Page 115

Wintermantel V9040 – Noch einige Details

Bevor es am Sonntag das Finale der Herzen vom Wintermantel-Sew-Along 2016 gibt (ja, ich werde dabei sein – muss nur noch Fotos machen), möchte ich gern noch über ein paar Details schreiben.

Obwohl ich mich schon sehr auf das Tragen des Mantels freue, haben sich die finalen Arbeiten doch noch um einiges hingezogen. Erst habe ich mich ein bisschen vor den Knopflöchern gedrückt, dann vor dem Saum – aber dazu morgen mehr.

Heute soll es noch etwas um die Innenverarbeitung gehen. Ich habe den Mantel ja mit Hilfe des Craftsy-Online-Kurses genäht und in dem Kurs wird zusätzlich noch eine Innentasche in den Mantel genäht. Die ist jetzt nicht riesig, aber für Lippenpflege und Straßenbahntickets reichts schon. Mein Mobiltelefon würde noch reinpassen (aber das hat aber auch noch Tasten) bei einem Smartphone sieht die Sache schon etwas anders aus.

V9040-13

Die Tasche nennt sich Chinese Wedding Pocket, die Anleitung dazu gibt es allerdings nur in dem Kurs. Nötig war es sicherlich nicht, aber ein nettes kleines Detail und ich wollte mich auch gerne etwas ausprobieren.
Dass ich bei der Einfassung etwas geschlampt habe, habe ich schon im letzten Post zum Thema Mantel berichtet, leider ist es mir auch nicht ganz gelungen die Spitzen grade anzunähen. Ich seh das jetzt nicht ganz so tragisch, ist ja eine INNENtasche und außerdem war es ein erster Versuch. Nichtsdestotrotz bin ich schon ein bisschen stolz auf meine Tasche.

V9040-14

V9040-15

V9040-16

Die Kragenverarbeitung war auch interessant und abweichend von der Vogue-Anleitung. Da wird nämlich die Nahtzugabe des Samts von Hand am unteren Kragen „festgesteppt“. War zwar etwas langwieriger, hat aber super funktioniert. Das wird gemacht um den Samt nicht durch das Bügeln zu schädigen. Gut mein Pannesamt wäre da jetzt sicherlich nicht so empfindlich gewesen als der im Video verwendete Seidensamt – aber auch hier wollte ich micht ausprobieren. Überhaupt wird an dem Mantel sehr viel mit Hand genäht. Zum Glück gibt es Hörbücher.

V9040-17

V9040-18

Ein weiterer Unterschied zur Originalanleitung ist, dass der Kragen erst zusammengenäht wird und dann zwischen Oberstoff und Futter genäht wird. Hat aber erstaunlich gut geklappt. Auch hier wurde die Nahtzugabe wieder per Hand „festgesteppt“ – ein Gefummel! Das Einzige was nicht berücksichtig wird, ist eine Schlaufe zum Aufhängen. Ich habe versucht daran zu denken, aber sie ist mir etwas zu klein geraten.

V9040-19

V9040-20

Das war die Innernverarbeitung. Die Geschichte zu den Knopflöchern und dem Saum gibt es dann, inklusive der Tragebilder, morgen. 🙂
 

Hinterlasse einen Kommentar »

Weihnachtskleid & Lieblingsstücke 2016

Auf dem Blog vom Me-Made-Mittwoch ist heute die erste Frage nach der Weihnachtspause (schön dass ihr wieder da seid Mädels) nach dem Lieblingsstück 2016.
Schwierig, da ich ja im Januar 2016 erst angefangen habe zu nähen, finde ich natürlich alle meine selbst genähten Stücke toll – ein bisschen hatte ich mich ja mit der Frage auch schon bei meinem kleinen Jahresrückblick auseinandergesetzt.
Ich wähle Kleid Megan von Tilly and the Buttons zum Favoriten des letzten Jahres.
Megan06
Mein allererstes Kleid und im Sommer gern getragen. Leider war der Stoff nicht der Beste und bleicht nach dem häufigen Waschen schon aus und so werde ich in diesem Jahr sicherlich eine neue Version nähen.

Potenzial zum Lieblingskleid hat auch das folgende Stück. Es ist bequem und muckelig warm, aber noch gar nicht sooooo lange fertig. Die Rede ist von meinem Weihnachtskleid.
Leider fehlte mir zum Ende hin die Zeit, um am Sew Along teilzunehmen – aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.

