei uns und ich habe auch fast alles bekommen.
Petrolfarbenen Wollstoff, Futterstoff und Pannesamt in Silber und Vliesline G785.

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Als Zwischenfutter habe ich mich, nachdem ich durch die Posts vom letzten Jahr gestöbert habe, für Thinsulate entschieden, was gestern bei mir eingetroffen ist und auf meine Knöpfe warte ich noch.

Als Nächstes werde ich mich mal mit dem Schnittmuster auseinandersetzen.

Wie behandelt ihr Eure Mantelstoff eigentlich vor? Eigentlich wasche ich ja jeden Stoff, der bei mir in die Wohnung kommt, aber bei dem Wollstoff traue ich mich nicht so richtig. Sollte man ihn vielleicht vorher in die Reinigung bringen? Oder wascht ihr eure Mantel-/Futterstoffe gar nicht?

Das hier ist übrigens meine komplette Ausbeute vom Stoffmarkt. Das Farbschema für diesen Herbst lässt sich ziemlich genau erkennen 🙂
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Das ist mir aber tatsächlich erst aufgefallen, als ich das Foto gemacht habe…

So, und jetzt schaue ich mal nach, wofür die anderen Mitstreiterinnen sich so entschieden haben.

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{Projekt Kleiderschrank} Vogue 9105 – Das Hochzeitsgastkleid – Vorhang auf

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Ja, ich habe es geschafft – anderthalb Tage vor der Hochzeit war mein Kleid fertig. Ich muss zugeben, ich war mir nicht wirklich sicher, ob ich es auch wirklich anziehen sollte, aber Dank des guten Zuredens von meiner Ma und des Hobbybrauers hatte ich dann genug Selbstbewusstsein um mein Werk dann auch zu tragen.
Trotz der kleinen Macken bin ich mega stolz, dass ich mich da durchgekämpft habe. Am Anfang habe ich mich noch etwas befangen gefühlt (so gings mir auch, als ich zum ersten Mal ein selbstgenähtes Kleidungsstück in der Öffentlichkeit getragen habe -„waaaah, die starren mich alle an!“) aber da ich auch jede Menge Komplimente bekommen habe, besonders von der chronologisch etwas fortgeschrittenere Generation, sich an ihre Jugend erinnert gefühlt hat, hat sich dieses Gefühl auch sehr schnell gelegt. Aber hey, das Thema war ja „Vintage & Lavendel“ also habe ich es zumindes auf der Vintage-Schiene voll ausgekostet. Ich glaub das schönst Kompliment an diesem Tag war „Du trägst das zweit schönste Kleid auf dieser Hochzeit“ 😉 – so soll es ja auch sein.

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Habe ich etwas gelernt? Ohhhhh ja, auf jeden Fall.
– keine Angst vor großen Projekten, sie müssen aber wohl durchdacht sein. Im Nachhinein denke ich, dass ich mich hier, grade auch im Zusammenhang mit der Stoffwahl etwas übernommen habe.
– Augen auf bei der Stoffwahl
– Einlagenmaterial überdenken. Organza mag zwar edel sein, aber Organza ist rutschig, Satin ist superrutschig und die beiden im Zusammenspiel, da rutscht der Halsbeleg ständig dahin wo er nicht hin soll.
– Zusammenspiel der Stoffe beachten. Für die Rockversteifung hatte ich ja Nesselstoff, der aber viel zu schwer für meinen Satin ist. Ich hatte ständig Angst dass irgendwo eine Naht reißt.
– Geduld, Geduld, Geduld
– Und dann natürlich neue Techniken wie Paspelknopflöcher

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Jetzt fühle ich mich so ein bisschen im Vakuum. Auf dieses Projekt habe ich ja seit meinem zweiten Rock hingearbeitet – und jetzt ist es vorbei. Was nun? Eigentlich bräuchte ich ja mal einen ordentlichen Wintermantel 🙂
Aber ich glaube ich werde erstmal kleiner Projekte angehen. Der Hobbybrauer hat sich T-Shirts gewünscht und davon könnte ich auch einige gebrauchen und jetzt wo der Herbst vor der Tür steht vielleicht auch einige Longsleeve shirts. Mal gucken was der Herbst so bringt.

