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Zeitschriften Sew Along mit Burda: Das große Finale

- 27/04/2016

Es ist soweit, mein erster Sew Along geht zu Ende und ich muss gestehen, ich bin schon ein bisschen stolz 🙂

Ich hatte mir ja mehrere Modelle aus der April-Burda ausgesucht: Top 109, Top 118 und Rock 113.
Den Rock hatte ich ja schon frühzeitig wieder aus meiner Auswahl entfernt, da ich so meine Zweifel hatte, ob mir ein Bleistiftrock überhaupt steht. Der Bleistiftrock, der sich in meinem Kleiderschrank befunden hat, war nämlich ganz und gar unvorteilhaft.

Über Top 118 habe ich ja schon beim letzten Treffen berichtet, da habe ich noch eine kleine farbliche Änderung vorgenommen, die ich gleich noch im Anschluss vorstellen werde. Zunächst aber erstmal zu Top 109.

Top07

Hier habe ich kein Probemodell gemacht, da es sich ja bei meinem Stoff um einen Viskose-Jersey mit Stretch handelte, dachte ich mir, wird schon irgendwie passen. Ich habe allerdings die beiden Schnittmuster in der Weite nochmal verglichen. Modell 109 ist deutlich schmaler ausgelegt als 118. Obwohl ich ja beim letzten Mal schon meine Zweifel hatte, ob meine Maße wirklich Burda-konform sind, habe ich doch nochmal Große 44 zugeschnitten und mich damit an die genau an die Maßtabelle gehalten. Mmmm, was soll ich sagen. Wieder zu groß. Ich bin auf beiden Seiten nochmal gut 2 cm reingegangen. Also entweder lasse ich beim nächsten Mal die Nahtzugabe einfach weg oder schneide gleich eine Nummer kleiner zu. Das Shirt sitzt immer noch sehr locker.

Top03

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Nähen ging diesmal schon deutlich einfacher und ich bin mächtig stolz auf meine Trudi, dass sie mit dem Jersey so gut klar gekommen ist. Keine Angst vor Jersey-Stoff 😉 – T-Shirts ich komme!

Allerdings hatte ich immer wieder so ein bisschen den Eindruck, dass die Burda wichtige Zwischenschritte unterschlägt. Oder zu mindest Schritte, die einer erfahrenen Näherin vielleicht klar sind, mir als Anfänger aber leider nicht. Zum Beispiel habe ich mich sehr lange gefragt was denn nun eigentlich mit meiner Wasserfallfalte wird, die ich zwar brav zusammengeheftet hatte, die dann aber da so rum hing. Irgendwann so gegen Schluss ist mir aufgegangen, dass ich die mit an den Schulternähten hätte festnähen sollen. Hier wäre ein kleiner Hinweis doch sehr hilfreich gewesen. Ich hab’s dann einfach mit der Hand festgenäht.

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Außerdem hatte ich vergessen das Formband aufzubügeln, aber das ist mir zum Glück vor dem Schließen der Seitennähte und dem Annähen des Loopteils aufgefallen, da konnte ich noch einfach nacharbeiten. Das Stück zum Annähen des Loops würde ich beim nächsten Mal vielleicht noch etwas länger machen. Statt der angegebenen 10,5 cm vielleicht 14,5 – 15 cm veranschlagen.

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Und dann muss ich noch erwähnen, dass ich zum ersten Mal mit einer Zwillingsnadel genäht habe *Stolz-wie Oscar*, ein bisschen mulmig war mit mit diesem gefährlich aussehenden Ding schon – aber alles Super und ein nahezu professionell aussehender Saum 🙂

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Ach ja, den Armausschnitt habe ich auch noch etwas verengt, da er doch sehr groß war und man fast das komplette BH-Band sehen konnte.

Mein Fazit. Also erstmal Danke an BuxSen für das organisieren dieses Sew Alongs, das hat mich wirklich motiviert mal den ein oder anderen Schnitt aus der Burda auszuprobieren. Ohne ein bisschen Druck bleibt es ja meistens nur beim „wollen“ und „eigentlich könnte ich doch mal“. Allerdings muss ich auch gesetehen, dass ich von der Burda jetzt erstmal die Nase voll habe. Für Anfänger ist das ewige gerätsel „Wie die Burda das wohl meint“ anstrengend, denn meistens fehlt noch das Know-How, wie man das Problem noch lösen könnte. Die Mai-Ausgabe habe ich zwar durchgeblättert, aber nicht gekauft. Sattdessen, habe ich mir mal die neue Nähtrends (Patrones) und die Fashion Style (Knipmode) zugelegt – mal sehen wie die das so mit ihren Beschreibungen halten.
Allerdings muss ich auch sagen, dass ich mit diesen beiden Modellen unheimlich viel gelernt habe und tatsächlich bin ich ziemlich happy, dass ich zwei tragbare Oberteile genäht habe. Nach dem ich das Zweite fertig hatte, hatte ich für den Rest des Abends ein Dauergrinsen im Gesicht.

Top01

Und jetzt nochmal zurück zu Top 118.
Ihr erinnert Euch, dass ich mit der Farbe nicht ganz so glücklich war.