Die letzten Nähte habe ich tatsächlich noch pünktlich an Heiligabend (nach der Arbeit!) gesetzt.
Zur Erinnerung, ich hatte mich für Kleid 112 aus der Dezember Burda (12/2016) entschieden.

Kleid112_07

Kleid112_09

Ich habe einen wunderschönen nahtverdeckten Reißverschluss eingenäht.

Kleid112_08

Kleid112_10

Am Ende habe ich mich allerdings gefragt: Warum eigentlich? In der Anleitung stehen weichfallende, dehnbare Stoffe bzw. Jersey. Ich kann das Kleid prima über den Kopf ziehen – ohne den Reißverschluss öffnen zu müssen.

Kleid112_04

Kleid112_05

Kleid112_06

Das Einzige, war wirklich etwas umständlich ist, sind die Ärmel. Ständig hängen sie irgendwo rein…

Den Tauglichkeitstest hat das Kleid auch schon überstanden – warm ist es definitv. Wir waren letzte Woche im Varieté, was sehr schön war. Auf dem Heimweg habe wir dann die Bahn vor unserer Nase wegfahren sehen. Auch bei einem Winterspaziergang durch Schneetreiben blieb es muckelig warm.

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

2 Kommentare »

Neues Jahr, Neues Glück… oder: Jetzt lernt sie auch noch stricken.

In meinem letzten Post, der ja auch gleichzeitig der letzte Post des alten Jahres war, gab es einen kleinen Rückblick auf meine Nähprojekte im Jahr 2016. Heute möchte ich den ersten Post des neuen Jahres dazu nutzen, um einen kleinen Ausblick auf das Jahr 2017 zu geben. Ich habe viel vor!
Während 2016 ganz im Zeichen der Nähmaschine stand und ich mir bereits eingie Fähig- und Fertigkeiten aneignen konnte, möchte ich diese 2017 natürlich vertiefen. Das Projekt Kleiderschrank geht in die nächste Runde; ich habe vor meine erste Hose zunähen und ein weiteres Hochzeitsgastkleid soll auch folgen. Desweiteren möchte ich mich etwas mehr mit Jersey beschäftigen. Der Weihnachtsmann war so großzügig, mich mit einer Overlock-Maschine zu beschenken. Das war wirklich eine Überraschung, ich habe nicht einmal ansatzweise damit gerechnet, wenn es nach meinem Plan gegangen wäre, hätte ich mir eine solche Maschine frühestens in ein oder zwei Jahren zugelegt… . Zudem möchte ich mich etwas mehr mit der Anpassung von Schnittmustern beschäftigen.

Blogtechnisch habe ich mir vorgenommen 1 Post pro Woche zu schreiben, bzw. mind. 4 pro Monat. Aber auch hier gilt das gleiche Prinzip wie schon letztes Jahr. Ich mach mir keinen Stress, wenn es nix zu erzählen gibt, dann gibt es halt nix zu schreiben. Und Zeit ist ja auch immer ein nicht zu unterschätzender Faktor.
Ich überlege noch, eine neue Rubrik in den Blog aufzunehmen. Seit letztem Sommer sind wir ja stolze Kleingartenbesitzer (ein Mehrgenerationenprojekt zusammen mit meinen Großeltern) und 2017 starte ich nicht nur in meine 3. Balkongartensaison sondern auch in meine erste Saison als Kleingärtner. Das wird ein Spaß. Ob ich dann hier auch regelmäßig darüber berichten werde werden wir sehen. Vielleicht gibt es ja eine Rubrik „Neuigkeiten aus der Parzelle“ oder so 🙂 .

Mein DIY-Motto für 2017 ist allerdings: Ich lerne stricken.
Ich habe bis heute keine anständigen Häkelvorlagen für Socken gefunden. Die Häkelmuster, die es gibt sind mir alle zu dick, ich habe noch nich eins gesehen, was aus dünner Sockenwolle gehäkelt wird. Daher gibt es nur eine Lösung. Ich muss stricken lernen um endlich einen Vorwand zu haben, mir diese tolle bunte Sockenwolle zu kaufen  🙂 .
Projektziel für das Jahresende ist, neben den besagten Socken, ein Jäckchen zu stricken.

