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Neues Jahr, Neues Glück… oder: Jetzt lernt sie auch noch stricken.

In meinem letzten Post, der ja auch gleichzeitig der letzte Post des alten Jahres war, gab es einen kleinen Rückblick auf meine Nähprojekte im Jahr 2016. Heute möchte ich den ersten Post des neuen Jahres dazu nutzen, um einen kleinen Ausblick auf das Jahr 2017 zu geben. Ich habe viel vor!
Während 2016 ganz im Zeichen der Nähmaschine stand und ich mir bereits eingie Fähig- und Fertigkeiten aneignen konnte, möchte ich diese 2017 natürlich vertiefen. Das Projekt Kleiderschrank geht in die nächste Runde; ich habe vor meine erste Hose zunähen und ein weiteres Hochzeitsgastkleid soll auch folgen. Desweiteren möchte ich mich etwas mehr mit Jersey beschäftigen. Der Weihnachtsmann war so großzügig, mich mit einer Overlock-Maschine zu beschenken. Das war wirklich eine Überraschung, ich habe nicht einmal ansatzweise damit gerechnet, wenn es nach meinem Plan gegangen wäre, hätte ich mir eine solche Maschine frühestens in ein oder zwei Jahren zugelegt… . Zudem möchte ich mich etwas mehr mit der Anpassung von Schnittmustern beschäftigen.

Blogtechnisch habe ich mir vorgenommen 1 Post pro Woche zu schreiben, bzw. mind. 4 pro Monat. Aber auch hier gilt das gleiche Prinzip wie schon letztes Jahr. Ich mach mir keinen Stress, wenn es nix zu erzählen gibt, dann gibt es halt nix zu schreiben. Und Zeit ist ja auch immer ein nicht zu unterschätzender Faktor.
Ich überlege noch, eine neue Rubrik in den Blog aufzunehmen. Seit letztem Sommer sind wir ja stolze Kleingartenbesitzer (ein Mehrgenerationenprojekt zusammen mit meinen Großeltern) und 2017 starte ich nicht nur in meine 3. Balkongartensaison sondern auch in meine erste Saison als Kleingärtner. Das wird ein Spaß. Ob ich dann hier auch regelmäßig darüber berichten werde werden wir sehen. Vielleicht gibt es ja eine Rubrik „Neuigkeiten aus der Parzelle“ oder so 🙂 .

Mein DIY-Motto für 2017 ist allerdings: Ich lerne stricken.
Ich habe bis heute keine anständigen Häkelvorlagen für Socken gefunden. Die Häkelmuster, die es gibt sind mir alle zu dick, ich habe noch nich eins gesehen, was aus dünner Sockenwolle gehäkelt wird. Daher gibt es nur eine Lösung. Ich muss stricken lernen um endlich einen Vorwand zu haben, mir diese tolle bunte Sockenwolle zu kaufen  🙂 .
Projektziel für das Jahresende ist, neben den besagten Socken, ein Jäckchen zu stricken.

Zum Stricken lernen nutze ich drei Quellen.
– Onlinekurs
– entsprechende Literatur (wobei ich mir zu diesem Thema erstmal eine Zeitschrift zugelegt habe, Bücher folgen bei Bedarf)
– Oma  🙂

Ich liebe ja Online-Kurse. Man ist zeitlich unabhängig und kann sich den Kurs sooft ansehen wie man will.
Bei Makerist gibt es den perfekten Kurs (kostenlos) für Menschen wie mich, die zum ersten Mal in ihrem Leben Stricknadeln in der Hand halten. Stricken lernen für Anfänger. Und er richtet sich wirklich an blutige Anfänger. Maschen anschlagen, rechte Maschen, linke Maschen, abketten. Wer mehr erwartet, wird enttäuscht sein – aber an Basics reicht das ja erstmal.
Die Trainerin macht das auch sehr gut und geduldig, spricht langsam, alles wird mehrfach gezeigt usw.
Und am Ende habe ich sogar mein erstes Stickprojekt fertiggestellt. Einen Snood (Schlauchschal), den ich jetzt schon die ganze Zeit trage, weil es so schön warm am Hals ist 🙂

Snood03

Die Wolle ist Super Big Color von Wolle Rödel (100g/100m) Farbe 002. Verbraucht habe ich etwa 50g.
Der Snood besteht nur aus rechten Maschen, kein Hexenwerk, aber gut um erst einmal die Motorik zu üben und die Bewegungsabläufe einzustudieren.