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Yes, it’s done. One and a half day before the wedding, the dress was finished. To be honest, I wasn’t sure if I would be selfconfident enough to wear it but my mom and the homebrewer encouraged me and so I went for it. At first I really felt self-conscious (just like the first time I was wearing a selfmade garment: „Waaaah, everybody is staring at me“) but after I got some really nice compliments from the ladies of the chronologically advanced generation that strange feeling vanished very quickly. I think the nicest compliment I got that day was: „You are wearing the second most beautiful dress“ 😉

I learned a lot during the process of sewing that dress. I also think I overestimated my skills a bit, especially in combination with the slipper and tricky fabric. So watch out what fabric you are choosing.
Also the interfacing with organza. It might be of higher quality, but organza is slippery and the fabric even more – together they are a nightmare for each neck facing.
The first time I did bound buttonholes – I’m not sure I’ll do them again that quickly. More practice.
And most important: patience, patience, patience

Now I’m feeling a bit in a vacuum. That dress was on my mind since I made my second skirt and now it’s done. What’s next? Mabe a coat. I think I continue with pacticing and strenthening my current skills with smaller projects before embarking into a new large sewing adventure.

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Handtasche und Gürtel sind selbstgemacht, der Post dazu befindent sich hier. Die Handschuhe sind gekauft.
Wer sich für die Entstehungsgeschichte des Kleides interessiert findet das Probemodell hier, die Schwierigkeiten beim Zuschnitt, der erste Zwischenstand und die Knöpfe und Details.

Verlinkt beim RUMS

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{Projekt Kleiderschrank} Vogue 9105 – Knöpfe und andere Details

So, ich bin zurück aus der Sommerfrische („Frische“ im wahrsten Sinn des Wortes) und weiter geht’s mit meinem Kleidergroßprojekt.

I’m back from summervacation! And now, let’s continue assembling the dress.

Heute geht es um die Details.
Die Knöpfe haben mich einige Nerven gekostet. Ich glaube, ich habe sie 5 mal wieder abgemacht und neu platziert – immer erst nur mit drei Stichen fest gemacht um dem Stoff (der ja auf Nadeln undankbar mit Fädenziehen reagiert) zu schonen und zu gucken ob es passt. Irgendwann hatte ich es dann halbwegs stimmig. Beim nächsten Mal, sollte ich definitiv vorher die Knöpfe mit der Größe der Knopflöcher abgleichen – möglichst noch auf dem Schnittmuster. Hier hatte ich „Glück“ und die Knopflöcher waren etwas zu groß (aber das kann man ja zusammennähen) – sie hätten auch zu klein sein können…

In this post I’ll be covering the details.
Buttons. Phew – I was at the verge of a nervous breakdown after the 5th time I replaced the buttons. I only tacked them to the (very delicate) fabric with three stiches to go as easy on the fabric as possible. Next time I should definitively adjust the size of the buttonholes to the size of the buttons already on the pattern. I was „lucky“ that my buttonholes were slightly too large which can be fixed – they could have been to small either.

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Auf der Rückseite wird die Frontblende eingeschnitten und die Knopflöcher umnäht. Es sieht furchbar aus – beim nächsten Mal mache ich, glaube ich, einfach nur ganz normale Knopflöcher.
Zudem hatte sich die Vorderseite auch noch total verzogen. Hier war der Punkt an dem ich kurz davor war alles hinzuwerfen und mir noch 3 Tage vor der Hochzeit ein Kleid zu kaufen.

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The back of the front facing is cut in where the button holes are and sewn to the holes. It looks horrible – I really think next time I’ll just do regular button holes. The front is completely distorted. This was the moment I was ready to throw everything into a corner and buy a dress – 3 days before the wedding.

Da der Halsausschnitt etwas unmotiviert abstand, habe ich da noch ein bisschen getrickst und einen kleinen Druckknopf angebracht.
Am Innengürtel (aus Ripsband) habe ich zwei kleine Häkchen befestigt. Ich war erst skeptisch, aber so ein Innengürtel ist eigentlich ein prima Sache. Irgendwie sind sie verkehrt herum, aber macht nix, sie erfüllen ihren Zweck.

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The neckline wasn’t exactly like it was supposed to be, so I cheated a bit by sewing on a tiny snap button.
The belt on the inside is closed with two little hooks. I was sceptical at first but I really like the fitting with the inside belt (made from grosgrain ribbon).