Zum Stricken lernen nutze ich drei Quellen.
– Onlinekurs
– entsprechende Literatur (wobei ich mir zu diesem Thema erstmal eine Zeitschrift zugelegt habe, Bücher folgen bei Bedarf)
– Oma  🙂

Ich liebe ja Online-Kurse. Man ist zeitlich unabhängig und kann sich den Kurs sooft ansehen wie man will.
Bei Makerist gibt es den perfekten Kurs (kostenlos) für Menschen wie mich, die zum ersten Mal in ihrem Leben Stricknadeln in der Hand halten. Stricken lernen für Anfänger. Und er richtet sich wirklich an blutige Anfänger. Maschen anschlagen, rechte Maschen, linke Maschen, abketten. Wer mehr erwartet, wird enttäuscht sein – aber an Basics reicht das ja erstmal.
Die Trainerin macht das auch sehr gut und geduldig, spricht langsam, alles wird mehrfach gezeigt usw.
Und am Ende habe ich sogar mein erstes Stickprojekt fertiggestellt. Einen Snood (Schlauchschal), den ich jetzt schon die ganze Zeit trage, weil es so schön warm am Hals ist 🙂

Snood03

Die Wolle ist Super Big Color von Wolle Rödel (100g/100m) Farbe 002. Verbraucht habe ich etwa 50g.
Der Snood besteht nur aus rechten Maschen, kein Hexenwerk, aber gut um erst einmal die Motorik zu üben und die Bewegungsabläufe einzustudieren.

Snood01

Snood05

Das nächste Übungsprojekt ist schon in Arbeit. Ein Schal aus rechten und linken Maschen. Ich habe etwas gebraucht um die Logik dahinter zu verstehen, dass man auf der anderen Seite genau anders herum stricken muss, aber jetzt läuft’s. Nagut, an der Fadenspannung hapert es noch ein bisschen.
Schal02

So, und mit diesen Ausblicken auf ein spannendes DIY-Jahr geht es noch zum ersten RUMS des neuen Jahres um mein erstes Strickprojekt ever zu zeigen, *lach*

2 Kommentare »

The Sewing-Oscar 2016 – Ein kleiner Näh-Rückblick

sewing_oscar_2016

In der letzten Zeit war es hier zugegebener Maßen etwas still. Ich war allerdings nicht untätig und habe in den letzten Wochen viel gebastelt und genäht – nur zum bloggen bin ich leider nicht gekommen. Irgendwas ist ja immer.
Aber einiges davon wird es in den nächsten Tagen noch auf den Blog schaffen, allen vorran Weihnachtskleid (welches ich tatsächlich noch am 24.12. fertig wurde) und Wintermantel (da fehlt noch der Saum).

Für mich war es ein spannendes und lehrreiches Jahr.
Am 20. Januar 2016 habe ich mich zum ersten Mal in einem Nähkurs hinter eine Nähmaschine gesetzt und daraus entstanden ist der Frühlingsherbeiwünschungsrock. Mein allererstes selbst genähtes Kleidungsstück, allerdings noch mit Anleitung im Nähkurs.
Rock07
Leider musste ich feststellen, dass so ein Nähkurs (zumindest dieser Nähkurs) nichts für mich ist und habe mich für den autodidaktischen Weg mittels jeder Menge Büchern und Onlinekursen entschieden. Ich liebe Onlinekurse!

Am 29. Februar schloss das Hotel, in dem ich gearbeitet habe für immer seine Türen und ich hatte plötzlich jede Menge Freizeit. Offiziell war ich ja noch bis Ende Mai angestellt. Genug Zeit um sich mit dem neuen Hobby zu beschäftigen. In dieser Zeit habe ich sehr schnelle Lernfortschritte gemacht. Mein erstes ganz allein genähtes (ohne Unterstützung im Nähkurs) Kleidungsstück war ein Capone und so folgte Rock auf Rock, Pyjamahose und noch viel mehr.
Ab dem 15. August habe ich dann wieder angefangen zu arbeiten, was sich hier auf dem Blog vorallem mit einem Rückgang an regelmäßigen Blogbeiträgen bemerkbar machte. Während ich in der ersten Zeit vor lauter Arbeit zu überhaupt nichts mehr gekommen bin (außer schlafen und essen), hat sich nun das Arbeitsleben wieder normalisiert, es sind Routinen eingekehrt und ich bin zurück an der Nähmaschine. Allerdings hat der Output deutlich nachgelassen.