Snood01

Snood05

Das nächste Übungsprojekt ist schon in Arbeit. Ein Schal aus rechten und linken Maschen. Ich habe etwas gebraucht um die Logik dahinter zu verstehen, dass man auf der anderen Seite genau anders herum stricken muss, aber jetzt läuft’s. Nagut, an der Fadenspannung hapert es noch ein bisschen.
Schal02

So, und mit diesen Ausblicken auf ein spannendes DIY-Jahr geht es noch zum ersten RUMS des neuen Jahres um mein erstes Strickprojekt ever zu zeigen, *lach*

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Leipziger Wollwut: Wollefest und Stoffmesse

Ich hatte ja gestern versprochen, noch einen Bericht vom Leipziger Wollerfest und Stoffmesse letztes Wochenende zu schreiben und meine Eindrücke zu schildern.

Ich hatte mich schon die ganze Woche auf dieses Event gefreut und noch größer wurde die Vorfreude, als ich dann in Heikes Sofaecke noch einen schönen Bericht über das Wollefest gelesen habe. Leider musste ich dann alleine gehen, weil die Freundin, mit der ich eigentlich hingehen wollte, kurzfrisitg noch abgesagt hat. Zu zweit ist immer lustiger aber alleine gings auch, da kann man wenigstens in Ruhe stöbern und gucken.

Wollefest01

Der erste Eindruck, als ich dann endlich so kurz nach 11:00 Uhr in der Glashalle stand war:
Oh, wow.

Ich bin ja Buchmesse versiert und so habe ich mir erstmal einen Überblick verschafft, in dem ich mir zuerst die Stände in der Mitte der Halle angesehen habe und dann rechts und links davon. Zumindest da, wo ich ran gekommen bin. Anfänglich war da ein Gedränge, wie zu besten Buchmessezeiten. Mental hab ich mir Notizen gemacht, wo sich welcher Stand von Interesse befand.

Wollefest03

Das war wirklich das Wollparadies! Das Wetter war phänomenal und die Sonne, die in die Glashalle rein schien, hat die Farben nochmal richtig zum Leuchten gebracht.

Wollefest04

Als ich meine erste Runde durch die Halle abgeschlossen hatte, habe ich meinen Einkaufszettel gezückt und bin gezielt los marschiert – ja okay, ab und zu bin ich auch mal ablenkt worden, zum Beispiel von den tausenden Garnrollen, aber bei so schönen Dingen ist es gar nicht einfach konzentriert zu bleiben ;). Ich war froh, dass ich mich auf den Besuch entsprechend mit Liste und einem festen Budget vorbereitet hatte. Wie schnell kann man in einen hemmungslosen Kaufrausch verfallen. Und Wolle kann durchaus kostspielig sein, wie ich auch hier wieder erleben musste, besonders wenn sie handgefärbt und womöglich auch noch handgesponnen ist. Ich hatte ein paar mal hübsche Stränge in schillernden Farben gesehen aber der Preis hat mich kurz zum hyperventilieren gebracht und ich musste sie, leicht enttäuscht, wieder zurück legen, weil es einfach mein Budget gesprengt hätte. Das schöne auf solchen Events ist ja aber, dass für jeden etwas dabei ist und auch ich bin im Endeffekt fündig geworden. Gut, dass ich mir auf meinem Zettel die Grundangaben zu Lauflänge und benötigter Menge gemacht hatte. So hatte ich wenigstens einen Anhaltspunkt und hab nicht blind drauf los gekauft.

Wollefest02

An einem Stand hörte ich eine Verkäuferin sagen, dass das Hauptauswahlkriterium für Wolle ja ohnehin Schönheit ist, weil eine Kundin ihre Befürchtung mitgeteilt hatte, dass die Wolle kratzig sein könnte. Das kann ich jetzt auch nicht bestätigen. Also ich hatte auch schon eine konkrete Vorstellung, wofür ich die Wolle verwenden möchte. Ob es dann auch tatsächlich dieses Projekt wird, steht auf einen ganz anderem Blatt 😉 . Bei diesen Preisen ist Wolle ja schon direkt eine Kapitalanlage.

Wollefest09

Was mich bei solchen Veranstaltungen immer etwas befremdet, ist diese Schlussverkaufs-Ellenbogen Mentalität. Ich bin eher von zurückhaltender Natur und mogele mich in eine Lücke (wenn es denn grad mal eine gibt) um ja die anderen am Stand nicht beim Gucken und bei der Auswahl zu stören. Und wenn ich es denn dann mal an einen Stand geschafft hat, möchte ich dann auch in Ruhe gucken, ohne gleich wieder einen Ellebogen in der Seite zu haben und rüde zur Seite gedrängt zu werden. Das ist nicht nur an einem Stand passiert, manche Damen scheinen ständig in der Angst zu leben, man könnte ihnen ja etwas wegnehmen. Solche Sachen machen den Messebesuch etwas anstrengend und ich war kurz davor die Lust zu verlieren. Zum Glück hatte sich, zum frühen Nachmittag, die Menschenmasse etwas verteilt und gelichtet und man konnte auch mal ohne Gedränge und Geschiebe an einen Stand .

