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Das Meer bei Saintes-Maries-de-la-Mer

Wie schön, der Me-Made-Mittwoch ist aus der Sommerpause zurück. Zur Feier des Tages und passend zum Motto „Mein schönstes Ferienerlebnis“ will ich doch auch gleich noch ein bisschen Urlaubskleidung zeigen.

Den Anfang macht der Rock Nr. 12 aus der Fashion Style 05/2016. Den hatte ich 2016 schon beim Sommerrock-Sew-Along auf der Liste, bin dann aber nicht mehr dazu gekommen ihn zu nähen. Da es mir der Stoff mit van Goghs „Das Meer bei Saintes-Maries-de-la-Mer“ unheimlich angetan hat, habe ich ich auch in den Originalstoff investiert und ihn bei TST-Stoffen in den Niederlanden bestellt. Diesen Stoff scheint es dort nicht mehr zugeben, aber den anderen hübschen mit van Goghs Mandelblüte, den ich auch gleich noch mit bestellt habe, gibt es noch. Trotz nicht-existenter niederländisch Kenntinsse, war der Bestellvorgang recht einfach. Einfach laut vorlesen und man kommt schon drauf was damit gemeint ist 😉
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Dass es sich bei dem Stoff um einen Jersey-Stoff handelt, hat mich lange Zeit davon abgehalten den Rock zu nähen, mir ist auch bis heute noch nicht ganz klar warum man so einen Rock aus Jersey nähen muss. Aber egal.

Das ist das erste Schnittmuster, dass ich aus der Fashion Style genäht habe, und ich muss sagen, die Anleitung hat mich schon einige Male ins Grübeln gebracht. Schier verzweifelt bin ich bei den Taschen. Ich habe einfach nicht verstanden was mir die Anleitung sagen wollte. Kostprobe?
„Das untere Taschenteil 3 mit der rechten Seite oben bis zur Tascheneingriffslinie A unter das Vorderteil schieben. Quernaht B der Vorderteils mit oberen Taschenteil und das untere Taschenteil zusammennähen“

Egal wie ich es gedreht und gewendet habe, es hat für mich einfach keinen Sinn ergeben. Aber auf sämtlichen Bildern des Rocks in der Zeitschriften, sind die Taschen auch elegant verdeckt, so dass man gar nichts erkennt.
Ich war kurz davor den Rock in die Ecke zu pfeffern und hab dann einfach ganz normale, langweilige Nahttaschen genäht. Das soll bestimmt nicht so sein, weil die ganz schön beulen und nach unten ziehen, wenn man z.B. einen Schlüssel oder Steine darin hat aber bei dem glockigen Rock fällt das im Endeffekt gar nicht weiter auf.

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Im Bund ist ein breiter Gummi eingezogen und es gibt Knopfriegel, die allerdings keine Funktion haben außer einer dekorativen und man muss höllisch aufpassen, dass es nicht merkwürdig aussieht, wenn sich die Knopfriegel mit dem Bund zusammenschieben.

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Trotzdem mag ich meinen Rock, besonders am Meer.
Wir sind übrigens nicht in Frankreich sondern in England. Dieses Jahr haben wir eine 10-tägige Rundreise durch England gemacht. Hier sind wir grade an der Jurassic Coast in Lyme Regis. An der Jurassic Coast kann man mit etwas Glück Fossilien am Strand finden, daher auch die Steine in der Rocktasche :). Ich hab sogar auch etwas gefunden. Zwar nur ein winziges Fragment eines Ammoniten, aber immerhin.

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Film- und Serien Sew Along 2017: Finale – Inspired by Agent Carter

Besser spät als nie.

Beim letzten Treffen musste ich leider aussetzen, da ich zwei Wochen im Urlaub war.
Aber das wusste ich ja im Voraus, daher habe ich jetzt noch einen finalen Endspurt hingelegt und das Kleid gestern Abend endlich fertiggestellt.

Wegen einer Mischung aus akuter Unlust und Zeitmangel habe ich am Ende doch auf ein Probeteil verzichtet.
Ich merke immer wieder, wie ich mich ums nähen drücke, wenn ich eigentlich ein Probeteil nähen wollte.

Beim Einsetzen der Ärmel habe ich mich zwar etwas gewundert warum es nicht passt. Bis ich beim Abgleich mit dem Schnittmuster festgestellt habe, dass ich das Schnittteil nicht komplett ausgeschnitten habe. Natürlich hilft es wenn man das Schnitteil auch richtig ausschneidet und nicht nur die Hälfte.
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Ist mir natürlich erst aufgefallen, das ich das Schrägband für den Ärmelabschluss schon angenäht hatte.
Nachdem ich den kleinen Lapsus behoben hatte, haben die Ärmel auch gepasst. Ich versteh gar nicht, warum mir das nicht schon bei Stoff zuschneiden aufgefallen ist.