So, genug der Vorrede! Mit Stolz präsentiere ich die Sewing Oscars 2016.
Die Idee dazu habe ich bei Vervliest und zugenäht aufgeschnappt und fand sie so großartig und vor allem passend, dass ich heute, am letzten Tag des Jahres, auch meine persönlichen Favoriten küren möchte.

the-sewing-oscars-logo

1. Beste/r HauptdarstellerIn – das liebste bzw. am häufigsten getragene Kleidungsstück
Megan07
Kleid Megan von Tilly and the Buttons. Zu meinem ersten Kleid, habe ich eine besondere Beziehung. Ich habe es diesen Sommer oft und gerne getragen sodass der Stoff schon ein bisschen ausgeblichen ist.

2. Beste/r NebendarstellerIn – das am besten zu kombinierende Kleidungsstück
Tee02
Viel getragen habe ich in letzter Zeit auch das rote 3/4 Arm -Shirt. Einer meiner ersten Gehversuch mit Jersey.

3. Beste Regie – die aufwändigste Verarbeitung bzw. die technischste Herausforderung
V9105_61
Definitiv das Hochzeitsgastkleid Vogue V9105
aber auch der Wintermantel (der noch nicht ganz fertig ist) hatte es in sich.

4. Bester Schnitt – das Lieblingsschnittmuster
Mein Lieblingsschnittmuster war Rock Capone, den ich auch gleich zwei Mal genäht habe. Einmal in der Winterversion und einmal in der sommerlichen Kirschversion
Capone03

Capone24

5. Bestes Drehbuch – die beste Anleitung bzw. das beste Ebook
V9040-10 (mittlerweile hat er schon Kragen und Knöpfe)
Hier kommt der Wintermantel dann doch noch in Spiel. Genäht habe ich nämlich nach einem Onlinekurs von Craftsy und ich glaube nicht, dass ohne diesen Kurs jemals auch nur in die Nähe von „Fertig“ gekommen wäre

6. Ehrenoscar – das schönste für jemand anders genähte Kleidungsstück
Das Weihnachts-Tshirt für den Hobbybrauer nach Burda 6602. Allerdings fehlen hier noch Bilder, die demnächst folgen werden.

7. Goldene Himbeere (Anti Oscar) – der größte Reinfall
Rock01
Hier nominiere ich den Rock Nr. 17 aus der Nähtrends 01/2016. Die Idee mit dem Stoff war nicht so schlecht, aber irgendwie kann ich mir nicht vorstellen den Rock im Alltag zu tragen. Ich hatte ihn nicht einmal an (außer zu den Fotos) und bei der nächsten Kleiderschrankinventur im Frühjahr wird er wohl rausfliegen.

Ich bin schon sehr gespannt, was 2017 so alles unter der Nähmaschine bereit hält, ich habe einige ehrgeizige Projekte und jetzt wo der Weihnachtsmann mich mit einer Overlockmaschine bedacht hat, eröffnen sich völlig neue Horizonte.

Merken

2 Kommentare »

Der Wintermantel nimmt doch noch Formen an

Der Wintermantel-Sew-Along ist zwar schon längst Geschichte, aber ich arbeite nach wie vor fleißig an der Vollendung des guten Stücks. Dank meines Urlaubs in der letzten Woche, bin ich auch ein gutes Stück voran gekommen. Jetzt wo es endlich ans Nähen geht, fängt es auch an Spaß zu machen. Ich habe mich regelrecht an dem Projekt festgebissen.

Zusammengesetzt habe ich den Mantel schon und auch die Ärmel sind drin. Ein bisschen mein Angstgegner aber mit Hilfe des Onlinekurses super zu bewerkstelligen. Hat gleich auf Anhieb geklappt – ohne irgendwelche komischen Falten. Nur die Schulterposter haben mich etwas auf die Probe gestellt. Vor allem weil dann auch noch ein sogenannter Sleeve head (aka Ärmelfisch [Ich könnte mich über das Wort kaputt lachen 🙂 ] ) eingebaut wurde. Ich hatte weder das eine noch das andere im Haus, also hab ich mich für selbermachen entschieden, damit ich weiter komme. Im Online-Kurs hatte die Dame als sleeve head einfach nur einen Streifen Vlies, der oben umgefaltet und festgesteppt war und bei dem Schulterpolster habe ich mich an das Tutorial von sewing addicted gehalten.
Wenn ich Euch erzähle woraus ich meine Schulterpolster gebastelt habe…

V9040-09

V9040-08

Na vieleicht kommt ja jemand drauf 😉

Ich finde sie passen gut rein, der Unterschied zwischen mit und ohne Polster ist wirklich erstaunlich. Leider habe ich kein Vorher-Nachher-Bild. Nur ein Nachher-Bild. So ist momentan der aktuelle Stand.