Top24

Nun in der Nacht kam mir der Gedanke, dass ich es ja umfärben könnte (und diese Idee hatten auch einige in den Kommentaren geäußert). Erst dachte ich, dunkler färben und vielleicht ein orientalisches Muster mit Stoffmalfarbe aufstempeln.
Und dann, so kurz vor dem einschlafen, schoss mir noch der Begriff Shibori durch den Kopf. Äh Shibori? Wo kam das denn her? Das Unterbewusstsein ist doch eine komische Sache.
Aber ja, irgendwann Ende des letzten Jahres hatte ich mal einen Artikel über die japanische Färbemethode Shibori gelesen. Also hab ich mir fix nochmal die Seite herausgesucht (beide auf Englisch) und bin zu Werke gegangen.

Wer sagt denn, dass man unbedingt Indigo nehmen muss. Ich habe mich für ein dunkles Violett (Simplicol – in der Drogerie nur halb so teuer wie bei Idee, übrigens) entschieden.
Shirt abgebunden und Steine mit eingeknotet und ab in den Farbeimer damit. Ich meine, noch viel schlimmer kann es ja kaum werden.

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Aber ich finde, das Resultat kann sich durchaus sehen lassen.

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Batiken ist eine spannende Sache, man kann sich bis zum Schluss nie so wirklich sicher sein, wie es aussieht. Glücklicherweise gibt es dabei kein falsch und richtig.

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Besser, oder?

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Jetzt bin ich mal gespannt wie lange die Farbe hält. Ich habe sie zwar fixiert, aber mir scheint, dass in meinem Stoff doch ein Kunstfaseranteil drin ist. Da der Stoff aus der Restekiste ist und auf dem Zettel nur ‚BW‘ drauf stand, kann ich das nicht mit Genauigkeit sagen.

Jetzt werde ich noch meine Mittwochsrunde zum Me-Made-Mittwoch machen, mich in die finale Modenschau bei BuxSen einreihen und weil es so gut passt auch noch mit meinem Zebra-Look bei den 12 Letters of Handmade Fashion vorbei schauen, dort ist die Hostess für den April Buchstaben Z Fredi von Seemannsgarn. Last-Minute sozusagen.

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10 responses to “Zeitschriften Sew Along mit Burda: Das große Finale

  1. Quintilia sagt:

    Toll geworden! Burda-Schnitte (und andere namhafte Schnitthersteller) kann ich leider auch noch nicht lesen. Schade eigentlich, dass man es dort versäumt, sich an Anfänger anzupassen.
    Das Batikshirt finde ich eine tolle Idee. Irre, was aus dem anfänglichen Top dadurch geworden ist.
    Danke fürs Herzeigen und viele liebe Grüße von Quintilia

  2. Stefi sagt:

    Hallo!
    Das Jersey-Top ist ja wunderbar geworden! Das steht dir ausgezeichnet gut. Der Stoff ist auch sehr schön und toll mit allen Farben zu kombinieren!
    Ja, es ist zwar anstrengend nach Burda zu nähen, aber ich habe schon viele tolle Kleidungsstücke zusammen gebracht 😉
    Das eingefärbte Blusen-Top schaut toll aus. Die Färbung hat das Top so richtig aufgefrischt!
    Viel Freude mit den neuen Kleidungsstücken!
    LG Stefi

  3. friedalene sagt:

    Zwei tolle Tops – mir gefällt das schwarz-weiße Muster des ersten besonders gut, aber ich finde deine kreative Lösung zur Rettung des zweiten Shirts einfach nur Klasse!
    Viele Grüße
    Friedalene

  4. griselda sagt:

    Batik in Lila, das kann unter Umständen schwer nach Hippie ausschauen…..
    Aber mit der schlichten körpernahen Form und der entschiedenen Platzierung ist das absolut 2016.
    (Das Muster erinnert mich irgendwie an Quallen in der Tiefsee. Und das ist nicht die schlechteste Assoziation!)

  5. Stefanie sagt:

    Ich fand dein Flieder-Shirt auch uni schon gar nicht so schlecht, aber mit dem Färben hat es eindeutig gewonnen.
    Griselda hat recht, lila Batik kann schiefgehen, ist aber gar nicht so, im Gegenteil!
    LG

  6. Das schwarz-weiß gemusterte Top ist dir super gut gelungen; gefällt mir richtig gut an dir.
    Und mit dem Batikshirt scheinst du ja jetzt auch zufrieden zu sein.
    LG von Susanne

  7. Miriam "Mecki macht" sagt:

    Dein Einstieg ins Zeitschriftennähen ist doch super gelungen…Respekt, wie du dich durchgeschlagen hast, und: ich finde die Nähanleitungen in Zeitschriften häufig so kryptisch, dass nur kreatives Einschalten des Hirns weiterhelfen kann und man am besten einfach eine Lösung ganz unabhängig von der Anleitung sucht 😉 zumindest geht es mir häufig so…das Einfärben des lila Shirts war die richtige Entscheidung, dein anderes Shirt hast du auch super gemacht– also: Applaus zum Finale 😉 lG Miriam „Mecki macht“

  8. Ich bin von der Färbeaktion total begeistert. Das sieht jetzt echt besser aus, obwohl ich die ursprüngliche Farbe auch nicht sooo schlecht fand.
    LG, Sandra

  9. jsama0201 sagt:

    Danke an alle für die lieben Kommentare! Das hilft meiner Motivation, es irgendwann doch nochmal mit der Burda zu versuchen.
    Und ja, mit dem dunkleren Lila bin ich jetzt wesentlich mehr zufrieden als vorher. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das Shirt in der Stadt tragen würde, aber im Garten auf alle Fälle. Der Sommer wird es zeigen.
    Ich überlege schon, ob das schwarz-weiße Shirt sogar tauglich für ein Bewerbungsgespräch ist 😉

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