Das Schrägband für Hals und Armausschnitt musste ich selber herstellen, da ich kein farblich passendes gefunden habe. Dafür konnte ich gleich mal meinen neuen Schrägbandformer benutzen.

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Ich war ein bisschen verwirrt was die Breite des Schrägbandes anging. Ständig war von 1/4 inch die Rede, das erschien mit aber sehr schmal, also habe ich meinen 1/2 inch Schrägbandformer genommen.

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Aber da das Schrägband ja dann noch einmal in der Mitte zur Hälfte gefaltet wird, hat man einen 1/4 inch. Das habe ich dann aber erst etwas später verstanden, als ich das Schrägband um die Kanten gelegt habe. Beim nächsten mal würde ich warscheinlich etwas breiteres Schrägband wählen.
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Da habe ich es wohl leicht übertrieben, mit der Schrägband-Herstellung

Da war ich froh, dass ich den ersten Teil des nahtverdeckten Reißverschlusses schön sauber eingenäht hatte nur um dann festzustellen dass ich einen kleinen Denkfehler hatte. Habe ich doch den Reißverschluss auf die linke Seite des Kleides genäht – also links auf rechts. Natürlich muss der nahtverdeckte Reißverschluss rechts auf rechts genäht werden. Aber dafür gibt es ja Nahttrenner.
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Trotzdem recht ansehnlich geworden

Nachdem ich den Stoff schon zugeschnitten hatte, habe ich den Colette Newsletter bekommen, der mich auf die Colette Sew-Alongs hinwies. Das hat super gepasst. Also habe ich den Reißverschluss gleich nach der dort vorgestellten Methode eingenäht. War etwas ungewöhnt hat aber super geklappt. Sonst habe ich immer die Videoanleitung aus dem einen Nählernkurs mit Steffi Falk von Makerist genutzt.

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In dem Daliah Sew-Along gab es dann natürlich auch ein Kapitel, das sich mit Anpassung beschäftigt hat. Für mich natürlich zu spät, hatte ich meinen Stoff ja schon zu geschnitten. Nachdem ich aber dort dann noch einmal über die Anpassung zwischen Größen hinweg gelesen habe, war ich ganz zuversichtlich, dass es mit meiner Anpassung klappen würde. Zugeschnitten habe ich im Oberteil Größe 12, zur Taille hin dann Größe 14, die Passe in Größe 14 und den Rock dann wieder von Größe 14 in der Taille zurück auf Größe 12 in der Hüfte.

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Mit der Passform an Oberweite, Taille und Hüfte bin ich eigentlich zufrieden, das einzige was mich etwas stört ist die Passform an der Schulter, das ist etwas locker und sitzt sehr weit. Ich habe allerdings auch zum ersten Mal Raglan-Ärmel genäht. Würde es helfen, da an der Vorderseite des Ärmels – also an der Naht auf der Vorderseite etwas Stoff wegzunehmen?

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Ich war etwas enttäuscht, dass die schöne Kräuselung am Halsausschnit förmlich verschwunden ist als ich nach dem Festnähen des Schrägbandes die Kräuselfäden gezogen habe. Das wollte ich gar nicht so richtig verstehen. Vielleicht hatte ich ja die Kräuselnähte nicht nah genug an die Kante gesetzt.

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Das Schrägband an Halsausschnitt und Ärmelsaum habe ich mittels Blindstich mit der Hand angenäht. Der Saum ist auch mit Hand und Blindstich angenäht. Sicherlich hätte ich das auch mit der Maschine machen können, aber ich fand es mit Hörbuch auf der Couch recht entspannend dieser Tätigkeit nachgehen zu können.

So und jetzt Vorhang auf:

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Mir gefällt’s ganz gut und ich könnte mir auch eine karierte Winterversion vorstellen, mit ein paar Anpassungen natürlich. Der Ausschnitt ist schon recht gewagt. Ich glaube aber, ich werde es trotzdem ins Büro ausführen.

Verglichen mit dem Original, allerdings maximal ein „Inspired by“ 🙂

© ABC/Marvel

Hier geht’s zu den Ergebnissen der anderen Teilnehmerinnen.
Vielen Dank an Yacurama vom Blog Minimale Extravaganz für die Organisation des diesjährigen Film- und Serien Sew Alongs. Es hat wieder sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich schon auf die Neuauflage im nächsten Jahr. Eine Idee habe ich schon 🙂
Da heute zufällig auch Donnerstag ist, schaue ich, seit langem mal wieder, auch gleich noch beim RUMS vorbei.