V9040-10

Mit dem Futter habe ich auch angefangen.
Ich wollte ja unbedingt noch eine wärmende Zwischenschicht für meinen Mantel und habe mich für Thinsulate entschieden. Eigentlich wollte ich es an den Außernstoff machen, aber da ich da ja nun mal schon das Zwischenfutter hatte, habe ich mich dazu entschieden, die Isolation ans Futter zu heften.
Eine mühselige Arbeit. Ich habe jedes Futterteil einzeln noch mal aus Thinsulate zugeschnitten. Das Zeug kann man ja nicht doppelt zuschneiden und auch noch akurat sein.
Dann habe ich es innerhalb der Nahtzugabe (bei 1 cm) mit einem Zickzack-Stich auf die Futterteile genäht, demit ich dann die Nahtzugabe und Thisulate entsprechen zurückschneiden kann.
Spätestens jetzt, habe ich mich zu meiner Investition in den Obertransport beglückwünscht.
Die Anregung dazu habe ich beim Recherchieren auf den Blogs von megannielsen und cashmerette bekommen.

V9040-12

So sehr ich mich aufs Tragen freue. Pausen sind wichtig und wenn man müde ist sollte man aufhören, sonst passieren
dumme Fehler.

V9040-11

Wie hier bei der Einfassung für meine geplante Innentasche. Ein Dreieck ist verkehrt herum, und ich hab’s erst beim Fotografieren gemerkt… naja man sieht dann nur die Spitzen, also hab ich es so gelassen.

So und jetzt schau ich mal noch beim Creadienstag vorbei. Vielleicht gibts ja noch ein paar Anregungen für die Weihnachtsbastelei, denn eigentlich wollte ich schon längst mit der Geschenkeproduktion angefangen habe. Wie das immer so ist.

Hinterlasse einen Kommentar »

Weihnachtskleid-Sew Along: Stoff und Schnitt

Als Erstes muss ich ein Dankeschön für die vielen lieben Kommentare zu meinem letzten Post loswerden. Ihr seid toll! 🙂
Das mit den Entscheidungen ist ja so eine Sache, ich glaube die Stimmen haben sich mehr oder weniger gleichmäßig auf Kleid 112 aus der Burda 12/2016 und auf Kleid 105 aus der Burda 09/2016 verteilt.
Mein Favorit fürs Weihnachtskleid ist Kleid 112 – ich bevorzuge zu Weihnachten die bequeme Variante zum herumlungern auf der Couch und das Kleid macht mir einen recht bequemen Eindruck.

WKSAL16_01

Den Schnitt habe ich schon abgepaust

Kleid112_03

und der Stoff ist auch schon ausgewählt. Den habe ich vom letzten Stoffmarkt. Was es genau ist, kann ich nicht sagen, gibt es so etwas wie Wolljersey?

Kleid112_01

Nun stehe ich vor einer interessanten Frage. Der Stoff hat Löcher, das sieht man ganz gut auf der weißen Rückseite. Ich hatte überlegt das Kleid mit einem dünnen weißen Viskose Jersey zu füttern, so wie ich es bei meinem Mantel gelernt habe.

Kleid112_02

Alternativ kam mir die Idee ein Unterkleid dafür zu nähen. Das hätte den Vorteil, dass es auch bei anderen Kleidern zur Anwendung kommen könnte. Kennt jemand einen einfachen Schnitt für ein Unterkleid? Alle die ich gefunden habe waren für meine Zweck zu aufwendig. Auf Spitze und BH-Träger habe ich jetzt erstmal keine Lust.
Ich bin unentschlossen.

Und da ich keine zwei Wochen nach Weihnachten Geburtstag habe, habe ich beschlossen Kleid 105 als Geburtstagskleid zu nähen. Ich bin ein Fuchs 😉

WKSAL16_02

Den Stoff dafür habe ich schon auch aus einer schön weichfallenden Viskose mit wildem Muster.

Kleid105_01

Kleid105_02

Kleid105_03

Wofür sich die anderen Teilnehmerinnen entschieden haben, findet Ihr ihr beim zweiten Teil des Weihnachtskleid Sew Alongs auf dem Me-Made-Mittwoch Blog

P.S.: Die Links dienen, wie immer, nur zur Information – ich bekomme nix dafür.