Bei Saum, muss ich zugeben, habe ich die falsche Wahl getroffen. Ich bin momentan so fasziniert vom Versäubern des Saumes mittels Schrägband, das ich mich total auf diese Option versteift habe. Das Schrägband habe ich erst mit der Maschine rechts auf rechts angenäht und dann auf der Rückseite per Hand mittels Blindstich befestigt. Dadurch dass das Schrägband wesentlich stärker ist als der Stoff, steht der Saum jetzt etwas ab. Vermutlich wäre es besser gewesen einen ganz schmalen Saum zu machen und den mit Blindstich festzunähen.
Ich hatte auch echte Schwierigkeiten, die Länge gleichmäßig hinzubekommen – so dass die Überlappung bei der Knopfleiste nicht rausschaut. Wie macht man das ohne Rockabrunder? Ich konnte den Hobbybrauer letztlich dazu motivieren mit dem Zollstock nachzumessen, ob der Abstand zum Boden halbwegs überall gleich ist während ich das Kleid anhatte. Es gab eine kleine Diskrepanz von ungefähr 2 cm über den gesamten Verlauf gerechnet, aber die habe ich für vernachlässigbar gehalten.

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The hemline was a lot of trouble. At first I didn’t really know how to make it even and prevent the overlapping of the bound-button closing from sticking out. The homebrewer assisted me with a folding meter stick by measuring the distance from hemline to ground. I guess a discrepancy of 2cm is neglectable?
I must admit, the method of finishing the hemline with biasbinding was the wrong choice. I’m recently obsessed with finishing hemlines with bias tape and wanted to do it here as well. I stitched the bias tape right side on right side using the sewing machine and sewed it to the left side by hand using blindstitches. The bias tape is to stiff for the thin fabric so the hem is sticking out a bit. The better choice would have been a narrow hem with blindstitch.

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{Projekt Kleiderschrank} Vogue 9105 – Ein erster Zwischenstand

Ich kann vermelden: Das Kleid ist erfolgreich zusammen gebaut. Ich hoffe nur inständig, dass es nicht völlig verzogen ist. Versucht mal Abnäher zu nähen, wenn sich der Stoff ständig in sämtliche Richtungen davon bewegt. Noch dazu kommt, ich kann nicht wirklich mit Stecknadeln (ich hab erstmal Clipse bestellt – mit 10 kommt man nicht so weit) arbeiten – man muss höllisch aufpassen, dass man nicht irgendwelche Fäden zieht oder Maschen laufen lässt. Ganz verhindern konnte ich es nicht, obwohl ich mir extra noch Microtex Nadeln gekauft habe und mit Stärke 60 genäht habe.

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Es soll mir eine Lehre sein: Augen auf bei der Stoffwahl – Schönheit sollte nicht das einzige Auswahlkriterium sein.

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I successfully managed to sew the dress together. I just hoe it’s not completely detoriated. Try sewing darts when the fabric is moving in all directions. What is more I can’t really use pins because if you are not careful you might pull some theards accidentally. It still happened at some places although I especially got some Microtex needles and used the smallest size in the package (60).
This should teach me something about choosing my fabric – beauty shouldn’t be the only criteria.

Die Ärmelmanschetten sind auch bereits angenäht und als erstes habe ich sie natürlich verkehrtherum angenäht – weil ich mal wieder zuviel darüber nachgedacht habe. Als ich es gemerkt habe, hatte ich natürlich grade die Nahtzugabe zurückgeschnitten. Nach einmal kurz panisch im Kreislaufen, habe ich alles gaaaaanz vorsichtig wieder abgetrennt und dann erst Mal was anderes gemacht. Beim zweiten Versuch lief dann zum Glück alles glatt – ich glaube sonst, hätte ich an der Stelle schon aufgegeben.

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Innenseite mit Ärmelbeleg / Inside of the sleeve with interfacing

The cuffs are also already in and of course I did it the wrong way first because I was thinking too much about which way to put it. When I realized my mistake I just finished cutting back the seam allowance. I carefully took the sleeve apart again and did something else. The second try was much more successful. Otherwise I think, I would have given up at this point.