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Film- und Serien Sew Along 2017: Planung, Stoffe, Schnitte

Huch, ich bin etwas spät dran. Yacurama von Minimale Extravaganz hat zum 2. Teil des Film- und Serien Sew Alongs gebeten.

Planung, Stoffe, Schnitte.

Meine Auswahl wurde ein bisschen vom praktischen Denken beeinflusst. Obwohl mir die Kleider aus „The Crown“ sehr gut gefallen, fällt mir momentan nichts so richtig ein, wann ich sie tragen könnte – vielleicht als Inspiration für das nächste Hochzeitsgastkleid. Stattdessen brauche ich mehr bürotaugliche Kleidung und daher habe ich mich für das blaue Agent Carter Kleid mit den roten Streifen entschieden.

© ABC/Marvel

Der Stoff ist vorhanden, tatsächlich hatte ich den schon letztes Jahr beim Stoffmarkt gekauft, da ich das Kleid ja auch schon beim FUSSA 2016 auf der Liste hatte. Fehlen noch die Kleinteile wie Reißverschluss (ist bestellt – nie hat man den Passenden im Haus, da können noch so viele in der Reißverschlusskiste sein)) und Schrägband (werde ich selber machen und meinen neuen Schrägbandformer ausprobieren.)

Als Schnittmuster habe ich mir Dahlia von Colette Patterns ausgesucht. Ich denke das passt ganz gut vom Stil her, nur dass die Passe dann nicht zwei rote Streifen haben wird, sondern einen. Freie Interpretation.

Das Schnittmuster habe ich auch schon ausgedruckt und zusammengeklebt. Leider gab es keine A0 Variante, also musst ich selber basteln. Interessanterweise war es hier das erste Mal dass das Ausdrucken in „Tatsächlicher Größe“ nicht gestimmt hat. Ich musste auf 98% ausdrucken, damit das Testquadrat auch wirklich 10cm misst. Dafür hat es diesmal beim Zusammenkleben ganz gut hingehauen.

Ich werde wohl ein Probeteil nähen müssen – jede Schlüsselstelle hat eine andere Größe. Oberweite Größe 12, Taille Größe 16 und Hüfte Größe 14. Mal sehen ob ich das Anpassen hinbekomme, da es ein Mehrgrößenschnitt ist, hoffe ich, dass es so problemlos anpassen kann, wie das immer in den Büchern geschrieben wird.

Ich bin gespannt ob es was wird. Wofür die anderen Teilnehmerinnen des Sew Alongs sich entschieden haben, seht ihr hier.

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Film-und Serien Sew-Along 2017: Inspiration und Ideensammlung

Ich freu mich: Yacurama vom Blog Minimale Extravaganz hat wieder zu meinem Lieblings-Sew-Along eingeladen,  dem Film- und Serien Sew-Along.

Natürlich bin ich auch in diesem Jahr mit dabei, auch wenn ich jetzt schon weiß, dass ich nicht alle Termine wahrnehmen kann, da ich  während der Laufzeit des Sew-Alongs  so zwischen drin mal  2 Wochen im Urlaub bin. Das hindert mich aber trotzdem nicht daran, mit euch gemeinsam Film- und Serieninspirierte Kleidung zu nähen.

Schon im letzten Jahr hatte ich Agent Carter auf meiner Liste.

© ABC/Marvel

Ich liebe diese Serie, wobei mir die erste Staffel etwas besser gefallen hat. Bei der Gelegenheit möchte ich auch gleich noch mal auf die Agent-Carter-Renewal Petition bei change.org hinweisen.
Ich finde den Kleidungsstilvon Peggy Carter einfach spektakulär.

© ABC/Marvel

Und heimlich träume ich immer noch von einem Matrosenkleid 😉

© ABC/Marvel

Neu entdeckt auf Netflix habe ich hingegen „The Crown“. Eine Serie über die junge Königen Elisabeth II. Ich finde die Kostüme in der Serie auch wahnsinnig toll (war ja auch entsprechend teuer; Budget lag wohl bei gut 117 Millionen Euro).

© Pinterest
© Netflix
© Netflix
© Netflix

Obwohl ich die Kostüme die Vanessa Kirby als Prinzessin Margaret trägt manchmal etwas schicker fand, nicht ganz so bieder.

© Netflix

Ein Pinterest-Board zur Ideenfindung habe ich auch noch erstellt.