Merken

3 Kommentare »

Weihnachtskleid und Wintermantel

Mein Wintermantel ist zwar nach wie vor in Einzelteilen, was mich natürlich nicht davon abhält schon mal für das nächste Projekt vorauszuplanen. Das Weihnachtskleid!

wksa16-logo

Ich gebe es zu, ich habe den Sew-Along im letzten Jahr mit großer Begeisterung verfolgt und es war auch so ein bisschen der letzte Anstubser, den ich gebraucht habe, damit unser Haushalt um eine Nähmaschine erweitert wird und ich sozusagen meine Reise in die Welt der selbstgenähten Kleidung begann. Wintermantel hin oder her (mein Urlaub ist nah), natürlich lasse ich es mir nicht nehmen, hiermit meine Teilnahme am Weihnachtskleid Sew Along bekannt zugeben.

Bei mir kommen drei Modelle in die engere Auswahl:
Kleid 112 aus Burda 12/2016 wofür ich sogar schon einen passenden Stoff hätte, meinen quasi Spontankauf vom letzten Stoffmarkt, den ich eigentlich damit gerechtfertigt habe, daraus ein Cape nähen zuwollen. Bei genauerer Betrachtung muss ich zugeben, dass der Stoff für ein Cape nicht sonderlich geeignet ist.
WKSAL16_01

Kleid 105 Aus Burda 09/2016, der Auslöser weswegen ich mich die Zeitschrift überhaupt nur gekauft habe.

WKSAL16_02

Modell 47 aus Meine Nähmode 05/2016; da müssten dann natürlich noch lange Ärmel dran.
WKSAL16_06

Und wie sieht es bei meinem Wintermantel aus?

wmsal2016-2

Die vielen tollen Mäntel die ich schon beim Finale bewundert habe, haben mir noch einmal einen kleinen Motivationsschub gegeben.
Das Zwischenfutter (Underlining) habe ich jetzt komplett auf die entsprechende Teile geheftet,

V9040-05

die ersten Abnäher sind genäht und das rechte Mantelvorderteil mit Tasche habe ich schon zusammengenäht.
V9040-06

V9040-07

Ich bin zuversichtlich, dass ich mich bestimmt beim Finale der Herzen mit einreihen kann.

Und wer sagt jetzt meinem Chef, dass ich dringend mehr frei brauche, da ich einen Mantel und ein Kleid zu nähen habe?

8 Kommentare »

Der Sommer im Glas

Bei meinem Mantel gibt es noch keinerlei Fortschritte zu verzeichnen, daher habe ich das vorletzte Treffen zum Wintermantel Sew-Along auch ausfallen lassen. Ich werde es wohl nicht rechtzeitig zum Finale schaffen, aber ich zähle auch so ein bisschen auf meine Woche Urlaub Ende November um in meinem Mantel-Projekt voran zu kommen.

Stattdessen folgt heute mal wieder ein Post aus meiner Küche. Ich habe den Sommer eingefangen und mich in diesem Jahr zum ersten Mal in meinem Leben ans Marmelade kochen gewagt… und was soll ich sagen? Es ist gleich so ein bisschen zu einer Sucht geworden.
Meine allererst Marmelade war Erdbeer-Stachelbeere, danach folgte Brombeer-Aprikose mit handgepflückten Brombeeren und dann Pflaume-Apfel. Wobei ich dazu sagen muss, dass ich mich nicht exakt an die Rezepte gehalten habe, ich hab die lediglich als Orientierung genutzt und mit dem gearbeitet, was ich hatte. Ich hab Gelierzucker 2:1 genommen und mich an die Anleitung auf der Packung gehalten.

Marmelade01

Dann kam die Kürbiszeit und meine Ma brachte mir einen großen Kürbis mit, aus dem neben Suppe und Kürbisbrot auch Kürbis-Apfel-Marmelade und Kürbis-Gelee entstand. Das Rezept für die (superleckere) Kürbis-Apfel-Marmelade stammt von hier und das Rezept für’s Kürbis-Gelee habe ich aus der Zeitschrift Einfach Hausgemacht Herbst 2016

Marmelade02

Für das Gelee benötigt man:
etwa 1 kg Schalen vom Roten Zentner, grob abgeschält
Saft von 2 Orangen ca. 200ml (ich habe Orangensaft aus der Flasche genommen)
1/4 Vanilleschote
1kg Gelierzucker 1:1
1 Päckchen Zitronensäure