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Im nächsten Schritt wurden Frontbeleg und Rockversteifung angebracht. Das hat etwas Grübelei erfordert, denn die Anleitung redet immer nur vom rechten Frontteil – es ist aber im selben Arbeitsschritt auch das andere Teil gemeint. Man muss übrigens auch selbst ans Versäubern denken, denn das wird mit keinem Wort in der Anleitung erwähnt.

The next step was attaching the front facing and the skirt stiffening. I found it a bit tricky, because the instruction only mentions the right side of the front – but you need to do it on the left part at the same time. Don’t forget to neaten the raw edges because this step is not mentioned at all.

Im nächsten Schritt werden dann die Knopflöcher fertiggestellt und die Knöpfe angenäht.
The next step will be buttons and buttonholes.

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Das Glück ist bekanntlich mit den Tüchtigen 😉

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{Projekt Kleiderschrank} Vogue 9105: Jetzt wird’s ernst

Mein aktuelles Projekt an diesem (Crea-)Dienstag.

Das Probemodell ist fertig und passt soweit. Nun geht es an’s Eingemachte.
Ursprünglich wollte ich mir mal ein bordeauxrotes Kleid nähen, aber für eine Sommerhochzeit erschien mir die Farbe dann doch zu schwer.
Daher habe ich noch einmal umdisponiert und mich für diesen hübschen Satinstoff von Stoff&Stil entschieden.

I finished the testgarment and now I’m ready for the real deal. Originally I wanted to use a bordeaux colored sateen but it looked too much for a summer wedding. Instead I’ve choosen this pretty sateen fabric from Stoff&Stil.

Schon als ich den Stoff ausgepackt habe, wusste ich, dass es ein harter Kampf wird, ich glaube, ich habe noch nie sooo rutschigen Stoff in der Hand gehabt und er ist zudem noch dünner als ich erwartet hatte.

I immediately knew that this will be a difficult task when unwrapping the package. I don’t think I’ve ever had a slippery fabric like this in my hands and it’s more lightweight than expected.

Um den Stoff auslegen zu können musste ich im Schlafzimmer einige Möbel verrücken – es war jede Menge Stoff. Um ihn zu zähmen habe ich ihn kurzerhand mit Malerkrepp auf dem Boden festgeklebt und großzügig von der Sprühstärke Gebrauch gemacht. Trotzdem war genauso schwer fassbar wie Wasser – er hat gemacht was er wollte.

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I had to move some furniture in the bedroom in order to lay out the fabric. It was a lot! The fabric behaved almost like water so I taped it to the floor using some masking tape and a lot of spray starch – the fabric still did what it wanted.

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Ich hoffe inständig, dass ich den Stoff beim zuschneiden nicht zustark verzogen habe.
Als Einlage wird Organza verwendet, die ich auch schon auf den entsprechenden Belegen festgeheftet habe. Ich hab mich ein bisschen gewundert warum keine selbstklebende Einlag verwendet wird, aber da das Schnittmuster eine Reproduktion von 1954 ist, konnte ich mir die Frage selbst beantworten. Die wird’s einfach noch nicht gegeben haben.

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I just hope that the fabric didn’t distort too much while cutting.
Organza is used for the interfacing and I already tacked it to the according pattern pieces. I wondered a bit why they didn’t use iron-on interfacing but I ould answer the question myself. Since the pattern is a reproduction from 1954 – I guess there was no such thing.

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Die Knopflöcher kamen als nächstes an die Reihe und sie haben mich ziemlich Nerven gekostet. Zunächst habe ich den Beleg verkehrt herum auf den Stoff übertragen … und mich gewundert warumes nicht passt. Hier ist es ziemlich hilfreich, wenn man sich die „Center Front“ Linie auf die Stoffteile mit überträgt. Dadurch dass der Stoff so rutschig ist, konnte man ihn kaum ordentlich in Falten legen. Also einen Schönheitspreis gewinnen sie nicht, aber sie sind drin.

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The bound buttonholes were quite nerve racking. At first I copied the buttonhole part to the wrong side od the fabric – of course it didn’t fit. I found it quite helpful to copy the „center front“ line onto the fabric. Because the fabric is so slippery, it was all over the place and I couldn’t get the folds a neat as I wanted to. They are not pretty, but they are in.

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So sieht es jetzt aus, als nächstes wird das Kleid zusammengesetzt.
That’s how it looks now. Comming up – I’ll put the dress together.

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