Und jetzt werde ich erst einmal Schnitte und Stoffe sichten. Da findet sich bestimmt etwas Passendes.

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Wer einen Fluß überquert, muss die eine Seite verlassen*

*Mahatma Gandhi

Der heutige Post wird etwas persönlicher, als alles was ich bisher geschrieben habe. Ich habe auch eine Weile überlegt, ob ich diesen Post überhaupt schreiben soll, aber irgendwie ging mir die Idee nicht mehr aus dem Kopf. Heute möchte  ich euch etwas über meine Oma erzählen, rückblickend sicherlich mein ganz großes Vorbild wenn es ums Nähen und andere Handarbeiten geht.
Ihr habe sicher schon bemerkt, dass meine letzten Posts eher etwas sporadisch waren. Das lag unter anderem auch ein bisschen daran, dass die letzten Wochen nicht ganz einfach und emotional sehr aufwühlend waren.
Meine Oma ist am 12. März gestorben.


Meine Großeltern an ihrem Hochzeitstag (1953)

Ich hatte immer nur ein paar Großeltern und als ich in der ersten Klasse war, habe ich mich lange Zeit sehr gewundert warum es Kinder gibt, die  mehr als einen Opa und eine Oma haben 🙂  Irgendwann habe ich das dann auch verstanden.

Solange ich mich erinnern kann, haben die Hände meiner Oma nie still gestanden. Sie hat genäht, gestrickt und gestickt nur häkeln war nicht so ihr’s. In frühen Erinnerungen sitzt sie an der Stirnseite des Küchentisches an der Nähmaschine. Ich war immer völlig fasziniert von dem weißen Plastekästchen, in dem das ganze Zubehör aufbewahrt wurde. Sie hat unglaublich viel für uns genäht.

Ich weiß noch, wie wir in der Schule mal gefragt wurden, was wir werden wollen. Meine Antwort:  Artistin (mein Berufswunsch Nr. 1 – brachte von der Lehrerin nur ein misbilligendes Stirnrunzeln) oder Schneiderin, wie meine Oma (gefälliges Nicken von der Lehrerin). Was ich als Kind nicht wusste (wie auch, schließlich wurden wir ja komplett von Oma eingekleidet), meine Oma war gar keine ausgebildete Schneiderin. Wie ich erst sehr viel später erfuhr konnte sie sich den Traum von der Schneiderlehre nie erfüllen und hat stattdessen eine Ausbildung zur Buchbinderin gemacht und dann in einer Wertpapierdruckerei gearbeitet. Dafür hat Sie in Ihrer Freizeit um so mehr genäht.


Mein Schulanfang (1990); die Kleider, die ich und meine Schwester tragen sind auch von Oma selbst genäht

Wenn Sie nicht an der Nähmaschine beschäftigt war, dann hat sie auf dem Sofa gesessen und gestrickt. Jeder in unserer Familie besitzt eine der legendären gestricken Patchworkdecken. Als Kinder wurden meine Schwester und ich auch von Kopf bis Fuß in selbst genähtes und selbst gestricktes gehüllt. Die letzten Teile woran ich mich erinnern kann waren ein lilanes und ein grünes Sommerkleid mit Paisly-Druck, da war ich vielleicht 15 oder 16. Selbst unsere Kuscheltiere und Puppen hatten ganze Kollektionen von Haute couture á la Oma. Ich glaube nicht, dass sich in dem umfangreichen Kleiderschrank unserer Barbiepuppen auch nur ein gekauftes Stück befunden hat. Vom gestrickten Skianzug, über Ballkleider aus Spitzenresten bis hin zu wirklich winzigen Unterwäscheteilen und gehäkelten Bikinis war alles dabei.

Auch wenn ich erst spät (mit 27) Handarbeiten für mich entdeckt habe, denke ich dass meine Oma eine große Inspiration für mich war. Auch wenn Sie in den letzten Jahren nicht mehr genäht hat, in letzter Zeit hatte ich auch immer eine aktuelle Burda dabei („Ach, die gibt’s noch!“) und ich bin wirklich froh, dass ich mir von meiner Oma noch die Grundlagen des Strickens habe beibringen lassen, auch wenn es jetzt zu spät für die ausgefalleneren Sachen ist.

Zu Ehren meiner Oma habe ich mich dazu entschieden zur Beerdigung etwas Selbstgenähtes zu tragen.

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Mein erstes selbstgenähtes Kleid war Megan aus dem Buch Liebe auf den Ersten Stich von Tilly Walnes (Tilly & The Buttons). Ich wollte etwas klassisch, schlichtes und dieses Kleid entsprach absolut meiner Vorstellung. Genäht habe ich es aus eine schwarzen Cloque, den ich bei Karstadt gekauft habe.