Die Einweckgläser und Deckel heiß ausspülen und über Kopf abtropfen lassen. Die Kürbisschalen in wlnussgroße Stücke schneiden und mit 700ml Wasser in eine Topf geben. Bei geschlossenem Deckel zum kochen bringen und 15 Minuten köcheln lassen. Den Sud durch ein Sieb passieren, dabei gut durchdrücken.
600 ml Kürbissud abmessen und mit 200 ml Orangensaft auffüllen. (Es gehen auch 550 ml Kürbissud und 250 ml Orangensaft)
Die Vanilleschote längs aufschneiden, das Mark herauskratzen und zum Kürbissud geben.
Den Gelierzucker einrühren und unter gelegentlichem Rühren aufkochen. 3 Minuten sprudelnd kochen lassen. Zitronensäure zugeben, unterrühren und das Gelee in die vorbereiteten Gläser füllen. Mit den Deckeln verschließen, 5 Minuten auf den Kopf stellen und dann abkühlen lassen.

Da mein Garten in diesem Jahr sehr großzügig mit Äpfeln war, gab es auch gleich noch Apfelmus und eine Weihnachtsmarmelade Bratapfel-Vanille nach diesem Rezept. Ich habe mir gedacht, wenn ich die in kleine Gläschen abfülle habe ich gleich super Mitbringsel und Aufmerksamkeiten für die Weihnachtszeit. Wird natürlich alles noch weihnachtlich aufgehübscht.

Marmelade03

Der Hobbybrauer belächelt mich zwar immer, aber diesmal war ich tatsächlich ganz froh über meine Sammlung an leeren Marmeladengläsern. Jetzt sind sie wieder voll und wir brauchen für den restlichen Winter keine Marmelade mehr kaufen. Die hübschen Etiketten habe ich auf meinen Pinterest-Streifzügen ausfindig gemacht und alle auf einem Board gesammelt.
So sieht es jetzt in meinem Vorratsregal aus, die andere Häfte ist bereits in den Keller gewandert 😉

MArmelade04

P.S.: Ja, ich kenne den technischen Unterschied zwischen Marmelade und Konfitüre – aber es ist mir egal 🙂

Merken

Hinterlasse einen Kommentar »

Wintermantel-Sew-Along: Fortschritte

Da werde ich mich mal kurz vor Schluss in den illustren Reigen auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog einreihen. Ich habe eine ganze Weile überlegt ob ich beim dritten Treffen zum Wintermantel-Sew Along nicht lieber aussetzen soll – denn wirkliche Fortschritte habe ich noch nicht zu verzeichnen. Ich habe noch nicht eine einzige Naht gesetzt und bin eigentlich noch immer dabei die gefühlten drölfzig Teile zuzuschneiden.

Mittlerweile habe ich immerhin schon das Schnittmuster abgepaust, eine Arbeit die ich absolut langweilig finde. Hörbücher machen es eträglich aber ich ertappe mich hin und wieder dabei wie ich aufhöre abzupausen und nur noch zuhöre 😉
Ich habe ja eine Weile hin und her überlegt, wie ich meinen Stoff vorbehandeln soll. Bei Siebenschön im Blog habe ich glesen, dass sie den Stoff mit einem feuchten Bügeltuch abgebügelt hat. Auf Nachfrage in den Kommentaren habe ich auch flux eine Antwort erhalten. Vielen Dank dafür! Bei Sewaholic gibt es auch einen umfangreichen Artikel zum Thema – auf Englisch allerdings.
Also habe ich mich dazu entschieden meinen Wollstoff mit Blumensprühdings einzunebeln und mit feuchtem Küchenhandtuch abzubügeln. Ich hoffe das reicht als Vorbehandlung aus.

Zugeschnitten habe ich den Wollstoff auch. Zum Glück haben wir einen langen Flur, da konnte ich die 3 Meter Stoff in voller Länge auslegen – ohne Möbelrücken diesmal.

V9040-01

Das Futter ist auch schon zugeschnitten.