Und dann waren da noch… Kinderwagen. Ich entschuldige mich schon mal jetzt bei allen Müttern, die sich angeriffen fühlen. Aber vielleicht merkt ihr ja auch gar nicht, dass ihr Eure Kinderwagen als Rambock verwendet um dann, die ohnehin kleine Standfläche strategisch so zu blockieren, dass auch ja kein anderer ran kommt. Gegen diese kleinen, leichten Buggys habe ich ja nix, aber muss man wirklich mit so einem Fahrradanhänger-Ding (Croozer, Chariot oder wie auch immer, gegen die ich ja ohnehin einen absoluten Hass habe), die nun wirklich breit, massiv und unhandlich sind, durch enge Gänge und in kleine Stände schieben? Ich befürworte Tragetücher.

Sorry, das musste jetzt mal raus aber zurück zum eigentlichen Thema.

Wollefest06

Neben Wolle gab es auch Unmengen an Stoff, allerdings hauptsächlich Baumwolle und Jersey. Ich habe zwei hübsche Jersey Reststücken erstanden, weil ich für das Neffen-Kind eine Pumphose nähen möchte. Naja, ich möchte mich jetzt langsam an Jersey-Stoffe wagen und was ist ein dankbareres Versuchsobjekt als Kinderkleidung. Außerdem hab ich dann endlich einen Vorwand um den niedlichen Eulen-Stoff zu kaufen 😉 . Messepreise sind ja durchaus relativ und man sollte sich vorher vielleicht im Stoffladen oder im Internet informieren, was der Meter Stoff so in der Regel kostet – wenn einem die Preise noch nicht so geläufig sind, damit man ungefähre Vergleichswerte hat. Ich hab noch nie mit Jersey genäht und war daher ganz froh, dass ich mich vorab schon mal informiert hatte. So war es dann auch einfacher vermeintliche Schnäppchen zu entlarven und nicht einfach blind zu kaufen nur weil Messepreis dran steht.

Wollefest08

Kurzwaren gab es auch jede Menge und wunderschöne Knöpfe. Ich konnte meine Augen gar nicht von diesen fantasievollen Knöpfen lassen – aber eigentlich brauch ich ja gar keine. Eigentlich…

Ich glaube ich habe mindestens 5 Runden durch die Halle gedreht und dabei auch immer wieder neue Sachen entdeckt. Als dann mein Budget erschöpft war und die Liste fast komplett abgearbeitet, war es kurz vor 15:00 Uhr. Also habe ich beschlossen, dass es jetzt genug war und bin mit vollen Taschen nach Hause getrottet. In der Straßenbahn roch es leicht nach Schaf – was wohl an den Beuteln mit Wolle gelegen haben muss, die da nach Hause transportiert worden *lach*

Wollefest07

Zusammenfassend lässt sich sagen. Es war ein wirklich schönes und inspirierendes Event und ich werde bestimmt nicht zum letzten Mal dort gewesen sein. Der Termin für 2017 steht schon 11.-12. März. Mmmh, dann vor der Buchmesse.
Außerdem geht nichts über ein kleines bisschen Planung, auch wenn man sich letzten Endes nicht dran hält. Aber ansonsten wird man von dem Angebot förmlich erschlagen.

Hier noch meine Ausbeute und der Link zu Malamü’s Linkparty  Erzähl mal – Erfahrungsberichte über kreative Messen und Events.

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Mein Wollepaket ist da!!!

Yuhuuu meine Wolle ist da, nun kann ich endlich in meine Herbst- und Winterprojekte starten (aber erst muss ich noch mein kleines Halloweenprojekt beenden – mehr dazu folgt bald.)

Yeah, my wool package has finally arrived. I’m super excited! Now I  can start my autumn and winter projects, but first I have to finish my little Halloween project – more is soon to come!

Wolle01

Es kam alles in einer großen Tüte verpackt und die einzelnen Wollknäule steckten nochmal in einem Organzabeutel. Das macht gleich einen tollen Projetbeutel 🙂 . Ich will mich zum ersten Mal an einem Pullover versuchen und ein Dreickstuch will ich auch noch häkeln. Die restliche Wolle (die länglichen Knäule ganz vorn) ist für kleinere Projekte, die noch als Idee in meinem Kopf herrum schwirren. Kennt ihr das auch ? Man hat soviele Ideen im Kopf, dass man am liebsten alles auf einmal machen möchte und am Ende gar nicht weiß wo man eigentlich anfangen soll.

Wolle02

I’m planning to make a jumper (my very first one) and a scarf. The rest is for some smaller projects I have in my head. Sometimes my head is full of ideas, I would love to do everything at the same time and yet I don’t know where to start when I’m about to begin.  The wool was beautifully packaged. See the organza bag? It makes a pretty pfoject bag, doesn’t it?

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