Diesmal habe ich sogar den Halsbeleg einigermaßen gebändigt bekommen.
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Das einzige, was ich unbedingt noch anpassen muss, ist der Rückenausschnit, der klafft ganz schön. Allerdings weiß ich da noch nicht so richtig wie ich vorgehen soll. Für Tips und Tricks bin ich in jeder Hinsicht dankbar!

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Der Reißverschluss ist auch noch ein bisschen ein Problemfall, ich habe ihn zwar relativ problemlos eingenäht bekommen, aber irgendwie bekomme ich den oberen Abschluss nicht so richtig hin. Das wirkt immer etwas schief.

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Trotz der „Mängel“ bin ich mit meinem Kleid zufrieden. Ich mag diesen Schnitt, er ist ziemlich vielseitig, ich schätze da werde ich mir mal die Mühe machen das Kleid ordentlich anzupassen.

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Noch mehr selbstgenähte Kleidung zu bestimmt freudigeren Anlässen gibt es heute beim Me Made Mittwoch.

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Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann, ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken.

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Campingsaison

Bald geht sie wieder los, die Campings-Saison. Ich persönlich kann dem Campen/Zelten ja nicht allzuviel abgewinnen, was mich aber nicht davon abhält hüsche Accessoirs für Wohnwagenbesitzer zu fabrizieren.

Anstatt das Motiv direkt auf den Stoff/Geschirrtuch zu zeichnen, habe ich dieses Mal wasserlösliches Vlies (Soluvlies) benutzt. Es ist relativ durchscheinend, da lies sich das Motiv gut abpausen.

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Befestigt habe ich es mit Malerkrepp, die Variante mit Stecknadeln feststecken hat nicht soooo gut funktioniert.

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Dann habe ich die ganze Geschichte in meinen Stickrahmen gespannt.
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Auf das Motiv bin ich auf der Webseite von Lilipopo aufmerksam geworden und habe es  über den Etsy-Shop  bestellt.

Sticken dauert zwar, wegen der vielen Details recht  lange, aber die Stiche sind nicht allzu kompliziert.

Vorstich, Rückstich, Stilstich, Kettenstich, Plattstich, Kreuzstich und Knötchenstich – das sind zumindest die, die ich benutzt habe.
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Als ich fertig war, habe ich dann alles ins Wasser getaucht und siehe da: Dies Vlies hat sich binnen Sekunden wirklich restlos aufgelöst.
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Damit es ein Set wird, habe ich auch noch ein zweites Handtuch bestickt.
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Damit steht dem Urlaub im Wohnwagen – zumidest von geschirrtechnischer Seite nichts mehr im Wege.
Und auf zum Creadienstag mit meinen Handtüchern.

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Wenn Mensch sein zu kompliziert wird … wird es Zeit ein Einhorn zu sein

Letzten August habe ich von meiner langjährigen Brieffreundin Leeanne aus England, eine Nachricht bekommen, die mich sehr betroffen gemacht hat. Darin schrieb sie, dass die Ärzte bei ihr Brustkrebs im 4. Stadium entdeckt hätten, der sich schon durch den ganzen Oberkörper bis ins Knochmark ausgebreitet hätte. Die Ärzte gäben ihr noch 3-6 Monate und dass ich mich nicht wundern soll, wenn ihre Briefe plötzlich aufhören.

Nachdem ich den Brief gelesen habe, saß ich ersteimal gute 5 Minuten wie vom Blitz getroffen in der Küche, bevor ich in Tränen ausgebrochen bin. Ich habe Leeanne nie persönlich getroffen aber wir haben uns über Jahre hinweg mindestens 2 mal m Monat geschrieben, Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke ausgtauscht, unsere Probleme, Kummer und Freuden geteilt. Ja, ich denke, ich kann Leeanne als gute Freundin bezeichnen.

Wie reagiert man in so einer Situation? Für mich war es schwierig meine Gefühle in Worte zu fassen. Ich schrieb ihr, dass ich mir keine bessere (Brief-)freundin hätte wünschen können, dass ich Ihr viel Kraft und Mut für den bevorstehenden Weg wünsche, dass ich in Gedanken bei ihr bin und dass ich ihr wünsche, dass die „guten“ Tage die schlechten überwiegen. Bewusst vermied ich Floskeln wie „Das wird schon wieder…“  – denn das wird es nicht und niemand in solch einer Situation möchte diese leeren Worthülsen hören. Interessant, dass das Gehirn sofort zu Verdrängungsmaßnahmen greift, nur um nicht mit der harten Realität konfrontiert zu werden – ich hatte leider in den letzten Wochen, oft genug die Möglichkeit, dies bei mir selbst zu beobachten.

In ihrer Anwort zwei Wochen später, schrieb Leeanne mir dass ihr Neffe ihr eine Einhornpostkarte geschenkt hätte auf der stand: „If being a person is getting too complicated… time to be a unicorn“. Woraufhin ihr eine Freundin Einhornbettwäsche schenkte. So eine Vorlage konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen.

Also habe ich Nadel und Faden gezückt und angefangen zu sticken. Was benötigt ein Mensch, der weiß, dass seine Zeit hier nur noch auf ein Minium beschränkt ist? Ich dachte mir, ein Taschentuch ist immer ein gute Idee – außerdem lässt sich ein Taschentuch gut in einem Brief mitschicken. Klein und flach.

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Die Vorlage stammt aus dem Buch „Doodle Stitching – The Motif Collection“ von Aimee Ray

Vorgezeichnet habe ich das Motiv direkt mit so einem Frixion Pen auf den Stoff, da verschwinden die Linien einfach, wenn man drüber bügelt.

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Zu Weihnachten schickte ich dann noch ein kleines Päckchen mit selbstgemachter Marmelade, etwas Schoki für die Seele und einem handbestickten Waschlappen. Hätte nie gedacht, dass ich soetwas mal mache – aber ich finde Sticken sehr beruhigend und entspannend. Wie Zen Color nur mit Nadel und Faden statt Buntstiften.

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Waschlappen02

Die Vorlage habe ich hier gefunden. Eigentlich für Armbänder gedacht, aber auch für Kreuzstich-Zwecke sehr gut geeignet.

Die Rückseite zeige ich Euch auch noch. Hab mir viiiiel Mühe gegeben, damit es von der Rückseite auch ansehnlich ist.
Waschlappen04

Sei immer du selbst.
Außer du kannst ein Einhorn sein, dann sei immer ein Einhorn.

Den letzten Brief von Leeanne habe ich übrigens Ende Januar erhalten…

Verlinkt beim Creadienstag.

 

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Nachtrag am 13.05.2017
Vor 2 Tagen habe ich einen Brief von Leeannes Partner bekommen, in dem er mir mitgeteilt hat, dass meine Freundin Leeanne am 22. April den Kampf gegen den Krebs verloren hat.

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Man sieht die Sonne langsam
untergehen und erschrickt doch,
wenn es plötzlich dunkel ist.

Franz Kafka

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{A Month of Letters 2017} Auf der Ziellinie / Finish line

Und schon ist er wieder vorbei und damit auch der LetterMo. Schade eigentlich. Ich hatte diesen Monat einen guten Lauf, was das Beantworten von Briefen anging, obwohl ich auf der Ziellinie etwas geschwächelt habe. Aber im Leben geht nun mal nichts nach Plan und dann werden plötzlich andere Sachen wichtiger, so dass es auch keinen Unterschied macht, ob die Post noch 2, 3 Tage länger auf dem Schreibtisch liegt. Ist ja nicht so, dass sie vom Tisch springt und weggläuft.

Insgegesamt habe ich diesen Monat 21 Briefe und Postkarten verschickt und 11 Briefe und Postkarten bekommen. Da ist der Poststapelabbau recht gut vorangeschritten.
Hier eine kleine Auswahl meiner Aktivitäten.

February is over an sadly so is the Month of Letters. Although I slacked a bit when life got in the way towards the end of the month. I’m quite satisfied with the result. I sent 21 items per mail and received 11. Not bad and my reply pile grew a little bit smaller. I hope to keep the momentum going straight into April and the Write_On Campaign

6. Februar/February 6th
Feb06
An Leeanne in England, eine meiner treusten Brieffreundschaften / To Leeanne in England, one of my most faithful penpals.

7. Februar/February 7th
Feb07a
An Kayo in Japan/To Kayo in Japan

11. Feburar/February 11th
Feb11
An Nadine in Kanada/To Nadine in Canada

12. Februar / February 12th
Feb12b
To Incowrimo participant Amelia in Malaysia and a penpal of mine who has been out of touch. Maybe a chance to reconnect.

Die folgenden Umschläge sind selbstgebastelt, zum Teil aus alten Kalenderblättern, zum Teil aus Magazin und Katalogseiten. Wie ich die Umschläge bastele, habe ich im letzten Jahr hier beschrieben.