V9040-02

Momentan kämpfe ich noch mit der Einlage. Im Online-Kurs war von „press-on tricot knit interfacing“ die Rede, ich habe mich letzten Endes für Vliesline G785 entschieden, das schien dem Ganzen am nächsten zu kommen. In der Burda wird das Zeug schließlich auch für fast alles genutzt. In der Vogue Anleitung wird eine Einlage zum Einnähen verwendet, aber ich habe mir schon beim letzten Vogue Kleid geschworen, dass ich Einlagen nur noch aufbügeln werde, eine weitere Änderung ist, dass beim Vorderteil das gesamte Teil mit Einlage verstärkt wird und nicht nur der lange Teil, wie in der Vogue Anleitung gezeigt.
Bis jetzt habe ich es noch nie geschafft eine Einlage so zuzuschneiden, dass sie dann auch eins zu eins auf das Schnittteil gepasst hätte. Irgendwo war immer zuviel oder zuwenig und bei dem flimsigen Zeug hatte ich so meine Bedenken, grade bei den großen Teilen. Deswegen habe ich es auch so lange vor mir hergeschoben. Jetzt habe ich einfach die Einlage auf das Schnitteil gesteckt, ringsrum ausgeschnitten und dann festgebügelt. Ist bestimmt nicht die Art und Weise wie sowas gemacht wird, hat aber super gepasst 😉

V9040-03

Beim Kragen habe ich ein sogenanntes Block Fusing gemacht. Ich habe die Einage (hier F220) auf den kompletten Stoff augebügelt und erst dann den Stoff augeschnitten. Der Verschnitt ist natürlich immens, aber ich habe noch nie Einlage so perfekt auf ein Kragenteil gebügelt.

V9040-04

Gibt es im Deutschen eigentlich einen Unterschied zwischen Interlining (eine zweite dünne Stoffschicht, die an den Außenstoff für mehr Stabilität geheftet wird) und Underlining (eine wärmende Zwischenschicht wie Thinsulate, die zwischen Stoff und Futter genäht wird)? Ich habe nur den Begriff Zwischenfutter gefunden – der wohl beides beschreibt. Hier gibt es eine ganz gute Seite die den Unterschied zwischen Interfacing, Interlining und Underlining erklärt.

Jetzt habe ich also noch die Schicht Thinsulate, die ich zuschneiden muss und den dünnen Batist für das Interlining. Wenn es meine Zeit zulässt, habe ich beim nächsten Treffen vielleicht schon einpaar Nähte genäht….

Um Schulterpolster habe ich mir noch keine Gedanken gemacht aber ich glaube irgendetwas von shoulder pads gelesen zuhaben. Also kommen wohl welche rein.

4 Kommentare »

Winter-Mantel-Sew-Along: Welchen nehme ich nur?

Ach ja, die Sache mit der Entscheidungsfreudigkeit – und die vielen tollen Inspirationsposts vom letzten Treffen haben die Sache auch nicht leichter gemacht. Ich nähe nur noch Mäntel… und Capes.

Im heutigen Treffen zum Winter-Mantel-Sew-Along auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog geht es um die Entscheidung für ein Modell.
Bei mir in die engere Auswahl kamen:

wjsalb5824
Der Gertie-Mantel B5824,

wjsalcape01
das Burda Cape

wjsalv9040
und der Vogue-Mantel V9040.

Letzten Endes habe ich mich dann für den Vogue-Mantel in Version A entschieden, da es mir ganz lieb ist, wenn mich beim Mantel-Nähprozess jemand etwas an die Hand nimmt und das Schnittmuster gab es ja zu dem Crafsy-Kurs in Coat-Making dazu. Mit dem Cape liebäugele ich aber nach wie vor.

Ganz passend dazu gab es am 2. Oktober Stoffmarkt bei uns und ich habe auch fast alles bekommen.
Petrolfarbenen Wollstoff, Futterstoff und Pannesamt in Silber und Vliesline G785.

Stoff03

Als Zwischenfutter habe ich mich, nachdem ich durch die Posts vom letzten Jahr gestöbert habe, für Thinsulate entschieden, was gestern bei mir eingetroffen ist und auf meine Knöpfe warte ich noch.

Als Nächstes werde ich mich mal mit dem Schnittmuster auseinandersetzen.

Wie behandelt ihr Eure Mantelstoff eigentlich vor? Eigentlich wasche ich ja jeden Stoff, der bei mir in die Wohnung kommt, aber bei dem Wollstoff traue ich mich nicht so richtig. Sollte man ihn vielleicht vorher in die Reinigung bringen? Oder wascht ihr eure Mantel-/Futterstoffe gar nicht?

Das hier ist übrigens meine komplette Ausbeute vom Stoffmarkt. Das Farbschema für diesen Herbst lässt sich ziemlich genau erkennen 🙂
Stoff02
Das ist mir aber tatsächlich erst aufgefallen, als ich das Foto gemacht habe…

So, und jetzt schaue ich mal nach, wofür die anderen Mitstreiterinnen sich so entschieden haben.

Merken

Merken

Merken

6 Kommentare »

%d Bloggern gefällt das: