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Wintermantel-Sew-Along: Fortschritte

Da werde ich mich mal kurz vor Schluss in den illustren Reigen auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog einreihen. Ich habe eine ganze Weile überlegt ob ich beim dritten Treffen zum Wintermantel-Sew Along nicht lieber aussetzen soll – denn wirkliche Fortschritte habe ich noch nicht zu verzeichnen. Ich habe noch nicht eine einzige Naht gesetzt und bin eigentlich noch immer dabei die gefühlten drölfzig Teile zuzuschneiden.

Mittlerweile habe ich immerhin schon das Schnittmuster abgepaust, eine Arbeit die ich absolut langweilig finde. Hörbücher machen es eträglich aber ich ertappe mich hin und wieder dabei wie ich aufhöre abzupausen und nur noch zuhöre 😉
Ich habe ja eine Weile hin und her überlegt, wie ich meinen Stoff vorbehandeln soll. Bei Siebenschön im Blog habe ich glesen, dass sie den Stoff mit einem feuchten Bügeltuch abgebügelt hat. Auf Nachfrage in den Kommentaren habe ich auch flux eine Antwort erhalten. Vielen Dank dafür! Bei Sewaholic gibt es auch einen umfangreichen Artikel zum Thema – auf Englisch allerdings.
Also habe ich mich dazu entschieden meinen Wollstoff mit Blumensprühdings einzunebeln und mit feuchtem Küchenhandtuch abzubügeln. Ich hoffe das reicht als Vorbehandlung aus.

Zugeschnitten habe ich den Wollstoff auch. Zum Glück haben wir einen langen Flur, da konnte ich die 3 Meter Stoff in voller Länge auslegen – ohne Möbelrücken diesmal.

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Das Futter ist auch schon zugeschnitten.

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Momentan kämpfe ich noch mit der Einlage. Im Online-Kurs war von „press-on tricot knit interfacing“ die Rede, ich habe mich letzten Endes für Vliesline G785 entschieden, das schien dem Ganzen am nächsten zu kommen. In der Burda wird das Zeug schließlich auch für fast alles genutzt. In der Vogue Anleitung wird eine Einlage zum Einnähen verwendet, aber ich habe mir schon beim letzten Vogue Kleid geschworen, dass ich Einlagen nur noch aufbügeln werde, eine weitere Änderung ist, dass beim Vorderteil das gesamte Teil mit Einlage verstärkt wird und nicht nur der lange Teil, wie in der Vogue Anleitung gezeigt.
Bis jetzt habe ich es noch nie geschafft eine Einlage so zuzuschneiden, dass sie dann auch eins zu eins auf das Schnittteil gepasst hätte. Irgendwo war immer zuviel oder zuwenig und bei dem flimsigen Zeug hatte ich so meine Bedenken, grade bei den großen Teilen. Deswegen habe ich es auch so lange vor mir hergeschoben. Jetzt habe ich einfach die Einlage auf das Schnitteil gesteckt, ringsrum ausgeschnitten und dann festgebügelt. Ist bestimmt nicht die Art und Weise wie sowas gemacht wird, hat aber super gepasst 😉

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Beim Kragen habe ich ein sogenanntes Block Fusing gemacht. Ich habe die Einage (hier F220) auf den kompletten Stoff augebügelt und erst dann den Stoff augeschnitten. Der Verschnitt ist natürlich immens, aber ich habe noch nie Einlage so perfekt auf ein Kragenteil gebügelt.

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Gibt es im Deutschen eigentlich einen Unterschied zwischen Interlining (eine zweite dünne Stoffschicht, die an den Außenstoff für mehr Stabilität geheftet wird) und Underlining (eine wärmende Zwischenschicht wie Thinsulate, die zwischen Stoff und Futter genäht wird)? Ich habe nur den Begriff Zwischenfutter gefunden – der wohl beides beschreibt. Hier gibt es eine ganz gute Seite die den Unterschied zwischen Interfacing, Interlining und Underlining erklärt.

Jetzt habe ich also noch die Schicht Thinsulate, die ich zuschneiden muss und den dünnen Batist für das Interlining. Wenn es meine Zeit zulässt, habe ich beim nächsten Treffen vielleicht schon einpaar Nähte genäht….

Um Schulterpolster habe ich mir noch keine Gedanken gemacht aber ich glaube irgendetwas von shoulder pads gelesen zuhaben. Also kommen wohl welche rein.

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Wintermantel Sew Along: Ich bin dabei!

Nachdem ich ja mein Großprojekt Hochzeitsgastkleid erfolgreich abgeschlossen habe, wird es Zeit für ein neues Großprojekt. Da kommt mir der Wintermantel Sew Along, der auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog ausgerufen wurde grade recht.

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Einen Wintermantel, bzw. eine etwas hübscher Winterjacke brauche ich ohnehin. Ich habe nur 2 Anoraks (wovon einer schon recht schäbig ist, naja eigentlich beide) aber wenn man mal in Theater, oder ins Ballett geht (grade zur Weihnachtszeit), dann brauch man auch mal was hübscheres zum Kleid.

In meiner Jugendzeit habe ich schon mal einen tollen Wintermantel besessen (so 9-11 Klasse), ich habe ihn buchstäblich in Fetzen geliebt 🙂 Zeit für was neues.

Eigentlich schwebt mir ja ein Eisprinzessinenmantel vor, aber das ist eher unpraktisch, da ich die meiste Zeit des Jahres (mit Ausnahme von Glatteis) mit dem Fahrrad unterwegs.

Also Fahrradtauglich muss er sein. Ein Kurzmantel oder Knielänge.

Schon letztes Jahr habe ich mich in den (populären) Mantel von Gertie verliebt, der bei Butterick erschienen ist. Ich war schon todtraurig, als ich feststellen musste, dass er auf der Butterick Webseite schon gar nicht mehr im Programm ist. Bei envogue Schnittmuster konnte ich ihn aber dann doch noch auftreiben. Ich konnte mein Glück kaum fassen.

wjsalb5824                                                                                                                  Quelle: Google

Dann habe ich noch den sehr populären Vogue Schnitt V8346 in Version A oder B auf meiner Inspirationsliste.

wjsalv8346                                                                                                        Quelle: Vogue Patterns

Wie es der Zufall grade so will, gibt es dieses Wochenende auf der englischen Handarbeitsplattform Crafsy, einen surprise sale. Alle Kurse für $20 (mit der ominösen EU Märchensteuer für digitale Dinge €21,41) und da gibt auch einen Kurs für Coatmaking Techniques inklusive des Schnittmusters V9040. Da habe ich nicht lange überlegt, vorallem wenn der reguläre Preis bei €59 liegt. Bei dem Mantel geht es um Version A.

wjsalv9040                                                                                                           Quelle: Vogue Patterns

Außerdem hat es mir der Schnitt für die Caban-Jacke aus der aktuellen Burda 10/2016 angetan.

wjsalburda01                                                                                                           Quelle: burdastyle

Ich arbeite ja in einem Hotel und letzte Woche habe ich bei einer Dame ein großartiges Cape gesehen. Das sah unglaublich toll aus, so dass sich in mir spontan der Wunsch nach einem Cape gebildet hat. Vielleich ein Burda Schnitt. Dieser hier kommt der Sache schon ziemlich nah.

wjsalcape01                                                                                                               Quelle: burdastyle

Desweiteren bin ich auf meiner Inspirationssuche über den Abbey-Coat und den Yuzu-Coat von Waffle Patterns gestolpert, die mich auch sehr interessieren würden

wjsaljaime                                                                                                      Quelle: jamiechristina.com
wjsalyuzu                                                                                                         Quelle: wafflepatterns

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Die Frage ist, wofür entscheide ich mich jetzt – und wieviel Mäntel braucht ein Mensch eigentlich? *Seufz*  Zum Glück ist ja am 2. Oktober bei uns Stoffmarkt, bis dahin sollte ich mir vielleicht mal eine Einkaufsliste schreiben.

Wie immer gilt: Alle Links dienen lediglich zu Informationszwecken. Ich bekomme nix dafür.

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Der Grinch ist los

Ich war in letzter Zeit in einer absoluten Bastelphase und habe auf Unmengen großartigen Kreativ- und DIYblogs gestöbert. Da kam mir so der Gedanke, dass es vielleicht ganz nett wäre, wenn ich meine Werke auch zeigen würde um so auch anderen Anregungen zugeben. Aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei.

Nachdem uns nun gestern der erste Schnee völlig unvorbereitet getroffen hat (zum Glück ist nix liegengeblieben – ich hasse Schnee) habe ich mir auch gleich mal die erste Wintermütze der Saison gehäkelt. Das perfekte Outfit für künftige Weihnachtsmarktbesuche  🙂 und mein erster Beitrag zum RUMS & bei Gehäkeltes&Gestricktes

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Das Muster hatte ich bei Boutique7one7 bei Etsy gekauft und die Wolle ist von meinem Wollehaufen. Die grüne ist myboshi No1 in Grasgrün (122) (55m/50g), gelb und schwarz sind Wolle Rödel Universal (125m/50g) die ich doppelt (sowohl für’s häkeln als auch für’s sticken) genommen habe um auf die Fadenstärke zu kommen.

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After we had the first snow yesterday (*brrrrrrr*) I made my first beany – the perfect outfit for the Christmas market which will start soon. The pattern I used is from the Etsy store Boutique7one7.  The green wool is myboshi No1 (122), black (5790) and yellow (5765) is Wolle Rödel Universal of which I took 2 strands for crocheting & embroidering.

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