The following envelopes are selfmade. Usually I use old calendar pages or pages from old magazines or catalogues.
Last year I wrote about how to make your own envelopes here.

15. Februar/ February 15th
Feb15
An Sarah in England / To Sarah in England

16. Februar/February 16th
Feb16a
An Silvana in Slowenien / To Silvana in Slovenia

21. Februar/February 21st
Feb21a
An Kerry in England / To Kerry in England

Postkarten habe ich auch einige geschrieben, hauptsächlich um den anderen Teilnehmern des Month of Letter „Hallo“ zu sagen. Ich liebe Postkarten, sie sind wie Fenster zu einer anderen Welt. Eine Zeit lang habe ich auch bei Postcrossing mitgemacht, aber irgendwann wurde mir das zu eintönig weil sich die Herkunftsländer immer wiederholt haben.
I also wrote some Postcards simply to say „hello“ to other LetterMo participants. I love postcards, they are like a window to a different part of the world. For some time I also participated in Postcrossing but it soon grew monotonous because the countries of origin kept repeating.

9. Februar / February 9th
Feb09
An Essi in Finnland / To Essi in Finland @sovereignbirdie

16. Februar / February 16th
Feb16b
An Leanne in Indien / To Leanne in India @leepais

21. Februar / February 21st
Feb21b
An Lisa in den USA / To Lisa in the US @lisac

22. Feburar / February 22nd
Feb22
An Lyn in den USA / To Lyn in the US @aldersprig

23. Februar / February 23rd
Feb23
An Sara in den USA / To Sara in the US @medusasmirror

 

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Blusen-Sew-Along: Finale!

Huch, schon Finale beim Blusen-Sew-Along auf dem Blog von Elle Puls.
Irgenwie habe ich die anderen Treffen völlig verschwitzt. Trotzdem war ich fleißig. Meine Bluse ist schon seit letztem Wochenende fertig!

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Genäht habe ich Bluse Bellah von Prülla.

Die Größenwahl fand ich etwas putzig. Mittlerweile finde ich es angenehmer die Größe nach meinen Maßen zu wählen – als nach Kaufgröße wie hier. Ich variierte in Kaufgrößen zwischen Größe 38 und 42…anhand der angegebenen Weiten habe ich mich für Größe 38 entschieden, war mir aber bis zum Ende nicht sicher, ob es die richtige Wahl war. Klar, ich hätte ein Probemodell machen können, aber das war mir den Aufwand dann doch nicht wert.
Nach dem Mantel mit seinen gefühlten drölfzillionen Teilen, war ein Schnittmuster, das nur aus 5 Teilen besteht sehr schön zu nähen.

Die Nahtzugabe habe ich gleich auf dem Schnittmuster mit angezeichnet, nach den vielen amerikanischen Schnitten die ich in letzter Zeit genäht habe, finde ich es angenehmer, wenn die Nahtzugabe gleich mit dabei ist.

In der Anleitung steht, dass das Schnittmuster für eine Größe von 1,78m gradiert ist, ich bin 1,65m groß. Also habe ich das Schnittmuster um ganze 7cm gekürzt – allerdings war das wohl etwas zu kurz. Ich mag meine Oberteile gern etwas länger, also würde ich beim nächsten mal vielleicht nur 3-5 cm kürzen. Hinten die Länge fand ich allerdings ok.
Eine weitere Änderung ist, dass ich auf die Gummis im Ärmel verzichtet habt. Ich empfinde es als eher unangenehm, wenn die Ärmel am Arm zu eng anliegen.

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Mit dieser Bluse habe ich auch meine Overlock eingeweiht, die ich zu Weihnachten geschenkt bekommen habe. Innen ist jetzt auch alles schön, naja noch nicht ganz, da fehlt noch etwas Feintuning aber für’s erste Mal schon nicht so schlecht.

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Ich habe (eigentlich schon beim Mantel) festgestellt, dass ich Knopflöcher eigentlich ganz gerne nähe. Drei Probeknopflöcher auf Stoffreste und dann geht’s los. Knöpfe annähen hingegen finde ich absolut ätzend….

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Der Stoff ist eine Viskose vom Stoffmarkt, die Knöpfe aus meinem Vorrat und mehr braucht es für eine Bluse eigentlich nicht. Ich werde auf jeden Fall schon bald eine weitere nähen. Hat mir Spaß gemacht.

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Vielen lieben Dank für das Organisieren dieses Sew-Alongs und den vielen Blogs und tollen Blusen, die ich dadurch kennenlernen konnte. Eine Quelle der Inspiration.

