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Film und Serien Sew Along 2016: Finale

- 21/07/2016

Huch, schon Finale! Die Zeit verging aber wirklich schnell.

Mein weißes Hemdblusenkleid á la James Bond ist fertig geworden – aber irgendwie nicht ganz so wie ich es mir vorgestellt habe.

Hier nochmal das Original:

fussa16_07

 

 

 

 

 

 

Quelle: Pinterest

 

 

Und hier mein Werk:

Edith13

Es hat ein bisschen was von….. mmmh…. Krankenschwester, oder?

Genäht habe ich nach dem Schnittmuster Edith von MariaDenmark. Über meine Verständnisschwierigkeiten mit dem Kragen, hatte ich ja hier schon berichtet. Aber dank meines Probelaufs, hat es jetzt ganz gut funktioniert.

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Gewählt habe ich einen nicht zu dünnen weißen Leinenstoff. Bei weißen Stoffen ist ja die Schwierigkeit immer, dass sie recht durchscheinend sind. Ich wollte schon immer ein Leinenkleid haben, allerdings ist da der Nachteil das Leinen ohne Ende knittert. Trotz des exzessiven Gebrauchs von Bügelhilfe habe ich nicht alle Falten rausbekommen. Aber ich schätze das ist ohnehin vergebliche Liebsmühe.

Ich habe alle Kanten mit Zickzackstich versäubert und hoffe, das es hält. Leinen franst durch seine lockere Webart ziemlich stark.

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Zum ersten Mal habe ich auch eine größere Anzahl an Knopflöchern genäht und war froh, als ich sie alle so schön gleichmäßig drin hatte.
Als ich dann nochmal nachgeschlagen habe wie man Knöpfe richtig mit Steg annäht, ist mir aufgefallen, dass ich da einen kleinen Fehler begangen habe.
Im Buch (Nähen Schritt für Schritt von Alison Smith) steht:

Grundsätzlich werden Knopflöcher in eine Knopflochblende oder einen Belegstreifen vertikal eingearbeitet. Alle anderen Knopflöcher sollten horizontal angelegt werden, denn dann belastet jeder Zug das Ende des Knopfloches und verhindert, dass sich der Knopf von selbst öffnet.

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Ups.
Ich habe gar nicht darüber nachgedacht, dass man Knopflöcher auch längs einarbeiten kann, aber ein Blick auf einige meiner Blusen hat das bestätigt. In meinem Hochzeitsgast-Kleid (da hatte ich schon das Probeteil fertig), werden die Knopflöcher auch quer eingearbeitet, deshalb hab ich mir da überhaupt keine Gedanken um die Richtung gemacht. Allerdings sind das Paspelknopflöcher, vielleicht ist das da anders.
Da die Knopflöcher schon aufgeschnitten waren, als ich diesen Teil gelesen habe, lies sich das nun nicht mehr ändern. Naja, beim nächsten Mal mach ich es dann richtig. So ein großes Drama ist das jetzt auch nicht.

Die Nahtzugabe bei den Armausschnitten wird laut Anleitung nur mit der Zackenschere zurückgeschnitten (zumindest sah es auf dem Bild so aus) einmal umgeschlagen und knappkantig festgesteppt. So richtig gefällt mir das nicht, weil man es beim Tragen durchaus sieht. Beim nächsten Mal würde ich die Armausschnitte vielleicht einfassen.

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Nun zum Saum und das Geheimnis der 2cm.
Das Kleid hat mich vor ein Rätsel gestellt. Auf der einen Seite war der Frontbeleg 2cm zukurz und auf der anderen Seite 2cm zulang – obwohl ich den Stoff doppelt zuschnitten habe und beide Teile gleichlang waren. Also hab ich kurzerhand abgemessen und die untere Kante so abgeschnitten, dass alles schön gleich ist – ahhhhh. Nicht gut. Worauf ich nämlich nicht geachtet habe, war das die Knopfleiste vorne eigentlich gleich lang war. Nachdem ich die Schere angesetzt und den Saum umgenäht hatte fehlten nämlich auf der Seite mit den Knöpfen plötzlich wieder 2cm…
Naja um das auszugleichen hab ich schrecklich geschummelt und ein bisschen gepfuscht.

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Der Übergang ist allerdings an der Seitennaht, wenn man es nicht weiß fällt es nicht auf.

Wie man sieht hatte ich den Saum eigentlich mit einem Schrägband verstürzt. Mir gefällt diese Methode, die ich durch den Sommer-Rock-Sew-Along kennengelernt eigentlich ziemlich gut.

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Ach, eigentlich gefällt es mir doch ganz gut. Vielleicht mach ich ja mal noch die Bluse.

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Mein Agent Carter Kleid habe ich leider nicht geschafft, aber das werde ich bei Gelegenheit nachholen. Momentan nimmt mich mein Hochzeitsgastkleid voll in Anspruch.
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Ich kämpfe!

Vielen Dank an yacurama von Minimale Extravaganz für das organisieren des Sew Alongs. Es war eine Quelle der Inspiration und hat riesig Spaß gemacht 🙂
Sollte es im nächsten Jahr eine Neuauflage (hoffentlich!) geben, bin ich gerne wieder mit von der Partie.
Gestern zum Me-Made-Mittwoch habe ich es leider nicht geschafft, aber dafür geht es heute mit zum RUMS.

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6 responses to “Film und Serien Sew Along 2016: Finale

  1. blaupause7 sagt:

    Sieht doch schön aus… wer weiß, ein wenig mehr tailliert, und der Eindruck „Krankenschwester“ verschwindet? Aber genau kann man das jetzt nicht wissen. Ich finde, so weit geschnitten fühlt sich das bestimmt schön luftig bei heißen Temperaturen an.

  2. yacurama sagt:

    Ich finde es gar nicht Krankenschwester-mäßig, sondern sommerlich und leicht! Sehr schön! Die Armausschnitte kannst du ja immer noch mit Schrägband verstürzen, sieht bestimmt besser aus und das am Saum fällt eigentlich kaum auf. Der Rest ist top!
    Liebe Grüße,
    yacurama

  3. bekraenzt sagt:

    Ich finde darin auch keine Krankeschwester, sondern es sieht gut aus! Aber irgendwelche Farbtupfer in Form eines Gürtels oder Schuhen sind sicher auch eine gute Idee.
    LG

  4. Also ein Krankenschwester-Kleid ist Kastig und Sackartig, dein Kleid ist doch ein sehr hübsches Sommerkleid und ist dir doch sehr gut gelungen. Jetzt noch ein Gürtel oder ein kleines Glitzer Accessoire am Revers 🙂

    Liebe Grüße, Andreas

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