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{A Month of Letters 2017} Woche/Week 1

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Und schon ist der Februar 5 Tage alt.

Februar heißt für mich immer: Schreibtisch aufräumen, Briefpapier sortieren, Füller mit Tinte füllen und an Briefmarken aufstocken. Denn Februar heißt es ist „Briefe-schreib-Monat“, ob das nun via A Month of Letters oder InCoWriMo geschieht ist eigentlich zweitrangig. Ich bin fast von Anfang an bei A Month of Letters dabei, daher bündeln sich meine Aktivitäten dort.

Ziel der ganzen Aktion ( und da unterscheidet sich keine der beiden Challenges) im Februar jeden Tag einen Brief, eine Postkarte oder sonstirgendwas auf althergebrachte Weise mit der Post zu verschicken. Ich brauch dafür nicht wirklich eine Challenge, den ich habe eine recht ausschweifende Korrespondenz und bin eigentlich das ganz Jahr damit beschäftigt Briefe zuschreiben und Post zu beantworten. Der Februar hilft mir so ein bisschen, meinen Poststapel in den Griff zu bekommen. Und ja, bisweilen werde ich für mein eigenartiges Hobby auch etwas schief angesehen. Wer schreibt denn heutzutage noch Briefe? Nun, ich tue es und mir hilft es abzuschalten, meine Gedanken zu sortieren und mir Zeit für etwas zu nehmen. Einen Brief zuschreiben, bedeutet für mich sich Zeit zu nehmen: das Briefpapier auzusuchen, den passenden Stift zuwählen (Füller funktioniert nicht immer) oder doch lieber die alte Reiseschreibmaschine von Ur-Groß-Opa auspacken, mir über den Inhalt Gedanken zu machen, in eine Briefmarke zu investieren, mich auf den Weg zum Briefkasten zu machen und natürlich auf Antwort zu warten. Entschleunigen. Es heißt immer, dass Briefe schreiben ausstirbt, aber wenn ich mich grade im Februar so in der Onlinewelt umschaue, kann ich das gar nicht glauben. Auf vielen Platformen findet man Referenzen zum InCoWriMo oder zum Month of Letters.  Vintage Social Media sozusagen 😉

Für mich fing der Februar ganz gut an, aber es war ja eigentlich auch nur eine halbe Woche, da der 1. ja ein Mittwoch war.

1. Februar/February 1st
Feb01
Eine lang überfällige Antwort am Lori meine Brieffeundin in Kanada. / An answer long-due to my penpal Lori in Canada

2. Februar/February 2nd
Feb02
An meine englische Brieffreundin Andrea. / To my penpal Andrea in England

3. Februar/February 3rd
Feb03
Etwas exotischer. An Angela in Singapur / A bit more exotic – To Angela in Singapore a fellow LetterMo 2017 participant

4. Februar/February 4th
Feb04
An Christy in den USA / To fellow LetterMo participant Christy in the US

5. Februar/February 5th
Feb05c
Eine selbstgebastelte Geburtstagskarte an einen Freund. Hier musste ich etwas kreativ sein, ich wollte dem Kinogutschein einen passenden Rahmen geben
A handmade Birthday card to a friend. I had to find a creative way to showcase my present – a gift card for the cinema. Not easy to find a present to send via letter.

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So sieht es mit Gutscheinkarte aus./ That’s how it looks with gift card.

Feb05a
Und so wenn der Gutschein dann rausgenommen wurde. / And that’s how it looks after removing the card.

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February means for me to clean up my desk, get my stationery sorted, ink up my pens and restock on stamps. Because February means A Month of Letters or InCoWriMo respectively. Which on was first, I don’t know and I don’t really care. For me A Month of Letters comes first because it’s the first I discovered and the one I joined almost from the beginning.

I don’t really need a challenge to write letters as I have a rather vast correspondence and write all year long. But February helps me to get a grip on my mail pile which always seems to get out of habd in November and December while I’m busy with other things.
Some people find it strange, that I still engage in such an old-school hobby like writing letters – who writes letters nowadays, anyways? Well, I do – and I enjoy it. For me writing letter means taking time. Taking time to choose the starionery and the pen (fountain pen not always works) or to get out my grear-granddads typewriter ans to think about the content of my letter. It means to invest into a stamp, to make your way to the mailbox and to wait for answer. Slowing down.
I occasionally read that writing letters is going to die out. If I look around in the online world – especially in February – I cn not believe that. So many platforms are referencing to LetterMo and InCoWriMo. Letter writing will live (as well as actual books) – I’m pretty sure of it.

Happy LetterMo to all and keep on writing!

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